Neues aus Sachsen
Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
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Freie Bahn für Fische im Schullwitzbach
Die Landesdirektion Sachsen hat der Landeshauptstadt Dresden für die Umgestaltung der Fischaufstiegsanlage im Schullwitzbach rund 202.000 Euro bewilligt. Der Freistaat Sachsen übernimmt 95 Prozent der geplanten Gesamtbaukosten von rund 212.000 Euro. Die Bauarbeiten sollen bis Ende 2026 abgeschlossen sein. Das Projekt umfasst die Errichtung einer Rampe mit Fischaufstieg, den Rückbau der kaputten Anlage sowie die Umgestaltung des Zulaufs in den Eschdorfer Teich. »Ziel ist es, dass die Fische den Schullwitzbach wieder besser durchwandern können«, erklärte Béla Bélafi, Präsident der Landesdirektion Sachsen und ergänzte: »Wir machen den Weg frei für einen Bach ohne Hindernisse. Das hilft, die heimische Tierwelt zu schützen.« Die Fischaufstiegsanlage befindet sich im Ortsteil Dresden-Eschdorf zwischen dem Grundstück Pirnaer Str. 64 und dem Eschdorfer Teich und erstreckt sich auf einen ca. 55 m langen Abschnitt des Schullwitzbachs. Der Schullwitzbach ist am Standort durch einen ein Meter hohen Sohlabsturz unterbrochen. Am linken Ufer zweigt der Zulaufgraben zum Eschdorfer Teich ab. Neben dem Bach gibt es bereits eine Fischaufstiegsanlage. Sie funktioniert jedoch nicht mehr. Mit dem Umbau erhält der Bach an dieser Stelle eine durchgängige Verbindung. Die Maßnahme wird durch den Freistaat Sachsen nach der Förderrichtlinie Gewässer/Hochwasserschutz 2024 gefördert. -
Drei Verletzte bei Unfall | Geld gestohlen | Mutmaßlicher Ladendieb kam in JVA
Autoren: Lukas Reumund (lr) und Uwe Hofmann (uh) Landeshauptstadt Dresden Drei Verletzte bei Unfall – Fahrer unter Drogeneinfluss Zeit: 28.10.2026, 23:00 Uhr Ort: Dresden-Mobschatz Ein Opel Astra (Fahrer 18) ist auf dem Kirchenweg auf das Dach gekippt. Zwei Frauen (16, 21) im Opel erlitten schwere und ein Mann (22) leichte Verletzungen. Der 18-Jährige fuhr mit dem Opel in Richtung Merbitz, als er in einer Rechtskurve nach links von der Fahrbahn abkam. Daraufhin streifte das Auto einen Baum, prallte zurück auf die Fahrbahn und kippte um. Dabei entstand Sachschaden von rund 20.500 Euro. Ein Drogenschnelltest reagierte positiv auf Cannabis und Amphetamine beim 18-Jährigen. Polizisten veranlassten daher eine Blutentnahme bei dem Deutschen. Sie ermitteln wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs gegen ihn. (uh) Frontalkollision in der Dresdner Heide Zeit: 28.10.2026, 15:35 Uhr Ort: Dresden-Dresdner Heide Auf der Radeberger Landstraße sind ein Citroen C3 (Fahrerin 28) und ein Seat Alhambra (Fahrer 49) frontal zusammengestoßen. Beide Fahrer wurden schwer verletzt. Die 28-Jährige war stadtauswärts unterwegs. Kurz vor der Einmündung der Ullersdorf-Langebrücker Straße geriet der Citroen in den Gegenverkehr und stieß mit dem Seat zusammen. Es entstand Sachschaden in Höhe von rund 30.000 Euro. (uh) Radfahrerin verletzt Zeit: 28.10.2026, 08:40 Uhr Ort: Dresden-Löbtau An der Einmündung Oederaner Straße/Nossener Brücke ist am Mittwoch eine Fahrradfahrerin (46) verletzt worden. Die 46-Jährige fuhr auf dem gemeinsamen Fuß- und Radweg auf der Nossener Brücke in Richtung Löbtau. Als sie über die Einmündung der Oederaner Straße fuhr, wurde sie von einem Cupra erfasst, dessen Fahrerin (38) von der Oederaner Straße nach rechts auf die Nossener Brücke abbiegen wollte. Die Radfahrerin stürzte und wurde leicht verletzt. Es entstand ein Schaden in Höhe von etwa 1.000 Euro. (lr) Kabel gestohlen Zeit: 26.10.2026 bis 28.10.2026, 07:30 Uhr Ort: Dresden-Wilschdorf Unbekannte sind in den vergangenen Tagen in eine Baustelle an der Waldhofstraße sowie eine Baustelle an der Wilschdorfer Landstraße eingebrochen. Die Täter beschädigten an der Waldhofstraße den Bauzaun und entfernten auf unbekannte Weise Vorhängeschlösser von Baucontainern. Aus diesen stahlen sie unter anderem eine Kabelpresse und über 150 Meter Kabel. Der Wert des Diebesguts wurde mit etwa 40.000 Euro angegeben. Abschließende Angaben zu gestohlenen Gegenständen liegen noch nicht vor. An der Wilschdorfer Landstraße brachen Unbekannte in der Nacht zu Mittwoch einen Stromkasten auf, durchtrennten ein Starkstromkabel zu einem Bauwagen und stahlen dieses. Zudem brachen sie das Schloss eines Baucontainers auf, es gelang ihnen jedoch nicht ins Innere zu gelangen. Der Schaden beläuft sich auf rund 400 Euro. (lr) Vermisster wieder da Der vermisste 15-Jährige aus Dresden-Trachenberge ist wieder da (siehe Öffentlichkeitsfahndung Nr. 44/26 vom 28. Oktober 2026). Er kehrte selbstständig in seine Unterkunft zurück. Ein Straftatverdacht in Verbindung mit dem Verschwinden liegt nicht vor. (lr) Landkreis Meißen Fußgängerin angefahren Zeit: 28.10.2026, 10:25 Uhr Ort: Riesa Auf dem Rathausplatz ist am Mittwoch eine Frau (76) bei einem Unfall leicht verletzt worden. Die 76-Jährige lief vom Rathausplatz in Richtung Hauptstraße über die Straße. Dabei wurde sie von einem Hyundai angefahren, dessen Fahrer (38) auf dem Rathausplatz in Richtung Schloßstraße fuhr. Die Fußgängerin musste in ein Krankenhaus gebracht werden. (lr) Geld gestohlen Zeit: 27.10.2026, 16:15 Uhr bis 28.10.2026, 11:30 Uhr Ort: Radebeul Aus einer Praxis in Altkötzschenbroda haben Unbekannte Geld gestohlen. Die Täter gelangten auf unbekannte Weise in die Räumlichkeiten und öffneten einen Schrank. Aus einer Geldkassette, die im Schrank stand, stahlen sie einen dreistelligen Bargeldbetrag. Sachschaden entstand augenscheinlich nicht. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (lr) Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Mutmaßlicher Ladendieb kam in JVA Zeit: 28.10.2026, 12:45 Uhr Ort: Altenberg Polizisten des Reviers Freital-Dippoldiswalde haben einen mutmaßlichen Ladendieb (42) in eine Justizvollzugsanstalt (JVA) gebracht. Der 42-Jährige legte sich in einem Markt an der Max-Niklas-Straße Waren in den Einkaufswagen. Anschließend passierte er die Kassen ohne zu bezahlen und lief aus dem Geschäft, konnte aber von einem Sicherheitsmann gestellt und bis zum Eintreffen der alarmierten Polizisten festgehalten werden. Der 42-jährige Deutsche erhielt eine entsprechende Anzeige. Zudem stellten die Beamten fest, dass gegen ihn ein Haftbefehl vorlag. Daher brachten sie den Mann in eine JVA. (uh) Dacia erfasste Radfahrer Zeit: 28.10.2026, 14:25 Uhr Ort: Pirna-Zehista Ein Dacia Dokker (Fahrerin 67) hat einen Radfahrer (47) im Kreisverkehr Zehistaer Straße/Rottwerndorfer Straße erfasst. Die 67-Jährige fuhr von der Zehistaer Straße in den Kreisverkehr und stieß dort mit dem Radfahrer zusammen. Der 47-Jährige stürzte und wurde verletzt. Der Sachschaden beträgt rund 400 Euro. (uh) Traktorteile gestohlen Zeit: 24.10.2026, 10:00 Uhr bis 28.10.2026, 08:00 Uhr Ort: Stolpen, OT Langenwolmsdorf Unbekannte sind in den vergangenen Tagen in eine Scheune an der Hauptstraße eingebrochen. Die Täter gelangten auf bislang unbekannte Weise in das Gebäude. Sie bauten Kotflügel sowie Lichtmaschine eines Traktors ab und stahlen diese. Zudem entwendeten sie einen Kanister mit rund 25 Liter Diesel. Der Wert des Diebesguts beträgt etwa 500 Euro. (lr) -
Kulturministerin Barbara Klepsch nimmt an der Eröffnung der Sonderausstellung »BOOMTOWN« in Annaberg-Buchholz teil
Sachsens Kultur- und Tourismusministerin Barbara Klepsch nimmt morgen (Freitag, 30. Oktober 2026) an der feierlichen Eröffnung der Sonderausstellung »BOOMTOWN. Jüdische Unternehmen in der Posamentenindustrie in Annaberg und Buchholz« im Erzgebirgsmuseum Annaberg-Buchholz teil. Die Ausstellung beleuchtet den bedeutenden Beitrag jüdischer Unternehmer zum wirtschaftlichen Aufschwung von Annaberg und Buchholz im 19. und frühen 20. Jahrhundert. Sie ist Teil von »TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« und vom 31. Oktober 2026 bis zum 17. Oktober 2027 zu sehen. Kulturministerin Barbara Klepsch betont anlässlich der Eröffnung: »Mit unserem Jahr der jüdischen Kultur wollen wir jüdische Geschichte und Kultur im gesamten Freistaat sichtbar machen – gerade auch abseits der großen Städte. Die Ausstellung ‚BOOMTOWN‘ zeigt eindrucksvoll, wie das gelingen kann. Sie rückt die Leistungen jüdischer Unternehmer wieder ins öffentliche Bewusstsein, die für die Entwicklung von Annaberg und Buchholz von entscheidender Bedeutung waren. Dass sich die Städtischen Museen mit so großem Engagement diesem heute öffentlich kaum bekannten Kapitel der Stadtgeschichte widmen, ist ein wunderbarer Beitrag zu unserem Themenjahr.« Die Ausstellung zeigt, wie jüdische Unternehmer mit ihren weltweiten Handelsbeziehungen maßgeblich dazu beitrugen, Annaberg und Buchholz zu international bedeutenden Standorten der Posamentenindustrie zu entwickeln. Sie ist das Ergebnis eines umfangreichen Forschungs- und Vermittlungsprojektes der Städtischen Museen Annaberg-Buchholz, das bereits 2025 begonnen hat. Neben der Ausstellung umfasst das Projekt unter anderem Stadtführungen, Vorträge, Workshops und Angebote für Schülerinnen und Schüler. Als besondere Gäste nehmen an der Eröffnung auch Nachfahren ehemaliger jüdischer Posamentenunternehmer teil, die eigens aus Ecuador, den USA und Großbritannien angereist sind. Viele von ihnen besuchen die Heimat ihrer Vorfahren zum ersten Mal. Das Projekt wurde durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen im Rahmen des Förderprogramms »Jüdisches Leben in Kunst und Kultur« mit insgesamt 17.000 Euro in den Jahren 2025 und 2026 unterstützt. Hintergrund: Mit »TACHELES – Jahr der jüdischen Kultur in Sachsen 2026« rückt der Freistaat die Vielfalt jüdischer Geschichte, Kultur und Gegenwart in den Mittelpunkt. Zahlreiche Projekte und Veranstaltungen im gesamten Freistaat laden dazu ein, jüdisches Leben kennenzulernen, historische Spuren neu zu entdecken und miteinander ins Gespräch zu kommen. Weitere Informationen: https://tacheles.sachsen.de/ https://www.annaberg-buchholz.de/erzgebirgsmuseum/sonderausstellungen/juedische-posamentierer.php -
Kommunale Wärmeplanung in Sachsen: Kompakter Überblick für Kommunen und Stadtwerke
Dresden, 28.10.2026. Die kommunale Wärmeplanung bildet die Grundlage für eine zukunftsfähige, wirtschaftliche und klimafreundliche Wärmeversorgung und dient zugleich als wichtiger Orientierungsrahmen für die Netzentwicklungs- und Ausbauplanungen der relevanten Infrastrukturbetreiber. Vor diesem Hintergrund lädt die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH am 27. November 2026 von 09:00 bis 12:00 Uhr zu einer kostenfreien Onlineveranstaltung ein. Die kostenfreie Veranstaltung richtet sich insbesondere an kommunale Stadtwerke, Energieversorger, Netzbetreiber sowie kommunale Entscheidungsträger und zeigt die vielfältigen Chancen und Hürden für diese auf. Betrachtet werden technische Randbedingungen und kaufmännische Aspekte, die neben anderen Geschäftsmodelle, zumutbare Belastungen für Wärmekunden sowie Randbedingungen für sinnvolle Finanzierungsmaßnahmen beinhalten. Die Teilnehmenden erhalten einen kompakten Einstieg in das Thema sowie aktuelle Informationen aus der Arbeit der Servicestelle Kommunale Wärmeplanung bei der SAENA. In mehreren Fachbeiträgen werden aktuelle Entwicklungen auf der Landesebene, die Dekarbonisierung der Fernwärme in Dresden und der aktuelle rechtliche Rahmen mit Bezug auf Kraft-Wärme-Kopplungs-Netze und neue Finanzierungsangebote vorgestellt. Zusätzlich erfolgt ein Realitätscheck für kleinere Stadtwerke und die Randbedingungen der Finanzierungen werden thematisiert. Das Webinar bietet den Teilnehmenden die Möglichkeit, einen fundierten Überblick über die kommunale Wärmeplanung und deren praktische Umsetzung zu erhalten, aktuelle Entwicklungen und Rahmenbedingungen kennenzulernen, unterschiedliche Sichtweisen relevanter Akteure zu verstehen und einzuordnen, wichtige Zusammenhänge zwischen Wärmeplanung, Netzentwicklung und Wärmeversorgung zu erkennen, wirtschaftliche Aspekte und Finanzierungsmöglichkeiten besser bewerten zu können sowie Erfahrungen und Impulse für die eigene kommunale oder unternehmerische Praxis mitzunehmen. Die Veranstaltung im Überblick: Wie gelingt die Dekarbonisierung von Wärmenetzen mit hohen Anteilen von KWK? 27.11.2026 von 9:00 bis 12:00 Uhr Online per Zoom Anmeldung www.saena.de/veranstaltungen Über die Sächsische Energieagentur Die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH ist das unabhängige Beratungs-, Informations-, und Kompetenzzentrum zu den Themen erneuerbare Energien, zukunftsfähige Energieversorgung, Energieeffizienz und effiziente Mobilität. Gesellschafter sind der Freistaat Sachsen und die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). Sie dient als sachsenweite Anlaufstelle für alle handelnden Personen und Institutionen im Bereich Energie und Klimaschutz. Fachliche Ansprechpartnerin: Antje Fritzsche, Tel.: 0351 4910-3173 E-Mail: antje.fritzsche@saena.de Pressekontakt: Sylvia Hünlich, Tel.: 0351 4910-3158 E-Mail: sylvia.huenlich@saena.de * Hinweis zur sprachlichen Regelung Aus Gründen der besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit wird auf die Anwendung der geschlechtergerechten Sprache verzichtet. Personen- und Funktionsbezeichnungen gelten für alle Geschlechtsidentitäten -
17,75 Millionen Euro Fördermittel für digitale Vernetzung des Dresdner Nahverkehrs
Die Dresdner Verkehrsbetriebe (DVB) erhalten 17,75 Millionen Euro für die weitere Digitalisierung des Nahverkehrs in Dresden. Ziel ist es, Fahrgäste schneller und zuverlässiger zu informieren sowie die Verkehrssteuerung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) bei Störungen zu verbessern. Dabei unterstützen moderne digitale Systeme die Fahr- und Leitstellenmitarbeiter. Staatsministerin Regina Kraushaar hat dafür heute (28. Oktober 2026) einen Förderbescheid an die Vorstände der DVB, Andreas Hemmersbach und Lars Seiffert, auf dem Straßenbahnhof Trachenberge in Dresden übergeben. Vor Ort sagte Sachsens Verkehrsministerin Regina Kraushaar: »Digitalisierung wird hier praktisch erlebbar: Die DVB kann ihren Service für die Fahrgäste spürbar verbessern. Gut, dass wir dafür Fördergelder der EU mit Landesmitteln kombinieren und die DVB unterstützen können. Damit bleibt der Nahverkehr in Dresden leistungsfähig und attraktiv. Ich wünsche, dass der verbesserte Service möglichst vielen Fahrgästen zugutekommt.« Andreas Hemmersbach, Vorstand Mobilität der Dresdner Verkehrsbetriebe AG, führt dazu aus: »Das Projekt versetzt uns in die Lage, das ÖPNV-Angebot für unsere Kunden zuverlässiger und flexibler zu gestalten. Es bietet Potenzial zur Beschleunigung von Bus und Bahn, für mehr Sicherheit im Betrieb sowie für besseren Fahrgastservice. MIKT bedeutet für die DVB einen technischen Quantensprung und angesichts knapper Budgets freuen wir uns sehr, dass uns der Freistaat Sachsen bei der weiteren Modernisierung des Dresdner ÖPNV finanziell unterstützt.« Lars Seiffert, Vorstand Arbeitswelt und Fahrbetrieb der Dresdner Verkehrsbetriebe AG ergänzt: »Eine zuverlässige Verbindung zwischen Fahrzeug, Leitstelle und Hintergrundsystemen ist nicht nur für die Verkehrsorganisation von Bedeutung, sondern auch für das wachsende Sicherheitsbedürfnis unserer Fahrgäste und Fahrer. Alle haben noch die republikweiten Übergriffe der letzten Monate gegen Fahrer oder Kontrollpersonal vor Augen. Unsere Kollegen verlassen sich darauf, dass sie - egal von welchem Standort - stets die Leitstelle erreichen und möglichst schnell Hilfe kommt. Mit der jetzt geplanten digitalen Funktechnik erreichen wir dafür einen neuen Standard.« Die Dresdner Verkehrsbetriebe erhalten für das Projekt MIKT (Modernisierung der Informations- und Kommunikations-Technologien) insgesamt 17,75 Millionen Euro, um Fahrzeuge, Verkehrsleitsysteme und Informationsplattformen technisch auf den notwendigen Stand zu bringen. Die bereitgestellten Mittel werden für die schrittweise Modernisierung der DVB-Fahrzeugflotte und Hintergrundsysteme eingesetzt, die aktuell auf dem technischen Stand von Mitte der 1990er Jahre sind. Außerdem erfordert die Abkündigung bisher von den DVB genutzter Funkfrequenzen bis 2029 durch die Bundesnetzagentur das Verkehrsunternehmen die Modernisierung. Das Projekt MIKT besteht aus neun einzelnen Bausteinen, die innerhalb von drei Jahren umgesetzt werden sollen. Neue Funktechnik soll die Kommunikation zwischen Fahrer und Leitstelle sowie zu Verkehrsanlagen verbessern. Das ist besonders wichtig, um beispielsweise Unfälle oder Fahrzeugschäden schnell und zuverlässig zu melden. Die Mitarbeitenden in der DVB-Leitstelle erhalten durch MIKT erstmals ein KI-gestütztes Tool zum Störungsmanagement. Damit können optimale Ausweichrouten für Bus und Bahn generiert werden, wenn eine Strecke durch Unfall oder Schadfahrzeug blockiert ist. Ein weiterer Baustein beinhaltet die bessere und schnellere Information von Fahrgästen im Störungsfall. In den Bahnen werden die alten Monitore durch moderne hochauflösende Anzeigen ersetzt. Das neue Hintergrundsystem sorgt dafür, dass die Störungsinformationen möglichst schnell in Fahrzeugen, an Haltestellen oder über die App angezeigt werden. Auch die DVB-Homepage soll im Zuge des MIKT-Programms modernisiert werden und eine barrierefreie Nutzung gleichermaßen auf PC, Tablet oder Handy ermöglichen. Die im MIKT geplante Datenarchitektur kann dabei alle Einzelsysteme wesentlich besser vernetzten als die bisher verwendete Technik. Mit dem gezielten Einbau von Komponenten für kooperative intelligente Verkehrssysteme (C-ITS) wird ein Standard der Fahrzeugtechnik verwendet, der einen sicheren Datenaustausch ermöglicht - auch bei möglichen Angriffen von außen. Er liefert mit intelligenter und verkehrsabhängiger Ampelansteuerung die Basis für schnelleres Vorankommen von Bus und Bahn. Das Projekt umfasst zusätzlich eine verbesserte Besetztgraderfassung. Damit lässt sich erkennen, wie viele Fahrgäste sich im Fahrzeug befinden. Das funktioniert ausschließlich numerisch und vollständig anonym. Das Ergebnis wird fortlaufend ins Hintergrundsystem eingespeist. Fahrgäste können damit beispielsweise auf dem Handy sehen, ob die demnächst ankommende Bahn schon gut besetzt ist oder sich vielleicht gute Aussichten auf einen Sitzplatz ergeben. Aus der langfristigen Auswertung leiten die Verkehrsplaner ab, ob der eingesetzte Wagen der aktuellen Nachfrage entspricht oder ob nicht ein größeres Fahrzeug besser geeignet wäre. Von der Projektförderung kommen 14,2 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), 3,55 Millionen Euro stellt der Freistaat Sachsen bereit. Die Gesamtkosten des Vorhabens liegen bei 23,66 Millionen Euro. Die Förderung erfolgt über die Richtlinie Mobilität.