Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Verantwortlich: Kai Siebenäuger 12. Update - Haus in Görlitz eingestürzt Görlitz, James-von-Moltke-Straße 18.05.2026, 17:30 Uhr Am Montagnachmittag ist ein Mehrfamilienhaus an der James-von-Molke-Straße in Görlitz eingestürzt. Die Ermittlungen zur Ursache dauern weiter an. Aufgrund dessen kommt es weiterhin zu erheblichen Verkehrseinschränkungen rund um die Einsatzstelle. Auch das anstehende Pfingstwochenende wird davon betroffen sein. Reisenden in Richtung Polen werden weiterhin Ausweichstrecken über Radmeritz, Hagenwerder und Ludwigsdorf empfohlen. Am Freitag lädt die Stadtverwaltung Medienschaffende zu einer weiteren Pressekonferenz mit der Einsatzleitung, den Vertretern der Rettungskräfte sowie der Polizei ein (Freitag, 22. Mai 2026, 09:00 Uhr, Jägerkaserne, Hugo-Keller-Str. 14, Görlitz, Raum 350, 3. Etage). Weitere Details und Medieninformationen der Stadtverwaltung Görlitz entnehmen Sie bitte dem nachfolgenden Link: https://www.goerlitz.de/news/detail/2454-Haus-in-Goerlitz-eingestuerzt-Stand-der-Rettungsarbeiten Die Stadtwerke treffen Vorkehrungen für eine schnellere Wiederversorgung und informieren unter nachfolgendem Link: https://www.stadtwerke-goerlitz.de/aktuelles/stadtwerke-goerlitz-treffen-vorkehrungen-fuer-eine-schnellere-wiederversorgung Die am Ereignisort eingerichtete Mediensammelstelle beendet hiermit ihren Wirkungsbetrieb. Unabhängig davon sind wir weiterhin im Sachzusammenhang unter 0173 961 86 41 für Medienschaffende erreichbar. Im Anhang stellen wir Ihnen ein weiteres Bild von der aktuellen Situation an der Einsatzstelle vom heutigen Tage zur Verfügung. Anlage: Bilder der Einsatzstelle am 21. Mai 2026
  • Verantwortlich: Kai Siebenäuger 11. Update - Haus in Görlitz eingestürzt Görlitz, James-von-Moltke-Straße 18.05.2026, 17:30 Uhr Am Montagnachmittag ist ein Mehrfamilienhaus an der James-von-Molke-Straße in Görlitz eingestürzt. Die Ermittlungen zur Ursache sowie die Rettungs- und insbesondere die Suchmaßnahmen nach den vermissten Personen dauern weiter an. Gegen 17:00 Uhr wurden die Suchmaßnahmen erneut unterbrochen, da die Einsatzkräfte unter dem Schüttgut einen menschlichen Körper fanden. Der eingesetzte Notarzt konnte lediglich den Tod feststellen. Nachdem Beamte der Kriminalpolizei sowie der Kriminaltechnik Spuren gesichert haben, konnte die Leiche aus den Trümmern geborgen werden. Bei dem Verstorbenen handelt es sich mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit um den vermissten 48-Jährigen mit deutsch-bulgarischer Staatsangehörigkeit. Die zweifelsfreie Identifizierung des Mannes steht momentan noch aus. Die Polizei informierte die Angehörigen über die Geschehnisse. Die weitere Spurensuche soll Aufschluss über die Ursache des Einsturzes geben. Die Kriminalpolizei ermittelt in alle Richtungen. Die Beräumung der Einsatzstelle und den damit Verbundenen Einschränkungen dauern weiterhin an.
  • Sachsens Verkehrsministerin Regina Kraushaar hat heute im Deutschen Bundestag zur Neubaustrecke Dresden-Prag gesprochen. Die Staatsministerin warb im Plenum dafür, nach der Befassung rasch die haushälterischen Voraussetzungen für die nächste Planungsphase zu schaffen und das anstehende EU-Förderfenster zu nutzen. In ihrem Redebeitrag brachte die Staatsministerin Folgendes vor – es gilt das gesprochene Wort: »Sehr geehrte Frau Präsidentin, meine sehr geehrten Damen und Herren Abgeordnete, ich danke Ihnen für die Gelegenheit, als Verkehrsministerin des Freistaates Sachsen zu Ihnen zu sprechen. Ich spreche zu Ihnen auch als eine, die im oberen Elbtal, mit der Bahnstrecke nach Tschechien aufgewachsen ist. Ich habe sehr konkret erlebt, was Verbindungen zum Nachbarn Tschechien bedeuten und auch, woran diese Strecke seit Jahrzehnten leidet: zu eng ist das Elbtal, zu viele Züge zwängen sich hindurch, zu laut ist dort der Bahnverkehr. Die Neubaustrecke Dresden-Prag darf ich seit vielen Jahren auch beruflich begleiten. Als Präsidentin der Landesdirektion Sachsen – also der Behörde, die im Freistaat für große Infrastruktur- und Genehmigungsverfahren zuständig ist – habe ich das Raumordnungsverfahren und die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung nach außen vertreten. Mehr als 5.000 Stellungnahmen wurden ausgewertet. Von Kommunen, Bürgerinitiativen, Feuerwehren, Planern und Behörden auf deutscher und tschechischer Seite. Jetzt liegt das Heft des Handelns in Ihrer Hand, sehr geehrte Abgeordnete. Lassen Sie es mich deutlich sagen: Die Strecke verkörpert längst mehr als pure Infrastruktur. Sie verkörpert auch die Erwartung an politische Zuverlässigkeit. Warum sage ich das? Die Menschen in Sachsen und Tschechien wollen nach Ankündigungen, Prüfungen und Diskussionen nun greifbare Fortschritte, weil sie sonst nicht mehr sicher sind, dass unser Staat große Vorhaben überhaupt noch umsetzen kann. Denn die Neubaustrecke Dresden–Prag ist kein Regionalprojekt Sachsens. Mitten in Europa klafft bis heute eine infrastrukturelle Engstelle, die einen europäischen Lückenschluss braucht. Die EU-Korridor-Koordinatorin Margarida Marques hat bei ihrem Besuch in Dresden ausdrücklich betont, welche strategische Bedeutung diese Verbindung für das transeuropäische Verkehrsnetz hat. Und gerade in einer Zeit, in der wir in Europa – und in Deutschland – widerstandsfähiger werden müssen, dürfen wir zentrale Verkehrsachsen nicht weiter aufschieben. Ich stehe in der Verantwortung bei unseren Sächsinnen und Sachsen, bei diesem Projekt nicht nachzulassen und hartnäckig zu sein. Nicht aus Rechthaberei, sondern weil ich überzeugt bin, dass wir bei solchen Zukunftsprojekten wach und wachsam bleiben müssen. Damit wir zeigen können, dass politische Versprechen ernst gemeint sind: Regionen wachsen zusammen, Infrastruktur taugt dazu, den Menschen und der Wirtschaft zu dienen – und nicht zuletzt gerät Sachsen bei der Schiene eben nicht aufs infrastrukturelle Abstellgleis Europas. Vor wenigen Tagen habe ich den neuen tschechischen Verkehrsminister Ivan Bednárik getroffen. Unsere tschechischen Partner erwarten Verlässlichkeit. Zu Recht. Denn diese Strecke ist ein gemeinsames europäisches Versprechen – an unsere Bürgerinnen und Bürger, an unsere Nachbarn, an Europa. Unsere Partner sind bereit – und die EU-Förderung ist in Reichweite. Wer in Schieneninfrastruktur investiert, investiert viel, sehr viel Geld. Nachhaltig. Für mehrere Generationen. Und wenn wir nicht handeln, zahlen wir ebenfalls hohe Preise: Für Verlorenes Vertrauen und vertane Zeit. Daher bitte ich Sie: Fassen Sie den Plenarbeschluss. Sorgen Sie dafür, dass die nächsten Schritte unmittelbar folgen – Haushaltseinstellung, Staatsvertrag, Start der neuen Planungsphase. Geben Sie diesem Projekt die Verlässlichkeit und das Tempo, das es braucht – gegenüber unseren tschechischen Partnern, gegenüber der Europäischen Union, und gegenüber den Menschen im Elbtal, die seit vielen Jahren warten.« Hintergrund Die Befassung im Plenum ist ein wichtiger Schritt im parlamentarischen Verfahren zur Neubaustrecke Dresden–Prag. Der Bundestag beschäftigt sich damit offiziell mit den Ergebnissen der Vorplanung und kann das Vorhaben politisch für die nächsten Planungsschritte freigeben. Das ist aber noch keine Bauentscheidung und auch noch keine automatische Finanzierungszusage. Entscheidend ist, dass nach der Befassung zügig die haushälterischen Voraussetzungen geschaffen werden, damit die nächsten Planungsleistungen beauftragt werden können. Ein positives Votum stärkt außerdem die Grundlage für die weitere Abstimmung mit Tschechien, einschließlich des Staatsvertrags, und verbessert die Ausgangslage, um im nächsten EU-Förderfenster Mittel für grenzüberschreitende Schienenprojekte einwerben zu können.
  • Chemnitz Großkontrolle zur Drogenerkennung im Straßenverkehr Zeit: 21.05.2026, 12:00 Uhr bis 18:00 Uhr Ort: OT Kappel (1492) Im heutigen Tagesverlauf führte die Verkehrspolizeiinspektion Chemnitz eine großangelegte Verkehrskontrolle im Bereich der Chemnitzer Messe durch. Dafür wurde insbesondere der stadtauswärtige Verkehr auf der Neefestraße genauer in Augenschein genommen. Im Fokus der Einsatzkräfte standen die Drogenerkennung im Straßenverkehr und somit Feststellungen von Fahrzeugführern, die unter dem Einfluss berauschender Mittel standen. Der Kontrolle vorausgegangen war eine zweitätige Schulung der Einsatzkräfte, die im täglichen Dienst üblicherweise derartige Verstöße mittels Drogenschnelltests erkennen. Während der Schulung bekamen sie weiteres Wissen zum Erkennen von Drogeneinfluss im Straßenverkehr vermittelt. Denn auch durch eine Interaktion mit den Fahrzeugführern und gezielte Verhaltenstests lassen sich Anzeichen einer Fahruntüchtigkeit detektieren – die sogenannte qualifizierte Fahrtüchtigkeitsprüfung. Die Kontrollteams schauten sich insgesamt 385 Fahrzeuge genauer an und überprüften 438 Personen. Dabei stellten die Einsatzkräfte sieben Straftaten sowie 18 Ordnungswidrigkeiten fest. Im Konkreten handelte es sich um folgende Delikte und Verstöße: – 6x Fahren unter Einfluss von Betäubungsmitteln – 2x Fahren ohne Fahrerlaubnis – 2x Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz – 3x Trunkenheit im Verkehr (u.a. rund 1,9 Promille im Alkoholvortest festgestellt) – 1x Verstoß gegen das Sprengstoffgesetz – 4x Erlöschen der Betriebserlaubnis aufgrund nicht mehr vorschriftsmäßiger Fahrzeuge – 7x sonstige Verstöße im Straßenverkehr In Summe waren heute rund 70 Beamte der Polizeidirektion Chemnitz in die Großkontrolle involviert. Sie wurden des Weiteren durch einige Einsatzkräfte der Polizeidirektionen Leipzig sowie der sächsischen Bereitschaftspolizei unterstützt. (Ry)
  • Verantwortlich: Julia Szagunn 10. Update - Haus in Görlitz eingestürzt Görlitz, James-von-Moltke-Straße 18.05.2026, 17:30 Uhr Am Montagnachmittag ist ein Mehrfamilienhaus an der James-von-Molke-Straße in Görlitz eingestürzt. Die Ermittlungen zur Ursache sowie die Rettungs- und insbesondere die Suchmaßnahmen nach den vermissten Personen dauern weiter an. Nach der Bergung des ersten Leichnams wurden die Suche fortgesetzt. Gegen 14:00 Uhr fanden die Einsatzkräfte eine weitere verschüttete Person. Die Suchmaßnahmen wurden daraufhin unterbrochen. Ein hinzugezogener Notarzt konnte nur noch den Tod feststellen. Nachdem weitere Trümmerteile um die Person herum beräumt wurden, konnte diese geborgen werden. Die Kriminalpolizei sowie Kriminaltechniker kamen erneut zum Einsatz und sicherten Spuren. Die Beamten konnten die aufgefundene Person als die 26-jährige vermisste rumänische Staatsangehörige identifizieren. Seelsorger setzten gemeinsam mit dem Oberbürgermeister Octavian Ursu und dem Polizeiführer die Angehörigen über die Geschehnisse in Kenntnis. Die Suchmaßnahmen wurden zeitgleich mit der Beendigung der Bergung der Verstorbenen wieder aufgenommen, um auch die dritte Person auffinden zu können.