Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Am Dienstag wurden in Erfurt im Rahmen des Nachwuchsforums zum 10. Mitteldeutschen Ernährungsgipfel drei herausragende und zukunftsweisende Abschlussarbeiten für die Lebensmittelbranche mit dem Nachwuchspreis ausgezeichnet. Von Qualitätsmanagementlösungen über den Einsatz von KI, Produktentwicklungen und funktionellen Zusätzen in Lebensmitteln bis zu zielgruppenspezifischen Marketingstrategien – die Bewerbungen zeigten erneut die vielfältigen Herausforderungen vor denen die Unternehmen der Ernährungswirtschaft stehen und welche kreativen und innovativen Lösungen dafür möglich sind. Die Initiative, getragen von den Netzwerken der mitteldeutschen Ernährungswirtschaft und der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS), würdigte bereits zum fünften Mal den Nachwuchs der Branche. Mit dem Nachwuchspreis des 10. Mitteldeutschen Ernährungsgipfels 2026 wurden ausgezeichnet: • Emily Kutz, B. Sc. (Duale Hochschule Sachsen, Staatliche Studienakademie Plauen): Photometrische Bestimmung der Peroxidzahl zur Bewertung des Alterungsprozesses von teigummantelten Erdnüssen In Lebensmittelbetrieben wird die Kontrolle der Qualität immer wichtiger. Dafür werden schnelle und zuverlässige Testmethoden gebraucht. Während die Haltbarkeit bisher vor allem durch sensorische Tests und aufwändige nasschemische Analysen bestimmt wurde, bestätigt die Arbeit die photometrische Schnellmethode als zuverlässige und zeitsparende Alternative. Sie ermöglicht eine deutlich vereinfachte Probenvorbereitung, reduziert den Chemikalienverbrauch und den Schulungsaufwand für das Personal. Zudem liefert sie auch bei komplexen Proben verlässliche Werte. Die Arbeit bietet somit großes Transferpotential und unterstützt eine praxisorientierte, ressourcenschonende Weiterentwicklung der Qualitätskontrolle. • Nico Richter, B. Eng. (Hochschule Mittweida): Einführung KI-gestützter Bestellsoftware im filialisierten Lebensmitteleinzelhandel - Chancen, Herausforderungen und Akzeptanz am Beispiel der Unternehmensgruppe »RICHTER Erzgebirge« Die Arbeit zeigt, dass Künstliche Intelligenz (KI) Bestellprozesse im Lebensmitteleinzelhandel verbessern kann. Damit können Fehl- oder Übermengen reduziert, Mitarbeiter unterstützt und Betriebsergebnisse verbessert werden. Wichtig ist, dass die Abläufe klar strukturiert sind, die Datenqualität stimmt und die Mitarbeiter die neue Technik akzeptieren. Für die Einführung werden drei Schritte empfohlen: Im ersten Schritt wird die Daten- und Prozessreife hergestellt, dann wird die KI mit definierten KPIs in einer Testfiliale ausprobiert, und danach Schritt für Schritt im gesamten Filialnetz und Unternehmen eingeführt. Die Ergebnisse liefern eine direkte Entscheidungsgrundlage für KMU und zeigen, wie KI-basierte Bedarfsprognosen Effizienz, Frische und Nachhaltigkeit im Lebensmitteleinzelhandel fördern können. • Jan Ferdinand Horneck, Dipl.-Lebensmittelchemiker (TU Dresden): Seleninduzierte Fehlaromen in Bier Selen gilt als wichtiges Spurenelement, dessen gezielte Anreicherung in Lebensmitteln an Bedeutung gewinnt. Die Arbeit untersucht am Beispiel Bier sowohl sensorische als auch technologische Herausforderungen, die die Selenanreicherung in fermentierten Lebensmitteln mit sich bringt. Die Ergebnisse zeigen, dass Selen je nach Hefestamm und Herstellungsverfahren die Fermentation beeinflusst und zu unerwünschten Fehlaromen führen kann. Die Arbeit liefert wichtige Erkenntnisse zur Balance zwischen ernährungsphysiologischem Mehrwert, Produktqualität und Prozessstabilität und empfiehlt produktspezifische Prüfungen bei der Entwicklung selenangereicherter Lebensmittel. Die angewandte Methodik bietet zudem ein hohes Transferpotential für die Bewertung funktioneller Zusatzstoffe in weiteren fermentierten Lebensmitteln und unterstützt so die Entwicklung innovativer, funktioneller Produkte in der Lebensmittelindustrie. »Herzlichen Glückwunsch an die drei Preisträger des Nachwuchsforums, die mit ihren innovativen Arbeiten die Jury überzeugt haben. Zwei der Arbeiten waren direkt mit Unternehmen verknüpft und die Lösungen können sich jetzt im betrieblichen Alltag bewähren. Das Nachwuchsforum ist mittlerweile fester Bestandteil der Veranstaltung und zeigt, wie groß der Bedarf und das Interesse bei den Unternehmen ist, sich kompetente Unterstützung zu holen. Von den Projektergebnissen profitiert schlussendlich die ganze Branche, wenn es darum geht, sowohl die Innovationskraft im Mittelstand als auch die Wettbewerbsfähigkeit der Ernährungswirtschaft zu stärken. Schließlich ist die Ernährungsindustrie in Sachsen ein wichtiger Wirtschaftszweig«, erklärt WFS-Geschäftsführer Thomas Horn. Nachwuchspreis der Ernährungswirtschaft Ziel des Nachwuchspreises ist es, Unternehmen stärker in Forschungsthemen einzubinden, Betriebe frühzeitig mit Fach- und Nachwuchsführungskräften zu vernetzen sowie einen kontinuierlichen Dialog mit den Bildungseinrichtungen zu Forschungs- und Studieninhalten zu etablieren. Bewerben konnten sich Studierende von Hochschulen, Fachhochschulen und Dualen Hochschulen oder aus Unternehmen der Bundesländer Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen, die ihre Abschlussarbeit (Bachelor, Master, Diplom) bereits erfolgreich beendet haben. Die Preisträger erhalten jeweils ein Preisgeld von 1.000 Euro, das von den Netzwerken der drei Bundesländer gestiftet wird. Eine Jury aus Vertretern der Netzwerke, Unternehmen und Partnerhochschulen wählte auf Basis eines Bewertungskatalogs aus den eingegangenen Bewerbungen drei gleichgestellte Preisträger aus. Wesentliche Erfolgskriterien waren die hervorgehobene Relevanz für den unternehmerischen Alltag in kleinen und mittelständischen Unternehmen der Ernährungswirtschaft sowie ein ausgeprägtes Transferpotenzial für den vorgestellten innovativen Lösungsansatz. Ab dem kommenden Jahrgang öffnet sich der Wettbewerb auch für studentische Projektarbeiten, um noch mehr kreative Ansätze und praxisnahe Lösungen zu fördern. Mitteldeutscher Ernährungsgipfel Der Mitteldeutsche Ernährungsgipfel ist der zentrale Branchentermin der Ernährungswirtschaft in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Auf der von den Ernährungsnetzwerken der drei Länder ausgerichteten Veranstaltung treffen sich Entscheider aus dem produzierenden Lebensmittelgewerbe mit Vertretern aus Landwirtschaft, Lebensmittelhandel, Wissenschaft und Forschung sowie Dienstleistern der Branche zum Austausch über aktuelle Themen der Ernährungswirtschaft. Das Projekt wurde mit Mitteln des Sächsischen Staatsministeriums für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) und der IHK Dresden unterstützt.
  • Autor: Marko Laske (ml) Landeshauptstadt Dresden In Auto eingedrungen – drei Tatverdächtige gestellt Zeit: 30.09.2026, 23:05 Uhr Ort: Dresden-Trachau Aktuell ermittelt die Polizei gegen drei Jugendliche (alle 17) wegen des Verdachts des Autodiebstahls. Zeugen hatten beobachtet, wie sich drei junge Männer an mehreren Fahrzeugen entlang der Tichatscheckstraße zu schaffen machten. Letztlich drangen sie in einen BMW ein und starteten den Motor des Fahrzeugs. Kurz darauf flohen sie vom Tatort. Herbeigerufene Polizeibeamte konnten das Trio noch in der näheren Umgebung stellen. Die drei deutschen Tatverdächtigen wurden vorläufig festgenommen. Die Kriminalpolizei hat die weiteren Ermittlungen übernommen. (ml) Senior um 25.000 Euro betrogen Zeit: 30.09.2026, gegen 11:30 Uhr Ort: Dresden-Großzschachwitz Gestern Mittag haben Unbekannte einen Senior (75) aus Dresden-Großzschachwitz um 25.000 Euro betrogen. Der 75-Jährige erhielt einen Anruf von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter. Im Zuge des Gespräches gewährte der ältere Herr dem Unbekannten Zugriff auf seinen Rechner und sein Konto. In der Folge buchte der Unbekannte 25.000 Euro ab. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen Betruges. (ml) Renitenten Ladendieb gestellt Zeit: 30.09.2026, 12.00 Uhr Ort: Dresden-Friedrichstadt Aktuell ermittelt die Polizei gegen einen Mann (19) wegen eines räuberischen Diebstahls. Bisherigen Erkenntnissen zufolge hatte der 19-jährige Deutsche verschiedene Lebensmittel in einem Einkaufsmarkt an der Löbtauer Straße gestohlen. Als er den Markt verlassen wollte, hielt ihn eine Mitarbeiterin (46) auf. Kurz darauf kam es zu einer Rangelei zwischen den beiden. Weitere Marktangestellte kamen der 46-Jährigen zu Hilfe und konnten den Tatverdächtigen bis zum Eintreffen der alarmierten Polizei festhalten. (ml) Werkzeug gestohlen Zeit: 29.09.2026, 17:10 Uhr bis 30.09.2026, 11:00 Uhr Ort: Dresden-Rähnitz Unbekannte haben verschiedenes Werkzeug von einer Baustelle am Robert-Bosch-Ring gestohlen. Die Geräte befanden sich in einer Lagerkiste, die aufgebrochen wurde. Der Wert des Diebesgutes beträgt etwa 600 Euro. (ml) Landkreis Meißen Autoradio gestohlen Zeit: 30.09.2026, 14:30 Uhr festgestellt Ort: Riesa Unbekannte sind in einen VW Polo auf der Freitaler Straße eingedrungen und haben das Autoradio des Fahrzeugs ausgebaut. Der Schaden beläuft sich auf rund 200 Euro. (ml) Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Alkoholfahrer aus dem Verkehr gezogen Zeit: 30.09.2026, 23:15 Uhr Ort: Klingenberg, OT Colmnitz In der vergangenen Nacht haben Polizisten des Reviers Freital-Dippoldiswalde einen Alkoholfahrer (25) aus dem Verkehr gezogen. Der junge Mann war mit einem Nissan auf der Grillenburger Straße unterwegs. Die Polizisten stoppten ihn und führten eine Alkoholkontrolle durch. Diese ergab einen Wert von 1,3 Promille. Der Führerschein des deutschen Fahrers wurde einbehalten und eine Blutentnahme veranlasst. (ml) Geschwindigkeitskontrolle in Dippoldiswalde Zeit: 30.09.2026, 10:30 Uhr bis 11:30 Uhr Ort: Dippoldiswalde, OT Reinholdshain Gestern Vormittag führten Polizisten des Reviers Freital-Dippoldiswalde eine Geschwindigkeitskontrolle auf der Glashütter Straße durch. Bei der einstündigen Kontrolle auf der 30er Strecke wurden 42 Fahrzeuge gemessen. Drei Autofahrer waren zu schnell unterwegs und wurden mit einem Verwarngeld belegt. (ml) Auto beschädigt Zeit: 29.09.2026, 21:30 Uhr bis 30.09.2026, 13:30 Uhr Ort: Neustadt in Sachsen Unbekannte haben einen Kleintransporter Renault Master auf der Wilhelm-Kaulisch-Straße beschädigt. Die Täter zerschlugen eine Seitenscheibe. Abschließende Schadensangaben liegen noch nicht vor. (ml)
  • Verantwortlich: Josephin Sader Schwerer Verkehrsunfall auf der Autobahn Ort: BAB 14, Fahrtrichtung Dresden, Höhe Anschlussstelle Leipzig-Ost Zeit: 30.09.2026, gegen 12:35 Uhr Am gestrigen Mittag ereignete sich auf der Bundesautobahn 14 in Fahrtrichtung Dresden, im Bereich der Anschlussstelle Leipzig-Ost, ein schwerer Verkehrsunfall. Ein Fahrer wurde dabei eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Der Fahrer (59) eines Lkws der Marke Mercedes fuhr auf der Bundesautobahn 14 in Fahrtrichtung Dresden auf dem mittleren Fahrstreifen. Er musste sein Fahrzeug verkehrsbedingt bis zum Stillstand abbremsen. Der hinter ihm fahrende Fahrer (65) eines Transporters vom Typ Mercedes Sprinter erkannte die Verkehrssituation zu spät und fuhr auf den Lkw auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurden beide Fahrzeuge erheblich beschädigt. Der 65-Jährige wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt und musste von der Feuerwehr befreit werden. Er erlitt schwere Verletzungen und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Fahrer des Lkws wurde leicht verletzt und musste ambulant vor Ort behandelt werden. Für die Bergungs- und Reinigungsmaßnahmen war eine zeitweise Vollsperrung der Autobahn erforderlich. Weiterhin ist auch am heutigen Donnerstag eine Teilsperrung notwendig, so dass zurzeit nur eine Fahrspur befahrbar ist. Das Autobahnpolizeirevier war vor Ort und ermittelt nun wegen fahrlässiger Körperverletzung im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall. Ohne Führerschein und unter Alkohol Unfall verursacht Ort: Markkleeberg, Ziegeleiweg Zeit: 30.09.2026, gegen 23:45 Uhr In der vergangenen Nacht verursachte der Fahrer eines Pkw ohne Fahrerlaubnis und unter Alkoholeinfluss einen Verkehrsunfall. Der Fahrer (47, deutsch), eines Pkw Skoda Superb fuhr auf dem Ziegeleiweg in Markkleeberg und touchierte dabei einen parkenden Honda Jazz. Der 67-jährige Fahrer des Honda Jazz war zum Unfallzeitpunkt in seinem Fahrzeug, bemerkte den Unfall und informierte die Polizei. Die eingesetzten Kräfte stellten bei dem 47-Jährigen Alkoholgeruch fest und führten einen freiwilligen Atemalkoholtest durch, der einen Wert von 1,68 Promille ergab. Zudem besitzt der Unfallverursacher keine Fahrerlaubnis. Er muss sich nun wegen Gefährdung des Straßenverkehrs und Fahrens ohne Fahrerlaubnis verantworten. Es entstand ein Sachschaden von rund 1.000 Euro.
  • Sachsens Wälder stehen vor großen Herausforderungen – Klimawandel, zunehmende Trockenperioden und der damit notwendige Waldumbau sind nur einige von ihnen. Darum ist es umso erfreulicher, dass der Wald Unterstützung bekommt. 8 Frauen und 17 Männer haben die Laufbahnausbildung als sogenannte Forstinspektor-Anwärterin oder -Anwärter bei Sachsenforst abgeschlossen. In insgesamt drei schriftlichen, sechs mündlichen und einer umfangreichen praktischen Prüfung im Wald, mussten sich die Absolventinnen und Absolventen beweisen. Forstminister Georg-Ludwig von Breitenbuch gratuliert den jungen Forstfachkräften: »Meinen herzlichen Glückwunsch den Absolventinnen und Absolventen. Wir brauchen die Fachkräfte, die den Wald verstehen, ihn nachhaltig bewirtschaften und zukunftsfähig entwickeln. Dafür wünsche ich den Absolventinnen und Absolventen ein gutes Händchen und Freude bei Ihrer Arbeit im und für den Wald«. Mit dem erfolgreichen Abschluss haben die jungen Forstfachleute einen wichtigen Schritt in Ihre berufliche Zukunft gemacht. Utz Hempfling, Landesforstpräsident und Geschäftsführer von Sachsenforst: »Ich freue mich, dass wir bei Sachsenforst so gutes Personal ausbilden können und ihnen auch gleichzeitig eine Perspektive bieten können. Zwei unbefristete und 21 zunächst befristete Stellen konnten wir dem diesjährigen Jahrgang anbieten. Sie bringen das Fachwissen und Engagement mit, um die Wälder verantwortungsvoll mitzugestalten. Das brauchen wir dringend, denn die Herausforderungen sind groß und zugleich wird demographisch bedingt, ein hoher Teil der Forstfachkräfte altersbedingt ausscheiden.« Die sehr praxisnahe Laufbahnausbildung in der sogenannten ersten Einstiegsebene (früher: gehobener Dienst) schließt sich an das Bachelorstudium der Forstwissenschaften an. In dieser Zeit durchlaufen die Forstinspektoranwärter mehrere Stationen: Staatswald, Privat- und Körperschaftswald und die Begleitung der unteren Forstbehörden in den Landkreisen und kreisfreien Städten. Dabei sind sie sachsenweit im Einsatz und lernen die vielfältigen naturräumlichen Gegebenheiten kennen. Außerdem knüpfen sie in dieser Zeit Kontakte zu zahlreichen forstlichen Akteuren. Aufgrund dieser Vielseitigkeit ermöglicht die Ausbildung eine breite berufliche Verwendung. Die Absolventinnen und Absolventen können in der Staatsverwaltung nunmehr unter anderem die Leitung eines Forstrevieres oder einer Verwaltungsstelle sowie forstliche Funktionalstellen in den Bereichen Forsttechnik, Naturschutz, Waldpädagogik oder Forstförderung übernehmen. Neben Sachsenforst sind die umfassend ausgebildeten Fachkräfte auch bei privaten Forstbetrieben und Dienstleistern, Forst- und Jagdbehörden oder in benachbarten Bundesländern stark nachgefragt. Neuer Jahrgang beginnt Nachdem der aktuelle Jahrgang seine Prüfungen bereits erfolgreich hinter sich gebracht hat, stehen dem neuen Jahrgang diese noch bevor. Bereits heute konnte der neue Jahrgang begrüßt werden. 25 junge Menschen (6 Frauen und 19 Männer) starten ihre forstliche Laufbahnausbildung in Sachsen. Wie in der Vergangenheit haben die meisten der neuen Anwärter ihren forstlichen Bachelor in Sachsen an der TU Dresden absolviert. Aber auch Absolventen aus Erfurt, Göttingen, München und Freiburg haben sich für eine Laufbahnausbildung in Sachsen entschieden. Sie beginnen zunächst mit einem Grundlagen- und Verwaltungslehrgang, bevor sie sich dann, verteilt auf die Forstbezirke und Großschutzgebiete, mit der Bewirtschaftung des Landeswaldes auseinandersetzen. Neben Forstinspektoranwärtern/-innen werden auch Referendare/-innen und Forstwirt/-innen bei Sachsenforst ausgebildet. Weitere Informationen zur Laufbahnausbildung sowie zu anderen Ausbildungsmöglichkeiten bei Sachsenforst finden Sie im Internet unter www.sachsenforst.de.
  • Bis zum 28. September 2026 haben insgesamt vier gemeinnützige freie Träger bzw. Körperschaften ihr Interesse am Aufbau einer landesfinanzierten Frauen- und Kinderschutzeinrichtung im Erzgebirgskreis bekundet. Damit wird nicht nur der Ausbau der Schutzplätze in Sachsen vorangetrieben, sondern auch der kommunale Haushalt des Landkreises ab 2027 spürbar entlastet. Staatsministerin Petra Köpping: »Unser Ziel ist ein bedarfsgerechtes und flächendeckendes Hilfesystem für Betroffene häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt. Durch den kontinuierlichen Ausbau von Platz- und Beratungskapazitäten setzen wir dies entschieden um. Seit April 2026 steht Betroffenen und ihren Kindern im Landkreis Mittelsachsen eine neue Schutzeinrichtung mit sechs Plätzen zur Verfügung. Zudem ist es gelungen, drei weitere Familienplätze im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge einzurichten. Diesen Weg werden wir konsequent weitergehen.« Die Frauen- und Kinderschutzeinrichtung im Erzgebirgskreis soll ab dem 1. März 2027 Betroffene aufnehmen und vorerst mit vier Familienplätzen starten. In den kommenden Jahren ist ein stetiger Ausbau der Schutzplätze und Beratungskapazitäten vorgesehen. Der Platzausbau im Erzgebirgskreis wurde für 2027 als Schwerpunkt gesetzt. Mit dem Start der Schutzeinrichtung wird zudem eine präzisierte statistische Erfassung vor Ort eingeführt. Diese soll eine fundierte Bedarfsfeststellung ermöglichen und die Datengrundlage für den weiteren Ausbau bilden. Ein bedarfsorientierter, schrittweiser Ausbau im Landkreis ist anschließend geplant. Die Platzbedarfe für den gesamten Freistaat werden im Rahmen der fortlaufenden Sozialplanung während der ersten Ausbauphase zur Umsetzung des Gewalthilfegesetzes in den Jahren 2027-2031 und darüber hinaus ermittelt. Der Handlungsbedarf wird durch die aktuellen Entwicklungen unterstrichen: Das Lagebild der Straftaten der häuslichen Gewalt in Sachsen zeigt für das Berichtsjahr 2025 erneut einen Anstieg der Gewaltstraftaten, diesmal um 4,0 Prozent. Die Tendenz ist seit Jahren steigend. 11.351 Frauen und Männer sind im Jahr 2025 Opfer von häuslicher Gewalt geworden. 71,2 Prozent der Betroffenen sind weiblich. Diese Zahlen verdeutlichen die Notwendigkeit, den Ausbau der Schutzplätze und Beratungskapazitäten voranzutreiben. Hintergrund: Das Gesetz zur Sicherung des Zugangs zu Schutz und Beratung bei geschlechtsspezifischer und häuslicher Gewalt des Bundeswurde am 24. Februar 2025 beschlossen. Die Bundesländer sind damit verpflichtet, ein Netz an ausreichenden, niedrigschwelligen, fachlichen sowie bedarfsgerechten Schutz- und Beratungsangeboten angemessener geografischer Verteilung sicherzustellen. Der individuelle Anspruch auf Schutz und Beratung, welcher Kinder in Obhut der betroffenen Person ebenfalls einschließt, gilt ab 2032. Mit dem Sächsischen Gewalthilfegesetz, welches der Umsetzung des Gewalthilfegesetzes in Sachsen dient, ändert sich die Finanzierungsgrundlage. Dafür wird gegenwärtig parallel zum Landesgesetz auch eine Rechtsverordnung erarbeitet, die ebenfalls zum 1. Januar 2027 in Kraft treten soll. Mit dieser wird die Finanzierung des gesamten Hilfesystems als Pflichtleistung neu geregelt. Mehr Informationen zum Hilfesystem bei häuslicher und geschlechtsspezifischer Gewalt: https://www.gewaltschutz.sachsen.de/ Mehr Informationen zum Lagebild: https://www.lpr.sachsen.de/download/HGW_Lagebild_2025.bereinigt.pdf