Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Verantwortlich: Karolin Meyer-Hemp, Sebastian Schmidt, Enrico Liebold, Christina Friedrich Ausgewählte Meldung Diebstahl aus Autovermietung Zeit: 03.11.2026, 02:30 Uhr bis 02:40 Uhr Ort: Zwickau In Zwickau wurde in eine Autovermietung eingebrochen. In der Nacht zum Dienstag brachen Unbekannte gewaltsam in die Büroräumlichkeiten einer Autovermietung an der Reichenbacher Straße ein. Sie entwendeten einen Stahltresor mit wichtigen Firmendokumenten, darunter etwa 150 Fahrzeugbriefe im Original. Da es sich um einen sehr schweren Tresor handelte, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Täter mit einem Fahrzeug in unmittelbarer Tatortnähe hielten. Wem sind in der genannten Nacht Personen oder Fahrzeuge in der Umgebung der Autovermietung aufgefallen, die mit der Tat in Verbindung stehen könnten? Können Sie möglicherweise Hinweise auf den Verbleib des Tresors geben? Zeugen werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei Zwickau unter der Telefonnummer 0375 428 4480 zu melden. (kmh) Vogtlandkreis Radlader beschädigt Zeit: 02.11.2026, 17:00 Uhr bis 03.11.2026, 06:00 Uhr Ort: Rodewisch Mit einem unbekannten Gegenstand wurde die Frontscheibe zertrümmert. Zwischen Montagabend und dem frühen Dienstagmorgen beschädigten unbekannte Täter die Frontscheibe eines Radladers, der auf einer Baustelle am Walter-Krauß-Weg abgestellt war. Die Instandsetzungskosten werden auf 2.000 Euro geschätzt. Falls Ihnen Personen aufgefallen sind, die für die Sachbeschädigung verantwortlich sein könnten, melden Sie sich bitte im Polizeirevier Auerbach-Klingenthal, telefonisch erreichbar unter 03744 2550. (el) Landkreis Zwickau Auffahrunfall Zeit: 03.11.2026, 11:00 Uhr Ort: Zwickau, OT Schedewitz Zwei abschleppreife Pkw und eine Leichtverletzte sind das Resultat eines Unfalls in Zwickau. Mit seinem Mazda befuhr ein 65-Jähriger am Dienstagvormittag die Lengenfelder Straße aus Fahrtrichtung Hammerwald kommend in Richtung Wilhelm-Firl-Straße. Etwa 300 Meter nach dem Kreisverkehr beabsichtigte er, nach links in eine Kleingartenanlage abzubiegen und musste verkehrsbedingt halten. Dabei fuhr eine 73-Jährige mit ihrem Toyota auf das stehende Fahrzeug auf. Die Frau zog sich leichte Verletzungen zu, die ambulant in einem Krankenhaus behandelt wurden. Beide Fahrzeuge waren mit einem Sachschaden von etwa 15.000 Euro nicht mehr fahrbereit und wurden vom Unfallort abgeschleppt. (kmh) Geldbörse aus Fahrzeug gestohlen Zeit: 03.11.2026, 10:30 Uhr bis 10:40 Uhr Ort: Zwickau, OT Eckersbach In Eckersbach wurde ein Fahrzeug aufgebrochen und ein Portmonee entwendet. Für die Dauer von nur rund zehn Minuten stellte eine Frau ihren weißen VW Up an der Eckersbacher Höhe auf Höhe des Hausgrundstücks 73 ab. Ihre Geldbörse legte sie auf den Beifahrersitz ihres Fahrzeugs. Den kurzen Moment nutzte ein Unbekannter, schlug eine Seitenscheibe ein und entwendete das Portmonee samt Bargeld und persönlicher Dokumente. Der entstandene Sachschaden lag bei rund 500 Euro. Die Polizei warnt: Lassen Sie keinerlei Wertsachen offensichtlich in Ihrem Fahrzeug liegen, auch wenn Sie nur für einen kurzen Moment abwesend sind. Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt geben können, werden gebeten, sich im Polizeirevier Zwickau zu melden, Telefon: 0375 428 102. (kmh) Plane aufgeschlitzt Zeit: 02.11.2026, 20:00 Uhr bis 03.11.2026, 10:00 Uhr Ort: Zwickau, OT Pölbitz In Pölbitz wurde die Plane eines Lkw aufgeschlitzt. Zwischen Montagabend und Dienstagvormittag schlitzten Unbekannte die Plane eines Lkw-Aufliegers auf, der an der Leipziger Straße auf Höhe des Hausgrundstücks 147 abgestellt war. Dabei verursachten sie einen Sachschaden von etwa 1.000 Euro. Auf dem Auflieger fanden sie ausschließlich Altkleider und Schuhe vor, sodass der Diebstahlschaden eher gering ausfiel. Können Sie Hinweise zum Sachverhalt geben? Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0375 428 102 im Polizeirevier Zwickau zu melden. (kmh) Anhänger bricht aus Zeit: 03.11.2026, 14:30 Uhr Ort: Werdau, OT Langenhessen Nach einem Unfall musste die Westtrasse (S 289) zeitweise vollgesperrt werden. Am Dienstagnachmittag fuhr ein 31-Jähriger mit seinem Mitsubishi samt Anhänger auf der S 289 aus Richtung Werdau kommend in Richtung Crimmitschau. Zwischen den Abfahrten Ronneburger Straße und Langenhessen schaukelte sich der Anhänger, auf dem eine Hebebühne geladen war, auf und brach aus. Der Anhänger prallte gegen die rechte Schutzplanke, woraufhin sich Fahrzeug und Anhänger drehten und quer auf der Fahrbahn zum Stehen kamen. Verletzt wurde dabei zum Glück niemand. An den Fahrzeugen, der Schutzplanke und der Fahrbahn entstand ein Gesamtschaden von circa 10.000 Euro. Für die Bergungsarbeiten musste die S 289 zeitweise vollgesperrt werden, was im Berufsverkehr für Stau auf den umliegenden Straßen sorgte. Bei der Unfallaufnahme stellten die Polizeibeamten fest, dass die Fahrzeugkombination möglicherweise überladen war. Die Polizisten erstatteten eine Anzeige wegen einer Verkehrsordnungswidrigkeit. Ob die Überladung die Ursache für den Unfall war, wird geprüft. (cf) Unfallflucht Zeit: 02.11.2026, 12:30 Uhr bis 03.11.2026, 10:30 Uhr Ort: Glauchau Eine unbekannte Person beschädigte vermutlich beim Ausparken einen abgestellten Pkw. In der Zeit zwischen Montagmittag und Dienstagvormittag fuhr eine unbekannte Person mit einem Fahrzeug gegen einen grauen Opel. Dieser stand im Bereich zwischen dem Scherbergplatz und der Scherbergbrücke in einer Parklücke an der Otto-Schimmel-Straße. Die Reparatur der Schäden an der linken Fahrzeugseite wird wohl 5.000 Euro kosten. Haben Sie den Unfall beobachtet? Hinweise zum Verursacher und dem benutzen Fahrzeug nimmt das Polizeirevier Glauchau unter der Telefonnummer 03763 640 entgegen. (sts) Moped gestohlen Zeit: 03.11.2026, 14:00 bis 23:10 Uhr Ort: Meerane Die Polizei sucht Zeugen nach einem Diebstahl. Unbekannte Täter entwendeten am Dienstagnachmittag beziehungsweise -abend eine Simson S 51, die auf einem Firmenparkplatz an der Straße Industriepark abgestellt war. Das Moped ist mit einer blauen hinteren Felge, einer schwarz-roten Sitzbank und roten Stoßdämpfern ausgestattet. Zum Zeitpunkt des Diebstahls war am Zweirad das schwarze Versicherungskennzeichen WDO 264 angebracht. Der Stehlschaden beläuft sich auf rund 1.500 Euro. Hinweise zur Tat, den Tätern und dem Verbleib der Simson nimmt das Polizeirevier Glauchau unter der Telefonnummer 03763 640 entgegen. (sts)
  • Die Landesdirektion Sachsen gibt grünes Licht für eine neue Brücke und den Ausbau der Kreisstraße 9301 in Wolfersgrün, einem Ortsteil von Kirchberg. Mit der genehmigten Planung liegt nun Baurecht vor. Vorhabenträger ist der Landkreis Zwickau. »Ziel ist es, künftig sicherer über die Brücke und durch den Ort zu kommen. Der Planfeststellungsbeschluss schafft dafür die Grundlage«, erklärt Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen. »Davon profitiert auch die örtliche Wirtschaft. Durch den Ausbau wird die Zufahrt für Lkw zum Gewerbebetrieb verbessert«, betonte Bélafi. Die Brücke wurde beim Hochwasser 2013 stark beschädigt. Nun soll sie durch einen Neubau ersetzt werden. Die genehmigte Planung umfasst zudem den Ausbau der Kreisstraße 9301 auf einer Länge von ca. 140 m innerhalb des Kirchberger Ortsteils Wolfersgrün. Gleichzeitig wird die Trassenführung an die geltenden Richtlinien und Verkehrsanforderungen angepasst. Die konkreten Bauvorhaben auf einen Blick: Sechs Meter Fahrbahnbreite für die Kreisstraße. Ersatzneubau der Brücke über das »Crinitzer Wasser«. 1,50 Meter breiter Gehweg auf der linken Seite der neuen Brücke. Zusätzlich wird die unmittelbar hinter der Brücke befindliche Einmündung der Dorfstraße auf einer Länge von ca. 30 m angepasst. Über diese Straße erfolgt die Hauptzufahrt zu einem örtlichen Gewerbebetrieb. Deshalb wird der Kreuzungsbereich so angepasst, dass auch Lkw problemlos ein- und ausfahren können. Die Anliegerstraße erhält eine Fahrbahnbreite von rund 3,70 Metern. Im Kreuzungsbereich werden die notwendigen Kurvenradien für größere Fahrzeuge berücksichtigt. Die Auslegung des Planfeststellungsbeschlusses wird ortsüblich und öffentlich bekanntgemacht. Darüber hinaus wird der Planfeststellungsbeschluss dem UVP-Portal veröffentlicht. Sofern niemand rechtlich gegen den Planfeststellungsbeschluss vorgeht, obliegt die weitere Umsetzung des Vorhabens dem Landkreis Zwickau als Bauherr.
  • Verantwortlich: Josephin Sader (js), Paul Engelmann (pe) Landfriedensbruch Ort: Leipzig (Neustadt-Neuschönefeld), Eisenbahnstraße/ Hermann-Liebmann-Straße Zeit: 03.11.2026, gegen 21:10 Uhr Auf der Leipziger Eisenbahnstraße kam es gestern Abend zu einem Landfriedensbruch, bei dem der Polizeiposten beschädigt wurde. Eine Gruppe von mehreren Personen lief die Eisenbahnstraße entlang und zündete dabei pyrotechnische Gegenstände. Die Personen waren allesamt dunkel gekleidet und vermummt. Aufgrund eines mitgeführten Banners wird davon ausgegangen, dass es sich hierbei um eine Resonanzaktion gegen die gestrigen Durchsuchungsmaßnahmen des Landeskriminalamts Sachsen in der linksextremistischen Szene handeln könnte (Hintergrund: Ermittlungen wegen des Verdachts der Bildung einer kriminellen Vereinigung). Als die Gruppe in die Hermann-Liebmann-Straße abbog, griff sie den dortigen Polizeiposten an. Dabei wurden Steine und Farbbomben geworfen, wodurch mehrere Fensterscheiben und die Hauswand beschädigt wurden. Der Sachschaden kann derzeit noch nicht beziffert werden. Die eingesetzten Polizeikräfte waren innerhalb weniger Minuten vor Ort, konnten aber niemanden antreffen. Es wird wegen des Verdachts des Landfriedensbruchs und der Sachbeschädigung ermittelt. (js) Raubdelikt Ort: Leipzig, Südvorstadt, Kurt-Eisner-Straße 74 Zeit: 02.11.2026, gegen 21:00 Uhr Gestern Abend wurde ein 17-Jähriger körperlich angegriffen, schwer verletzt und ausgeraubt. Der junge Mann wurde von zwei Unbekannten in einen Hinterhof gelockt, mit einem pistolenähnlichen Gegenstand bedroht und zur Herausgabe seiner Wertsachen aufgefordert. Als der 17-Jährige sich dem entziehen wollte, schlug einer der Tatverdächtigen ihn mit dem pistolenähnlichen Gegenstand mehrfach gegen den Kopf, sodass er orientierungslos zusammenbrach. Anschließend entwendeten die Unbekannten einen Stoffbeutel und die Bauchtasche des Jugendlichen mit persönlichen Gegenständen, Bargeld und seinem Handy. Anschließend flüchteten die unbekannten Tatverdächtigen in Richtung Karl-Liebknecht-Straße. Die unbekannten Männer können wie folgt beschrieben werden: Person 1: * circa 16 bis 20 Jahre * etwa 1,70 Meter groß * hellbraunes kurzes Haar * schlanke Figur * kein Bart * Bekleidung: schwarzer Wintermantel, ähnlich Pufferjacke | Jeans | Wintermütze Person 2: * circa 16 bis 20 Jahre alt * etwa 1,75 Meter groß * dunklere Haare * Bekleidung: schwarze Pufferjacke | Jeans Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen eines Raubdelikts aufgenommen und bittet Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder zu den unbekannten Tatverdächtigen geben können, sich bei der Kriminalpolizei in der Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig oder unter der Telefonnummer (0341) 966 4 6666 zu melden. Insbesondere werden zwei Frauen gesucht, die mit dem 17-Jährigen gesprochen haben und die unbekannten Tatverdächtigen haben wegrennen sehen. (js) Zeugenaufruf nach Verkehrsunfall Ort: Leipzig (Neustadt-Neuschönefeld), Dresdner Straße / Reclamstraße Zeit: 03.11.2026, gegen 10:40 Uhr Am Dienstagvormittag kam es im Leipziger Stadtteil Neustadt-Neuschönefeld zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Auto und einer Radfahrerin. Die Fahrradfahrerin (38) war in stadtauswärtige Richtung unterwegs und wollte von der Dresdner Straße nach links in die Reclamstraße abbiegen. Kurz vor dem Abbiegen überholte sie ein Ford Fiesta von links. Es kam zum Zusammenstoß zwischen beiden Fahrzeugen. Die Radfahrerin verletzte sich dabei leicht. Der 19-jährige Fordfahrer (afghanisch) blieb unverletzt. Der Sachschaden konnte noch nicht beziffert werden. Der Verkehrsunfalldienst ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall. Die Polizei sucht nun Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu dem Verkehrsunfall geben können. Diese werden gebeten, sich an die Verkehrspolizeiinspektion Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 - 2850 (tagsüber) sonst 255 – 2910, zu wenden. (pe)
  • Dresden (4. November 2026) – Der Chef der Sächsischen Staatskanzlei und Staatssekretär für Bundes- und Europaangelegenheiten, Dr. Andreas Handschuh, hat im Sächsischen Landtag eine Fachregierungserklärung zum Thema »Sachsen für ein starkes Europa – für mehr Freiheit und mehr Eigenverantwortung« gehalten. Im Mittelpunkt standen die Bedeutung der Europäischen Union für Sachsen, die Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit, der Abbau überbordender Bürokratie und die künftige EU-Förderpolitik. Handschuh unterstrich zugleich die Bedeutung europäischer Partnerschaften. Ein Jahr nach dem Beschluss der Europastrategie der Sächsischen Staatsregierung in Brüssel zog Handschuh Bilanz und formulierte die Leitlinien für die weitere europapolitische Arbeit des Freistaates. Europa müsse sich reformieren, seine Aufgaben auf das Wesentliche konzentrieren und den Regionen mehr Gestaltungsspielraum geben. Zugleich müsse die EU handlungsfähig bleiben, wenn es um Sicherheit, wirtschaftliche Stärke und gemeinsame Interessen in der Welt gehe. Staatssekretär Dr. Andreas Handschuh sagte: »Wer Europa verändern will, muss es besser machen – nicht kleiner, schwächer und zerstrittener. Sachsen braucht Europa, und Europa braucht die Stärken Sachsens. Dafür setzen wir uns ein: mit weniger Bürokratie, mehr Eigenverantwortung und einer Europäischen Union, die ihre Chancen nutzt und konkrete Lösungen ermöglicht.« Europa im Alltag: Chancen für Menschen, Kommunen und Unternehmen Handschuh machte deutlich, dass die europäische Zusammenarbeit in allen Teilen Sachsens konkrete Wirkung entfaltet. Seit 1991 sind mehr als 20 Milliarden Euro an EU-Mitteln in den Freistaat geflossen - unter anderem für Forschung und Innovation, Schulen und Jugendprojekte, die Entwicklung ländlicher Räume, die Digitalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen sowie den Hochwasserschutz. Weniger Bürokratie, mehr Wettbewerbsfähigkeit Kritisch bewertete Handschuh die zunehmende Regelungsdichte der Europäischen Union. Allein 2025 habe die EU mehr als 1.400 Rechtsakte neu auf den Weg gebracht. Die Vielzahl und Komplexität der Vorschriften belaste Unternehmen, binde Arbeitskraft und erschwere wirtschaftliche Entwicklung. Die EU müsse sich stärker auf zentrale Aufgaben konzentrieren, Verfahren beschleunigen und unnötige Vorgaben abbauen. Er verwies in dem Zusammenhang auf die in Sachsen auf den Weg gebrachten eigenen Maßnahmen zur Staatsmodernisierung und Bürokratieentlastung. Zugleich mahnte er auf europäischer Ebene mehr Tempo an, etwa bei der Genehmigung von Beihilfen für wichtige Halbleiterinvestitionen. Für die Lausitz als erstes europäisches Net Zero Valley müsse zudem gelten, dass die versprochenen Vorteile bei Genehmigungen und Verfahren tatsächlich wirksam werden. EU-Haushalt: Sachsen muss mitgestalten können Mit Blick auf den künftigen Mehrjährigen Finanzrahmen der EU für 2028 bis 2034 forderte Handschuh die Bundesregierung auf, keine Kürzungen insbesondere zu Lasten der ostdeutschen Regionen zu akzeptieren. Die Kohäsionspolitik müsse als zentrale Säule europäischer Förderung mindestens so groß und stabil bleiben wie bisher. Förderpolitik müsse weiterhin auf gemeinsamer Verantwortung von EU, Bund, Ländern und Regionen beruhen und regionale Gestaltungsspielräume sichern. Zugleich sieht Sachsen im geplanten Europäischen Wettbewerbsfähigkeitsfonds erhebliche Chancen. Entscheidend seien transparente Verfahren, die Berücksichtigung regionaler Innovationskompetenzen und faire Chancen auch für kleine und mittlere Unternehmen sowie spezialisierte Forschungsstandorte. Ziel müsse es sein, Innovation zu beschleunigen, industrielle Wertschöpfung zu stärken und Forschung schneller in marktfähige Produkte zu überführen. Europäische Solidarität und verlässliche Partnerschaften Ein weiterer Schwerpunkt war die internationale Zusammenarbeit. Handschuh bekräftigte die Bedeutung von Regionalpartnerschaften. Sie ermöglichen konkrete Unterstützung und vertiefen die Zusammenarbeit zwischen Menschen, Hochschulen und Institutionen. Insbesondere die Zusammenarbeit mit Polen und Tschechien zeige, wie Europa im Alltag funktioniere – etwa beim grenzüberschreitenden Brand- und Katastrophenschutz oder beim gemeinsamen Umbau der Fernwärmeversorgung in Görlitz und Zgorzelec. Diese Partnerschaften stärkten die Sicherheit, eröffneten wirtschaftliche Perspektiven und machten deutlich, dass gemeinsame Herausforderungen gemeinsame Lösungen erfordern. Sachsen gestaltet Europas Zukunft aktiv mit Abschließend unterstrich Handschuh den Anspruch der Staatsregierung, die europapolitischen Interessen Sachsens konsequent zu vertreten, Europa im Alltag der Menschen greifbar zu machen und die Zusammenarbeit mit europäischen und internationalen Partnern weiterzuentwickeln. »Europa ist ein gemeinsames Haus«, so Handschuh. »Sachsen hat in den vergangenen Jahrzehnten von Frieden, Freiheit, offenen Grenzen, Zusammenarbeit und wirtschaftlichen Chancen profitiert und selbst zum europäischen Erfolg beigetragen. Die Zukunft der EU hängt auch davon ab, wie entschlossen ihre Mitglieder notwendige Reformen angehen und ihre gemeinsamen Stärken nutzen.«
  • In dem vorbezeichneten Verfahren vor dem Staatsschutzsenat wurde der Beginn der Fortsetzung der Hauptverhandlung am Montag, dem 09.11.2026 von 9.30 Uhr auf 14.00 Uhr verlegt.