Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • In Sachsen wird es zunehmend heißer. Tage mit Temperaturen von deutlich über 30 Grad nehmen zu, gleichzeitig wird Wasser knapper. Besonders in dicht bebauten Städten und Gemeinden heizen sich versiegelte Straßen, Plätze und Gebäude auf. Von der zunehmenden Hitze sind alle Menschen betroffen, besonders stark belastet werden jedoch Ältere, Kinder und kranke Menschen, für die hohe Temperaturen zur Gefahr werden können. Allein in diesem Jahr sind – laut Robert Koch Institut – bereits über 12.000 Hitzetote in Deutschland zu beklagen. Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz (SMWA) hilft deshalb direkt mit Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels: Auch wenn wir um die knappen kommunalen Finanzen wissen, Kommunen und weitere Antragsberechtigte sollten jetzt die Möglichkeit nutzen und so viele Fördermittel wie möglich beantragen. Klimaschutzminister Dirk Panter: »Hitzeschutz und Klimaanpassung sind kein Nischenthema, sondern eine wichtige Zukunftsaufgabe für unsere Städte, Gemeinden und Wirtschaftsstandorte. Und sie sind aktiver Gesundheitsschutz! Wer heute plant und investiert, schützt die Menschen vor Ort und erhöht zugleich die Lebensqualität.« Dies sei keine Aufgabe für ein Bundesland oder eine Kommune allein. Diese Aufgabe sei nur gemeinsam zu bewältigen - Kommunen, Länder und Bund. »Wir im SMWA stellen bereits Fördermittel für konkrete Hitzeschutz-Projekte bereit. Damit können vor Ort spürbare Verbesserungen umgesetzt werden – zum Beispiel schattige Plätze, begrünte Dächer, Trinkbrunnen oder Anlagen, die Regenwasser speichern und bei Bedarf schnell wieder nutzbar machen. Hohe Fördersätze treffen allerdings auf finanzielle Probleme in vielen sächsischen Kommunen. Ich appelliere trotzdem an die Kommunen und alle anderen Antragsberechtigten, jetzt aktiv zu werden und die Fördermöglichkeiten so gut als irgend möglich zu nutzen.« Bis zu 80 Prozent Förderung Im Rahmen der EU-Förderrichtlinie Energie und Klima unterstützt das SMWA sowohl die Vorbereitung als auch die Umsetzung von Maßnahmen zur Klimaanpassung. Die Stadt Leipzig nutzt beispielsweise rund 144.000 Euro Förderung, um die Stadtklimaanalyse fortzuschreiben; in Freital erhält der Außenbereich der Kita »Kinderland am Wiesenhang« Begrünung und Sonnensegel zur Verschattung, eine verbesserte Versickerungsfähigkeit des Bodens und Regenwasserrückhalt für rund 180.000 Euro. Die Antragstellung wurde stark vereinfacht, damit mehr Vorhaben schneller auf den Weg gebracht werden können. Je nach Maßnahme sind Fördersätze von bis zu 80 Prozent möglich Gefördert werden unter anderem: * Schutz vor Hitze an Gebäuden, etwa durch Außenverschattungen, begrünte Dächer oder andere Maßnahmen zur natürlichen Kühlung; * Trinkbrunnen und schattenspendende Bereiche, die öffentliche Plätze, Schulhöfe, Spielplätze oder Einrichtungen für ältere Menschen bei Hitze entlasten können; * Regenwassermanagement, zum Beispiel durch Zisternen, Versickerungsanlagen oder andere Lösungen, die Wasser zurückhalten und nutzbar machen * Maßnahmen zum Schutz vor Starkregen und Bodenerosion * vorbereitende Konzepte und Planungen, die konkrete Klimaanpassungsmaßnahmen vor Ort ermöglichen. Antragsberechtigt sind insbesondere Kommunen und kommunale Unternehmen, kleine und mittlere Unternehmen, gemeinnützige Organisationen, Vereine, Stiftungen, Genossenschaften, anerkannte Religionsgemeinschaften sowie Privatpersonen. Die Anträge können über das Förderportal der Sächsischen Aufbaubank (SAB) im Modul 4 der »Förderrichtlinie Energie und Klima 2023« gestellt werden. Auch die Träger von voll- und teilstationären Pflegeeinrichtungen können unter diesen Voraussetzungen Anträge für die Förderung von baulichem Hitzeschutz stellen. Gesundheitsministerin Petra Köpping: »Hitze ist belastend, gerade für kranke oder ältere Menschen. Ich empfehle allen Trägern von Gesundheitseinrichtungen, Hitze ernst zu nehmen. Angemessene Schutzmaßnahmen sind wichtig und müssen mitgedacht werden. Das ist kein Luxus. Fördermöglichkeiten gibt es, aber sie sind offenbar bei den Einrichtungen noch nicht ausreichend bekannt. Pflegeeinrichtungen sollten diese Fördermöglichkeit im Rahmen der Förderrichtlinie Energie und Klima 2023 nutzen. Wir haben die entsprechenden Verbände bereits über die Fördermöglichkeiten informiert. In diesem Zusammenhang verschaffen wir uns derzeit einen Überblick über die Hitzeschutzplanung und die Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen in Pflegeeinrichtungen. Eine entsprechende Umfrage läuft. Im Mittelpunkt der Umfrage steht der Schutz der Bewohnerinnen und Bewohner vor den Auswirkungen von Hitze.« Im Rahmen der Förderrichtlinie wurden bereits 55 Projekte mit einem Gesamtvolumen von rund 10,6 Millionen Euro bewilligt. Derzeit stehen noch rund 17 Millionen Euro für weitere Vorhaben zur Verfügung. Aktuell werden 18 Anträge mit einer beantragten Fördersumme von insgesamt rund 4,5 Millionen Euro geprüft. Sollten alle beantragten Projekte bewilligt werden, verblieben anschließend noch rund 12,5 Millionen Euro im Fördertopf. Hintergrund: Vor allem in Städten verstärkt der sogenannte Wärmeinseleffekt die Belastung durch hohe Temperaturen. Asphalt und Beton speichern die Wärme des Tages und geben sie auch nachts nur langsam wieder ab. Begrünte Flächen, Bäume, Verschattungen und gespeichertes Regenwasser können dazu beitragen, die Temperaturen vor Ort zu senken und die Aufenthaltsqualität zu verbessern. Wie dringend der Handlungsbedarf ist, zeigen die Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte. Zwischen 1961 und 1990 wurden in Sachsen durchschnittlich fünf heiße Tage mit mindestens 30 Grad pro Jahr gezählt. Im Zeitraum von 2014 bis 2023 waren es bereits 13. In diesem Jahr wurden an vielen Orten schon mehr als 20 solcher Tage registriert. Projektbeispiele * in Pirna wird der Busbahnhof klimaresilient umgestaltet: Installation Trinkbrunnen, Verbesserte Bewässerung des Baumbestandes * in Freital wird der Außenbereich der Kita »Kinderland am Wiesenhang« klimaresilient umgestaltet: Begrünungsmaßnahmen und Sonnensegel zur Verschattung, Verbesserung der Versickerungsfähigkeit des Bodens und Regenwasserrückhalt * auch verschiedene Schulen gestalten die Außenbereiche um durch Begrünung, Entsiegelung, Regenwasserversickerung (z.B. Freie Montessorischule Huckepack Dresden) * in Eibenstock wird im Rathaus baulicher Hitzeschutz (außen- und innenliegender Sonnenschutz an Fenstern) nachgerüstet, in Oberlungwitz an der Humboldt-Grundschule * Die Gemeinde Lossatal baut auf dem Bauhofgelände eine Regenwassersammel- und -speicheranlage * Colditz erstellt ein Handlungskonzept Klimaanpassung sowie Starkregenvorsorge, in Pirna wird das Umsetzungsmanagement für die bestehende Klimaanpassungsstrategie unterstützt, Leipzig schreibt seine Stadtklimaanalyse fort, Markleeberg erstellt ein integriertes Klimaanpassungskonzept
  • Verantwortlich: Moritz Peters (mp), Paul Engelmann (pe), Therese Leverenz (tl) Zwei Lkw durch Brand beschädigt Ort: Leipzig (Schönau), Lützner Straße Zeit: 10.08.2026, gegen 23:20 Uhr In der vergangenen Nacht kam es im Leipziger Stadtteil Schönau auf bisher unbekannte Art und Weise zum Brand eines abgestellten Lkw Iveco. Durch die Brandentwicklung wurde zudem ein davor abgestellter weiterer Lkw Iveco beschädigt. Kameraden der Feuerwehr Leipzig konnten den Brand zügig löschen und ein weiteres Ausbreiten verhindern. Verletzt wurde nach bisherigen Erkenntnissen niemand. Die Höhe des entstandenen Sachschadens ließ sich noch nicht abschließend beziffern. Die Kriminalpolizeiinspektion hat die Ermittlungen zu dem Brand aufgenommen. (tl) Verkehrsunfall auf der A38 Ort: Leipzig (Hartmannsdorf-Knautnaundorf), BAB 38 i.R. Dresden Zeit: 10.08.2026, gegen 16:50 Uhr Am Montagnachmittag kam es auf der A38 zu einem Verkehrsunfall, in dessen Folge der Fahrer (27) eines Skoda Kodiaq schwer verletzt wurde. In beiden Fahrstreifen der A38 in Fahrtrichtung Dresden befanden sich Fahrzeuge, die sich aufgrund einer Geschwindigkeitsreduzierung verlangsamten. Nach bisherigen Erkenntnissen fuhr der 27-Jährige (deutsch) in Höhe der Abfahrt Leipzig Neue Harth nachfolgend nach rechts auf den Standstreifen und touchierte dabei einen im rechten Fahrstreifen fahrenden Volvo XC90. Anschließend kam er mit seinem Fahrzeug nach rechts von der Fahrbahn ab, durchbrach einen Wildzaun und kollidierte mit mehreren Bäumen. Der 27-Jährige verletzte sich schwer und musste zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Die Höhe des entstandenen Sachschadens wurde mit etwa 35.000 Euro beziffert. Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen wegen des Verdachts einer Gefährdung des Straßenverkehrs aufgenommen. (tl) Brand in einem Mehrfamilienhaus Ort: Leipzig (Connewitz), Wolfgang-Heinze-Straße Zeit: 11.08.2026, gegen 02:45 Uhr In der Nacht kam es in Connewitz zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus. Über 25 Anwohnerinnen und Anwohner mussten daraufhin ihre Wohnungen vorübergehend verlassen. Das Feuer brach nach bisherigen Erkenntnissen in einer Wohnung aus und griff auf den Dachstuhl über. Anwohner alarmierten Feuerwehr und Polizei. Diese evakuierten die Bewohnerinnen und Bewohner aus dem Mehrfamilienhaus sowie dem Nachbarhaus und brachten sie kurzfristig in einem Wärmebus der LVB unter. Während die Feuerwachen Süd und Mitte noch immer mit den Löscharbeiten beschäftigt sind, ist die Wolfgang-Heinze-Straße in beide Richtungen gesperrt. Durch die Rauchgasentwicklung wurde eine 38-jährige Frau leicht verletzt und vor Ort ambulant behandelt. Der Sachschaden am Gebäude ist noch unbekannt, das Haus ist derzeit nicht betretbar. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen.  (mp)  Verkehrsunfall mit E-Scooter Ort: Kitzscher, Trageser Straße / Birkenstraße Zeit: 10.08.2026, gegen 17:25 Uhr Am Montagnachmittag kam es in Kitzscher zu einem Verkehrsunfall zwischen einem E-Scooter und einem Pkw, bei dem die 13-jährige E-Scooter-Fahrerin verletzt wurde.   Die 13-jährige Fahrerin des E-Scooters fuhr auf dem Gehweg der Trageser Straße mit der Absicht, die Fahrbahn der Trageser Straße zu überqueren, um in die gegenüberliegende Birkenstraße zu fahren. Dabei nach ersten Erkenntnissen beachtete sie den fließenden Fahrverkehr auf der Trageser Straße nicht. Es kam zum Zusammenstoß mit einem von rechts kommenden BMW 3er. Die E-Scooter-Fahrerin verletzte sich bei dem Zusammenstoß und musste in einem Krankenhaus stationär aufgenommen werden. Der 38-jährige BMW-Fahrer blieb unverletzt. Es entstand ein Sachschaden von circa 15.000 Euro. Der Verkehrsunfalldienst ermittelt wegen fahrlässiger Körperverletzung im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall. (pe)
  • Autoren: Lukas Reumund (lr), Sophia Zeidler (sz), Uwe Hofmann (uh) Landeshauptstadt Dresden Radfahrerin bei Unfall schwer verletzt Zeit: 10.08.2026, 08:30 Uhr Ort: Dresden-Dölzschen Am Montagmorgen ist eine Radfahrerin (59) bei einem Unfall auf der Tharandter Straße schwer verletzt worden. Die 59-Jährige fuhr vom Gehweg auf die Fahrbahn und wurde dabei von einem Peugeot 107 (Fahrerin 58) erfasst, welcher in Richtung Freital fuhr. Die Radfahrerin kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Der Schaden beläuft sich auf rund 5.000 Euro. Die Polizei ermittelt zur Unfallursache. (sz) Autofahrerin mit 1,6 Promille kam von Autobahn ab Zeit: 10.08.2026, 14:50 Uhr Ort: Dresden, OT Gompitz, A 17 Eine alkoholisierte Autofahrerin (53) ist von der A 17 abgekommen. Die 53-Jährige war mit einem Citroen C1 in Richtung Dreieck Dresden-West unterwegs, als sie von der Fahrbahn abkam und auf eine Leitplanke fuhr. Dadurch geriet der Citroen auf einen Grünstreifen, wo er stehenblieb. Die Verletzungen der Fahrerin wurden ambulant behandelt. Der Sachschaden beträgt rund 12.000 Euro. Die Frau stand mit mehr als 1,6 Promille unter dem Einfluss von Alkohol, wie ein Test ergab. Polizisten behielten den Führerschein der Deutschen ein und veranlassten eine Blutentnahme bei ihr. Sie ermitteln wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs. (uh) Kabel gestohlen Zeit: 07.08.2026, 16:00 Uhr bis 10.08.2026, 06:30 Uhr Ort: Dresden-Leubnitz/Neuostra/-Trachau Unbekannte haben am Wochenende Kabel von Baustellen gestohlen. Von einer Baustelle an der Spitzwegstraße stahlen sie rund 50 Meter Kabel. Die Täter verschafften sich auf bislang unbekannte Weise Zugang in eine Tiefgarage eines Rohbaus. Dort durchtrennten sie 20 Kabel im Wert von rund 500 Euro und stahlen diese. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 200 Euro. An der Kronenstraße schnitten die Täter zwei Starkstromkabel von Verteilerkästen einer Baustelle ab und stahlen insgesamt rund 25 Meter. Der Wert der Kabel beläuft sich auf rund 300 Euro. (sz/lr) Landkreis Meißen Radfahrerin verletzt Zeit: 10.08.2026, 09:20 Uhr Ort: Riesa Auf der Kreuzung Friedrich-Engels-Straße/Pausitzer Straße ist am Montag eine Frau (40) bei einem Unfall verletzt worden. Die 40-Jährige fuhr auf dem Fußweg der Friedrich-Engels-Straße in Richtung Rudolf-Breitscheid-Straße. Als sie über die Pausitzer Straße fuhr, stieß sie mit einem Radfahrer zusammen, der auf der Pausitzer Straße in Richtung Niederlagstraße unterwegs war. Beide stürzten, wobei die 40-Jährige leicht verletzt wurde. Der andere Radfahrer stieg auf sein Zweirad und verließ die Unfallstelle. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen der Unfallflucht aufgenommen. (lr) In Audi eingebrochen Zeit: 10.08.2026, 09:00 Uhr festgestellt Ort: Riesa Unbekannte sind in der Nacht zu Montag in einen Audi A6 an der Weststraße eingebrochen. Die Täter schlugen eine Scheibe des Fahrzeugs ein und stahlen eine Handtasche und eine Sonnenbrille. Der Wert des Diebesguts beläuft sich auf rund 400 Euro. Der Sachschaden wird mit etwa 200 Euro beziffert. (sz) In Außenbereich eines Marktes eingebrochen Zeit: 10.08.2026, 08:45 Uhr festgestellt Ort: Meißen Unbekannte sind in den Außenbereich eines Marktes an der Martinstraße eingebrochen. Die Täter durchtrennten ein Schloss und verschoben Zäune. Auf der Verkaufsfläche warfen sie schließlich mehrere Pflanzen um. Die Höhe des Schadens ist bislang unklar. (sz) Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Radfahrerin schwer verletzt – Zeugen gesucht Zeit: 10.08.2026, 21:30 Uhr Ort: Liebstadt, OT Döbra Eine Radfahrerin (73) hat bei einem Unfall auf der Döbraer Straße schwere Verletzungen erlitten. Die Polizei sucht Zeugen. Die 73-Jährige war zwischen Waltersdorf und Liebstadt unterwegs, als sie aus unbekannter Ursache stürzte. Ein Hubschrauber brachte sie in ein Krankenhaus. Der Verkehrsunfalldienst ermittelt und sucht Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen. (uh) Kind bei Unfall leicht verletzt Zeit: 10.08.2026, 12:05 Uhr Ort: Freital-Deuben Am Montag ist ein Junge (12) bei einem Unfall auf der Bahnhofstraße leicht verletzt worden. Ein Audi A5 (Fahrer 69) fuhr in Richtung Hüttenstraße und erfasste den Zwölfjährigen, als dieser über die Straße ging. Der Junge erlitt leichte Verletzungen. Der Schaden kann aktuell noch nicht beziffert werden. (sz) Handtasche aus Hyundai gestohlen Zeit: 10.08.2026, 19:00 Uhr bis 20:15 Uhr Ort: Dippoldiswalde, OT Reinberg Diebe haben eine Handtasche aus einem Hyundai i20 auf einem Parkplatz an der Reinberger Dorfstraße gestohlen. Die Täter schlugen die Heckscheibe ein und entwendeten die Tasche aus dem Kofferraum. In ihr befanden sich eine Geldbörse mit persönlichen Dokumenten und einer EC-Karte sowie Schlüssel. Der Wert des Diebesguts und der Sachschaden wurden mit je rund 500 Euro beziffert. (uh)
  • Ob Klassenchat, Elternabend oder Unterricht mit Kamera: Im Schulalltag gibt es zahlreiche Situationen, in denen personenbezogene Daten verarbeitet werden. Um dabei auftretende Unsicherheiten und Missverständnisse aus dem Weg zu räumen, hat die Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte (SDTB) ihre FAQ zum Datenschutz in der Schule erweitert. Neu sind insbesondere häufige Fragen und Antworten zur datenschutzkonformen Kommunikation, beispielsweise, ob Lehrkräfte mit Eltern über WhatsApp kommunizieren dürfen oder ob es zulässig ist, beim Elternabend über individuelle Fälle zu sprechen. »Datenschutzfragen entstehen im Schulalltag häufig ganz nebenbei: bei einer Nachricht an eine Elterngruppe, beim Versand einer E-Mail oder wenn eine Unterrichtssituation mit dem Smartphone aufgenommen werden soll. Mit den erweiterten FAQ möchte ich Schulen und allen am Schulleben Beteiligten konkrete Orientierung für diese Situationen geben«, erklärt Dr. Juliane Hundert, Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte. Messenger und Gruppenchats Ein Schwerpunkt beim Datenschutz in der Schule ist die digitale Kommunikation. Lehrkräfte sollten WhatsApp und vergleichbare Messengerdienste grundsätzlich nicht für dienstliche Zwecke einsetzen. Private Accounts dürfen zudem nicht zur Weitergabe dienstlicher Informationen oder personenbezogener Daten von Schülerinnen und Schülern genutzt werden. Als Alternative steht beispielsweise Schulen in öffentlicher Trägerschaft die Chat-Funktion von LernSax zur Verfügung. Auch bei Eltern- und Schülergruppen ist zwischen privater und dienstlicher Kommunikation zu unterscheiden. Private Gruppenchats sind grundsätzlich möglich. Die Schule oder einzelne Lehrkräfte sollten ihnen jedoch nicht angehören oder die Teilnahme daran verlangen. E-Mail und Elternabend Eine häufig unterschätzte Datenverarbeitung betrifft den Versand von E-Mails. Werden Empfänger über einen offenen Verteiler in CC angeschrieben, werden ihre E-Mail-Adressen für die anderen Empfänger sichtbar. Dies kann eine unzulässige Offenbarung personenbezogener Daten und bei einer dienstlichen Nutzung eine meldepflichtige Datenpanne darstellen. Auch beim Versand von Schülerdaten per E-Mail sind Umfang und Sicherheit der Übermittlung sorgfältig zu prüfen. Die FAQ befassen sich außerdem mit Elternabenden. Individuelle Sachverhalte von Schülerinnen und Schülern oder Eltern dürfen nicht ohne Weiteres vor der gesamten Elternschaft besprochen werden. Eine Einwilligung kann eine solche Besprechung ermöglichen, muss jedoch ausdrücklich und freiwillig erfolgen. Zusammenarbeit mit Behörden und Fachberatung Weitere Fragen betreffen die Zusammenarbeit mit dem Jugendamt, dem Landesamt für Schule und Bildung sowie Fachberaterinnen und Fachberatern. Die FAQ erläutern, unter welchen Voraussetzungen personenbezogene Daten weitergegeben werden dürfen und warum eine sorgfältige Dokumentation beziehungsweise eine anonymisierte Darstellung von Sachverhalten häufig sinnvoll ist. Videoaufnahmen im Unterricht Neu sind zudem ausführliche Hinweise zu Videoaufnahmen im Unterricht. Diese sind nur unter sehr strengen Voraussetzungen zulässig. Eine Einwilligung von Schülerinnen und Schülern ist wegen des besonderen Verhältnisses zwischen Schule und Schülern regelmäßig nicht möglich. Sie kommt nur in Betracht, wenn die Aufzeichnung freiwillig erfolgt und eine Verweigerung keine Nachteile nach sich zieht. Bei Leistungskontrollen oder der Erstellung von Kopfnoten ist eine Einwilligung grundsätzlich ausgeschlossen. »Gerade bei Videoaufnahmen sollte immer zuerst die Frage gestellt werden, ob eine Aufzeichnung überhaupt erforderlich und rechtlich zulässig ist. Dabei dürfen auch die Rechte der Lehrkräfte nicht aus dem Blick geraten, deren Äußerungen ebenfalls mit aufgezeichnet werden können«, so Dr. Juliane Hundert. Bereits veröffentlicht: FAQ zum Fotografieren und Filmen Die neuen Fragen ergänzen die bereits im vergangenen Jahr veröffentlichten Hinweise zum Datenschutz in der Schule. Zum Schulstart 2025 hatte die SDTB unter anderem erläutert, was Eltern und Angehörige beim Fotografieren und Filmen auf Schulveranstaltungen beachten sollten und wann Aufnahmen veröffentlicht werden dürfen. Darüber hinaus wurden die Voraussetzungen für Foto- und Tonaufnahmen durch die Schule sowie Fragen zur Nutzung privater Geräte durch Lehrkräfte und zu Aufnahmen durch die Presse behandelt. Die erweiterten FAQ ergänzen damit wichtige Hinweise für typische Datenschutzfragen des schulischen Alltags und sind auf der Website der Sächsischen Datenschutz- und Transparenzbeauftragten abrufbar.
  • Der Gebäckhersteller Griesson - de Beukelaer GmbH & Co. KG erweitert bis Anfang 2028 seine Produktionskapazitäten in Wurzen. Der Freistaat Sachsen fördert den Ausbau mit rund 10,35 Millionen Euro aus dem Bund-Länder-Programm GRW-RIGA (Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur«). Wirtschaftsminister Dirk Panter hat den Fördermittelbescheid heute in Wurzen (Landkreis Leipzig) an den Vorsitzenden der Geschäftsführung Dany Schmidt, den Kaufmännischen Geschäftsführer Pascal Haegel und den Werkleiter Thomas Schlüter überreicht. Das geförderte Investitionsvorhaben sieht eine zukunftsweisende Standorterweiterung vor: Griesson - de Beukelaer investiert insgesamt mehr als 100 Millionen Euro in den Bau einer neuen Produktionshalle und Logistikhalle mit automatisiertem Hochregallager sowie in ein neues modernes Sozial- und Verwaltungsgebäude am Standort. Bis 2027 entstehen mit dem Aufbau modernster Anlagen zusätzliche Produktionskapazitäten für »GRIESSON soft cake®« – nach Unternehmensangaben Marktführer im Segment Schokogebäck mit Frucht – und bis zu 100 neue Arbeitsplätze am Standort Wurzen. Im Rahmen der GRW-Förderung unterstützt der Freistaat Sachsen das Familienunternehmen bei der Teil-Investition von 83 Millionen Euro in neue Produktions- und Logistikgebäude, moderne Maschinen und Anlagen sowie zukunftsweisende Technologien, die den bereits hohen Automatisierungsgrad weiter erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit sowie die nachhaltige Entwicklung des Standorts langfristig stärken. Der erste Spatenstich erfolgte im Juli 2025. »Unsere GRW-Förderung kommt direkt vor Ort an und setzt Impulse im ländlichen Raum«, betonte Wirtschaftsminister Dirk Panter heute zur Bescheidübergabe und sagte weiter: »Die Großinvestition von Griesson - de Beukelaer ist ein starkes Bekenntnis zum Wirtschaftsstandort Sachsen. Sie sichert und schafft Arbeitsplätze, stärkt die industrielle Wertschöpfung im ländlichen Raum und führt die traditionsreiche Ernährungsindustrie am Standort Wurzen in die Zukunft. Das Vorhaben zeigt auch: Sachsen bietet verlässliche Rahmenbedingungen, einen engagierten Mittelstand und qualifizierte Fachkräfte – beste Voraussetzungen für nachhaltiges Wachstum.« »Wir gestalten unsere Zukunft mit Zuversicht und Ambitionen. Wir bekennen uns zum Standort Deutschland und investieren, weil in Polch, Kahla und Wurzen unsere Wurzeln sind: In unsere Werke, in Fortschritt, Technologie und Digitalisierung, in neue spannende Produktkonzepte. Die Standorterweiterung in Wurzen ist eine zukunftsweisende Investition für unser Familienunternehmen und wir danken den Verantwortlichen in Politik und Wirtschaft in Sachsen für die konstruktive Unterstützung und sachorientierte Lösungen«, sagt Dany Schmidt, Vorsitzender der Geschäftsführung von Griesson - de Beukelaer. Hintergrund Gebäck hat in Wurzen eine lange Tradition: 1886 gründeten Ernst und Fritz Krietsch die Wurzener Kunstmühlen und Bisquitfabriken AG und produzierten in den ersten Jahren Pfefferkuchen, Honigkuchen, Hundekuchen und Schiffszwieback. Ab 1946 wurde sie als Volkseigener Betrieb weitergeführt und war im Volksmund als »die Krietsche« bekannt. Nach der Übernahme anderer Gebäckfabriken wurde Wurzen in den 1980er-Jahren zum Leitbetrieb für Dauerbackwaren wie Kekse, Lebkuchen, Gebäckmischungen und Waffelerzeugnisse in der DDR und exportierte auch Gebäck in den Westen. Nach der Wende wurde die Wurzener Dauerbackwaren GmbH gegründet. Sie gehört seit 2008 zu Griesson - de Beukelaer. Das Bund-Länder-Programm GRW mit seinen Teilprogrammen GRW-Infra und GRW-RIGA ist das wichtigste Instrument der Wirtschafts- und Strukturpolitik in Sachsen. Das sächsische Kabinett hat am 19. Mai 2026 beschlossen, die beiden GRW-Richtlinien neu zu fassen. Damit setzte Sachsen ein zentrales Vorhaben aus dem Ende März von Wirtschaftsminister Dirk Panter vorgestellten Zukunftspaket I um. Die Förderung für die kommunale wirtschaftsnahe Infrastruktur (Infra) und die einzelgewerbliche Wirtschaft (RIGA) wurde deutlich vereinfacht.