Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Verantwortlich: Susanne Lübcke (sl), Therese Leverenz (tl) Busfahrer überwältigen Tatverdächtigen Ort: Leipzig (Grünau-Mitte), Lützner Straße Zeit: 20.04.2026, gegen 16:15 Uhr Am Montagnachmittag konnten drei Busfahrer einen Tatverdächtigen (22) überwältigen, der zuvor versucht hatte, einen der Busfahrer (43) mit einem Beil zu berauben. Bei der Auseinandersetzung verletzten sich ein Busfahrer (40) und der Tatverdächtige. Gegen 16:15 Uhr fragte ein 22-Jähriger (deutsch) zunächst einen Busfahrer (43) an der Haltestelle Schönauer Ring nach einer Zigarette. Als der 43-Jährige dies verneinte, bedrohte der junge Mann ihn mit einem Beil. Mithilfe von zwei weiteren Busfahrern (43, 40) konnte der Tatverdächtige zu Boden gebracht werden. Wobei sich ein 40-jähriger Busfahrer und der 22-Jährige verletzten. Auch das Beil konnte durch einen 36-jährigen Passanten in Verwahrung genommen werden. Hinzu gerufene Polizeibeamte nahmen den Tatverdächtigen vorläufig fest. Aufgrund seiner Verletzungen musste er in ein Krankenhaus gebracht werden und wurde anschließend bewacht. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft Leipzig wurde die vorläufige Festnahme des 22-Jährigen nicht bestätigt, sodass er im Krankenhaus aus den strafprozessualen Maßnahmen entlassen wurde. Der 40-jährige Busfahrer wurde ambulant medizinisch betreut. Teil der laufenden Ermittlungen der Kriminalpolizei wegen eines versuchten schweren Raubdeliktes ist auch, ob sich der Tatverdächtige in einer psychischen Ausnahmesituation befand. (sl) Brand auf der Kleinmesse Ort: Leipzig (Altlindenau), Cottaweg Zeit: 20.04.2026, gegen 17:50 Uhr Am frühen Montagabend kam es zum Brand eines Schaustellerstandes am Cottaweg, wobei niemand verletzt wurde, aber ein hoher Schaden entstand. Aus bisher unbekannter Ursache brannte gegen 17:50 Uhr ein Stand auf der Leipziger Kleinmesse. Die Schaustellergeschäfte waren zum Zeitpunkt des Ausbruchs des Brandes geschlossen, aufgrund des Ruhetages. Durch das Feuer wurde der Stand vollständig zerstört. Ein in der Nähe befindlicher Wohnanhänger wurde durch die Hitzeentwicklung beschädigt. Die Feuerwehr Leipzig löschte den Brand, bei dem niemand verletzt wurde. Der entstandene Schaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf mehrere Hunderttausend Euro. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen und prüft den Einsatz eines Brandursachenermittlers.(sl) Zeugenaufruf nach Raub Ort: Leipzig (Anger-Crottendorf), Zweinaundorfer Straße/ S-Bahn-Brücke Zeit: 20.04.2026, gegen 20:00 Uhr Am Montagabend wurde ein 12-Jähriger auf der Zweinaundorfer Straße, in Höhe der S-Bahn-Brücke von mehreren Unbekannten bedrängt und geschlagen. In der weiteren Folge forderten sie ihn auf, seine Taschen zu leeren und Tabak sowie Kleidung zu übergeben. Anschließend flüchteten die Täter mitsamt dem Diebesgut vom Ort. Der Wert der gestohlenen Gegenstände wurde mit knapp über 60 Euro beziffert. Einer der Unbekannten konnte wie folgt beschrieben werden: * circa 1,80 Meter * 16-17 Jahre * normale Statur * braune wellige mittellange Haare * Bekleidung: schwarze Jacke, blaue Jeans, dunkle Schuhe Die Kriminalpolizeiinspektion hat die Ermittlungen wegen eines Raubdeliktes aufgenommen und sucht Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu der Auseinandersetzung an der Bahnunterführung oder zu den Unbekannten geben können. Diese werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden. (tl)
  • Autoren: Lukas Reumund (lr), Rocco Reichel (rr), Uwe Hofmann (uh) Landeshauptstadt Dresden Lasterfahrer unter Alkoholeinfluss beschädigte Autos Zeit: 20.04.2026, 15:10 Uhr Ort: Dresden-Coschütz/Bannewitz Am Montagnachmittag haben Polizisten einen Sattelzug Mercedes gestoppt, dessen Fahrer (47) unter Alkoholeinfluss stand. Er hatte zuvor einen Unfall verursacht. Zeugen alarmierten die Polizei, da der 47-Jährige mit dem Lkw auf der Stuttgarter Straße von der Fahrspur abkam und offensichtlich einschlief. Kurz darauf fuhr er weiter, beschädigte eine Warnbake und kam auf die linke Fahrspur. Die Fahrerin (68) eines Citroen C4 im Gegenverkehr musste ausweichen und stieß dabei gegen einen Baum sowie einen Zaun. Ihr Beifahrer (47) wurde dabei leicht verletzt. Der Lasterfahrer fuhr weiter auf die B 170 in Richtung Bannewitz, wo er von alarmierten Beamten gestoppt und kontrolliert wurde. Ein Atemalkoholtest bei ihm ergab einen Wert von rund 2,6 Promille. Die Polizisten veranlassten eine Blutentnahme, stellten den Führerschein des Mannes sicher und fertigten Anzeigen wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs sowie wegen der Unfallfluchten gegen den serbischen Staatsbürger. (lr) Geld aus Snackautomat gestohlen Zeit: 20.04.2026, 04:30 Uhr polizeibekannt Ort: Dresden-Seevorstadt Unbekannte haben an der Annenstraße einen Snackautomaten aufgebrochen und daraus etwa 450 Euro gestohlen. Die Höhe des Sachschadens steht noch nicht fest. Die Polizei ermittelt wegen Diebstahls. (rr) Kabel von Kränen und Baucontainern gestohlen Unbekannte haben im Stadtgebiet mehrere Kabel gestohlen. Zeit: 20.04.2026, 08:00 Uhr polizeibekannt Ort: Dresden-Reick Auf einem Firmengelände an der Mügelner Straße entwendeten sie Kabel von drei Kränen. Der Schaden beträgt insgesamt etwa 5.000 Euro. Zeit: 20.04.2026, 09:45 Uhr polizeibekannt Ort: Dresden-Löbtau Auf einer Baustelle an der Agnes-Smedley-Straße stahlen die Täter sieben Stromkabel. Diese sind etwa 1.400 Euro wert. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen wegen Diebstahls. (rr) Steuergerät gestohlen Zeit: 17.04.2026, 15:00 Uhr bis 20.04.2026, 12:00 Uhr Ort: Dresden-Prohlis Aus einem Mehrfamilienhaus am Jacob-Winter-Platz haben Unbekannte am Wochenende ein Steuergerät gestohlen. Die Täter gelangten auf unbekannte Weise in das Haus und in einen Elektroraum. Aus diesem stahlen sie ein Steuerungsgerät für eine Lichtanlage, welches noch nicht eingebaut war. Der Wert des Gerätes beträgt etwa 20.000 Euro. (lr) Landkreis Meißen Ford fuhr auf Sattelschlepper auf Zeit: 21.04.2026, 04:25 Uhr Ort: Radeburg, A 4 Auf der Autobahn 4 ist ein Ford Grand C-Max (Fahrer 44) auf einen Sattelzug (Fahrer 55) aufgefahren. Der 44-Jährige wurde leicht verletzt. Der Ford-Fahrer war in Richtung Chemnitz unterwegs. Als er kurz vor dem Dreieck Dresden-Nord vom rechten in den linken Fahrstreifen wechselte, fuhr er auf den dort fahrenden DAF-Sattelzug auf und stieß anschließend gegen die Mittelleitplanke. Der 44-Jährige kam anschließend in ein Krankenhaus. Es entstand Sachschaden in Höhe von rund 30.000 Euro. (uh) Radfahrer leicht verletzt Zeit: 20.04.2026, 09:00 Uhr Ort: Radebeul Auf der Sidonienstraße ist am Montag ein Fahrradfahrer (39) bei einem Unfall leicht verletzt worden. Der 39-Jährige fuhr hinter einem Opel Astra (Fahrer 36) in Richtung Kiefernstraße. Wegen eines entgegenkommenden Autos mussten beide anhalten. Um Platz zu machen, rangierte der 36-Jährige den Opel und fuhr dabei rückwärts gegen den Radfahrer. Dieser stürzte und wurde leicht verletzt. Der Schaden wurde auf etwa 500 Euro geschätzt. (lr) Spiegel gestohlen Zeit: 19.04.2026, 12:00 Uhr bis 20.04.2026, 08:00 Uhr Ort: Radebeul Von einem Opel Movano, der auf der Oscar-Pletsch-Straße stand, haben Unbekannte Teile der Außenspiegel gestohlen. Die Täter demontierten die Spiegelgläser, die Blinker sowie die Kappen beider Spiegel und verursachten damit einen Schaden in Höhe von rund 1.200 Euro. (lr) Batterie aus Bagger entwendet Zeit: 17.04.2026, 15:30 Uhr bis 20.04.2026, 08:30 Uhr Ort: Großenhain Unbekannte haben am Wochenende an der Straße Am Spitalbach eine Batterie eines Baggers gestohlen. Die Täter gelangten auf unbekannte Weise auf ein Betriebsgelände. Sie öffneten eine Abdeckung eines Baggers, demontierten dessen Batterie und stahlen diese. Der Wert wurde mit etwa 300 Euro angegeben. (lr) Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Fahrer unter Drogeneinfluss und ohne Fahrerlaubnis Zeit: 21.04.2026, 00:30 Uhr Ort: Bad Schandau, OT Schmilka Polizisten des Reviers Sebnitz ermitteln gegen einen Autofahrer (37) wegen des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und unter dem Einfluss von Betäubungsmitteln. Ein Streifenteam hielt einen Opel auf der Straße Schmilka für eine Verkehrskontrolle an. Ein Drogenschnelltest beim Fahrer reagierte positiv auf Amphetamine. Außerdem hatte der 37-jährige tschechische Staatsangehörige keine Fahrerlaubnis. Die Polizisten untersagten die Weiterfahrt, veranlassten eine Blutentnahme und fertigten die entsprechenden Anzeigen. (uh) Gewächshaus beschädigt Zeit: 16.04.2026, 16:00 Uhr bis 20.04.2026, 11:00 Uhr Ort: Dürrröhrsdorf-Dittersbach Unbekannte haben ein Gewächshaus in einem Kleingarten an der Straße Am Quellenberg A beschädigt. Die Täter demolierten das Häuschen und warfen dabei Teile in einen Nachbargarten. Der Schaden beträgt rund 300 Euro. Die Polizei ermittelt. (uh) In Nebengebäude eingebrochen Zeit: 20.04.2026, 08:35 Uhr polizeibekannt Ort: Altenberg Unbekannte sind in eine Garage an der Mühlenstraße eingebrochen und haben mehrere Kisten durchwühlt. Ob etwas gestohlen wurde, steht noch nicht fest. Zeit: 20.04.2026, 10:30 Uhr polizeibekannt Ort: Altenberg Am Sonnenhofweg versuchten Unbekannte in einen Schuppen einzubrechen. Sie beschädigten die Tür, gelangten aber nicht ins Innere. Der Sachschaden beträgt etwa 500 Euro. Die Polizei ermittelt in beiden Fällen wegen Diebstahls. (rr)
  • Am 4. Mai 2025 ist Ursula Winnington mit 96 Jahren verstorben. Sie war eine der bekanntesten Publizistinnen und die prominenteste Kochbuchautorin der ehemaligen DDR und hinterlässt mit ihren Kochbüchern und Artikeln ein Stück gelebte DDR-Kulturgeschichte. Kurz vor ihrem ersten Todestag hat die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden (SLUB) nun den Nachlass von Ursula Winnington als Schenkung für das Deutsche Archiv der Kulinarik übernommen, das die SLUB gemeinsam mit der Technischen Universität Dresden 2022 begründet hat. Maraike Wittbrodt und Lilly Böhm, Tochter und Enkelin der Autorin, unterzeichneten heute in der SLUB den Schenkungsvertrag und übergaben den Nachlass. Lilly Böhm erläutert: »Wir freuen uns sehr, dass der Nachlass unserer Mutter und Großmutter nun im Deutschen Archiv der Kulinarik bewahrt wird und können uns keinen besseren Ort vorstellen. Das Archiv ist eine bedeutende Quelle für vielfältigste Forschung und hochinteressant für Freundinnen und Freunde der schönen Kunst des Kochens. Ihr Nachlass befindet sich bei Wolfram Siebeck und Kurt Drummer in bester Gesellschaft – das hätte ihr sehr gefallen. In ihren Kochbüchern und Rezept-Kolumnen mit charmanten kulturhistorischen Ausflügen in die ferne Welt zeigt sich eine ostdeutsche Lebensart, die gängige Bilder bereichern wird.« Auch die SLUB freut sich über den Neuzugang, betont Generaldirektorin Katrin Stump: »Mit dem Nachlass von Ursula Winnington können wir weitere bedeutende Zeugnisse zur Geschichte der Kochkunst der ehemaligen DDR in das Deutsche Archiv der Kulinarik aufnehmen und so dauerhaft für Forschung und breite Öffentlichkeit bewahren und zugänglich machen. Wir danken Maraike Wittbrodt und Lilly Böhm herzlich für die Schenkung und das damit verbundene Vertrauen.« Der Nachlass: ein Stück gelebte DDR-Kulturgeschichte Zum Nachlass gehört die mehr als 150 Bücher umfassende Kochbuch- und Arbeitsbibliothek von Ursula Winnington – darunter auch ein handschriftliches Kochbuch ihrer Großmutter aus dem 19. Jahrhundert, mit dem sie ihre Kochleidenschaft entdeckte. Darüber hinaus enthält der Nachlass zahlreiche ihrer Publikationen seit 1964, z.B. in Das Magazin, Für Dich, Sibylle und Der gute Rat. Leserbriefe und umfangreiche Korrespondenz aus den Jahren 1971 bis 1999 – unter anderem mit dem VEB Exzellent Dresden oder dem VEB Eisen- und Hüttenwerke Thale sind auch zeitgeschichtlich für die Forschung interessant. Der Nachlass wird nun bibliothekarisch erschlossen und für die Recherche zugänglich gemacht. Die Bücher werden im FoodStudio der SLUB Dresden öffentlich präsentiert; Korrespondenz, Fotos und andere Materialien können Forschende zur wissenschaftlichen Nutzung einsehen. Kochbücher aus der Feder von Ursula Winnington wie zum Beispiel Spaß am Kochen oder Küche anderer Länder befinden sich zum Teil schon seit der Erstveröffentlichung im Bestand der SLUB und können von allen Interessierten genutzt werden. Das Deutsche Archiv der Kulinarik Die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB) Dresden und die Technische Universität Dresden (TUD) haben am 10. Oktober 2022 das Deutsche Archiv der Kulinarik an der SLUB Dresden gegründet. Die umfangreiche Kulinarik-Sammlung mit Handschriften, Büchern und Zeitschriften sowie Menükarten, Gebrauchsgrafik, Fotografien und audiovisuellen Medien gehört zu den bedeutendsten ihrer Art im deutschsprachigen Raum. Zu den Highlights zählen Sammlungen von Eckart Witzigmann, Wolfram Siebeck, Ernst Birsner und Walter Putz. Die Kulinarik-Sammlung bildet die Grundlage für die inter- und transdisziplinäre Forschung in den Geistes-, Kultur- und Naturwissenschaften rund um die Themen Kochkunst, Tafelkultur und Ernährungskunde und deren Wirken in Kultur und Gesellschaft über die Zeiten, wie sie bereits erfolgreich an der TUD etabliert ist. SLUB und TUD beleben mit Veranstaltungen, Ausstellungen, partizipativen Formaten und Publikationen den wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Diskurs rund um die Themen Ernährung und Kulinarik und etablieren so das Deutsche Archiv der Kulinarik als zentralen Akteur für Forschung, Lehre und Wissenstransfer in die Gesellschaft.
  • Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch nimmt morgen (Dienstag, 21. April 2026) an der Ausstellungseröffnung von »Bilderwelten« der Wiener Künstlerin Lieselotte Theil-Hurshell im Amtsgericht Dresden teil und spricht ein Grußwort. Die Ausstellung findet im Rahmen des Projekts »Kunst & Justiz« statt. »Die Ausstellung »Bilderwelten« von Lieselotte Theil-Hurshell macht auf eindrucksvolle Weise erfahrbar, wie Kunst neue Blickwinkel eröffnen und selbst in einem institutionellen Raum Momente des Innehaltens, der Reflexion und der persönlichen Wahrnehmung schaffen kann. Das Projekt »Kunst & Justiz« bietet dafür einen besonderen und zugleich inspirierenden Rahmen«, sagt Kulturministerin Barbara Klepsch. Lieselotte Theil-Hurshell studierte an der Fachhochschule für Textil- und Modedesign in Wien. Geprägt von der Wiener Schule des Phantastischen Realismus entwickelte sie eine eigenständige künstlerische Bildsprache und präsentierte ihre Werke international. Bedeutende Impulse für ihr Schaffen fand sie an unterschiedlichen Orten. Während ihres Stipendiums im Lohengrinhaus in Graupa in den Jahren 2009 bis 2013 entstanden, angeregt durch Richard Wagners Musik und die besondere Atmosphäre des Ortes, zahlreiche Arbeiten zu dessen Opern. In sanften Farbnuancen und häufig nonfigurativen Bildkompositionen übersetzte sie musikalische Eindrücke in eine poetische und stimmungsvolle Bildsprache. Mit dem Projekt des Sächsischen Staatsministerium der Justiz »Kunst & Justiz«, welches 1992 ins Leben gerufen wurde, wird eine nach innen und außen offene Justiz sichtbar gemacht. In diesem Rahmen werden die rund 100 Justizgebäude Sachsens nicht nur als Orte der Rechtsprechung, sondern auch als Räume kultureller Begegnung präsentiert. Dazu gehören künstlerische Ausstattungen in Gerichten und Staatsanwaltschaften, Dauerleihgaben des Kunstfonds des Freistaats Sachsen sowie regelmäßig stattfindende Ausstellungen, Lesungen und Konzerte. Das Projekt bietet Künstlerinnen und Künstlern die Möglichkeit, ihre Werke und Gedanken in einem besonderen institutionellen Rahmen vorzustellen und fördert zugleich den Austausch mit Besucherinnen und Besuchern sowie mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Justiz.
  • Bei Wilschdorf hat der vom Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA) zertifizierte Sondengänger Ronald Meißner ein spätbronzezeitliches Ringdepot entdeckt, das in die Zeit um 1300 bis 1100 vor Christus datiert. Es besteht aus insgesamt sechs gerippten Ringen und einem Ringfragment. Die Art und Verzierung der Ringe helfen bei der genauen Datierung: Bei zwei Fundstücken handelt es sich um tordierte, also in sich verdrehte Armringe mit geraden verzierten Enden, die sich überlappen. Die vier übrigen Ringe können als schräg gerippte, offene Beinringe identifiziert werden. Das Gesamtgewicht des Fundes beträgt 837,2 Gramm. Vergleichbare Arm- und Beinringe finden sich in ganz Mitteleuropa. Sie gehörten zur zeitüblichen Tracht der Menschen und stellten Wohlstand zur Schau. Das entdeckte Ensemble ist ein typischer, intentionell niedergelegter Depotfund der späten Bronzezeit. Warum die Menschen vor über 3000 Jahren diese aufwendig gearbeiteten Schmuckstücke mit einem gewiss nicht unerheblichen Materialwert verborgen haben und welche Bedeutung dieses Handeln hat, wird seit langem diskutiert. Sicher scheint aber, dass es sich nicht um in Notzeiten verborgene Schätze handelt, die von ihren Besitzern nicht mehr geborgen werden konnten. In der Bronzezeit haben sich mit dem Wissen um Metalllagerstätten, Metallherstellung und der Kontrolle der Verkehrswege neue Herrschaftsstrukturen und Machtzentren gebildet, die die Gesellschaft veränderten. Die Tatsache, dass sich in Mitteleuropa zahlreiche vergleichbare Bronzedepots, mit zum Teil regelhafter Zusammensetzung finden, lässt vermuten, dass es sich um ganz bewusste, rituell definierte Opfergaben – möglicherweise an uns heute unbekannte Gottheiten - handelt. Mit seiner sofortigen Fundmeldung hat sich der ehrenamtliche Sondengänger vorbildlich verhalten. Er beließ die Objekte im Boden und informierte direkt die zuständigen Stellen im LfA. Unmittelbar rückte ein Team von Wissenschaftlern und Grabungstechnikern aus und unternahm die fachliche Bergung der Fundstücke. Nun werden sie gereinigt, registriert und restauriert. Landesarchäologin Dr. Regina Smolnik: »Als Forschungseinrichtung wird sich das Landesamt für Archäologie Sachsen intensiv mit diesem Fund beschäftigen und ihn in Zusammenhang mit anderen Funden dieser interessanten Zeitepoche stellen, um das Bild einer der wichtigsten Blütezeiten Sachsens weiter zu vervollständigen.«