Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Für die anstehenden Beratungen im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments zur Ausgestaltung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ab 2028 hat der zuständige Berichterstatter Norbert Lins, MdEP, heute die Leitlinien des Parlaments zur künftigen Agrarförderung vorgestellt. Darin wird ein höheres GAP-Budget im kommenden Mehrjährigen Finanzrahmen der EU (MFR) und die Fortführung der bewährten Zwei-Säulen-Struktur aus Direktzahlungen und der Unterstützung ländlicher Räume über das ELER-Programm gefordert. Darüber hinaus spricht sich der Berichterstatter gegen die von der EU-Kommission vorgeschlagene Degression der flächenbezogenen Direktzahlungen aus. Eine Kappung der Direktzahlungen soll strikt bei 500.000 Euro für natürliche Personen erfolgen. Des Weiteren soll eine verpflichtende Umverteilung der Einkommensstützung zugunsten der ersten Hektare eines Betriebes in die GAP-Texte aufgenommen und die Förderung junger Landwirtinnen und Landwirte deutlich ausgebaut werden. Sachsens Landwirtschaftsminister Georg-Ludwig von Breitenbuch begrüßt die im Bericht vorgeschlagenen Rahmenbedingungen und betont: »Wir waren vor einem Jahr wirklich fassungslos und enttäuscht, als die EU-Kommission ihren Vorschlag zur künftigen Gemeinsamen Agrarpolitik vorgelegt hat. Die Anstrengungen seitdem, Änderungen zu erreichen, haben sich gelohnt. Und Norbert Lins gilt unser ausgesprochener Dank für den ausgewogenen Vorschlag, der nun auf dem Tisch liegt. Endlich gibt es Rückenwind aus Europa, damit unsere sächsische und ostdeutsche Agrarstruktur nicht sehenden Auges in einen Strukturbruch getrieben wird. Stattdessen übernimmt der Bericht den klugen deutschen Kompromiss, die ersten Hektare weiterhin im Sinne kleinerer Betriebe höher zu fördern, bei gleichzeitigem Verzicht auf Degression und Erhöhung der Kappungssumme auf 500.000 Euro. Gleichzeitig ergänzt der Vorschlag eine ausgewogene Agrarförderung durch eine feste zweite Säule, die den regionalen sächsischen Besonderheiten – wie benachteiligten Gebieten oder Umweltprogrammen – gerecht wird. Auch die Förderung des ländlichen Raums wird abgegrenzt und soll damit verlässlich erhalten bleiben. Und mit der Entwirrung der Komplexitäten gerade beim Umweltfachrecht ist auch unsere Forderung nach Vereinfachungen bei Antragstellungen wie bei Kontrollen berücksichtigt. Insgesamt liegt uns jetzt ein ausgewogener Vorschlag vor, den wir so schon von der Kommission erwartet hatten.« Die Gemeinsame Agrarpolitik (GAP) ist das zentrale Förderinstrument der Europäischen Union für Landwirtschaft und ländliche Räume. Sie sichert Einkommen, unterstützt die nachhaltige Bewirtschaftung und stärkt strukturschwache Regionen. Die von der EU-Kommission im Sommer 2025 vorgestellten Reformpläne, insbesondere zu Kappung und Degression, würden zu massiven Einbußen für die sächsische Landwirtschaft führen, die von einer vielfältigen Agrarstruktur mit kleinen und größeren Betrieben sowie verschiedensten Produktionszweigen geprägt ist. Der Bericht des zuständigen Berichterstatters des Europäischen Parlaments ist die Grundlage für die weiteren Abstimmungen im Parlament. Nach der Verabschiedung der Parlamentsposition beginnen die Trilog-Verhandlungen zwischen Parlament, Rat und Kommission. Mit einem Abschluss wird frühestens im Frühjahr 2027 gerechnet. Anschließend können die Mitgliedstaaten ihre nationale Umsetzung der GAP final ausgestalten.
  • Dresden (10. Juni 2026) - Angesichts der bundesweit hohen Zahl judenfeindlicher Straftaten setzen der Freistaat Sachsen und das European Leadership Network (ELNET) ein Zeichen für Haltung und Engagement gegen Antisemitismus: Im Rahmen von »Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026«, startet heute die Kampagne »Fragemauer«, die über jüdisches Leben und Israel informiert. Zusammen mit Ministerpräsident Michael Kretschmer beteiligen sich Akteure aus Zivilgesellschaft, Städten und Gemeinden, Sport, Kultur sowie Wirtschaft an der breit angelegten Initiative. Die bundesweite Bildungskampagne »Fragemauer« steht für einen offenen, niedrigschwelligen Austausch und lädt Bürgerinnen und Bürger ein, Fragen zu stellen – ein Beitrag gegen Unwissen und Desinformation. So wird Wissen als Mittel gegen Antisemitismus eingesetzt. Die »Fragemauer« bringt Fragen und Antworten dorthin, wo Menschen sind: in Vereine, den öffentlichen Raum, an Kulturorte und in Unternehmen. Die drei extra für Sachsen gestalteten Motive der Kampagne greifen bewusst alltägliche Fragen auf und nähern sich ihnen auf humorvolle Weise. Sie lauten »Wer oder was ist Tacheles?«, »Sächseln Juden eigentlich auch?« und »Ist die Eierschecke koscher?« und wecken Neugier, schaffen Gesprächsanlässe, bauen Berührungsängste ab und eröffnen Räume für den Austausch. »Es ist wichtiger denn je, Haltung zu zeigen und aktiv gegen Antisemitismus einzutreten«, betont Ministerpräsident Michael Kretschmer. »Sachsen ist ein Land, in dem Jüdinnen und Juden sicher, sichtbar und selbstbewusst leben können. Dafür tragen Staat und Zivilgesellschaft gemeinsam täglich Verantwortung. Viele Vorurteile und feindliche Einstellungen gegenüber Jüdinnen und Juden entstehen dort, wo Wissen fehlt und persönliche Begegnungen ausbleiben. Deshalb sind Austausch, Bildung und kulturelle Teilhabe von so großer Bedeutung. Die ‚Fragemauer‘ steht für einen offenen Dialog. Sachsen zeigt damit: Wir stehen zusammen für Respekt, für Aufklärung und für ein lebendiges Miteinander.« Carsten Ovens, CEO von ELNET in Berlin, ergänzt: »Judenhass und israelbezogener Antisemitismus nehmen immer stärker zu. Umso wichtiger ist es, mit Dialog und Bildung niedrigschwellig zu vermitteln. Die ‚Fragemauer‘ setzt genau hier an und bringt Menschen humorvoll ins Gespräch.« Die Kampagne startet im Juni 2026 und läuft zunächst für sechs Wochen. Eine zweite Welle folgt im September. In beiden Phasen wird sie landesweit durch die Unterstützung vieler Kooperationspartner im öffentlichen Raum sichtbar. Diese breite Beteiligung unterstreicht den starken gesellschaftlichen Rückhalt für die Initiative und ist ein deutliches Zeichen für Engagement und Verantwortung. Der Freistaat Sachsen unterstützt die Kampagne mit einer Projektförderung in Höhe von 135.000 Euro. Zugleich rückt die Kampagne die Bedeutung der deutsch-israelischen Beziehungen in den Fokus. Der Freistaat Sachsen versteht sich als verlässlicher Partner und pflegt enge Verbindungen zu Israel – in Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Zivilgesellschaft. Die »Fragemauer« stärkt das Bewusstsein für diese Beziehungen und ihre Bedeutung in einer Zeit, in der sie besonders wichtig sind. Die »Fragemauer« ist Teil des landesweiten Themenjahres »Tacheles. Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« und erhöht dessen Sichtbarkeit. »Tacheles« ist eine Einladung zum Dialog und zur Begegnung mit der reichhaltigen und vielfältigen jüdischen Geschichte und Kultur Sachsens. Es richtet sich an Kultursparten, Museen, Theater, Kinos und andere kulturelle, wissenschaftliche, bildende und kirchliche Einrichtungen sowie Vereine, Initiativen und Gruppen in Sachsen. Ziel ist eine nachhaltige Vernetzung dieser Akteure unter aktiver Beteiligung der Zivilgesellschaft. Das Themenjahr wird vom Freistaat Sachsen unter Federführung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus getragen. Kontakt: Helen Kermiser | Program Manager Communications European Leadership Network | ELNET T +49 (0)30 308 759 64 | M +49 (0)1573 2627 102 hkermiser@elnetwork.eu | www.elnet-deutschland.de
  • Dresden, 10.06.2026 - Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH lädt am 07. Oktober 2026 zur Fachtagung zur kommunalen Wärmeplanung nach Dresden ein. Diese Veranstaltung wird die Herausforderungen und Chancen der Wärmeplanung für alle beteiligten Akteure beleuchten und verschiedene thematisch relevante Impulse sowie Praxiseinblicke geben. Mit der kommunalen Wärmeplanung können Gemeinden die Grundlage für eine klimaneutrale, kosteneffiziente und resiliente Wärmeversorgung schaffen. Als strategisches Planungsinstrument ist die Wärmeplanung essenziell für die Umsetzung der Wärmewende. Die Fachtagung, organisiert von der Servicestelle kommunale Wärmeplanung der SAENA, bietet sächsischen Akteuren – von Kommunen bis hin zu Dienstleistern – wertvolle Informationen und praxisnahe Einblicke. Der Vormittag der Veranstaltung ist in verschiedene Fach- und Impulsvorträge gegliedert, die Themen wie Finanzierungsoptionen, die allgemeine Einordnung der Wärmewende, aktuelle Gesetzesgrundlagen und Best-Practices behandeln. Referieren werden unter anderem der sächsische Staatsminister Dirk Panter und die Vorstandsvorsitzende der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank (SAB) Dr. Katrin Leonhardt. Von ausgewählten Kommunen vorgestellte Praxiseinblicke runden das Vormittagsprogramm ab. Die Teilnehmenden haben zudem die Möglichkeit, direkt mit den anwesenden Experten verschiedener Institutionen, darunter das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr und die SAENA, ins Gespräch zu kommen. Am Nachmittag richten sich die Informations- und Austauschformate nach den Interessen der Teilnehmenden. In verschiedenen Fachrunden werden unterschiedliche Themengebiete der kommunalen Wärmeplanung und angrenzender Bereiche behandelt. Die Teilnehmenden können sich bereits bei der Anmeldung für eine der folgenden Fachrunden entscheiden: * Erstellung kommunaler Wärmepläne in kleinen Kommunen - kompakt, praxisnah, fachlich fundiert * Wärmenetze als Wirtschaftsmotor auch in ländlichen Gemeinden - Schritte vom Wärmeplan zur Investitionsentscheidung * Energiewirtschaftlicher Rahmen - Bedeutung für Kommunen, Netzbetreiber und weitere Akteure * Kommunikation und Beteiligung im Rahmen der KWP - Formate und Beispiele * Dezentrale Wärmeversorgung im Fokus - Gesetzliche Anforderungen, Wirtschaftlichkeit und Handlungsspielräume bei Gebäuden Die Veranstaltung richtet sich vorrangig an Kommunen, kommunale Vertreter, Dienstleister in der kommunalen Wärmeplanung, Entscheider in der Wohnungswirtschaft und Akteure weiterer relevanter Bereiche. Veranstaltungsdetails im Überblick: Fachtagung zur kommunalen Wärmeplanung in Sachsen Wann? 07. Oktober 2026, 10:00 – ca. 15:30 Uhr Wo? SAENA, Pirnaische Straße 9, 01069 Dresden Anmeldung: https://www.saena.de/veranstaltungsdetails.php?id=1763 Die kommunale Wärmeplanung (KWP) ist eine zentrale, langfristige Koordinierungsaufgabe für Kommunen mit dem Ziel, den vor Ort besten und kosteneffizientesten Weg zu einer nachhaltigen, sparsamen, bezahlbaren, resilienten und treibhausgasneutralen Wärmeversorgung zu ermitteln. Der Wärmeplan soll den Transformationsweg für alle betroffenen Akteure hin zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung bestmöglich darstellen. Über die Sächsische Energieagentur Die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH ist das unabhängige Beratungs-, Informations-, und Kompetenzzentrum zu den Themen erneuerbare Energien, zukunftsfähige Energieversorgung, Energieeffizienz und effiziente Mobilität. Gesellschafter sind der Freistaat Sachsen und die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). Sie dient als sachsenweite Anlaufstelle für alle handelnden Personen und Institutionen im Bereich Energie und Klimaschutz. Fachlicher Ansprechpartner: Antje Fritzsche, Tel.: 0351 4910-3173 E-Mail: antje.fritzsche@saena.de Pressekontakt: Sylvia Hünlich, Tel.: 0351 4910-3158 E-Mail: sylvia.huenlich@saena.de * Hinweis zur sprachlichen Regelung Aus Gründen der besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit wird auf die Anwendung der geschlechtergerechten Sprache verzichtet. Personen- und Funktionsbezeichnungen gelten für alle Geschlechtsidentitäten
  • Der Sommer naht und mit steigenden Temperaturen wächst auch die Belastung für Beschäftigte am Arbeitsplatz. Vor allem Arbeiten im Freien, aber auch in aufgeheizten Gebäuden können Gesundheit, Leistungsfähigkeit und Sicherheit beeinträchtigen. Zugleich nehmen Hitzeperioden infolge des Klimawandels zu und stellen den Arbeitsschutz vor neue Aufgaben. Im Zuge der Erstellung der Sächsischen Klimaanpassungsstrategie unter Federführung des SMWA hat sich gezeigt, dass sich die Zahl der heißen Tage (über 30 Grad) deutlich erhöht hat: Während zwischen 1961 und 1990 im Schnitt fünf heiße Tage pro Jahr gezählt wurden, waren es von 2014 bis 2023 bereits 13. Tendenz: weiter schnell steigend! Hinzu kommt, dass mit einhergehend höhere Nachttemperaturen sowie einer entsprechenden Verstärkung des Phänomens durch den »Wärmeinseleffekt« der Städte die Erholung in der Nacht zunehmend erschweren. Das beeinträchtigt die einzelnen Menschen ebenso wie die Volkswirtschaft insgesamt, wie aktuelle Studien eindrücklich nachweisen. Die Folgen sind spürbar: Rund jeder fünfte Beschäftigte in Sachsen fühlt sich bei großer Hitze stark belastet – das entspricht etwa 436.000 Erwerbstätigen. Zwei Drittel berichten von deutlich eingeschränkter Leistungsfähigkeit. Zwölf Prozent geben an, trotz gesundheitlicher Beschwerden weiterzuarbeiten. Besonders betroffen sind Berufe mit Arbeit im Freien, etwa in der Land- und Forstwirtschaft oder im Bau. Aber auch Beschäftigte in Schulen, Pflegeeinrichtungen oder Produktionsbetrieben leiden unter hohen Temperaturen – etwa durch aufgeheizte Gebäude oder Abwärme von Maschinen. Selbst in Büros kann Hitze zur Belastung werden, wenn der sommerliche Wärmeschutz – ob Verschattung oder Klimaanlagen - fehlt. Der Arbeitsschutz muss deshalb stärker an die veränderten klimatischen Bedingungen angepasst werden. Arbeitgeber sind gefordert, geeignete Maßnahmen umzusetzen – etwa durch angepasste Arbeitszeiten, ausreichenden Sonnenschutz oder alkoholfreie Trinkangebote. Wirtschafts- und Arbeitsminister Dirk Panter: »Mit steigenden Temperaturen müssen wir zukünftig besser umgehen lernen. Extreme Hitze ist kein Ausnahmefall mehr, sondern Teil des Arbeitsalltags vieler Menschen in Sachsen im Sommer. Wer draußen arbeitet oder in aufgeheizten Räumen, braucht verlässlichen Schutz. Gute Arbeitsbedingungen bei Hitze sind keine Kür, sondern Voraussetzung für Gesundheit, Sicherheit und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und damit unternehmerischen Erfolg.« Das sächsische Wirtschaftsministerium informiert in der Broschüre »Tipps für heiße Sommertage am Arbeitsplatz« über konkrete Maßnahmen. Sie richtet sich an Arbeitgeber und Beschäftigte und gibt Hinweise, wie Risiken verringert und Arbeitsunfälle vermieden werden können. Arbeitsschutz und Klimaanpassung sollen auch in der künftigen Strategie des Freistaates enger verzahnt werden. Zudem können Kommunen, gemeinnützige Organisationen und kleine sowie mittlere Unternehmen Fördermittel für Maßnahmen zum Hitze- und Sonnenschutz an Gebäuden erhalten – über die Förderrichtlinie Energie und Klima des SMWA bei der Sächsischen Aufbaubank.
  • Direktionsbereich Einsatz gegen Missbrauch von Kindern und Jugendlichen Zeit: 02.06.2026, 04.06.2026, 05.06.2026 und 09.06.2026 Ort: Chemnitz, Landkreis Mittelsachsen und Erzgebirgskreis (1711) Die Chemnitzer Kriminalpolizei realisierte in den vergangenen Tagen erneut zahlreiche Durchsuchungsbeschlüsse zur Bekämpfung von Kinderpornografie und sexuellen Kindesmissbrauchs. Seit nunmehr fünf Jahren besteht inzwischen das Fachkommissariat Sexualdelikte der Chemnitzer Kripo, das sich ausschließlich mit Sexualstraftaten befasst und dahingehend konzentrierte Ermittlungen führt. Über 20 Durchsuchungseinsätze fanden in den zurückliegenden Tagen statt. Zugrunde lagen dem verschiedene Ermittlungsverfahren überwiegend wegen Besitzes bzw. Verschaffung von Kinderpornografie. Zur Sicherstellung von Beweismitteln durchsuchten die Beamten mit Unterstützung der sächsischen Bereitschaftspolizei in der Hauptsache die Wohnungen von Beschuldigten u. a. in Chemnitz, Freiberg, Brand-Erbisdorf, Lichtenau, Döbeln, Leisnig, Aue-Bad Schlema und Stollberg. Die Ermittlungen richten sich in den verschiedenen Fällen gegen insgesamt 21 Männer im Alter zwischen 15 und 66 Jahren (deutsche Staatsangehörige, in einem Fall pakistanisch). Mit jeder Menge Beweismitteln, darunter über 50 Handys, dutzende Computer und weit mehr als 100 andere Speichermedien, verließen die Einsatzkräfte die durchsuchten Räumlichkeiten. Alleine bei einem 48-jährigen Mann aus Chemnitz nahmen die Polizisten über 90 Asservate (Speichermedien) mit, die nun insbesondere auf kinderpornografische Inhalte geprüft werden. Festnahmen gab es bei der konzentrierten Aktion keine. Für die Ermittler steht als nächstes die umfangreiche und teils langwierige Auswertung der Asservate an. Über den Ausgang der Strafverfahren entscheidet nach Abschluss der Ermittlungen schließlich die Staatsanwaltschaft. (ds) Chemnitz Fünf Tonnen Kabel über Nacht gestohlen Zeit: 08.06.2026, 18:00 Uhr bis 09.06.2026, 08:00 Uhr Ort: OT Röhrsdorf (1712) In der Nacht zum gestrigen Dienstag verschafften sich unbekannte Täter gewaltsam Zutritt auf eine umfriedete Baustelle in der Röhrsdorfer Allee. Abgesehen hatten es die Unbekannten auf fünf größere Kabelrollen, auf denen sich insgesamt ca. fünf Tonnen Elektrokabel befanden. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand schafften es die Täter vor Ort unbemerkt, die jeweils rund einen Kilometer langen Kabel abzurollen und mit mindestens einem größeren Fahrzeug unbemerkt abzutransportieren. Der Stehlschaden beläuft sich auf über 80.000 Euro. Zum entstandenen Sachschaden infolge des Kabeldiebstahls liegen derweil noch keine Angaben vor. (Ry) Zurückgelassene Tasche weckte Begehrlichkeiten Zeit: 09.06.2026, 17:15 Uhr bis 19:05 Uhr Ort: OT Bernsdorf (1713) Eine böse Überraschung erlebte die Besitzerin eines Pkw Ford am Abend. Als sie zu ihrem Auto zurückkehrte, welches sie nachmittags auf einem Parkplatz in der Bernsdorfer Straße abgestellt hatte, war eine der Seitenscheiben eingeschlagen und eine Umhängetasche aus dem Innenraum fehlte. In dieser Tasche befanden sich persönliche Dokumente, Bargeld, ein Laptop und Kopfhörer. Der durch den Einbruchsdiebstahl entstandene Gesamtschaden beläuft sich auf rund 1.800 Euro. (Ry) Landkreis Mittelsachsen Zwei parkende Fahrzeuge beschädigt Zeit: 09.06.2026, 15:50 Uhr Ort: Mittweida, OT Lauenhain (1714) Am Dienstagnachmittag befuhr der 70-jährige Fahrer eines Pkw Citroën die Dorfstraße aus Richtung Mittweida in Richtung Tanneberg. Dabei kollidierte der Citroën mit einem am Fahrbahnrand parkenden Pkw Opel, der durch den Anstoß auf einen davor parkenden Pkw Opel geschoben wurde. Insgesamt entstand bei dem Unfall Sachschaden in Höhe von etwa 18.000 Euro. Verletzt wurde niemand. (Kg) Beim Abbiegen kollidiert Zeit: 09.06.2026, 19:05 Uhr Ort: Taura (1715) Der 20-jährige Fahrer eines Pkw VW befuhr am Dienstagabend die Hauptstraße (K 8254) in Richtung Herrenhaide. Als er kurz nach dem Ortsausgang Taura nach links in eine Zufahrtsstraße abbog, kollidierte der VW mit einem entgegenkommenden Pkw Tesla (Fahrerin: 47). Beide Fahrzeugführer erlitten bei dem Unfall nach dem derzeitigen Kenntnisstand leichte Verletzungen. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 26.000 Euro. (Kg) Erzgebirgskreis Verfolgungsfahrt endete mit Unfall und Flucht - Tatverdächtiger ermittelt Zeit: 09.06.2026, 14:10 Uhr Ort: Schwarzenberg und Lauter-Bernsbach, OT Lauter (1716) Eine Streifenwagenbesatzung des Polizeireviers Aue ist am gestrigen Nachmittag nahe eines Baumarkt-Parkplatzes an der Grünhainer Straße auf einen polizeibekannten Autofahrer aufmerksam geworden, der dort in einem Pkw Peugeot unterwegs war. Die Polizisten beschlossen daraufhin eine Kontrolle durchzuführen, infolgedessen der Peugeot alle Anhaltesignale des Polizeifahrzeuges ignorierte, stattdessen beschleunigte und mit überhöhter Geschwindigkeit davonfuhr. Die Polizisten nahmen mit Sondersignal und Martinshorn die Verfolgung des Peugeot auf, der auf seiner Flucht durch das Schwarzenberger Stadtgebiet mehrere Verkehrszeichen missachtete und teils auch auf der Gegenfahrbahn gefahren war. Der weitere Fluchtweg führte nach dem derzeitigen Kenntnisstand über die Karlsbader Straße zunächst in stadtauswärtige Richtung und anschließend über Teile der Innenstadt, ein Gewerbegebiet und die Schwarzenberger Straße nach Lauter. Kurz nach dem Ortseingang Lauter fuhr der Peugeot zudem knapp an einer Polizeiabsperrung vorbei, wobei ein Beamter ausweichen musste, um nicht erfasst zu werden. Der Polizist blieb unverletzt. Die Flucht endete letztlich wenig später im Kreuzungsbereich Forststraße/Staatsstraße (B 101)/Goethestraße in Lauter, nachdem der Peugeot dort mit einem VW-Transporter samt Anhänger kollidiert war. Der VW (Fahrer: 46) wurde in ein Grundstück geschleudert und kam an einer Hauswand zum Stehen. Der leicht verletzte VW-Fahrer kam in ein Krankenhaus. Der Peugeot wurde auf die Staatsstraße geschleudert und kam danach zum Stillstand. Es entstand ein geschätzter Gesamtsachschaden von etwa 23.000 Euro. Dem Fahrer gelang die Flucht zu Fuß. Seine Identität konnte im Zuge erster Ermittlungen zweifelsfrei bekannt gemacht werden. Bei ihm handelt es sich um einen 41-Jährigen (deutscher Staatsbürger). Die Fahndungsmaßnahmen sowie die Ermittlungen gegen den Deutschen wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs, des unerlaubten Entfernens vom Unfallort, fahrlässiger Körperverletzung sowie verbotenen Kraftfahrzeugrennens dauern nach wie vor an. (mg) Kind bei Unfall schwer verletzt Zeit: 09.06.2026, 17:10 Uhr Ort: Lauter-Bernsbach, OT Oberpfannenstiel (1717) Ein neunjähriges Mädchen befuhr am Dienstag mit seinem Fahrrad den Gehweg der Auer Straße (S 222) aus Richtung Aue in Richtung Beierfeld. Gleichzeitig war der 37-jährige Fahrer eines VW-Kleintransporters auf der Auer Straße in der Gegenrichtung unterwegs. Es kam zum Zusammenstoß zwischen dem Kleintransporter und dem Mädchen, welches plötzlich vom Gehweg zwischen verkehrsbedingt haltenden Fahrzeugen hindurch auf die Fahrbahn fuhr. Das Mädchen stürzte und erlitt schwere Verletzungen. Es wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus gebracht. Der bei dem Unfall entstandene Sachschaden beziffert sich insgesamt auf etwa 6.500 Euro. (Kg) Mit Moped aufgefahren Zeit: 09.06.2026, 17:40 Uhr Ort: Schwarzenberg (1718) In der Grünhainer Straße (S 270) fuhr am Dienstag ein 17-jähriger Mopedfahrer auf Höhe der Einmündung Am Schloßwald auf einen verkehrsbedingt haltenden Pkw Mercedes (Fahrerin: 56). Dabei zog sich der 17-Jährige leichte Verletzungen zu. Am Simson-Moped und dem Mercedes entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 12.000 Euro. (Kg) Verfassungsfeindliche Parole gerufen - Tatverdächtiger gestellt Zeit: 10.06.2026, 02:25 Uhr Ort: Annaberg-Buchholz (1719) Polizisten stellten in der Nacht zu Mittwoch in der Lindenstraße einen 29-jährigen Mann (deutsch), nachdem dieser eine verfassungsfeindliche Parole gerufen hatte. Die Beamten waren im Rahmen eines anderen Einsatzes wegen einer Sachbeschädigung an einer Wohnungstür in die Lindenstraße gerufen worden. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte vor dem betreffenden Mehrfamilienhaus rief ein 29-jähriger Mann zu den Beamten eine verfassungsfeindliche Parole. Die Polizisten unterzogen den alkoholisierten Tatverdächtigen sodann einer Kontrolle. Gegen ihn wird nun wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen ermittelt. (mou) Einbruch in Lagerhalle Zeit: 04.06.2026, 14:15 Uhr bis 09.06.2026, 10:15 Uhr Ort: Zschopau (1720) In den zurückliegenden Tagen drangen Unbekannte gewaltsam in eine Lagerhalle in der Mauergasse ein. In der Folge entwendeten die Einbrecher unter anderem mehrere Laptops sowie diverse Computertechnik im Gesamtwert von mehreren zehntausend Euro. Der einbruchsbedingte Sachschaden wird auf etwa 2.000 Euro geschätzt. (mou) Lkw-Auflieger geriet in Gegenverkehr Zeit: 09.06.2026, 15:30 Uhr Ort: Pockau-Lengefeld, OT Forchheim (1721) Bei einer Bergabfahrt auf der B 101 zwischen Forchheim und Görsdorf geriet am Dienstag der Auflieger eines Lkw DAF (Fahrer: 55) vermutlich wegen eines technischen Defekts in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn und touchierte einen entgegenkommenden VW-Kleintransporter (Fahrer: 66). Beide Fahrzeugführer erlitten bei dem Unfall nach ersten Erkenntnissen leichte Verletzungen. Es entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 80.000 Euro. Die Bundesstraße war für knapp zwei Stunden voll gesperrt. (Kg) Beute in Imbiss gemacht Zeit: 08.06.2026, 19:30 Uhr bis 09.06.2026, 07:00 Uhr Ort: Stollberg (1722) In der Zeit zwischen Montagabend und Dienstag früh verschafften sich Unbekannte auf bislang ungeklärte Weise Zutritt in einen Aufenthaltsraum in einem Imbiss in der Schneeberger Straße. Anschließend stahlen die Täter dort gelagerte Werkzeuge, unter anderem zwei Handkreissägen, einen Akkuschrauber, eine Bohrmaschine sowie eine Kabeltrommel. Der Stehlschaden beläuft sich auf rund 1.200 Euro. (mou)