Neues aus Sachsen
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Maik Bergan ist neuer Leiter des Finanzamtes Döbeln
Finanzminister Christian Piwarz hat Maik Bergan heute offiziell als Leiter des Finanzamtes Döbeln in sein Amt eingeführt. Er folgt auf Stefanie Rehwagen, die zum 1. Januar 2025 in den Ruhestand trat. Bis zu seinem Amtsantritt führte Dagmar Häfele, Amtsleiterin des Finanzamtes Mittweida, die Geschäfte in Döbeln vertretungsweise. Finanzminister Christian Piwarz betonte bei der feierlichen Einführung: »Ich freue mich, dass wir mit Maik Bergan einen Amtsleiter gefunden haben, der durch Ausbildung, Studium und Berufserfahrung einen breiten Blick auf die Steuer- und Finanzverwaltung und ihre aktuellen Themen mitbringt. Ich bin überzeugt, dass er gemeinsam mit seinem Team die anstehenden Aufgaben sehr gut meistern wird.« Zugleich würdigte der Finanzminister Stefanie Rehwagen, die mehr als 34 Jahre in der sächsischen Steuerverwaltung tätig war und sechs Jahre lang das Finanzamt Döbeln leitete. Dagmar Häfele dankte er dafür, dass sie während der Übergangszeit zusätzlich zu ihrem Amt in Mittweida die Leitung in Döbeln übernahm. Anerkennung sprach er auch den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Finanzamtes Döbeln für ihre engagierte Arbeit aus. Der neue Amtsleiter Maik Bergan erklärte: »Als ich vor fast 27 Jahren begann, mich mit Steuern zu beschäftigen, war völlig offen, wohin mich dieser Weg einmal führen würde. Heute weiß ich: Es ist vor allem die Verbindung aus anspruchsvollen steuerlichen Themen und der Arbeit mit und für Menschen, die mich begeistert. Deshalb freue ich mich ganz besonders darauf, in Döbeln ein neues Kapitel beginnen zu dürfen.« Maik Bergan leitet das Finanzamt Döbeln seit dem 1. Mai 2026. Von 1999 bis 2002 erwarb er an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Gotha den Abschluss als Diplom-Finanzwirt. Anschließend studierte er von 2003 bis 2009 Rechtswissenschaften an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Nach seinem Rechtsreferendariat im Freistaat Thüringen trat er im März 2013 in den höheren Dienst der sächsischen Steuerverwaltung ein. Nach seiner Einweisungszeit im Finanzamt Plauen war Maik Bergan als Sachgebiets- und Hauptsachgebietsleiter in den Finanzämtern Hoyerswerda und Meißen tätig. Von Januar 2020 bis April 2026 arbeitete er als Referent in der Steuerabteilung des sächsischen Finanzministeriums. Das Finanzamt Döbeln zählt zu den kleineren der insgesamt 24 sächsischen Finanzämter. Dort arbeiten derzeit 66 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Das Steueraufkommen belief sich im Jahr 2025 auf rund 209 Millionen Euro. Foto: Maik Bergan, Amtsleiter des Finanzamtes Döbeln Copyright: Finanzamt Döbeln -
Vier Verletzte bei Unfall | Belästigung im Freibad – zwei Tatverdächtige gestellt
Autoren: Lukas Reumund (lr), Sophia Zeidler (sz), Uwe Hofmann (uh) Landeshauptstadt Dresden Vier Verletzte bei Unfall mit Straßenbahn Zeit: 30.08.2026, 13:40 Uhr Ort: Dresden-Striesen Auf der Kreuzung Karcherallee/Stübelallee sind am Sonntag vier Menschen bei einem Unfall teils schwer verletzt worden. Ein 31-Jähriger fuhr mit einem VW Golf auf der Stübelallee zunächst in Richtung Straßburger Platz. Er bog nach links in Richtung Karcherallee ab. Dabei kollidierte er mit einer Straßenbahn (Fahrerin 42), die von der Zwinglistraße in Richtung Straßburger Platz fuhr. Im VW wurde eine Frau (33) schwer, der 31-Jährige sowie ein 24- und ein Dreijähriger leicht verletzt. Der Sachschaden beträgt rund 50.000 Euro. Der Verkehrsunfalldienst ermittelt. (lr) VW-Fahrerin mit 1,2 Promille fuhr ins Gleisbett Zeit: 30.08.2026, 02:10 Uhr Ort: Dresden-Hellerberge Ein VW Golf ist an der Königsbrücker Straße ins Gleisbett der Straßenbahn gefahren und stecken geblieben. Die Fahrerin (25) war alkoholisiert. Die 25-Jährige war mit dem VW stadtauswärts unterwegs. An der Kreuzung Moritzburger Weg wollte sie wenden und geriet dabei ins Gleisbett. Es entstand ein Sachschaden von rund 5.000 Euro. Die VW-Fahrerin stand mit mehr als 1,2 Promille unter dem Einfluss von Alkohol, wie ein Test ergab. Polizisten behielten den Fahrzeugschlüssel ein und veranlassten eine Blutentnahme bei der 25-jährigen Deutschen. Sie ermitteln wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs. (uh) BMW gestohlen Zeit: 30.08.2026, 11:00 Uhr festgestellt Ort: Dresden-Leipziger Vorstadt Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag einen BMW X5 von der Bärnsdorfer Straße gestohlen. Der Wert des drei Monate alten Fahrzeuges kann aktuell noch nicht beziffert werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (sz) In Vereinsgebäude eingebrochen Zeit: 29.08.2026, 03:30 Uhr bis 30.08.2026, 09:45 Uhr Ort: Dresden-Torna/-Dobritz Unbekannte sind in der Nacht zu Sonntag in zwei Vereinsgebäude eingebrochen. An der Dohnaer Straße drangen die Diebe gewaltsam in ein Gebäude eines Sportvereins ein und entwendeten eine Kasse und diverse Schlüssel im Wert von rund 350 Euro. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 2.500 Euro. An der Salzburger Straße öffneten die Täter ein Tor eines Vereines. Anschließend beschädigten sie ein Türschloss, gelangten jedoch nicht in das Gebäude. Sie hinterließen einen Schaden von rund 200 Euro. (sz) Vermisster wieder da Der vermisste 44-Jährige aus Dresden-Neustadt ist wieder da (siehe Öffentlichkeitsfahndung Nr. 27/26 vom 6. August 2026). Er wurde zwischenzeitlich in Leipzig angetroffen und in ein Krankenhaus gebracht. Ein Straftatverdacht in Verbindung mit dem Verschwinden liegt nicht vor. (lr) Landkreis Meißen Unfall unter Alkoholeinfluss – Zeugen gesucht Zeit: 29.08.2026, 15:50 Uhr Ort: Großenhain Am Samstag haben Polizisten einen BMW 118 gestoppt, dessen 71-jähriger Fahrer mutmaßlich unter Alkoholeinfluss gefahren ist. Zeugen beobachteten den 71-Jährigen, als er die Weßnitzer Straße in Richtung Dresdner Straße befuhr. In einer Kurve kam der Senior dabei nach rechts von der Fahrbahn ab und stieß gegen den Bordstein. Obwohl hierbei beide rechte Reifen des Fahrzeugs platzten, setzte der Mann seine Fahrt auf der Dresdner Straße fort. Alarmierte Polizisten stellten den Mann wenig später. Wie ein Test ergab, stand der Deutsche mit mehr als 1,6 Promille unter dem Einfluss von Alkohol. Die Beamten veranlassten eine Blutentnahme und stellten den Führerschein des 71-Jährigen sicher und ermitteln nun wegen der Trunkenheit im Verkehr. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum Unfall oder der Fahrweise des Mannes machen können. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen. (sz) Garage brannte Zeit: 30.08.2026, 22:50 Uhr Ort: Großenhain Unbekannte haben am Sonntag eine Garage an der Bergstraße in Brand gesetzt. Das Feuer zerstörte die Blechgarage komplett und griff auch auf eine angrenzende Garage über. Durch die Hitze wurden zwei Motorräder beschädigt. Verletzt wurde niemand. Der Schaden beläuft sich auf etwa 8.000 Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (sz) Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge In Freibad belästigt – zwei Tatverdächtige gestellt Zeit: 30.08.2026, 13:15 Uhr Ort: Pirna Am Sonntag haben Polizisten zwei Männer (45, 38) gestellt, die zuvor in einem Freibad Frauen belästigt haben sollen. Bereits im Eingangsbereich des Bades fielen die Männer durch aggressives und belästigendes Verhalten gegenüber anderen Gästen auf. Ein Mitarbeiter erteilte den beiden daher umgehend Hausverbot. Daraufhin wurde er selbst von dem Duo bedroht und beleidigt. Alarmierte Polizisten stellten den 45-jährigen Deutschen und den 38-jährigen Algerier wenig später. Wie ein Test ergab, standen die Männer mit rund 2,3 Promille und über 4,3 Promille unter dem Einfluss von Alkohol. Die Beamten veranlassten Blutentnahmen und ermitteln nun wegen der Bedrohung und der Beleidigung gegen beide. (sz) Frau bei Unfall schwer verletzt – Zeugen gesucht Zeit: 29.08.2026, 15:10 Uhr Ort: Dohma Bei einem Unfall auf der S 173 ist am Samstagnachmittag eine Frau (86) schwer verletzt worden. Die Polizei sucht Zeugen. Ersten Ermittlungen zufolge war die 86-Jährige mit einem Seat Ibiza aus Richtung Cotta in Richtung Berggießhübel unterwegs. Aus bislang unbekannter Ursache kam die Frau in einer Rechtskurve nach links in den Gegenverkehr. Ein gelber Transporter konnte dem Seat noch ausweichen. Mit einem Citroen C4 (Fahrer 43) kollidierte der Seat seitlich, mit einem drauf folgenden Lexus NX (Fahrer 62) frontal. Die Seniorin wurde bei dem Unfall schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Der Schaden beläuft sich auf rund 45.000 Euro. Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können. Insbesondere wird auch der Fahrzeugführer gesucht, welcher dem Seat gerade noch ausweichen konnte. Nach dem Unfall kam der Frau eine Gruppe Motorradfahrer zu Hilfe, auch diese werden gebeten, sich bei der Polizei zu melden. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen. (sz) VW stieß gegen Geländer Zeit: 30.08.2026, 20:55 Uhr Ort: Dürrröhrsdorf-Dittersbach, OT Dobra Die Fahrerin (77) eines VW Polo ist an der Kreuzung der S 161 mit der S 164 gegen ein Brückengeländer gestoßen. Sie wurde leicht verletzt. Die 77-Jährige war auf der S 161 zwischen Dürrröhrsdorf und Stürza unterwegs. Als sie nach links auf die S 164 in Richtung Dobra abbog, kam sie von der Fahrbahn ab und stieß gegen das Geländer. Sie kam in ein Krankenhaus. Der Sachschaden beträgt rund 5.500 Euro. (uh) -
Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter besucht Taiwan und Vietnam
Südostasien ist für Sachsen einer der wichtigsten Außenhandelsmärkte. Der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter wird daher vom 31. August bis 8. September mit einer Wirtschaftsdelegation nach Taiwan und Vietnam reisen, um die bestehenden wirtschaftlichen Beziehungen zu festigen und neue Kontakte zu knüpfen. Dies soll dazu beitragen, das sächsische Auslandsgeschäft weiter zu diversifizieren und einseitige Abhängigkeiten in den Lieferbeziehungen zu verringern. Die Reise wird gemeinsam mit der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS) organisiert. In Taiwan, wo sich Minister Panter vom 30. August bis 2. September aufhält, liegt der Schwerpunkt auf den Themen Halbleiterindustrie und Investorenwerbung. Dirk Panter: »Taiwan ist in der Halbleiter- und Hochtechnologieindustrie weltweit führend. Der Freistaat Sachsen wird sich dort als leistungsfähiger Technologie- und Investitionsstandort positionieren. Damit reagiert der Freistaat auf das Interesse taiwanischer Unternehmen an europäischen Standorten im Nachgang zum Bau einer neuen Chipfabrik des taiwanischen Halbleiterkonzerns TSMC im Joint Venture ESMC in Dresden, die wachsende Investitionsdynamik im Halbleiterbereich und nicht zuletzt auf die Notwendigkeit des Ausbaus resilienter Lieferketten.« Dirk Panter wird in Taipeh – wie schon im vergangenen Jahr – die SEMICON Taiwan, eine der wichtigsten Halbleitermessen Asiens, besuchen. Auf dem EU Investment Forum in Taipeh wird er eine Keynote u.a. zur erfolgreichen Ansiedlung von Chipherstellern in Sachsen halten. Außerdem nimmt er an einer Pressekonferenz zum Thema »Saxony meets Taiwan« – einem Kulturaustausch zwischen Sachsen und Taiwan – und am Netzwerkabend »Saxony Networking Dinner« teil. Darüber hinaus sind u.a. Investorengespräche im Rahmen der SEMICON und Gespräche mit Industrieverbänden in Taiwan geplant. Vertreter sächsischer Kammern, die Wirtschaftsbürgermeister von Leipzig und Dresden, Abgeordnete des sächsischen Landtags und sächsische Halbleiterexperten aus Forschung und Wirtschaft begleiten den Minister. WFS-Geschäftsführer Thomas Horn ergänzt: »Die SEMICON Taiwan bietet uns in Asien die ideale Plattform, um den Standort Sachsen mit seinen vielfältigen Kompetenzen, attraktiven Flächen und Kooperationsmöglichkeiten am German Pavilion gemeinsam mit den Städten Dresden, Leipzig und Chemnitz zu präsentieren. Wir freuen uns darauf, die positiven Erfahrungen bereits angesiedelter Unternehmen u.a. aus Taiwan mit potenziellen Investoren und Partnern zu teilen. Darüber hinaus pflegen und suchen wir auch gezielt den Austausch mit weiteren Akteuren anderer Industriezweige, denn die Schnittmengen zwischen Taiwan und Sachsen reichen weit über die Halbleiterbranche hinaus.« Vom 3. bis 8. September wird er Vietnam besuchen, wo die Themen Umwelt- und Energietechnik, Wasserwirtschaft, Infrastruktur und Fachkräfte im Fokus stehen. »Vietnam ist ein strategisch wichtiger Wachstumsmarkt für sächsische Unternehmen. Die wirtschaftliche Dynamik des Landes eröffnet Chancen für Kooperationen, Technologietransfer, neue Absatzmärkte und den Aufbau neuer Produktionsstandorte. Sachsen wird sich als innovationsstarker und verlässlicher Partner positionieren«, so Panter. »Mit unserer Delegationsreise nach Vietnam wollen wir neue Perspektiven für beide Regionen schaffen und gezielt Impulse für mögliche Partnerschaften setzen. Vietnam bietet enormes Potenzial – und wir sind überzeugt, dass sächsische Kompetenz und technologische Stärke dort gefragt sind«, ergänzt Horn. Zum Auftakt wird der sächsische Wirtschaftsminister in der Hauptstadt Hanoi Gespräche mit Vertretern der Ministerien für Handel und Bauen/Infrastruktur sowie staatlicher Behörden für Bahntechnik und Fachkräfte führen. Dort sind auch Besuche in mehreren Unternehmen sowie Investorengespräche vorgesehen. Anschließend reist Dirk Panter nach Hoa Binh weiter, wo er die Wasseraufbereitungsanlage des Leipziger Unternehmens Aone Deutschland AG besichtigen wird. Die Vietnam-Reise endet schließlich in Ho-Chi-Minh-Stadt. Dort plant Panter ein Gespräch mit dem Chairman der Stadt und besichtigt Infrastrukturprojekte. Zuletzt hat im Jahr 2018 eine Delegation unter der Leitung des sächsischen Wirtschaftsministers den 100 Millionen Einwohner zählenden Staat Vietnam besucht. Sachsens Außenhandelsbilanz mit Taiwan und Vietnam Taiwan hat sich 2025 im Ranking der sächsischen Exportpartner um einen Rang auf den 11. Platz verbessert. Die Ausfuhren aus Sachsen nach Taiwan stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 9,8 Prozent auf einen Warenwert von 1,74 Milliarden Euro. Das war die drittbeste Exportbilanz Sachsens mit Taiwan überhaupt. Den Hauptanteil bildeten mit großem Abstand die Erzeugnisse der Elektrotechnik (rund 1,2 Milliarden Euro). In der sächsischen Importbilanz des Jahres 2025 stieg Taiwan um vier Plätze auf Rang 12. Die Einfuhren nahmen um 31,3 Prozent zu und erreichten einen Warenwert von 891,7 Millionen Euro – das zweitbeste Importergebnis mit Taiwan jemals. Die gefragtesten Güter waren Erzeugnisse der Elektrotechnik und des Maschinenbaus, Fahrräder, chemische Vorerzeugnisse sowie Eisen-, Blech- und Metallwaren. Sächsische Unternehmen exportierten 2025 Waren im Wert von 120 Millionen Euro nach Vietnam, insbesondere chemische Vor- und Enderzeugnisse sowie Erzeugnisse des Maschinen- und Kraftfahrzeugbaus. Dies war die viertbeste Bilanz in den vergangenen 15 Jahren. Die Einfuhren aus Vietnam nach Sachsen lagen deutlich über den Exporten und erreichten mit einem Warenwert von 351,3 Millionen Euro einen neuen Bestwert. Den Hauptanteil machten Erzeugnisse der Elektrotechnik, des Maschinenbaus sowie der Mess-, Steuerungs- und Regelungstechnik aus. Gefragt war auch Bekleidung aus Seide und Chemiefasern. Im Ländervergleich belegte Vietnam den 23. Platz. -
Medieneinladung: Projekt "Kinder von Inhaftierten – Sachsen" wird in der JVA Dresden vorgestellt
Justizministerin Prof. Constanze Geiert und Sozialministerin Petra Köpping stellen gemeinsam das von der Auridis-Stiftung geförderte Projekt »Kinder von Inhaftierten – Sachsen« sowie die dazugehörige »Koordinierungs- und Beratungsstelle für Kinder von inhaftierten Eltern, Angehörige und Fachkräfte des Landes Sachsen – Z.E.B.R.A.« vor. Dresden bildet eine von insgesamt drei Modellregionen des Projekts im Freistaat Sachsen. Ziel ist es, Unterstützungsangebote für Familien, die von der Inhaftierung eines Elternteils betroffen sind, neu zu schaffen oder bestehende Angebote auszubauen. In der Justizvollzugsanstalt Dresden informieren sich die beiden Staatsministerinnen über die Hintergründe, Ziele und konkreten Inhalte des Projektes für diese bislang wenig sichtbare Zielgruppe. Medienvertreterinnen und -vertreter sind zum Termin und zur anschließenden Besichtigung des Besuchsbereiches herzlich eingeladen. Da die Veranstaltung in der JVA Dresden stattfindet, ist eine Anmeldung bis zum 3. September 2026, 16 Uhr, unter presse@smj.justiz.sachsen.de erforderlich. Hinweise Für die Anmeldung werden der Vor- und Zuname sowie die Bezeichnung des Mediums bzw. des Medienhauses benötigt. Mobilfunkgeräte sind in der JVA Dresden nicht gestattet. Sie können während des Termins an der Torwache hinterlegt werden. Sonstige elektronische Gerät dürfen innerhalb der Anstalt nur mitgeführt werden, wenn sie nicht internetfähig sind. Tablets, Smartphones, Laptops, Smartwatches sind daher von der Mitnahme in die Anstalt ebenso ausgeschlossen. Bild- und Tonaufnahmen von Dritten sind nur mit deren ausdrücklicher Einwilligung zulässig. Aufnahmen sicherheitsrelevanter Infrastruktur sind nicht gestattet. '''Der Termin beginnt 10:45. Bitte finden Sie sich aufgrund der erforderlichen Einlasskontrolle bereits um 10:30 Uhr an der Wache im Eingangsbereich der JVA ein. * Termin: Freitag, 4. September 2026, 10:45 Uhr * Ort: Justizvollzugsanstalt Dresden, Hammerweg 30, 01127 Dresden Hintergrund: Die Auridis-Stiftung, die sich seit vielen Jahren für benachteiligte Kinder in Deutschland engagiert, hat in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium der Justiz und dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt zum 1. Januar 2026 das mehrjährige »Strukturentwicklungsprojekt Kinder von Inhaftierten« und die dazugehörige Koordinierungs- und Beratungsstelle »Z.E.B.R.A.« des Freistaates Sachsen gestartet. Das landesweit arbeitende Projekt wird vom Verein für soziale Rechtspflege Dresden e.V. getragen. -
Radschutzstreifen außerorts erstmals in Sachsen im Rahmen eines Verkehrsversuches erprobt
Radschutzstreifen sind als Verkehrsführung vor allem in Städten bei räumlich beengten Verhältnissen eine Alternative zu baulich abgetrennten Radwegen. In einem auf Initiative der Stadt Taucha angeregten Verkehrsversuch erfolgt nun erstmals in Sachsen eine Markierung von Radschutzstreifen im außerörtlichen Bereich. Abstimmungen zwischen der Stadt und den zuständigen Verkehrsbehörden haben den Weg hierfür geebnet. Fachlich unterstützt wird die Stadt Taucha von der LISt GmbH im Rahmen des ALRad-Vorhabens des Freistaates Sachsen. Das ALRad-Vorhaben legt den Fokus auf alternative Radweglösung. Die Gemeindeverbindungsstraße zwischen Merkwitz und Seegeritz wurde bereits im vergangenen Jahr saniert und verbreitert. Vorgesehen war auch die Errichtung eines baulichen straßenbegleitenden Radwegs. Um diesen bemüht sich die Gemeinde bereits seit Jahren, scheiterte bisher jedoch an Fragen des Grunderwerbs. Um dennoch ein attraktives Angebot für den Radverkehr zu schaffen, erfolgt nun die Markierung von Schutzstreifen auf der Strecke im Rahmen des auf zweieinhalb Jahre angelegten Verkehrsversuches. Der Verkehrsversuch sieht beidseitige Schutzstreifen für den Radverkehr mit jeweils zwei Metern Breite und eine schmale Kernfahrbahn für den motorisierten Verkehr vor. Um die Verkehrssicherheit bei der zunächst ungewohnten Verkehrsführung zu gewährleisten, beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit 50 km/h pro Stunde. Zusätzlich sollen rot markierte Bereiche an den Ortseingängen eine besondere »Torsituation« schaffen. Infotafel sensibilisieren die Verkehrsteilnehmenden für den Verkehrsversuch und das vorgesehene Verkehrsverhalten. Aufgrund der schmalen Kernfahrbahn dürfen die Schutzstreifen im Falle einer Begegnung von Kfz befahren werden. Befinden sich gleichzeitig Radfahrende im Bereich, müssen sich Kfz in diesem Fall hinter den Radfahrenden einordnen. Das Modell orientiert sich an typischen Verkehrsführungen in den Niederlanden. Diese sind dort bereits seit langer Zeit üblich und erfolgreich. Aber auch in anderen Bundesländern werden Schutzstreifen außerorts bereits erfolgreich angewendet. Ziel des Verkehrsversuchs ist es, Erkenntnisse darüber zu gewinnen, wie sich beidseitige Schutzstreifen mit schmaler Kernfahrbahnbreite für den Radverkehr auf die Verkehrssicherheit, den Verkehrsablauf und die Akzeptanz bei den verschiedenen Verkehrsteilnehmenden auswirkt. »Wir wollen hier nicht am Schreibtisch entscheiden, sondern ganz praktisch ausprobieren, ob ein Schutzstreifen die Situation für Radfahrerinnen und Radfahrer zwischen Merkwitz und Seegeritz tatsächlich verbessert. Dass dieser Verkehrsversuch in dieser Form einmalig in Sachsen ist und wissenschaftlich begleitet wird, macht ihn für uns besonders spannend. Entscheidend ist aber auch, was die Menschen erleben, die diese Strecke täglich nutzen,« erklärt Tobias Meier, Bürgermeister der Stadt Taucha. Wissenschaftliche Begleitung und Evaluation Im Mittelpunkt der umfassenden Bewertung des Verkehrsversuchs steht die Frage, ob sich die Verkehrssicherheit und die Akzeptanz für den Radverkehr verbessert. Darüber hinaus werden Veränderungen beim Geschwindigkeitsniveau des Kraftfahrzeugverkehrs sowie das Begegnungs- und Überholverhalten untersucht. Mittels einer Befragung sollen unterschiedliche Perspektiven auf die Verkehrssituation vor und nach der veränderten Gestaltung erfasst werden. Ziel ist eine breite Beteiligung, um möglichst viele Erfahrungen und Einschätzungen aus der Bevölkerung in die Untersuchung einfließen zu lassen. Auch Schülerinnen und Schüler der Stadt Taucha werden in die Untersuchung einbezogen. Ein speziell entwickelter Fragebogen erfasst, wie häufig sie die Strecke mit dem Fahrrad nutzen, welche Probleme sie dabei wahrnehmen und aus welchen Gründen sie die Straße gegebenenfalls nicht mit dem Fahrrad befahren. Mit dem Verkehrsversuch soll belastbar untersucht werden, wie eine alternative Verkehrsführung mit Schutzstreifen auf einer außerörtlichen Strecke funktioniert und welche Auswirkungen sich auf Sicherheit, Verkehrsablauf und Akzeptanz ergeben.