Neues aus Sachsen
Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
-
Ministerin Schneider und Infrastrukturstaatssekretär Trillenberg: »Wandel in der Lausitz gelingt nur gemeinsam«
STARKe Projekte in der Lausitz – aus der Region, für die Region. Rund 300 Teilnehmende aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft, Verbänden und Zivilgesellschaft trafen sich heute in Schwarzheide zu einer Netzwerkveranstaltung, bei der Fördermittelbescheide an Zuwendungsempfänger aus Brandenburg und Sachsen übergeben und ausgewählte STARK-Projekte aus beiden Bundesländern vorgestellt wurden. Die Präsidentin des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Dr. Mandy Pastohr, übergab im Beisein der Chefin der Brandenburger Staatskanzlei, Ministerin Kathrin Schneider, sowie des sächsischen Staatssekretärs für Infrastruktur und Landesentwicklung, Sören Trillenberg, Bescheide an die Geschäftsstelle des NET Zero Valley Lausitz, das Projekt »UNESCO 5 - Die Lausitzer UNESCO-Stätten als Perlen einer nachhaltigen Entwicklung in der Lausitz – Erbe gestalten und Menschen verbinden", das Smart Mobility Lab als zukunftsstarker Akteur für Bildung und Technologietransfer in der Lausitz sowie das Projekt «TRAIL - Transfer und Innovationen für die Lausitz | Wissen teilen, Wandel gestalten«. Brandenburg und Sachsen zeigten erstmals gemeinsam, was in der Lausitz mit Hilfe des Bundesprogramms STARK entsteht. Vorgestellt wurden unter anderem geförderte Vorhaben zur Wärmetransformation in der Region Spremberg, Hoyerswerda und Weißwasser, zur Entwicklung des Net Zero Valley Lausitz, zum Einstein-Teleskop, der touristischen Entwicklung des Lausitzer Seenlandes sowie zum Projekt »Jugend bewegt Regionen«. Warum das Förderprogramm bewusst unterschiedliche Ansätze unterstützt, erläuterte die BAFA-Präsidentin Dr. Mandy Pastohr: »Die Lausitz ist eine Kultur-, Natur- und Wirtschaftsregion, die seit jeher von Veränderungen geprägt ist. Mit STARK unterstützt der Bund den Strukturwandel im Zuge des Kohleausstiegs. Das Programm fördert unter anderem Innovationen und neue Geschäftsmodelle, Bildungsangebote sowie Projekte, die kulturelle Identität stärken. Diese Breite ist wichtig, damit unterschiedliche Bedarfe der Regionen bedient werden können. Das BAFA setzt die Förderung für das Bundeswirtschaftsministerium gemeinsam mit den Ländern um.« Ministerin Kathrin Schneider würdigte das Engagement der Projektinitiatoren: »Der Wandel in der Lausitz gelingt nur gemeinsam mit den Menschen vor Ort, die ihre Region kennen und gestalten wollen. Besonders wichtig ist uns, dass die geförderten Projekte auf echte Bedarfe reagieren. So entstehen Vorhaben, die wirtschaftliche Chancen eröffnen, den Zusammenhalt stärken und die Lebensqualität verbessern. Unser Ziel ist eine Lausitz, in der Menschen gern leben, arbeiten und sich engagieren.« Staatssekretär Sören Trillenberg erklärte zur Bedeutung und dem Ansatz des Programms: »STARK ist für die Braunkohleländer und ihre Regionen ein wichtiges Programm, weil es nicht nur einzelne Vorhaben finanziert. Es schafft und stärkt die Voraussetzungen dafür, dass aus vielfältigen Ideen tragfähige Entwicklungen entstehen können. Denn Strukturwandel lässt sich nicht allein gestalten: Es braucht das Wissen, die Ideen und das Engagement vieler regionaler Akteure.« Hintergrund Die Veranstaltung der Wirtschaftsregion Lausitz brachte bereits zum vierten Mal Akteurinnen und Akteure aus Brandenburg und erstmalig aus Sachsen zusammen. Das Bundesprogramm STARK steht für »Stärkung der Transformationsdynamik und Aufbruch in den Revieren und an den Kohlekraftwerkstandorten«. Es unterstützt seit 2020 vorrangig nicht-investive Vorhaben, die den Strukturwandel in den Kohleregionen begleiten und neue Perspektiven schaffen. Gefördert werden unter anderem Projekte in den Bereichen Innovation und wissenschaftlicher Transfer, Bildung und Fachkräfte, regionale Zusammenarbeit, Bürgerbeteiligung, Wirtschaftsentwicklung, Kultur, Nachhaltigkeit sowie Daseinsvorsorge und Lebensqualität. Das Programm richtet sich an Kommunen, Verbände, Hochschulen, Unternehmen und weitere Akteure in den Strukturwandelregionen. Dem brandenburgischen Lausitzer Revier stehen Strukturstärkungsmittel in Höhe von 10,32 Milliarden Euro zur Verfügung. Der Arm 1 umfasst Finanzhilfen in Höhe von 3,6 Milliarden Euro. Die Mittel setzt das Land über sein Lausitzprogramm 2038 und über den von der landeseigenen Wirtschaftsregion Lausitz GmbH (WRL) moderierten Werkstattprozesses ein. Mit Arm 2 finanziert der Bund weitere Projekte für die Lausitz in enger Abstimmung mit dem Land. Dazu stehen bis 2038 mehr als 6,7 Milliarden Euro bereit. Bestandteil von Arm 2 ist auch das Bundesprogramm STARK mit 469,6 Millionen Euro. In der brandenburgischen Lausitz wurden bisher 59 Projekte mit insgesamt 180,6 Millionen Euro Gesamtprojektvolumen aus dem Förderprogramm STARK bewilligt. Dem sächsischen Teil des Lausitzer Reviers stehen bis 2038 Strukturstärkungsmittel in Höhe von insgesamt 6,88 Milliarden Euro zur Verfügung. Davon entfallen 2,40 Milliarden Euro auf den 1. Arm und 4,48 Milliarden Euro auf den 2. Arm des Investitionsgesetzes Kohleregionen. Teil des 2. Arms ist das Bundesprogramm STARK, aus dem 361,0 Millionen Euro für den sächsischen Teil des Lausitzer Reviers bereitstehen. Zusätzlich dazu erhält Sachsen 145,6 Millionen Euro aus STARK für das Mitteldeutsche Revier. Allein im sächsischen Teil des Lausitzer Reviers wurden für 93 Projekte insgesamt 146 Millionen Euro bewilligt. Das Sächsische Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung begleitet für den Freistaat Sachsen das Zuwendungsverfahren und erarbeitet in Abstimmung mit den zuständigen Ministerien und den betroffenen Landkreisen ein Votum zu den eingereichten Anträgen. -
Wegen Kinderpornografie - Polizei durchsuchte Wohnungen | Mutmaßlicher Ladendieb festgenommen | Vermeintliche Kundinnen erbeuteten Goldringe - Zeugengesuch
Direktionsbereich Wegen Kinderpornografie - Polizei durchsuchte Wohnungen Zeit: 30.09.2026 und 07.10.2026 Ort: Chemnitz, Landkreis Mittelsachsen, Erzgebirgskreis (2915) Die Chemnitzer Kriminalpolizei hat bei einer konzentrierten Aktion zur Bekämpfung von Kinderpornografie in den Landkreisen im Zuständigkeitsbereich Wohnungen durchsucht. Die Beamten stellten dabei mehr als 150 Asservate sicher. Am Mittwoch vergangene Woche sowie am gestrigen Mittwoch machten sich Kripobeamte mit Unterstützung der sächsischen Bereitschaftspolizei auf den Weg zu 16 Beschuldigten im Alter zwischen 14 und 76 Jahren (überwiegend deutsche Staatsangehörige, in einem Fall Staatsangehörigkeit: Afghanistan und in einem Fall Staatsangehörigkeit: Vereinigtes Königreich). Die Einsatzkräfte durchsuchten insbesondere Wohnungen in Chemnitz, Döbeln, Roßwein, Freiberg, Burgstädt, Penig, Niederwürschnitz, Niederdorf, Burkhardtsdorf, Lößnitz, Lauter-Bernsbach, Annaberg-Buchholz, Amtsberg, Sehmatal und Neukirchen. Hintergrund sind verschiedene Ermittlungsverfahren wegen des Besitzes, Verschaffung oder Verbreitung von Kinderpornografie, aufgrund dessen über die Staatsanwaltschaft richterliche Durchsuchungsbeschlüsse erlassen worden sind. Bei den Maßnahmen an den beiden Einsatztagen stellten die Polizisten umfangreiche Beweismittel sicher, darunter mehr als 40 Handys sowie über 100 Computer andere Speichermedien. Zudem fanden die Polizeibeamten einen Schlagring sowie einige verbotene Feuerwerkskörper, was weitere Anzeigen wegen des Verstoßes gegen das Sprengstoffgesetz bzw. Waffengesetz nach sich zog. Die Ermittlungen in den Verfahren dauern an und im Zuge dessen werden die sichergestellten Asservate ausgewertet. Über den Ausgang der Strafverfahren entscheidet nach Abschluss der Ermittlungen schließlich die Staatsanwaltschaft. Festnahmen gab es keine. (ds) Chemnitz Mutmaßlicher Ladendieb festgenommen Zeit: 07.10.2026, 15:40 Uhr Ort: OT Altendorf (2916) Am gestrigen Nachmittag ist ein 34-jähriger Mann (iranisch) nach einem Ladendiebstahl in einem Geschäft in der Waldenburger Straße festgenommen worden. Eine Ladendetektivin (57) verständigte am Mittwochnachmittag die Polizei, weil sie einen Mann bei einem Ladendiebstahl beobachtet hatte. Dieser hatte Lebensmittel in seiner Jacke verstaut und sich anschließend zum Kassenbereich begeben, wo er jedoch lediglich einen Teil der Waren bezahlte. Anschließend verließ der Ladendieb den Einkaufsmarkt. Die 57-Jährige folgte ihm und übermittelte den alarmierten Beamten den aktuellen Standort des Diebes. Die Einsatzkräfte stellten den Mann (34) letztlich in der Limbacher Straße. Sie fanden bei ihm die entwendeten Waren im Gesamtwert von etwa 35 Euro. Zudem fanden sie in einem mitgeführten Beutel des 34-Jährigen ein griffbereites Messer und eine Schere. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Chemnitz wurde der iranische Tatverdächtige festgenommen und wird heute einem Richter am Amtsgericht vorgeführt. Indes wird gegen den 34-jährigen Tatverdächtigen wegen Diebstahls mit Waffen ermittelt. (mou) Renitenter 21-Jähriger landete in Unterbindungsgewahrsam Zeit: 08.10.2026, 02:10 Uhr Ort: OT Sonnenberg (2917) In der Nacht zu Donnerstag kam die Polizei wegen eines renitenten Mannes (21/türkisch) in der Tschaikowskistraße zum Einsatz. Für den 21-Jährigen endete die Nacht im Polizeigewahrsam. Ein Zeuge verständigte die Polizei, als ein Mann in einem Mehrfamilienhaus in der Tschaikowskistraße zwei Türen beschädigte, wodurch Sachschaden von etwa 600 Euro entstand. Eine der Türen hatte er eingetreten, wodurch sich eine hinter der Tür befindliche Bewohnerin (64) verletzte. Rettungskräfte brachten die Verletzte zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus. Alarmierte Beamte stellten den 21-jährigen Tatverdächtigen noch am Ort des Geschehens. Im Rahmen der polizeilichen Maßnahmen reagierte dieser aggressiv gegenüber den Polizisten. Er musste zur Unterbindung weiterer Straftaten in Gewahrsam genommen werden, welches er in den heutigen Morgenstunden verlassen konnte. Derweil laufen gegen den türkischen Staatsangehörigen die Ermittlungen wegen Körperverletzung und Sachbeschädigung. (mou) Ladendieb verletzte Sicherheitsdienstmitarbeiter Zeit: 07.10.2026, 19:15 Uhr Ort: OT Zentrum (2918) Am Mittwochabend beobachtete ein Mitarbeiter (25) eines Sicherheitsdienstes einen Unbekannten bei einem Ladendiebstahl in einem Geschäft in der Theaterstraße. Der Mann entnahm eine Schachtel Zigaretten im Wert von ca. zehn Euro aus der Warenauslage und versteckte diese in seiner Bekleidung. Anschließend passierte der Ladendieb mit einem Begleiter den Kassenbereich ohne vorherige Bezahlung des Produktes. Daraufhin sprach der 25-Jährige den Mann an, woraufhin dieser aggressiv reagierte und es zu einem Handgemenge zwischen den beiden kam. Anschließend schubste auch der Begleiter des Täters den Sicherheitsdienstmitarbeiter. Infolge des Gerangels stürzte der 25-Jährige gegen eine Fensterscheibe und zog sich leichte Verletzungen zu, welche jedoch keiner ärztlichen Behandlung bedurften. An der Scheibe entstand Sachschaden von etwa 500 Euro. Die beiden Männer konnten mit der Beute flüchten. Alarmierte Beamte konnten das Duo trotz sofort eingeleiteter Fahndungsmaßnahmen im Umfeld nicht mehr stellen. Gegenwärtig laufen die Ermittlungen zur Täterschaft sowie wegen räuberischen Diebstahls. (mou) Zwei Fahrradfahrer bei Zusammenstoß verletzt Zeit: 07.10.2026, 13:00 Uhr Ort: OT Schönau (2919) Den gemeinsamen Geh-/Radweg der Popowstraße befuhr am Mittwoch ein 15-jähriger Fahrradfahrer. Als er die Dieselstraße kreuzte, kam es zur Kollision mit einem dort in Richtung Elisabeth-Reichelt-Weg fahrenden, bevorrechtigten Fahrradfahrer (79). Durch den Zusammenstoß stürzten beide, wobei der 79-Jährige schwere Verletzungen erlitt. Der 15-Jährige wurde leicht verletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von etwa 200 Euro. (Kg) Landkreis Mittelsachsen Kleinbus kam von Fahrbahn ab Zeit: 07.10.2026, 15:00 Uhr Ort: Döbeln (2920) Am Mittwochnachmittag befuhr der 56-jährige Fahrer eines VW-Kleinbusses die B 169 aus Richtung BAB 14 in Richtung Döbeln. Kurz nach dem Abzweig Gärtitz kam der Kleinbus nach links von der Fahrbahn ab, überschlug sich und blieb im angrenzenden Graben liegen. Dabei zog sich der Fahrer nach dem derzeitigen Kenntnisstand leichte Verletzungen zu. Der entstandene Sachschaden beziffert sich insgesamt auf etwa 12.000 Euro. (Kg) Auf Parkplatzunfall folgten Anzeigen Zeit: 07.10.2026, 21:15 Uhr Ort: Freiberg (2921) Mit einem Microcar Ligier war am Mittwochabend ein 17-Jähriger auf einem Parkplatz im Gewerbegebiet Häuersteig unterwegs, wobei er offensichtlich die Kontrolle über das Fahrzeug verlor, welches daraufhin umkippte. Bekannte konnten das Fahrzeug wieder aufrichten, wonach der 17-Jährige, der leichte Verletzungen aufwies, sich unerlaubt vom Unfallort entfernte. Am Microcar entstand Sachschaden in Höhe von etwa 4.000 Euro. Gegen den 17-Jährigen (deutsche Staatsangehörigkeit) wurden Anzeigen wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort sowie des unbefugten Gebrauchs eines Fahrzeugs gefertigt. Zu diesen kam noch eine Anzeige wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis hinzu, da er nicht im Besitz solch eines gültigen Dokumentes ist. (Kg) Erzgebirgskreis Vermeintliche Kundinnen erbeuteten Goldringe - Zeugengesuch Zeit: 07.10.2026, 12:50 Uhr bis 13:00 Uhr Ort: Stollberg (2922) Zwei Frauen betraten am Mittwochmittag ein Fachgeschäft in der Ernst-Thälmann-Straße. In der Folge verwickelte das Duo eine Angestellte in ein Beratungsgespräch. Dafür ließen sich die vermeintlichen Kundinnen an einem Verkaufstisch zunächst diverse Goldringe aus einigen Schatullen zeigen. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand lenkten die beiden Frauen dann während der Beratung die Angestellte abwechselnd ab und verlangten nach weiteren Schmuckstücken zur Begutachtung. Letztlich entschieden sich die Kundinnen gegen einen Kauf und verließen das Geschäft in Richtung Lutherstraße. Erst im Nachgang bemerkte die Angestellte das Fehlen von drei Goldringen aus einer der Schatullen im Gesamtwert von etwa 1.000 Euro und verständigte die Polizei. Anhand von Bildaufnahmen einer Überwachungskamera des Geschäfts stellte sich heraus, dass eine der beiden Frauen offenbar einen Teil des Schmucks nicht zurück in die Schmuckschatullen gelegt, sondern in ihrer Hand behalten, hatte. Die Täterin und ihre Komplizin wurden als etwa 35 Jahre alt und ca. 1,60 Meter groß beschrieben. Sie haben beide einen dunkleren Teint, eine normale Statur und sprachen gebrochen Deutsch. Zudem hatten beide lange, dunkelblonde Haare. Die Haupttäterin trug eine blaue Jeans, einen schwarzen Pullover und schwarze Turnschuhe. Zudem hatte sie eine schwarze Umhängetasche dabei. Die Komplizin trug eine blaue Jeans, eine quergestreifte schwarz-weiße Strickjacke und Turnschuhe. Auch sie hatte eine Umhängetasche dabei. Die Polizei hat die Ermittlungen zum Geschehen aufgenommen und sucht Zeugen. Wer hat am gestrigen Mittwoch im Bereich der Ernst-Thälmann-Straße/Lutherstraße die beschriebenen Frauen bemerkt? Wer kann Angaben zu ihrer Identität oder ihrem derzeitigen Aufenthaltsort machen? Hinweise werden unter der Telefonnummer 037296 90-0 im Polizeirevier Stollberg entgegengenommen. (mg) Abgekommen und überschlagen Zeit: 07.10.2026, 16:40 Uhr Ort: Tannenberg (2923) Der 19-jährige Fahrer eines Pkw BMW befuhr am Mittwochnachmittag die Geyersche Straße (S 260) aus Richtung Geyer in Richtung Tannenberg. Ungefähr 120 Meter nach dem Ortsausgang Geyer überholte er einen vorausfahrenden Transporter. Im weiteren Verlauf kam der BMW in einer Linkskurve nach rechts von der Fahrbahn ab, überschlug sich und prallte gegen einen Baum. Durch den Unfall wurde Geröll auf die Fahrbahn geschleudert, wodurch zwei entgegenkommende Motorradfahrer (72, 73) geschädigt wurden. Der BMW-Fahrer erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen, der 72-jährige Motorradfahrer wurde leicht verletzt. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden beziffert sich insgesamt auf etwa 5.000 Euro. (Kg) Kind bei Zusammenstoß schwer verletzt - Zeugen gesucht Zeit: 07.10.2026, 07:05 Uhr Ort: Schneeberg (2924) Nach dem derzeitigen Kenntnisstand betrat am Mittwochmorgen ein 13-jähriger Junge plötzlich die Fahrbahn der Bruno-Dost-Straße, um diese in Richtung Wolfgang-Krodel-Straße bzw. der Bushaltestelle »Griesbacher Hang« zu überqueren. Dabei kam es zum Zusammenstoß mit einem Micorcar Linktour, dessen Fahrerin (15) die Bruno-Dost-Straße aus Richtung Teichstraße in Richtung Karl-Liebknecht-Straße befuhr. Das Kind erlitt schwere Verletzungen. Am Microcar entstand Sachschaden von etwa 1.500 Euro. Es werden Zeugen gesucht, die Angaben zum Geschehen machen können. Die zum Zeitpunkt an der Haltestelle Wartenden könnten ebenfalls wichtige Zeugen des Unfalles sein. Unter Telefon 0371 8740-0 werden Hinweise beim Verkehrsunfalldienst in Chemnitz entgegengenommen. (Kg) Abbieger und Überholer kollidierten Zeit: 07.10.2026, 12:50 Uhr Ort: Eibenstock, OT Sosa (2925) Die Hauptstraße (S 274) aus Richtung Blauenthal in Richtung Bockau befuhren am Mittwochmittag der 41-jährige Fahrer eines Pkw VW und ein 17-jähriger Motorradfahrer. Als der Autofahrer seine Geschwindigkeit verringerte, um nach links in Richtung Blauenthaler Straße abzubiegen, überholte der 17-Jährige mit seiner KTM den Pkw. Im weiteren Verlauf kam es zur Kollision zwischen dem Motorrad und dem abbiegenden VW, wobei Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 8.000 Euro entstand. Der 17-Jährige erlitt bei dem Unfall schwere Verletzungen. (Kg) Beim Überholen verunglückt Zeit: 07.10.2026, 13:55 Uhr Ort: Pockau-Lengefeld, OT Lengefeld (2926) Am Mittwochnachmittag befuhren der 44-jährige Fahrer eines Pkw VW und danach der 62-jährige Fahrer eines Krads Yamaha die B 101 aus Richtung Heinzebank in Richtung Pockau. Als der Motorradfahrer nach links zum Überholen ausscherte, scherte der VW-Fahrer ebenfalls nach links zum Überholen aus. Um eine Kollision zu vermeiden, bremste der Motorradfahrer stark, kam dabei nach links von der Fahrbahn ab und stürzte. Dabei erlitt der Biker schwere Verletzungen. An der Yamaha entstand Sachschaden von etwa 3.000 Euro. Eine Berührung zwischen dem VW und dem Motorrad gab es nicht. (Kg) Auf Gegenfahrbahn geraten Zeit: 07.10.2026, 11:00 Uhr Ort: Großolbersdorf, OT Hohndorf (2927) Der 60-jährige Fahrer eines Pkw VW befuhr am Mittwoch die B 174 in Richtung Großolbersdorf und kam dabei aus bisher unbekannter Ursache nach links von der Fahrbahn ab. Der VW geriet auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem entgegenkommenden Lkw Mercedes (Fahrer: 46). Bei dem Unfall erlitt der VW-Fahrer schwere Verletzungen, der Lkw-Fahrer wurde leicht verletzt. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 28.000 Euro. (Kg) -
Erfolgreiche Fachtagung beleuchtete Geschichte und Zukunft des Klosterareals Heilig Kreuz Meißen
Rund 80 Experten kamen am 26. September in Meißen zu einer wissenschaftlichen Fachtagung zusammen, um den aktuellen Forschungsstand aus landesgeschichtlicher, baudenkmalpflegerischer und archäologischer Sicht zu präsentieren. Veranstaltet wurde die Tagung vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen und dem Meißner Hahnemannzentrum e. V. in wissenschaftlicher Kooperation mit dem Landesamt für Archäologie Sachsen sowie in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung Meißen. Im Fokus standen auch Perspektiven für die Zukunft des ehemaligen Klosters und seines Areals – insbesondere im Hinblick auf das Meißen-Jubiläum 2029. Dies geschah in Vorträgen und in einem Podiumsgespräch mit den Vertretern verschiedener Einrichtungen. Auch die Möglichkeiten zur Integration der Geschichte des Klosters in das Jubiläum Meißen 2029 und dazugehörigen der Sächsischen Landesausstellung wurden besprochen. Das Kloster, um 1220 von Dietrich dem Bedrängten, Markgraf von Meißen, gestiftet, wirft bis heute viele ungeklärte Fragen zur Landes- und Reichsgeschichte auf. Lange blieb das Areal von der Wissenschaft unbeachtet. Archäologischen Befunde sowie die Beziehungen zur Stadt und zur Landschaft wie der Furt zu Meißen spielen dabei eine zentrale Rolle. Nach der Reformation wurde das Kloster 1568 aufgehoben. Im Siebenjährigen Krieg teilzerstört, erhielt im Zeitalter der Romantik und des Historismus Heilig Kreuz - wie viele andere mittelalterliche Ruinen - neue Aufmerksamkeit. 1857 hob Ludwig Thiele in seiner Reisebeschreibung des Elbtals bei Meißen die Wirkung der »romanischen und gothischen Trümmer« des Klosters Heilig Kreuz hervor und betonte ihre Einbindung in die Landschaft. Seit 1899 widmet sich die sächsische Bau- und Bodendenkmalpflege dem Klosterareal. Cornelius Gurlitt, der Nestor der sächsischen Denkmalpflege, rief dazu auf, den Ruinen die »stetige Fürsorge« für deren Erhaltung zukommen zu lassen. Seit 1994 nutzt der gemeinnützige Verein Meißner Hahnemannzentrum e. V. das Klosterareal, erhält die Baulichkeiten und hat in Zusammenarbeit mit der Stadt Meißen und den Fachämtern das Areal vorbildlich weiterentwickelt sowie in neue Nutzung gebracht. Forschungen und Ausgrabungen seit 1990 haben zahlreiche neue Erkenntnisse geliefert, die nicht nur die Geschichte des Klosters erklären, sondern auch die Grundlage für dessen Revitalisierung bilden. Das Areal stellt ein Vorbild für die denkmalgerechte, moderne Nutzung historischer Bausubstanz dar, das stetig weiterentwickelt wird und für die Stadt Meißen und Region als kulturell-touristischer Anlaufpunkt großes Potential einnimmt. -
Fünf Jahre gemeinsame Arbeit für Kulturhauptstadt: Interministerielle Arbeitsgruppe beendet ihre Arbeit
Dresden (8. Oktober 2026) - 17 Sitzungen und fünf Jahre ressortübergreifende Zusammenarbeit: Die Interministerielle Arbeitsgruppe der Sächsischen Staatsregierung zur Vorbereitung und Durchführung der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 (IMAG KHE C 2025) hat ihre Arbeit abgeschlossen. Ihr Ziel war es, die Unterstützung des Freistaates für Chemnitz und die Kulturhauptstadtregion zu bündeln – von den Vorbereitungen nach dem Titelgewinn 2020 über das Kulturhauptstadtjahr bis zur Schaffung von tragfähigen Strukturen für die weitere Entwicklung. »Fünf Jahre Kulturhauptstadt Europas haben gezeigt, was möglich ist, wenn Freistaat, Stadt, Region, Bund und viele weitere Partner gemeinsam Verantwortung übernehmen. Gerade weil bei einem solchen Projekt viele Interessen und Zuständigkeiten zusammenkommen, war das vertrauensvolle Miteinander entscheidend. Die Erfahrungen aus Chemnitz sind deshalb auch für künftige Großvorhaben wertvoll, die über Ressort- und Verwaltungsgrenzen hinweg gedacht und umgesetzt werden müssen«, sagt Prof. Thomas Popp, Beauftragter der Sächsischen Staatsregierung für die Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 und Vorsitzender der IMAG. Oberbürgermeister Sven Schulze: »Die IMAG war mehr als ein Abstimmungsgremium, sie war unser gemeinsamer Kompass. Wir wollten gute Gastgeber für Europa sein, und das ist nur gemeinsam gelungen. Für Chemnitz war es wichtig, den Freistaat und die vielen Partner an unserer Seite zu wissen. Die regelmäßige Abstimmung hat geholfen, auch schwierige Fragen schnell und gemeinsam zu lösen. Jetzt geht es darum, die Erfahrungen und Strukturen aus der Kulturhauptstadtzeit weiter zu nutzen. Die Zusammenarbeit hat gezeigt, was entstehen kann, wenn Stadt, Freistaat und Region an einem gemeinsamen Ziel arbeiten.« Die seit 2021 bestehende Arbeitsgruppe vereinte die Staatssekretärinnen, Staatssekretäre und Amtschefs aller Ressorts unter Leitung der Staatskanzlei. Ständige Gäste waren unter anderem der Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz, die Geschäftsführung der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 gGmbH sowie Vertreter des Bundes. Regelmäßig kamen zudem Gäste aus dem europäischen Ausland sowie aus Stiftungen, Hochschulen, Wirtschaft und Zivilgesellschaft hinzu. Die IMAG war dabei ausdrücklich mehr als ein verwaltungsinternes Abstimmungsgremium. Es entstand eine zentrale Plattform für die Abstimmung zwischen Freistaat, Stadt Chemnitz, Kulturhauptstadtregion und weiteren Partnern. Thematisch reichte die Arbeit weit über Kulturförderung hinaus: Auf der Agenda standen unter anderem Sicherheit, Stadt- und Regionalentwicklung, Verkehr und Tourismus, Kultur- und Kreativwirtschaft, Kinder- und Jugendbeteiligung, grenzüberschreitende Zusammenarbeit, Inklusion, Nachhaltigkeit, gesellschaftlicher Zusammenhalt und Finanzcontrolling. Die kontinuierliche Abstimmung ermöglichte kurze Entscheidungswege und eine enge Zusammenarbeit. Besonders bei Fragen der Sicherheit und Kommunikation rund um das Europäische Kulturhauptstadtjahr bewährten sich die etablierten Strukturen. Aus Sicht des Freistaates hat die langfristige Begleitung dazu beigetragen, das Großprojekt zu stabilisieren, zentrale Förderstrukturen abzusichern und die Zusammenarbeit zwischen Chemnitz, den Umlandkommunen und der Zivilgesellschaft weiterzuentwickeln. Zugleich wurde die internationale Vernetzung der Kulturhauptstadt Europas und ihrer Region gestärkt. Mit dem Ende der IMAG endet die Zusammenarbeit nicht. Der Kulturhauptstadttitel soll über das Jahr 2025 hinaus Wirkung entfalten. Im Mittelpunkt steht deshalb der sogenannte Legacy-Prozess. Der Legacyplan soll mit dem Regionalentwicklungsplan der Umlandkommunen im Erzgebirge und in Mittelsachsen verbunden werden. Das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus wird diesen Prozess begleiten. Die Tätigkeit des Beauftragten der Staatsregierung endet zum Jahresende 2026. Hintergrund: Eine neue Broschüre der Stadt Chemnitz fasst unter dem Titel »25 Erfolge und Effekte der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025« die wichtigsten Ergebnisse des Titeljahres zusammen: Rund 3,5 Millionen Menschen wurden erreicht – deutlich mehr als die ursprünglich angestrebten zwei Millionen. Seit 2017 flossen mehr als 115 Millionen Euro in das Projekt. Auch der Tourismus erreichte einen historischen Höchststand: Die Gästeankünfte stiegen gegenüber dem Vorjahr um 22 Prozent, die Übernachtungen um 24 Prozent. Mastercard-Daten belegen zudem höhere touristische Konsumausgaben, besonders durch Freizeittourismus. Auf jeden Übernachtungsgast kamen rund vier Tagesgäste. Bei den Stadtführungen wurde mit 36.599 Teilnehmenden ebenfalls ein Rekord erreicht – 2019 waren es 11.710. Eine umfassende Bilanz der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 und ihrer Wirkung erfolgt zudem durch weitere Evaluationen: Die Stadt Chemnitz wird gegen Ende 2026 ihren Abschlussbericht an die Europäische Kommission vorlegen. Im Laufe des Jahres 2027 folgen die Ergebnisse der umfassenden Evaluation der Kulturhauptstadt Europas Chemnitz 2025 durch die Technische Universität Chemnitz. -
So schmeckt Sachsen: Sachsens Sterneküche im Rampenlicht
Eine Köchin und sieben Köche aus Sachsen wurden in diesem Jahr erneut mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet. Bei einem Pressetermin in der Königlichen Hofküche im Schloss Pillnitz in Dresden mit Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch standen die Sterneköche und ihre kulinarischen Leistungen im Mittelpunkt. Die Ministerin würdigte gemeinsam mit Axel Klein vom DEHOGA Sachsen und Katrin Stump vom Deutschen Archiv der Kulinarik das Engagement dieser Köche mit einer Anerkennung und unterstrich damit die Bedeutung der Gastronomie für die touristische Attraktivität und die kulinarische Identität Sachsens. »Hinter einem Michelin-Stern stehen nicht nur außergewöhnliche Gerichte, sondern vor allem Leidenschaft, Kreativität, handwerkliches Können und der tägliche Anspruch, Gäste immer wieder aufs Neue zu begeistern. Darauf können die ausgezeichneten Köchinnen und Köche stolz sein. Ich gratuliere ihnen sehr herzlich zu dieser Leistung. In unserem Masterplan Tourismus Sachsen haben wir vereinbart, die sächsische Gastronomie und Kulinarik stärker hervorzuheben und mit dem Tourismus zu verbinden. Dabei geht es uns um die ganze Vielfalt: von der Spitzengastronomie bis zu den liebevoll geführten Gasthöfen und Restaurants überall in unserem schönen Freistaat. Mit unserer Initiative »So schmeckt Sachsen« machen wir diese Vielfalt sichtbarer und geben ihr einen gemeinsamen Rahmen«, sagt Tourismusministerin Barbara Klepsch. Die Veranstaltung bot Gelegenheit, die ausgezeichneten Köche persönlich vorzustellen und ihre Arbeit für die sächsische Genusskultur zu würdigen. Ihre Leistungen stehen beispielhaft für die Vielfalt und Qualität der Gastronomie im Freistaat – von regional verwurzelter Küche bis hin zu innovativer Spitzengastronomie. Im Anschluss an die Würdigung zeigte das Schlossrestaurant Pillnitz mit einem Drei-Gänge-Menü sein kulinarisches Können, und die Sterneköche präsentierten die Besonderheiten ihrer »Signature Dishes«. Mit der Initiative »So schmeckt Sachsen« soll die sächsische Gastronomie und Kulinarik stärker sichtbar und enger mit dem Tourismus verbunden werden. Grundlage dafür ist auch der Masterplan Tourismus Sachsen. Die Initiative umfasst die gesamte kulinarische Bandbreite des Landes: von der Sterneküche über traditionsreiche Gasthöfe bis zu Restaurants, die regionale Produkte und überlieferte Rezepte mit neuen Ideen verbinden. Die Gastronomie ist nicht nur ein prägender Bestandteil des touristischen Angebots, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für die Regionen. Im Jahr 2024 verzeichnete Sachsen 7.452 Gastronomiebetriebe mit einem Gesamtumsatz von rund 3,2 Milliarden Euro und knapp 70.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Der DEHOGA Sachsen vertritt rund 2.000 Betriebe aus Hotellerie und Gastronomie im Freistaat. »Diese Auszeichnungen zeigen, was in der sächsischen Gastronomie steckt – und das wollen wir gemeinsam nach vorn tragen. Sachsen muss mit seiner Kulinarik über die Landesgrenzen hinaus sichtbar werden. Deshalb werden wir auf der Grünen Woche in Berlin gemeinsam auftreten: vom elf-, zwölfjährigen Minikoch bis zum Sternekoch. Wir zeigen, was in dieser Branche möglich ist und welche Wege sie jungen Menschen eröffnet. Spitzenküche entsteht nicht über Nacht. Sie beginnt mit Neugier am Herd und wächst mit guter Ausbildung, Leidenschaft und Ausdauer. Unsere Sterneköchin und Sterneköche sind dafür das beste Vorbild«, sagt Axel Klein, Hauptgeschäftsführer des DEHOGA Sachsen. Auch das kulinarische Kulturerbe hat in Sachsen einen besonderen Stellenwert. Das Deutsche Archiv der Kulinarik, getragen von der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden und der Technischen Universität Dresden, bewahrt eine herausragende Sammlung von Menükarten, Handschriften und Büchern. Es dokumentiert die Entwicklung der Ess- und Genusskultur und macht deren historische Bedeutung sichtbar. Katrin Stump, Generaldirektorin der SLUB Dresden, betont: »Gemeinsam mit der TU Dresden bauen wir die deutschlandweit einzigartige Sammlung des Deutschen Archivs der Kulinarik aus, entwickeln ein digitales Kulinarik-Portal und werden absehbar zum Beispiel Menü- und Speisekarten mithilfe künstlicher Intelligenz bis auf die Ebene der einzelnen Zutaten durchsuchbar machen. Das ist nicht nur für die Forschung von herausragender Bedeutung, sondern dient darüber hinaus als Inspirationsquelle für Köchinnen und Köche. Auch die Kochkunst der heute gewürdigten Sterneköchin und Sterneköche bewahren wir im Kulinarikarchiv für die Zukunft – offen zugänglich für alle.« In Sachsen gibt es 2026 insgesamt acht Restaurants, die mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet sind. In Leipzig gehört dazu das FRIEDA von Lisa Angermann und Andreas Reinke, das für eine moderne, kreative und produktorientierte Küche mit eigener Handschrift steht. Im Stadtpfeiffer im Gewandhaus prägt Detlef Schlegel eine Küche, die klassische französische Einflüsse mit modernen Ideen und präzisem Handwerk verbindet. Klaus Schunack setzt im Kuultivo ebenfalls auf eine zeitgemäße, kreative Küche, bei der hochwertige, saisonale Produkte im Mittelpunkt stehen. In Dresden sind drei Restaurants mit einem Stern ausgezeichnet. Im Heiderand steht Martin Walther für eine moderne Küche, die hochwertige Produkte und handwerkliche Präzision miteinander verbindet. Stephan Mießner prägt im elements eine moderne, international inspirierte Küche, in der unterschiedliche Aromen und Einflüsse miteinander kombiniert werden. Im Genuss-Atelier setzt Marcus Blonkowski auf eine kreative, saisonale Küche mit besonderem Augenmerk auf regionale Produkte und deren sorgfältige Verarbeitung. Außerhalb der beiden Großstädte sind ebenfalls zwei Sternerestaurants zu finden. Joe Andrich steht im Atelier Sanssouci in Radebeul für einen hohen handwerklichen Anspruch mit einer modernen Ausrichtung; 2026 wurde das gastronomische Konzept um ein flexibleres Bistronomie-Angebot mit À-la-carte-Gerichten erweitert. In Aue-Bad Schlema verbindet Benjamin Unger im Restaurant St. Andreas regionale Produkte und erzgebirgische Traditionen mit einer modernen, zeitgemäßen Interpretation. Der Michelin-Stern wird formal dem Restaurant verliehen, nicht dem einzelnen Koch. Die genannten Küchenchefs stehen jedoch maßgeblich für die jeweilige kulinarische Ausrichtung und die Küche der ausgezeichneten Häuser. Die Veranstaltung fand in Kooperation mit dem Deutschen Archiv der Kulinarik und dem DEHOGA Sachsen statt. Das Archiv der Kulinarik ist die im deutschsprachigen Raum größte Sammlung von Menükarten, kulinarischen Handschriften und Kochbüchern. Fotos von der Veranstaltung können unter folgendem Link heruntergeladen werden: https://sidas19.transfer.sachsen.de/public/download-shares/IKhbpWcwFwWSnBmLuYjO1z3sAL1KhQwp