Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Verantwortlich: Tom Erik Richter (tr), Paul Engelmann (pe), Therese Leverenz (tl), Melanie Roeber (mr) Verstoß gegen das Tierschutzgesetz - Zeugenaufruf! Ort: Leipzig (Neulindenau), Margeritenweg Zeit: 12.04.2026, gegen 19:00 Uhr bis 22:00 Uhr Bereits im April 2026 kam es im Leipziger Stadtteil Neulindenau zu einem Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. In dessen Folge wurde ein Kater so schwer verletzt, dass er nachfolgend in einer Tierklinik eingeschläfert wurde. Am Sonntag, dem 12. April 2026, kehrte der Kater gegen 22:00 Uhr mit schweren Verletzungen an den Hinterläufen sowie einem teilweise enthaarten Schwanz nach Hause zurück. Nach ersten Erkenntnissen könnten die Verletzungen auf eine menschliche Einwirkung hindeuten. Darüber hinaus hatte sich am Vortag ein ähnlich gelagerter Vorfall ereignet. Dabei kehrte eine weitere Katze derselben Familie mit schweren Gesichtsverletzungen heim und musste noch am selben Tag operiert werden. Zudem soll es bereits im Vorjahr einen vergleichbaren Vorfall gegeben haben, bei dem eine Katze der Familie tot aufgefunden wurde. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Im Rahmen dessen wird geprüft, ob zwischen den einzelnen Vorfällen ein Zusammenhang besteht. Gegenstand der Ermittlungen ist ebenfalls, wie es zu den Verletzungen der Tiere kam und ob die Einwirkungen auf die Tiere direkt oder indirekt waren. Im Umfeld des Wohnhauses der betroffenen Familie befinden sich mehrere Kleingartenvereine, die ebenfalls als mögliche Tatorte in Betracht kommen. Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu den Sachverhalten oder möglichen Tatverdächtigen geben können, werden gebeten, sich bei dem Polizeirevier Südwest, Ratzelstraße 222 in 04207 Leipzig, Tel. (0341) 9460-0 zu melden. (tl) Raubdelikt - Zeugenaufruf Ort: Leipzig (Zentrum), Brühl Zeit: 29.07.2026, gegen 17:30 Uhr Bereits am 29. Juli 2026 kam es im Leipziger Zentrum zu einer Raubstraftat. Gegen 17:30 Uhr sprachen zwei Tatverdächtige (20, albanisch | 17) einen 18-Jährigen an den Höfen am Brühl an und fragten ihn nach Tabakwaren. Als der 18-Jährige dies verneinte, wurde er von den Tatverdächtigen körperlich bedrängt, welche ihm anschließend Gegenstände im niedrigen zweistelligen Wert entwendeten. Der 18-Jährige blieb dabei unverletzt. Zur weiteren Erhellung des Sachverhaltes bittet die Polizei nun, dass sich Zeuginnen und Zeugen die Hinweise zum Sachverhalt geben können, bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 melden. Insbesondere ein Zeuge, welcher das Tatgeschehen beobachtet hat, wird dringend gebeten, sich bei der Polizei bekannt zu machen. (pe) Vollsperrung einer Anschlussstelle nach Unfall Ort: Anschlussstelle Parthenaue, A38, Fahrtrichtung Göttingen Zeit: 05.08.226, gegen 05:15 Uhr Am Mittwochmorgen kam es an der Anschlussstelle Parthenaue zu einem Verkehrsunfall, bei dem ein Lkw in der Leitplanke stecken blieb. Der 56-jährige Fahrer eines Iveco war auf der Bundesautobahn 14 zunächst in Richtung Magdeburg unterwegs, als er an der Anschlussstelle Parthenaue auf die A38 wechseln wollte. Im Bereich der Auffahrt kam das Gespann zunächst ins Schlingern und kollidierte schließlich mit der Leitplanke. Der Fahrer blieb unverletzt. Durch den Zusammenstoß verkeilte sich der Lkw und kam quer auf der Fahrbahn zum Stehen, woraufhin die eingesetzte Verkehrspolizei die Unfallstelle vollständig sperrte. Die Sperrung hielt bis 12:30 Uhr an. Es entstand ein Sachschaden von circa 30.000 Euro. Die Ermittlungen zum Unfallhergang wurden aufgenommen. (tr) Verkehrsunfall mit zwei schwer verletzten Personen Ort: Rackwitz (Brodenaundorf), B184 Zeit: 05.08.2026, gegen 15:30 Uhr Am Mittwochnachmittag kam es auf der B184 zwischen Leipzig und Delitzsch zu einem schweren Verkehrsunfall, bei dem zwei Menschen verletzt wurden. Ein 62-Jähriger (deutsch) war mit einem Ford Focus in Richtung Delitzsch unterwegs, als er in einer Rechtskurve auf die Gegenfahrbahn kam und dort mit einem entgegenkommenden Peugeot Bipper kollidierte. Der Peugeot (Fahrer 86) wurde durch die Wucht des Aufpralls gegen die Leitplanke gedrückt und überschlug sich im Anschluss. Eine 23-Jährige, die mit einem VW Up hinter dem Ford Focus in gleiche Richtung fuhr, konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr auf diesen auf. Durch den Unfall wurden sowohl der 62-jährige Ford-Fahrer, als auch der 86-jährige Peugeotfahrer verletzt und in Krankenhäuser gebracht. An den Fahrzeugen entstand Sachschaden in noch unbekannter Höhe. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs aufgenommen. (tr) Unfall mit Fahrerflucht auf Autobahn Ort: Bundesautobahn 9 in Fahrtrichtung Berlin, Kilometer 125.0 Zeit: 05.08.2026, gegen 10:35 Uhr Der Fahrer eines Ford verursachte am Mittwochvormittag durch einen unvermittelten Spurwechsel einen Unfall im nachfolgenden Verkehr und setzte trotz dessen seine Fahrt fort. Die Fahrerin (27) eines Chevrolet Camaro befuhr den linken Fahrstreifen der Bundesautobahn 9, als vor ihr ein Ford S-MAX unvermittelt von der mittleren auf den linken Fahrstreifen wechselte. Um ein Auffahren auf den Ford zu vermeiden, bremste die Frau stark ab und lenkte zum Ausweichen nach links. Durch das Manöver kollidierte sie zunächst mit der Mittelschutzplanke und wurde anschließend gegen einen auf dem rechten Fahrstreifen fahrenden Sattelzug geschleudert. Der Chevrolet war durch den Unfall nicht mehr fahrbereit, die Fahrerin wurde leicht verletzt. Der Fahrer des Ford entfernte sich indes unerlaubt vom Unfallort. Dank Zeugenaussagen konnte einige Zeit später der Ford von Polizeibeamten der Polizeiinspektion Dessau-Roßlau angehalten und die Insassen (36 und 57) identifiziert werden. Das Autobahnpolizeirevier ermittelt nun zum genauen Unfallhergang und der Klärung, wer zum Zeitpunkt des Unfalls Fahrzeugführer war, sowie wegen des unerlaubten Entfernens vom Unfallort und fahrlässiger Körperverletzung in Verbindung mit einem Verkehrsunfall. Der Verkehr auf der Bundesautobahn 9 wurde während der Unfallaufnahme und Fahrzeugbergung zunächst auf einem Fahrstreifen an der Unfallstelle vorbeigeführt und die gesamte Fahrbahn gegen 13:30 Uhr wieder freigegeben. (mr)
  • Das Amtsgericht Dresden hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Dresden am 5. August 2026 zwei tschechische Staatsangehörige (34/m, 28/w) wegen Betrugs zu Geldstrafen in Höhe von 900 bzw. 600 Euro verurteilt. Das Urteil ist rechtskräftig. Den Beschuldigen lag zur Last, am 4. August 2026 ab 16:30 Uhr in einem Restaurant in der Dresdner Südvorstadt Speisen und Getränke im Gesamtwert von 71,60 Euro verzehrt und dabei von Anfang an beabsichtigt zu haben, die Rechnung nicht zu begleichen. Sie konnten auf frischer Tat gestellt und vorläufig festgenommen werden. Beide waren geständig. Die 28-jährige war bislang weder in Deutschland noch in der Tschechischen Republik vorbestraft. Der 34-jährige war in Deutschland nicht, wohl aber in der Tschechischen Republik einschlägig vorbestraft. Rebecca Gahse Stv. Pressesprecherin
  • Die Niederlassung Chemnitz des Staatsbetriebes Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) hat die umfangreiche Sanierung der Anstaltsküche der JVA Chemnitz erfolgreich abgeschlossen. Die modernisierte Küche wurde nun in Betrieb genommen und ermöglicht eine zuverlässige, energieeffiziente und sichere Vollverpflegung für die Einrichtung. Die bisherige Anstaltsküche war seit 2001 in Betrieb, um tagtäglich die Versorgung der Insassen und Bediensteten zu gewährleisten. Entsprechend war die Ausstattung technisch veraltet und genügte nicht mehr den heutigen Anforderungen. Mit der umfangreichen Sanierung entstand eine moderne Anstaltsküche mit über 500 Quadratmetern Hauptnutzfläche. Sie ermöglicht optimale Arbeitsabläufe für Gefangene und Bedienstete bei der Essenszubereitung. Die genehmigten Gesamtbaukosten für die umfangreiche Sanierung liegen bei rund 8,5 Millionen Euro. Die Baumaßnahme wurde mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushalts. Während der Sanierungsphase wurde die Essensversorgung über eine Containerküche gewährleistet. Die eigentliche Sanierung der Anstaltsküche startete Mitte 2024 und umfasste grundlegende strukturelle und technische Anpassungen, um den aktuellen Anforderungen gerecht zu werden. Im Erdgeschoss wurde die Grundrissstruktur erhalten, allerdings wurden die Raumstrukturen neu geordnet und dem jetzigen Bedarf angepasst. Es wurden neue Kühl- und Tiefkühlzellen zur Lagerverwaltung angeordnet und der Umkleidebereich wurde vergrößert. Im Obergeschoss ist der Grundriss vollständig neu geplant worden. Die Flure sind an die Außenwand verlegt worden. In der Mitte des Grundrisses befinden sich Kühl- und Tiefkühlräume für die Tageseinlagerung. Der Koch- und Bratbereich ist offen gestaltet. Der Lastenaufzug konnte erhalten bleiben, Aufenthaltsräume für Bedienstete und Gefangene mit Sanitäreinrichtungen wurden im Obergeschoss untergebracht.
  • Autoren: Sophia Zeidler (sz) und Uwe Hofmann (uh) Landeshauptstadt Dresden Garagenbrand – Tatverdächtige festgenommen Zeit: 05.08.2026, 12:00 Uhr Ort: Dresden-Großzschachwitz Am Mittwochmittag haben Polizisten eine 32-Jährige festgenommen, nachdem diese mutmaßlich ein Carport an der Pirnaer Landstraße in Brand gesetzt hatte. Das Feuer brach unter dem Carport aus und beschädigte auch eine Doppelgarage und ein angrenzendes Wohnhaus. Verletzt wurde niemand. Der Schaden kann aktuell noch nicht beziffert werden. Die Polizei ermittelt gegen die Deutsche wegen des Verdachts der Brandstiftung. (sz) Kind bei Fahrradunfall schwer verletzt Zeit: 05.08.2026, 18:50 Uhr Ort: Dresden-Pieschen Bei einem Unfall auf der Torgauer Straße hat ein Kind (7) schwere Verletzungen erlitten. Ein 36-Jähriger war mit einem Fahrrad auf der Torgauer Straße unterwegs. Dabei saß der Siebenjährige auf einem Sitz auf der Stange und hatte die Füße auf Fußstützen an der Fahrradgabel. Nach ersten Ermittlungen geriet ein Fuß des Jungen kurz vor der Bürgerstraße in das Vorderrad, woraufhin der Fahrradfahrer mit dem Kind stürzte. Der Siebenjährige kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Der 36-Jährige wurde leicht verletzt. Da er unter dem Einfluss von Amphetaminen stand, wird gegen den Deutschen wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Der Sachschaden beträgt rund 200 Euro. (uh) Mann beraubt Zeit: 05.08.2026, 03:00 Uhr Ort: Dresden-Äußere Neustadt Unbekannte haben in der Nacht zu Mittwoch einen Mann (27) nahe der Görlitzer Straße beraubt. Der 27-Jährige war mit einem Fahrrad unterwegs, als sich ihm drei Männer in den Weg stellten und Geld forderten. Um ihrer Forderung Nachdruck zu verleihen, hielten sie dem Radler einen messerähnlichen Gegenstand vor. Der Überfallene übergab den Tätern seine Geldbörse mit etwa 50 Euro. Die Kriminalpolizei ermittelt nun wegen des Raubes. (sz) Mehrere Kabel gestohlen Zeit: 05.08.2026, 01:45 Uhr und 03:25 Uhr festgestellt Ort: Dresden-Friedrichstadt/ -Löbtau Unbekannte haben Kabel zweier E-Ladesäulen in Dresden gestohlen. An der Friedrichstraße und der Reisewitzer Straße trennten die Täter jeweils ein Kabel im Wert von rund 100 Euro auf unbekannte Weise ab. Der Gesamtschaden beläuft sich auf etwa 7.000 Euro. (sz) Landkreis Meißen Radfahrerin leicht verletzt Zeit: 05.08.2026, 15:05 Uhr Ort: Meißen Bei einem Unfall auf der Niederauer Straße hat eine Radfahrerin (35) leichte Verletzungen erlitten. Die 35-Jährige war auf dem Radweg der Niederauer Straße stadtauswärts unterwegs. An der Einmündung Ferdindstraße wurde sie von einem Honda Civic (Fahrer 19) erfasst, der von der Ferdinandstraße auf die Niederauer Straße einbog. Der Sachschaden beträgt rund 3.000 Euro. (uh) In vier Autos eingebrochen Zeit: 04.05.2026, 19:15 Uhr bis 05.08.2026, 06:00 Uhr Ort: Riesa Unbekannte sind in der Nacht zu Mittwoch in vier Fahrzeuge im Stadtgebiet Riesa eingebrochen. Von einer Mercedes S-Klasse an der Klötzerstraße schlugen die Täter ein Fenster ein und entwendeten ein Portemonnaie mit 300 Euro und diversen Dokumenten. Der Schaden wird auf ca. 300 Euro geschätzt. Bei einem VW Touran gelangten die Unbekannten auf die gleiche Weise in das Fahrzeug. Hier stahlen sie eine Tasche im Wert von rund 20 Euro. Der Sachschaden beläuft sich ebenfalls auf etwa 300 Euro. Auf einem Parkplatz an der Rostocker Straße schlugen die Täter gleich zweimal zu. Bei einem Opel Omega und einem VW Caddy zerstörten sie je eine Scheibe. Aus dem VW entwendeten sie schließlich Kopfhörer im Wert von rund 150 Euro. Der Sachschaden wurde insgesamt etwa 1.000 Euro angegeben. Die Polizei rät: – Schließen Sie immer Türen, Fenster, Kofferraum und Schiebedach! – Lassen Sie keine Wertsachen oder Taschen sichtbar im Auto liegen, auch wenn Sie das Fahrzeug nur kurz verlassen! Lassen Sie grundsätzlich keine Sachen im Auto oder in der Dachbox! – Informieren Sie bei einem Diebstahl sofort die Polizei! (sz) Unfall mit 9.000 Euro Sachschaden Zeit: 05.08.2026, 15:20 Uhr Ort: Großenhain Bei einem Unfall auf der Klostergasse ist ein Sachschaden von rund 9.000 Euro entstanden. Der Fahrer (48) eines Dacia Lodgy fuhr rückwärts, um seitlich in eine Parklücke einzuparken. Dabei stieß er mit einem Skoda Fabia (Fahrer 55) zusammen, der auf den Dacia auffuhr. Es gab keine Verletzten. (uh) Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Vermisster leblos aufgefunden Der seit Freitag vermisste 89-Jährige aus Freital-Hainsberg ist am Mittwochabend leblos aufgefunden worden (siehe Öffentlichkeitsfahndung Nr. 25/2026 vom 3. August 2026). Anhaltspunkte für eine Straftat liegen nicht vor. (sz) Radfahrer bei Unfall leicht verletzt Zeit: 05.08.2026, 18:35 Uhr Ort: Pirna-Copitz Am Mittwoch ist ein Radfahrer (86) bei einem Unfall an der Äußeren Pillnitzer Straße leicht verletzt worden. Der 86-Jährige fuhr auf dem linken Gehweg in Richtung Graupa. Als ein Kia Picanto (Fahrerin 57) aus einer Einfahrt kam, kollidierte der Radler mit diesem. Der Mann erlitt leichte Verletzungen. Der Schaden beläuft sich auf rund 1.000 Euro. Die Polizei hat die Unfallermittlungen aufgenommen. (sz)
  • Mit Blick auf die unverändert hohen Kraftstoffpreise und die aktuell vermeldeten Milliardengewinne der internationalen Mineralölkonzerne, fordert Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter vom Bund endlich wirksame Maßnahmen zu prüfen und den Kraftstoffmarkt stärker im Sinne der Endverbraucher zu gestalten. Die jüngst eingeleiteten Untersuchungen des Bundeskartellamts samt der Aufforderung an Raffineriebetreiber alle Informationen zur Preisbildung verpflichtend herauszugeben, seien ein Schritt in die richtige Richtung. Wirtschaftsminister Panter: »Ich bin es leid: Die Preise an den Zapfsäulen steigen in immer neue Höhen, während große Mineralölkonzerne einen Rekordgewinn nach dem anderen vermelden. Das zeigt doch eindeutig: Hier läuft etwas grundsätzlich schief! Die Zeche zahlen seit Monaten Pendlerinnen und Pendler, Familien auf der Fahrt in den Urlaub und vor allem auch unsere Unternehmen.« Bereits vor dem Auslaufen der befristeten Senkung der Energiesteuer hatte Panter eine Debatte über dauerhafte Lösungen gefordert. Panter weiter: »Wir haben frühzeitig davor gewarnt, erst bei steigenden Spritpreisen wieder über Lösungen zu diskutieren. Genau das erleben wir jetzt. Klar ist, wenn der Wettbewerb allein nicht für faire Preise sorgt, muss der Staat handlungsfähig zeigen. Wir müssen jetzt ernsthaft über einen Preisdeckel nach dem Luxemburger Modell in Deutschland diskutieren. Auch in Frankreich gibt es temporäre Preisdeckelungen. Dort sind Steuern und Abgaben auf Kraftstoffe vergleichbar hoch, die Preise häufig aber niedriger. Daher brauchen auch wir ein wirksames Sicherheitsnetz für außergewöhnliche Krisenzeiten. Wenn Rekordgewinne auf Rekordpreise treffen, muss der Staat handeln.« »Deutschland braucht jetzt den Mut, bewährte europäische Modelle zu prüfen und dort zu handeln, wo Märkte offensichtlich an ihre Grenzen stoßen und Unternehmen ihre Marktmacht missbrauchen. Bezahlbare Mobilität ist keine Frage des Komforts, sondern Voraussetzung für wirtschaftlichen Erfolg und gesellschaftliche Teilhabe. Gerade in einem Flächenland wie Sachsen sind Handwerk, Pflege, Logistik, Mittelstand und viele Pendlerinnen und Pendler auf bezahlbare Mobilität angewiesen. Wir brauchen einen wirksamen Rahmen für faire und planbare Kraftstoffpreise. Dazu gehören eine wirksame Marktaufsicht, die konsequente Abschöpfung außergewöhnlicher Krisengewinne und ein flexibler Preisdeckel.« Hintergrund: Luxemburg setzt auf ein dauerhaftes System gesetzlicher Höchstpreise für Benzin und Diesel. Das luxemburgische Wirtschaftsministerium berechnet diese Obergrenzen regelmäßig auf Basis der internationalen Ölmarktpreise und passt sie meist zweimal im Monat, bei starken Marktschwankungen auch öfter, an. Da Tankstellen diesen Maximalpreis zwar unterschreiten, aber niemals überschreiten dürfen, schöpfen die Betreiber den Spielraum flächendeckend aus, was zu einem landesweit einheitlichen Kraftstoffpreis führt. Für Verbraucher entfallen dadurch die in Nachbarländern wie Deutschland üblichen, teils stündlichen Preisschwankungen im Tagesverlauf komplett.