Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Dresden, 13.05.2026: Sachsen könnte seine Einnahmen aus erneuerbaren Energien im Jahr 2033 mehr als verdoppeln. Das zeigt eine aktuelle Studie des Instituts für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums. Sollten Windenergie und Solaranlagen konstant ausgebaut werden, könnte die Wertschöpfung in Sachsen von aktuell etwa 90 Mio. Euro auf mindestens 240 Mio. Euro steigen. In dem berechneten Mindestszenario sind die Wertschöpfungseffekte durch die Wartung und Installation großer Anlagen (>100 kW) nicht enthalten. Da ein Teil der Anlagen, insbesondere Großprojekte, oft externen Investoren gehört, fließt derzeit knapp die Hälfte der Gewinne aus den Standortregionen ab. Das muss nicht so sein. »Regelmäßig am höchsten ist die regionale Wertschöpfung, wenn Kommunen mit Betreibern zusammenarbeiten und die Menschen vor Ort auch von den Gewinnen profitieren«, so Hannes Gerold, Berater bei der Dialog- und Servicestelle der Sächsischen Energieagentur (SAENA). Das IÖW geht davon aus, dass die Effekte im Mindestszenario vor allem beim lokalen Handwerk durch Installations- und Wartungsarbeiten entstehen. Aber auch Besitzer kleiner Photovoltaik-Anlagen (<100 kW) profitieren durch sinkenden Stromverbrauch. Zusätzlich entsteht Wertschöpfung bei den Grundstückseigentümern und Kommunen durch die Verpachtung von Flächen. Die Kommunen entlasten ihre Kassen mit den Einnahmen aus Gewerbesteuern und den Beteiligungsgesetzen. Das sächsische Erneuerbare-Energien-Ertragsbeteiligungsgesetz ist zentral: Betreiber von Anlagen, die ab 2025 eine Genehmigung erhalten haben und größer als 1 MW sind, müssen die Gemeinden finanziell beteiligen. Auch direkte Beteiligungsmodelle für Bürgerinnen und Bürger, wie Kommanditanteile oder Nachrangdarlehen, können vereinbart werden. Die Studie zeigt Modellierungen für alle rund 400 deutschen Landkreise und Städte sowie Analysen erfolgreicher Praxisbeispiele. Ein solches ist die Kommune Feldheim. Seit 1995 entstanden hier, in enger Abstimmung mit den Menschen vor Ort, Windenergieanlagen. Von Beginn an konnten sich ortsansässige Personen an den Energieprojekten beteiligen. Über finanzielle Einlagen erhielten sie Miteigentum an einer Bürgerwindanlage sowie im späteren Verkauf am Strom- und Wärmenetz. Am 1.7. bietet die SAENA eine Exkursion nach Feldheim an. Hier können sich kommunale Vertreter aus Sachsen einen Eindruck des energieautarken Ortes mit 55 Windenergieanlagen machen und ins Gespräch mit dem ehemaligen Bürgermeister, Michael Knape, kommen. Auch Jens Hinze, Bürgermeister der Gemeinde Mühlenfließ und erfahren im Flächenpooling-Modell, ist vor Ort. Das Thema regionale Wertschöpfung wird mit den wachsenden Genehmigungszahlen für WEA zunehmenden bedeutsamer. So wurden im Zeitraum von April 2025 bis März 2026 57 neue Windenergieanlagen genehmigt (insgesamt ca. 388 MW Leistung). Zudem sind viele neue Projekte in Planung: Derzeit befinden sich 399 Anlagen im Genehmigungsverfahren. Sachsen treibt den Ausbau der Windenergie deutlich voran. Dank beschleunigter Verfahren und flexibler gestalteter Regeln steigt die Anzahl der Projekte und Genehmigungszahlen. Über die Studie des IÖW Der Bericht »Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch Erneuerbare Energien« wurde vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz in Auftrag gegeben (Stand: Juli 2025). Darin werden sowohl Zahlen und Berechnungen für etwa 400 Landkreise ausgewertet als auch konkrete Beispiele aus der Praxis untersucht. Über die Sächsische Energieagentur Die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH ist das unabhängige Beratungs-, Informations-, und Kompetenzzentrum zu den Themen erneuerbare Energien, zukunftsfähige Energieversorgung, Energieeffizienz und effiziente Mobilität. Gesellschafter sind der Freistaat Sachsen und die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). Sie dient als sachsenweite Anlaufstelle für alle handelnden Personen und Institutionen im Bereich Energie und Klimaschutz. Ansprechpartnerin: Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH Sarah Gerlach Telefon: 0351 4910-3165 E-Mail: sarah.gerlach@saena.de Pressekontakt: Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH Sylvia Hünlich Telefon: 0351 4910-3158 E-Mail: sylvia.huenlich@saena.de * Hinweis zur sprachlichen Gleichstellung Aus Gründen der besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit wird auf die Anwendung der geschlechtergerechten Sprache verzichtet. Personen- und Funktionsbezeichnungen gelten für alle Geschlechtsidentitäten
  • Sachsens Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow gratuliert der international renommierten Forscherin und Bioingenieurin Prof. Sahika Inal zur Alexander von Humboldt-Professur 2026. »Diese herausragende Auszeichnung, Deutschlands höchstdotierter internationaler Forschungspreis, würdigt ihre exzellente wissenschaftliche Arbeit und ihre internationale Führungsrolle im Bereich Bioelektronik in besonderem Maße«, schrieb Gemkow in einem Brief an sie. Die an der TU Dresden und dem Dresdner Leibniz-Institut für Polymerforschung (Leibniz-IPF) angesiedelte gemeinsame Berufung habe herausragende Bedeutung für den Wissenschaftsstandort Sachsen. »Wir gewinnen eine international renommierte Wissenschaftlerin, deren interdisziplinäre Forschung an der Schnittstelle von Materialwissenschaft, Biologie und Elektronik wegweisende Impulse verspricht.« Die Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt, Dorothee Bär, und der Präsident der Alexander von Humboldt-Stiftung, Robert Schlögl, verliehen am Dienstagabend in Berlin insgesamt sieben Humboldt-Professuren. Die aus der Türkei stammende Wissenschaftlerin Prof. Inal forschte zuletzt an der King Abdullah University of Science and Technology in Saudi-Arabien und folgt zum 1. Januar 2027 dem Ruf nach Dresden. Die Humboldt-Professur ist mit bis zu fünf Millionen Euro der höchstdotierte deutsche Forschungspreis und weltweit begehrt. Ziel der vom Bundesministerium finanzierten und im wettbewerblichen Verfahren von der Humboldt-Stiftung vergebenen Auszeichnung ist, die besten Forscherinnen und Forscher weltweit für eine Tätigkeit in Deutschland zu gewinnen.
  • In Liebersee, einem Ortsteil der Stadt Belgern-Schildau wird Kies abgebaut. Bevor der Tagebau ein neues Abbaufeld erschließen wird, untersuchte das Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA) von Anfang Dezember 2025 bis Mitte April 2026 die zukünftige Abbaufläche. Liebersee liegt am linken Rand des sächsischen Elbtals zwischen Riesa und Torgau. Diese Region ist aufgrund günstiger naturräumlicher Voraussetzungen schon seit Jahrtausenden ein bevorzugtes Siedelgebiet, so dass es sich hier um eine sehr dichte archäologische Fundlandschaft mit zahlreichen bekannten Fundplätzen handelt. Auch in der unmittelbaren Umgebung des Kieswerkes sind mehrere Fundstellen bekannt. Aus diesem Grund musste die geplante Abbaufläche im Vorfeld ausgegraben werden, denn der Kies- und Sandabbau würde die archäologischen Spuren im Boden unwiederbringlich zerstören. Bei den Ausgrabungen der rund 3200m² großen Fläche wurden die Reste einer Siedlung aus dem 3. bis 5. Jahrhundert nach Christus gefunden. Dieser Zeitraum umfasst die jüngere Römische Kaiserzeit und frühe Völkerwanderungszeit. Unter den zahlreichen Befunden wie Gruben und Pfostenlöchern, also den Strukturen im anstehenden Boden, die durch Eingriffe der Menschen entstanden sind, können mindestens vier mehrschiffige Langhäuser in Pfostenbauweise und drei Grubenhäuser identifiziert werden. Während die bis zu 20 Meter langen und fünf Meter breiten Langhäuser als Wohn-/Stallhäuser genutzt wurden, dienten die in den Boden eingetieften kleinen Grubenhäuser mit einer Grundfläche zwischen sieben und zwölf m² als Wirtschafts- und Lagerhäuser. In einem Grubenhaus fanden sich deutliche Hinweise auf Textilverarbeitung. 30 flachrunde Webgewichte aus Ton zeigen, dass hier Stoffe mit einem Webrahmen hergestellt worden sind. Die Webgewichte spannten die senkrecht nach unten hängenden Kettfäden am Webrahmen, durch die dann die Schussfäden geführt wurden. In der Römischen Kaiserzeit wurden vorwiegend gewebte Textilien aus Schafswolle produziert. Außerdem fand sich ein Spinnwirtel aus Ton, mit dessen Hilfe an einer Spindel, die er beschwerte, Rohwolle zu Fäden versponnen werden konnte. Unter den Funden, überwiegend Scherben von Gebrauchskeramik, hebt sich besonders eine große, mit hellen Wellenbändern verzierte, dunkle, opake Glasperle ab. Diese Perlen finden sich zumeist als beigegebene Schmuckperlen in Frauengräbern. Form und Verzierung von Perlen dieser Art sind sehr langlebig Sie haben ihren zeitlichen Schwerpunkt im 4. und 5. Jahrhundert nach Christus. Da sich diese große Perle in einer Siedlungsgrube befand, ist eine Nutzung beispielsweise als Spinnwirtel nicht auszuschließen. Insgesamt wurden im Vorfeld des Kiestagebaus in Liebersee die Überreste einer ländlichen, sich selbst versorgenden Siedelgemeinschaft ausgegraben. Rötlicher Hütten- oder Brandlehm und verkohltes Getreide zeigen einerseits, dass die Gebäude mit Lehm verputzt waren und Vorratshaltung von Getreide betrieben wurde, aber auch, dass ein Brandereignis stattgefunden haben muss. Ob dies zur Aufgabe der Siedlung führte, können wir derzeit noch nicht mit Gewissheit sagen. Weitere Untersuchungen, wie beispielsweise die C-14-Datierung der botanischen Funde und der Holzkohle stehen noch aus.
  • Die Bundesregierung hat heute den Gesetzentwurf zur Sicherung der Stromversorgung und zur Bereitstellung von Kapazitäten (StromVKG) beschlossen. Damit wird eines der zentralen energiepolitischen Vorhaben der Energiewende adressiert. Ziel ist es, durch eine Kraftwerksstrategie und einen Kapazitätsmechanismus die Versorgungssicherheit mit Strom dauerhaft zu gewährleisten. In einer gemeinsamen Erklärung sprechen sich Sachsen und Sachsen-Anhalt für Anpassungen am vorgesehenen Ausschreibungsdesign aus. Ablehnung des »Südbonus« – Risiko für ungleiche Verteilung Die Bundesregierung plant, neue Gaskraftwerkskapazitäten räumlich zu verteilen: zwei Drittel im netztechnischen Süden, ein Drittel im Rest Deutschlands, zu dem der gesamte Osten gehört. Dieses Verhältnis soll zur Stabilisierung des Gesamtsystems beitragen. Der vorgesehene »Südbonus« in den Ausschreibungen wird von den Ländern jedoch kritisch gesehen. Mit dem damit verbundenen Ausschreibungsdesign ist nicht sichergestellt, dass die angestrebte Verteilung tatsächlich erreicht wird. Vielmehr besteht die Gefahr, dass deutlich mehr als zwei Drittel der Kapazitäten im Süden entstehen, während der Norden – zu dem auch potenzielle Kraftwerksstandorte in Sachsen zählen – (nur) unterproportional oder im schlimmsten Fall gar nicht berücksichtigt wird. Stattdessen fordern die Länder zwei separate Ausschreibungen: eine für die Kapazitätsmenge im netztechnischen Norden (ein Drittel) und eine für den netztechnischen Süden (zwei Drittel). Auf diese Weise ließe sich die gewünschte räumliche Verteilung zielgenau steuern, ohne in die Preisbildung einzugreifen. Energieminister Dirk Panter erklärt: »Die räumliche Verteilung der Kraftwerksstandorte muss sich an energiewirtschaftlichen und netztechnischen Anforderungen orientieren. Es ist unbestritten, dass im Süden zusätzliche Kapazitäten erforderlich sind, deshalb stellen wir diese Aufteilung auch gar nicht in Frage. Aber wir sehen die reale Gefahr, dass mit dem derzeit geplanten Verfahren weniger als ein Drittel der neuen Kapazitäten im netztechnischen Norden realisiert wird. Dies birgt erhebliche Risiken für die Systemsicherheit, insbesondere beim Wiederaufbau des Netzes nach großflächigen Störungen. Hierfür sind sogenannte schwarzstartfähige Kraftwerke unverzichtbar – Anlagen, die ihren Betrieb eigenständig und ohne externe Stromversorgung wieder aufnehmen können.« Auch außerhalb des netztechnischen Südens, insbesondere in Ostdeutschland (Lausitz und Mitteldeutsches Revier), spielen bestehende Kraftwerksstandorte eine zentrale Rolle für die Versorgungssicherheit – etwa beim Wiederaufbau nach Stromausfällen. Bestehende Kraftwerksstandorte verfügen zudem über bestehende Infrastruktur, qualifiziertes Personal und regionale Akzeptanz. Das senkt Kosten und unterstützt eine sozialverträgliche Energiewende. Dirk Panter weiter: »In Ostdeutschland haben die Kraftwerke im Lausitzer und im Mitteldeutschen Revier über Jahrzehnte zur Versorgungssicherheit beigetragen. Perspektivisch sollen hier moderne, treibhausgasneutral betreibbare Kraftwerke entstehen, die die Zukunftsfähigkeit der Regionen und ihrer Industriecluster sichern. Die bestehenden Standorte bieten dafür hervorragende Voraussetzungen – nicht zuletzt aufgrund der vorhandenen Infrastruktur sowie der Verfügbarkeit von Fachkräften und spezialisierten Dienstleistern.« Sachsen-Anhalts Energieminister Prof. Dr. Armin Willingmann erklärt: »Der heutige Kabinettsbeschluss des Bundes geht in die richtige Richtung, weist aber erhebliche Schönheitsfehler zu Lasten Ostdeutschlands auf. Wir kommen zwar jetzt der dringend notwendigen Ausschreibung von Kraftwerkskapazitäten nach jahrelanger Verzögerung nun endlich näher. Die Belange des Ostens finden sich im Gesetz aber faktisch nicht wieder, allen voran der Energiebedarf im mitteldeutschen Raum mit seinen energieintensiven und komplexen Industrieanlagen. Die Bundesregierung bevorzugt Süddeutschland und auch Nordrhein-Westfalen ganz erheblich, hat aber das Kraftwerk Schkopau offenkundig nicht auf dem Zettel. Moderne Industriestandorte wie das Mitteldeutsche Chemiedreieck sind aber ganz entschieden darauf angewiesen, dass in Schkopau wasserstofffähige Gas- und Dampfkraftwerkskapazitäten entstehen. Es geht hier um die Wettbewerbsfähigkeit ganzer Branchen und damit verbunden um viele Tausend Arbeitsplätze. Die Menschen im mitteldeutschen Raum haben ein Recht darauf, für ihre Industriestandorte und Kommunen mit einer sicheren Stromversorgung berücksichtigt zu werden. Deshalb halte ich die Aufteilung der Ausschreibung für geboten und werde dafür auch bei der Energieministerkonferenz in der kommenden Woche werben.« Wasserstofffähigkeit konkretisieren Die neuen Gaskraftwerke sollen als Ankerkunden der Wasserstoffwirtschaft dienen und perspektivisch auf Wasserstoff umgestellt werden können. Die Länder begrüßen, dass dieses Ziel im Gesetzentwurf aufgegriffen wird, sehen jedoch Nachbesserungsbedarf bei der konkreten Ausgestaltung. Erforderlich sind klare und praxisnahe Kriterien, die eine tatsächliche Umrüstbarkeit sicherstellen – nicht nur formale oder deklaratorische Vorgaben. Die Länder werden diese Positionen und Forderungen auch in die kommende Energieministerkonferenz vom 20. bis 22. Mai 2026 auf Norderney sowie in das kommende Gesetzgebungsverfahren einbringen.
  • Chemnitz Substanz in Schule freigesetzt - Ergänzungsmeldung Zeit: 12.05.2026, 10:10 Uhr polizeibekannt Ort: OT Gablenz (1393) Am gestrigen Vormittag kam es auf dem Gelände einer Schule in der Kreherstraße zum Einsatz von Feuerwehr, Rettungskräften und Polizei, nachdem in einem Sanitärbereich eine reizende Substanz versprüht worden war (siehe Medieninformation Nr. 174, Meldung 1381, vom 12. Mai 2026). Nach dem derzeitigen Kenntnisstand stehen mindestens zwei Schüler im Tatverdacht, CS-Gas versprüht zu haben. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um 15-Jährige (syrischer Staatsbürger und afghanischer Staatsbürger). Polizisten hatten auf dem Schulgelände ein leeres Reizstoffsprühgerät aufgefunden und sichergestellt. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand waren in Summe 55 Personen durch Augen- oder Atemwegsreizungen geschädigt worden. Davon wurden vor Ort 47 Personen, darunter zwei Lehrkräfte, medizinisch behandelt. Acht Schüler (12/w, 13/w, 13/w, 14/w, 14/w, 15/w, 15/w, 15/m) waren zudem zur weiteren Behandlung und Untersuchung in Krankenhäuser gebracht worden. Die Ermittlungen durch die Chemnitzer Kriminalpolizei wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung dauern nach wie vor an. (mg) Einbrecher in Ladengeschäft überrascht Zeit: 12.05.2026, 10:00 Uhr polizeibekannt Ort: OT Zentrum (1394) Am Dienstagmorgen verständigte eine Mitarbeiterin eines Ladengeschäfts in der Theaterstraße die Polizei. Zuvor hatte die Frau beim Betreten der Geschäftsräume zunächst Geräusche bemerkt und war anschließend in einem Büro auf eine unbekannte, dunkel gekleidete Person aufmerksam geworden, welche sich dort augenscheinlich unbefugt zu schaffen gemacht hatte. Die Frau verließ umgehend das Geschäft und wählte den Notruf. Alarmierte Beamte überprüften wenig später die Räumlichkeiten, konnten jedoch niemanden mehr feststellen. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand war der Täter über eine aufgehebelte Hintertür in das Geschäft eingebrochen, hatte nach Brauchbarem gesucht und ist mit Bargeld, einer Tasche und einem Laptop verschwunden. Es entstand ein Stehl- und Sachschaden von insgesamt knapp 2.000 Euro. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (mg) Mülltonnen angezündet Zeit: 13.05.2026, 00:25 Uhr polizeibekannt Ort: OT Hilbersdorf (1395) Vergangene Nacht haben Unbekannte im Hinterhof eines Mehrfamilienhauses an der Frankenberger Straße Unrat angezündet. In der Folge griffen die Flammen auf mehrere Mülltonnen über. Die Kameraden der Feuerwehr löschten den Brand. Ein Übergreifen des Feuers auf das Wohnhaus konnte verhindert werden, obgleich durch die Hitzeentwicklung zwei Fenster des Hauses in Mitleidenschaft gezogen wurden. Verletzt wurde niemand. Es entstand ein brandbedingter Gesamtsachschaden von schätzungsweise mehreren tausend Euro. Die Polizei ermittelt wegen Brandstiftung. (mg) Zwei Schwerverletzte bei Kollision Zeit: 12.05.2026, 17:40 Uhr Ort: OT Schloßchemnitz (1396) Die Lohrstraße aus Richtung Wilhelm-Külz-Platz in Richtung Further Straße befuhr am Dienstag der 42-jährige Fahrer eines Mercedes-Kleintransporters. Als er die bevorrechtigte Blankenauer Straße kreuzte, kam es zur Kollision mit einem dort von links aus Richtung Zöllnerplatz kommenden Simson-Moped. Bei dem Unfall erlitten sowohl der Kleintransporter-Fahrer als auch der Mopedfahrer (16) schwere Verletzungen. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 6.000 Euro. (Kg) Landkreis Mittelsachsen Graffiti gesprüht Zeit: 11.05.2026, 21:00 Uhr bis 12.05.2026, 07:40 Uhr Ort: Döbeln (1397) Auf dem Dach eines Einkaufsmarktes in der Harthaer Straße haben Unbekannte Graffiti an die Gebäudefassade gesprüht. Auf einer Fläche von insgesamt schätzungsweise 16 Quadratmetern brachten die Täter Buchstaben- und Zahlenkombinationen an. Die Kosten zur Beseitigung der Schmierereien wurden mit mehreren tausend Euro angegeben. (ds) Fußgängerampel beschädigt - Zeugengesuch Zeit: 12.05.2026, 09:50 Uhr polizeibekannt Ort: Mittweida (1398) In den zurückliegenden Tagen haben Unbekannte in der Tzschirnerstraße den Taster an einer Fußgängerampel beschädigt, was einen Ausfall der Anlage zur Folge hatte. Angaben zur Höhe des entstandenen Sachschadens sind derzeit nicht bekannt. Der Kriminaldienst des Polizeireviers Mittweida hat die Ermittlungen wegen gemeinschädlicher Sachbeschädigung aufgenommen. Zeugen, insbesondere Verkehrsteilnehmer oder Anwohner, die Beobachtungen im Zusammenhang mit der Sachbeschädigung gemacht haben, werden gebeten, sich mit sachdienlichen Hinweisen unter der Telefonnummer 03727 980-0 im Polizeirevier Mittweida zu melden. (mg) Entgegenkommende kollidierten Zeit: 12.05.2026, 19:05 Uhr Ort: Lichtenberg (1399) Am Dienstagabend befuhr die 21-jährige Fahrerin eines Pkw Suzuki die Muldaer Straße (S 209) aus Richtung Mulda in Richtung Lichtenberg. Im Bereich einer Kurve kam der Suzuki aus bisher unbekannter Ursache nach rechts von der Fahrbahn ab, geriet dann nach links auf die Gegenfahrbahn und kollidierte mit einem entgegenkommenden Pkw VW (Fahrer: 50). Bei dem Unfall wurden nach dem derzeitigen Kenntnisstand die Suzuki-Fahrerin schwer, der VW-Fahrer und die Beifahrerin (40) des VW leicht verletzt. Es entstand Sachschaden in derzeit der Stabsstelle Kommunikation unbekannter Höhe. (Kg) Erzgebirgskreis Mutmaßlichen Brandstifter festgenommen Zeit: 13.05.2026, 00:50 Uhr polizeibekannt Ort: Olbernhau (1400) Feuerwehr und Polizei kamen vergangene Nacht in der Berggasse zum Einsatz. In der Wohnung einer Frau (49) war randaliert und ein Brand gelegt worden. Die Mieterin war zu dem Zeitpunkt nicht anwesend. Eine Nachbarin bemerkte den Brand und sah noch den mutmaßlichen Täter weggehen. Alle Bewohner konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. Die betroffene Wohnung wurde stark beschädigt und ist gegenwärtig nicht mehr bewohnbar. Es entstand Sachschaden in Höhe von mehreren zehntausend Euro. Alle anderen Mieter konnten in ihre Wohnungen zurückkehren. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen schwerer Brandstiftung aufgenommen und leitete Fahndungsmaßnahmen nach dem mutmaßlichen Täter (31/deutsch) ein. Dieser konnte am Morgen in Olbernhau ausfindig gemacht und vorläufig festgenommen werden. (ds) Richtigen Riecher bewiesen - Diebstahlsdelikte aufgeklärt Zeit: 12.05.2026, 12:15 Uhr Ort: Annaberg-Buchholz (1401) Beamte der GFG Chemnitz (Gemeinsame Fahndungsgruppe der Landes- und Bundespolizei) kontrollierten mittags auf einem Fahrradweg an der B 95 einen Fahrradfahrer. Der 29-jährige Mann (tschechisch) war in Richtung Bärenstein mit einem augenscheinlich neuwertigen Mountainbike der Marke Einhell unterwegs. Außerdem hatte er neuwertige Waren, wie unter anderem mehrere Päckchen Batterien, dabei. Für all dies konnte der Mann keinen Eigentumsnachweis erbringen. Bei der weiteren Überprüfung stellte sich heraus, dass es sich um gestohlene Waren handelte. Der 29-Jährige steht im Verdacht, das Fahrrad im Wert von einigen hundert Euro, welches an einem Zaun in der Adam-Ries Straße angeschlossen gewesen war, entwendet zu haben. Des Weiteren hatte er am selben Tag mutmaßlich in einem Geschäft in der Großen Kirchgasse sowie in drei Einkaufsmärkten im Gewerbering unbemerkt Ladendiebstähle begangen – Stehlschaden insgesamt ca. 180 Euro. Das Diebesgut wurde sichergestellt. Auf Weisung der Staatsanwaltschaft wurde der Tatverdächtige entlassen. Die Ermittlungen gegen ihn laufen indes fort. (ds) Kollision an Einmündung Zeit: 12.05.2026, 16:40 Uhr Ort: Königswalde (1402) Im Einmündungsbereich Unterer Gutsweg/Neue Gasse kollidierte am Dienstagnachmittag die 20-jährige Fahrerin eines Pkw Smart mit einem bevorrechtigten Pkw Audi, wobei Sachschaden in Höhe von insgesamt etwa 13.000 Euro entstand. Die Audi-Fahrerin (35) erlitt bei dem Unfall nach dem derzeitigen Kenntnisstand leichte Verletzungen. (Kg) Rauch im Treppenhaus Zeit: 13.05.2026, 03:45 Uhr polizeibekannt Ort: Schwarzenberg (1403) Im Treppenhaus eines Mehrfamilienhauses in der Straße der Einheit war es in der Nacht zu einem Schwelbrand ausgehend von einer Fußmatte gekommen, woraufhin Feuerwehr und Polizei zum Einsatz kamen. Nach dem Löscheinsatz und Lüften des Treppenhauses konnten die Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren. Verletzt wurde niemand. Der Sachschaden wurde vorläufig mit ca. 50 Euro beziffert. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (ds) Fahrradfahrer fuhr nach Unfall davon - Zeugen gesucht Zeit: 02.05.2026, 10:25 Uhr Ort: Grünhain-Beierfeld, OT Grünhain (1404) An dem genannten Samstag ereignete sich im Bereich Zwönitzer Straße/Schwarzenberger Straße ein Verkehrsunfall, bei dem ein bisher unbekannter Fahrradfahrer mit einem Pkw Skoda kollidierte und danach davonfuhr. Die Polizei sucht Zeugen zu diesem Geschehen. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand befuhren der 47-jährige Fahrer eines Pkw Skoda und eine dreiköpfige Fahrradgruppe die Zwönitzer Straße aus Richtung Zwönitz in Richtung Grünhain. Als der Skoda nach links in die Schwarzenberger Straße abbog, kollidierte ein Fahrradfahrer der Gruppe mit dem Pkw. Infolgedessen stürzte der Fahrradfahrer und erlitt augenscheinlich leichte Verletzungen, fuhr im weiteren Verlauf jedoch davon. Am Skoda entstand Sachschaden in Höhe von etwa 500 Euro. Der unbekannte unfallbeteiligte Fahrradfahrer trug zur Unfallzeit ein türkises Rennradoutfit sowie einen Helm und eine verspiegelte Sonnenbrille. Einer seiner beiden Mitfahrer trug ein gold-braunes Rennradoutfit. Bei den Fahrrädern soll es sich um Rennräder handeln. Wer kann Angaben zum Geschehen, dem Unfallhergang und/oder dem unbekannten Fahrradfahrer machen? Insbesondere wird auch eine ältere Frau gesucht, die sich zum Unfallzeitpunkt auf dem Gehweg befand und aktiv an der Gesprächsführung zwischen den Unfallbeteiligten teilnahm. Weiterhin werden die beiden Mitfahrer der Fahrradgruppe als auch weitere Unbeteiligte gebeten, sich als Zeugen bei der Polizei zu melden. Unter Telefon 03771 12-0 werden Hinweise im Polizeirevier Aue entgegengenommen. (Kg)