Neues aus Sachsen
Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
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Den sächsischen Steinen auf der Spur
Im November 2025 startete der Lehrgang zur »Zertifizierten Natur- und Landschaftsführerin / zum Zertifizierten Natur- und Landschaftsführer (ZNL)« für zwei sächsischen Geoparks – den Geopark Sachsens Mitte und den Geopark Porphyrland. Die künftigen ZNL wurden gezielt darauf vorbereitet, Natur und Landschaft ihres Geoparks ansprechend vorzustellen und Naturerlebnisse zu vermitteln. Kenntnisse rund um die Geologie bildeten dabei einen wesentlichen inhaltlichen Schwerpunkt. Ebenso sollen die zukünftigen Geoparkführer die regionale Heimatgeschichte und Kultur mit in ihre Führungen einbauen. Die Akademie der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) hat diese Ausbildung gemeinsam mit den Geoparks organisiert und durchgeführt. Der Lehrgang wurde auf Grundlage einer bundesweit einheitlichen Lehrgangs- und Prüfungsordnung für ZNL umgesetzt. Neben einer mündlichen und praktischen Prüfung musste eine Hausarbeit angefertigt werden. Diese kann sogar die Grundlage für die erste eigene Führung sein. Die Führungen der Teilnehmenden richten sich an Fachpartner, Schulklassen sowie an Touristen, aber auch an Einheimische. Diese Herausforderung haben insgesamt zwölf Teilnehmende erfolgreich gemeistert. Am 27.06.2026 können wir nun im Rathaus Grimma elf neue Geopark-Führer für den Geopark Porphyrland und einen für den Geopark Sachsens Mitte zertifizieren. Der Lehrgang zum ZNL gehört zu einer Zertifikatsausbildung mit bundesweit einheitlichen Standards der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz (BANU). Die Lehrgangsinhalte sind: Naturkundliche Grundlagen der Region, Kommunikation und Umweltdidaktik, Kenntnisse zu Mensch-Kultur-Landschaft und rechtliche Grundlagen. Die erfolgreiche Teilnahme wird durch ein Zertifikat bescheinigt. Hintergrund Geoparks sind Regionen, in denen geologische und naturräumliche Besonderheiten gut erhalten und erlebbar gemacht werden. Sie bieten Einheimischen und Gästen außergewöhnliche Einblicke in Erdgeschichte, in Natur und Kultur sowie geologische Entstehung der jeweiligen Landschaft: Diese steht im Mittelpunkt der Wissensvermittlung. Dazugehörige Informationen werden von sogenannten Geoparkführern an Interessierte Laien herangebracht. -
Sachsen stärkt das Handwerk – Aktionsplan Handwerk im Landtag
Anlässlich der heutigen Debatte im Sächsischen Landtag zum Antrag »Aktionsplan für ein starkes sächsisches Handwerk« hat Wirtschafts- und Arbeitsminister Dirk Panter die besondere Rolle des Handwerks für die wirtschaftliche Stabilität und Zukunftsfähigkeit des Freistaates hervorgehoben. Zusammen mit Industrie, Mittelstand und Start-ups sorge das Handwerk dafür, dass Sachsen innovationsfähig und wirtschaftlich stark bleibe. Mit mehr als 54.000 Betrieben und rund 280.000 Beschäftigten ist das Handwerk ein zentraler Bestandteil der sächsischen Wirtschaft. »Ohne Handwerk hätten wir kein funktionierendes Gemeinwesen. Das Handwerk ist unverzichtbar für zentrale Zukunftsaufgaben wie Energiewende, Wohnungsbau, Digitalisierung und Infrastruktur«, so Minister Panter. Gleichzeitig verwies er auf die erheblichen Herausforderungen für die Branche: »Steigende Energiepreise, Fachkräftemangel und Bürokratie setzen viele Betriebe unter Druck. Hinzu kommen notwendige Investitionen in Digitalisierung und moderne Ausbildung.« Der nun vorliegende Aktionsplan der CDU-SPD-Koalitionsfraktionen sowie der BÜNDNISGRÜNEN setze genau hier an, denn er verbinde Investitionen, Fachkräftesicherung und Entlastung. »Trotz der schwierigen Haushaltlage unterstützen wir das Handwerk in Sachsen weiter massiv«, so Panter. Ein Schwerpunkt liege auf der Stärkung der Ausbildungsinfrastruktur. Über den Sachsenfonds soll eine verbindliche Investitionsoffensive für überbetriebliche Ausbildungszentren finanziert werden. »Digitalisierung, neue Werkstoffe, Energieeffizienz: wer die Fachkräfte von morgen ausbilden will, muss heute investieren«, so der Wirtschaftsminister. Auch die Attraktivität der beruflichen Bildung soll weiter gesteigert werden. Die Erhöhung des Meisterbonus auf 3.000 Euro sei dabei ein zentraler Baustein: »Meisterinnen und Meister sind für die sächsische Wirtschaft unverzichtbar. Sie gründen oder übernehmen Betriebe, schaffen Arbeitsplätze und sichern den eigenen Fachkräftenachwuchs über die duale Ausbildung«, so Panter. Angesichts des demografischen Wandels gewinnt das zusätzlich an Bedeutung: Fast 40 Prozent der sächsischen Betriebsinhaberinnen und -inhaber sind älter als 55 Jahre. In den kommenden zehn Jahren stehen rund 19.000 Betriebsübergaben an. Ein weiterer Fokus liegt auf der frühzeitigen Berufsorientierung. Praxisnahe Angebote wie Werkstatttage und Kooperationen zwischen Schulen und Betrieben sollen ausgebaut werden. Zudem begrüßt die Staatsregierung Initiativen wie ein freiwilliges Jahr im Handwerk. Der Minister kündigte weitere Schritte zur Entlastung der Betriebe an. »Handwerksbetriebe verbringen zu viel Zeit mit Formularen. Wir werden die Modernisierung, Digitalisierung und Entbürokratisierung deshalb konsequent fortsetzen – etwa durch das Once-Only-Prinzip und weniger Berichtspflichten.« Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen müssten ihre Daten dann nur noch einmal übermitteln. Trotz angespannter Haushaltslage bekräftigte Minister Panter die Unterstützung des Freistaates: »Dieser Aktionsplan ist ein umfangreicher Arbeitsauftrag an die Staatsregierung – und wir nehmen ihn an. Ich danke auch den einbringenden Fraktionen für die Initiative – lassen sie uns auch in Zukunft gemeinsam an der Seite des Handwerks stehen!« Hintergrund Ausbildung Die Entwicklung auf dem Ausbildungsmarkt entwickelt sich für das sächsische Handwerk bereits positiv. Die Zahl der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge stieg von 5.152 im Jahr 2021 auf 5.930 im Jahr 2025. Das entspricht einem Plus von rund 15 Prozent innerhalb von vier Jahren. Gegenüber dem Vorjahr legte die Zahl der Auszubildenden im Jahr 2025 erneut um zehn Prozent zu. Meisterbonus Nach dem coronabedingten Rückgang haben sich die Inanspruchnahme des Meisterbonus und die Zahl der Absolventen wieder deutlich stabilisiert und liegen inzwischen etwa auf dem Niveau von 2017. Nach Angaben der Kammern legten 823 Handwerker im Jahr 2025 ihre Meisterprüfung erfolgreich ab. Das war der höchste Wert seit zehn Jahren. Hinzu kamen 750 Industriemeisterinnen und Industriemeister sowie 229 Fachmeisterinnen und Fachmeister der IHK. -
»Enkeltrick, Liebes-Abzocke & falsche Aktien«: Leipziger Polizei warnt vor fiesen Maschen im digitalen Raum
Verantwortlich: Moritz Peters Ob klassischer Enkeltrick per WhatsApp, Schockanrufe, die fiese Liebes-Abzocke (Love Scamming) im Online-Chat, Datenklau via Phishing oder das vermeintlich schnelle Geld durch Cybertrading und Anlagebetrug: Kriminelle werden im Netz immer professioneller und nehmen dabei gezielt vor allem ältere Menschen ins Visier. Die Schäden für die Opfer sind oft riesig – finanziell und emotional. Die Polizeidirektion Leipzig und der Kommunalpräventive Rat der Stadt Leipzig wollen dem gemeinsam etwas entgegensetzen und laden alle Bürgerinnen, Bürger zu einer kostenlosen Infoveranstaltung ein: * Wann: Montag, 6. Juli 2026, von 10:30 Uhr bis 12:30 Uhr * Wo: Oberlichtsaal der Stadtbibliothek, Wilhelm-Leuschner-Platz 10-11, 04107 Leipzig * Eintritt: kostenfrei, eine Voranmeldung ist nicht notwendig (Maximal 250 Plätze verfügbar, eine rechtzeitige Anreise wird empfohlen) Täter-Tricks durchschauen und sich wirksam schützen Experten des Fachdienstes Prävention der Leipziger Polizei zeigen bei der Veranstaltung ungeschminkt, wie die Betrüger vorgehen, mit welchen psychologischen Tricks sie Druck aufbauen und welche Warnsignale sofort die Alarmglocken schrillen lassen sollten. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erhalten konkrete, einfache Verhaltenstipps, um sich und ihre Familien vor den digitalen Raubzügen zu schützen. Hinweis für Medienvertreter: Die Polizeidirektion Leipzig freut sich über eine begleitende Berichterstattung im Vorfeld sowie am Veranstaltungstag selbst. Ein Experte vom Fachdienst Prävention steht nach vorheriger Absprache für ein Interview bzw. einen O-Ton zur Verfügung. -
Umgang mit Teichschlamm – Lösungsmöglichkeiten im Sinne einer nachhaltigen Kreislaufwirtschaft
Teichschlamm kann künftig deutlich vielseitiger genutzt werden: Das Sächsische Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft hat gemeinsam mit dem Sächsischen Staatsministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz den Teichschlammerlass aus dem Jahr 2019 aktualisiert. Die Novellierung reagiert auf Änderungen im Bundesrecht und schafft mehr Klarheit für Teichwirte, Fischereibetriebe, Landwirte, Anglerverbände und Vollzugsbehörden. Der Schwerpunkt der Novellierung liegt auf neuen Möglichkeiten zur stofflichen Verwertung von Teichschlämmen. Erstmals werden die Regelungen der Ersatzbaustoffverordnung umfassend berücksichtigt. Geeignete Teichschlämme können künftig unter bestimmten Voraussetzungen auch als Baggergut in technischen Bauwerken wie Dämmen, Straßen oder Baugrubenverfüllungen eingesetzt werden. Der aktualisierte Erlass erleichtert die rechtssichere und umweltgerechte Verwertung von Teichschlämmen. Er bündelt die Anforderungen des Abfall-, Wasser-, Boden- und Düngerechts in einer praxisnahen Handreichung zusammen. Zusätzlich schafft er mehr Klarheit bei der Frage, wann Teichschlamm als Abfall einzustufen ist und unter welchen Voraussetzungen eine unmittelbare Weiterverwendung ohne Anwendung des Abfallrechts möglich bleibt. Die Regelungen zur Nutzung von Fischteichschlämmen als Ausgangsstoff für Düngemittel und Bodenhilfsstoffe werden fortgeführt und an die aktuelle Rechtslage angepasst. Der Erlass berücksichtigt die Vorgaben der neuen Bundes-Bodenschutzverordnung. Dies stärkt den Schutz von Böden und Gewässern und sorgt zugleich für transparente Anforderungen an notwendige Untersuchungen und Nachweise. Der neue Teichschlammerlass ersetzt den bisherigen Erlass vom 8. Mai 2019 und tritt mit sofortiger Wirkung in Kraft. Den aktualisierten Teichschlammerlass finden Sie hier: https://www.wertstoffe.sachsen.de/download/abfall/novellierter_Teichschlammerlass.pdf -
Beteiligung, Kommunikation und Konfliktkompetenz bei Windenergie und Freiflächen-PV - Kostenfreie Schulungsreihe für Kommunen
Dresden, 25.06.2026 - Die Energiewende ist in den sächsischen Kommunen angekommen. In vielen Fällen wird diese durch Konflikte begleitet, die gelöst werden müssen. Bürgerinitiativen, emotionale Debatten, widersprüchliche Erwartungen, Medienanfragen und politischer Druck sind nur einige Themen, die inzwischen für viele Bürgermeister und Bürgermeisterinnen zum Alltag gehören. Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH unterstützt mit einer neuen und kostenfreien Schulungsreihe Kommunen dabei, handlungsfähig zu bleiben – auch wenn es schwierig wird. Die Schulungsreihe Beteiligung, Kommunikation und Konfliktkompetenz bei Windenergie und Freiflächen-PV findet an fünf Präsenztagen im Konferenzzentrum der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank Dresden statt. In den einzelnen Schulungsmodulen gewinnen die Teilnehmenden Klarheit über die Rolle von Verwaltung und Politik im Rahmen der Energiewende und welche Verantwortung und Grenzen damit einhergehen. Zielstellung ist, Sicherheit im Umgang mit Konflikten rund um Windenergie und Freiflächen-PV zu erlangen. Praxisnahe Methoden, die sich für die Anwendung in der eigenen Kommune eignen sowie erprobte Werkzeuge für wirksame Bürgerkommunikation, auch unter Druck, ergänzen die Schulungsreihe. Die Schulung richtet sich an Bürgermeister und Bürgermeisterinnen sowie Mitarbeitende von Kommunalverwaltungen und Landkreisen. Um möglichst vielen Kommunen die Teilnahme zu ermöglichen, können wir je Kommune nur einen Teilnehmenden zulassen. Die wichtigsten Informationen im Überblick Kostenfreie Schulungsreihe Beteiligung, Kommunikation und Konfliktkompetenz bei Windenergie und Freiflächen-PV Termine: 01.09.2026, 15.09.2026, 06.10.2026, 03.11.2026, 01.12.2026 jeweils von 9:00 bis 16:30 Uhr Ort: Konferenzzentrum der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank Dresden Nähere Informationen und Anmeldung: https://www.saena.de/veranstaltungsdetails.php?id=1843 Die Schulungsmodule Schulungsmodul 1: Energiewende vor Ort verstehen - Rolle, Haltung & Vertrauen Sie klären Ihre eigene Rolle und Verantwortung, verstehen die Interessen zentraler Akteure und lernen, Vertrauen als Schlüsselressource gezielt aufzubauen und zu sichern. Schulungsmodul 2 Kommunikation & Konflikte erkennen und souverän steuern Sie analysieren Stakeholder, Konfliktlinien und Eskalationsdynamiken, trainieren den Umgang mit Widerstand, emotionalen Debatten, kritischen Fragen und Medien und üben deeskalierende Kommunikation. Schulungsmodul 3 Beteiligung gestalten - informieren, moderieren, einbinden Sie lernen, Information und Beteiligung klar zu unterscheiden, Beteiligungsformate sinnvoll zu planen und Bürgerveranstaltungen auch in angespannten Situationen strukturiert zu moderieren. Schulungsmodul 4 Vorbereitung & Nachbereitung - Vertrauen langfristig sichern Beteiligung endet nicht mit der Veranstaltung. Sie entwickeln Strategien zur kontinuierlichen Beziehungspflege, binden Schlüsselakteure ein, bereiten Prozesse professionell vor und nach und lernen, Entscheidungen, Grenzen und Unsicherheiten nachvollziehbar zu kommunizieren. Schulungsmodul 5 Transfer in die Praxis - Strategien für Ihre Kommune Sie reflektieren eigene Praxiserfahrungen, leiten konkrete Handlungsstrategien ab und sichern den Transfer des Gelernten in Ihren Arbeitsalltag. Den Abschluss bildet eine Pra-xisübung, wodurch Sie eine Teilnahmebescheinigung erhalten. Bitte beachten Sie, dass eine Anmeldung für einzelne Schulungstage nicht möglich ist. Die Anmeldung erfolgt für die gesamte Schulungsreihe. Zudem ist es von Vorteil, sich auch zwischen den einzelnen Schulungstagen Zeit für die Vor- und Nachbereitung der Inhalte einzuplanen. Da sich die Veranstaltung ausschließlich an sächsische Kommunen richtet, erhalten Sie mit der Anmeldebestätigung weitere Informationen zu den Modulinhalten. Sie wollen Ihre Kommune professionell auf Konflikte und Beteiligungsprozesse in der Energiewende vorbereiten und die Kommunikation zu den Themen Windenergie und Freiflächenphotovoltaik selbst steuern, anstatt die Informationshoheit dazu anderen zu überlassen? Dann melden Sie sich jetzt an. Über die Sächsische Energieagentur Die Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH ist das unabhängige Beratungs-, Informations-, und Kompetenzzentrum zu den Themen erneuerbare Energien, zukunftsfähige Energieversorgung, Energieeffizienz und effiziente Mobilität. Gesellschafter sind der Freistaat Sachsen und die Sächsische Aufbaubank - Förderbank - (SAB). Sie dient als sachsenweite Anlaufstelle für alle handelnden Personen und Institutionen im Bereich Energie und Klimaschutz. Ansprechpartnerin: Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH Melanie Sterczewski Telefon: 0351 4910-3165 E-Mail: melanie.sterczewski@saena.de Pressekontakt: Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH Sylvia Hünlich Telefon: 0351 4910-3158 E-Mail: sylvia.huenlich@saena.de * Hinweis zur sprachlichen Gleichstellung Aus Gründen der besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit wird auf die Anwendung der geschlechtergerechten Sprache verzichtet. Personen- und Funktionsbezeichnungen gelten für alle Geschlechtsidentitäten