Neues aus Sachsen
Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
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Raus in die Natur – Aktion »Frühlingsspaziergänge« startet
Am 1. April beginnt die Aktion »Frühlingsspaziergänge«. Bis Ende Juni bieten mehr als 300 geführte Touren die Möglichkeit, die vielfältige Natur und Landschaft im Freistaat Sachsen zu entdecken. Die Aktion ist vom Sächsischen Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft (SMUL) initiiert und wird von zahlreichen Partnern unterstützt. Auch in diesem Jahr gibt es bei den Frühlingsspaziergängen für alle Altersgruppen spannende Aktivitäten: geführte Wanderungen mit Försterinnen und Förstern, Erkundungstouren rund um Sachsens Talsperren, Kräuterwanderungen, Vogelbeobachtungen, Fledermausexkursionen, Ausritte, Fahrradtouren und vieles mehr. Sachsens Umweltminister Georg-Ludwig von Breitenbuch wird am 18. April an einem Rundgang im Zschopautal zum Baumpark Ringethal teilnehmen. Die Touren werden von Umweltbildungseinrichtungen, ehrenamtlichen Naturschützerinnen und Naturschützern, Privatpersonen, Kommunen, dem Staatsbetrieb Sachsenforst sowie von Natur- und Landschaftspflegeverbänden organisiert. Alle Termine und Details zu den Veranstaltungen sind online unter https://www.fruehlingsspaziergang.sachsen.de abrufbar. Das gedruckte Programmheft liegt ab sofort in vielen öffentlichen Einrichtungen aus und kann außerdem beim Broschürenversand der Sächsischen Staatsregierung angefordert werden: https://publikationen.sachsen.de/bdb/artikel/11738. Die Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. -
Raub an Haltestelle – Zeugen gesucht | Brand einer Geschwindigkeitsmesssäule | Brand in ehemaligem DDR-Wohnblock endet mit Festnahme
Verantwortlich: Paul Engelmann Raub an Haltestelle – Zeugen gesucht Ort: Leipzig (Grünau), Lützner Straße / Haltestelle Am Kirschberg Zeit: 30.03.2026, 15:24 bis 15:26 Uhr Einem 13-Jährigen wurde am Montagnachmittag in Grünau die Jacke geraubt. Die Kriminalpolizei sucht nun Zeugen. Der unbekannte männliche Täter fuhr zusammen mit dem 13-Jährigen in der Buslinie 161 oder 61 und stieg mit ihm an der Haltestelle "Am Kirschberg" aus. Dort hielt er den 13-Jährigen am Jackenkragen fest und forderte ihn auf, die Jacke auszuziehen. Dem kam er nach, woraufhin der Täter ihm die Jacke aus der Hand riss. Der Stehlschaden wurde auf 50 Euro beziffert. Der Geschädigte blieb unverletzt. Der unbekannte Täter kann wie folgt beschrieben werden: * circa 1,80 Meter groß * zwischen 16 und 18 Jahre alt * korpulente Statur * Kleidung: schwarze Lacoste-Mütze, schwarze Ellesse-Daunenjacke, schwarze Hose, schwarze Eastpak-Tasche Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen eines Raubdelikts aufgenommen. Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder zu den unbekannten Tatverdächtigen geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden. Brand einer Geschwindigkeitsmesssäule Ort: Leipzig (Zentrum), Straße des 18. Oktober Zeit: 31.03.2026, 03:10 Uhr Am frühen Dienstmagmorgen wurde durch unbekannte Täter eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage in Brand gesetzt. Auf welche Art und Weise die unbekannten Täter die Geschwindigkeitsmesssäule in Brand gesetzt hatten, ist derzeit nicht bekannt. Die Säule wurde erheblich beschädigt und ist nicht mehr funktionstüchtig. Es entstand ein Sachschaden von über 100.000 Euro, Personen wurden nicht verletzt. Brand in ehemaligem DDR-Wohnblock endet mit Festnahme Ort: Leipzig (Kleinzschocher), Diezmannstraße Zeit: 29.03.2026, gegen 08:20 Uhr Am Sonntagmorgen brannte es in Kleinzschocher in einem alten unsanierten Wohnblock. Dabei wurden eine Langwaffe und mehrere Drogen gefunden. Aus bislang unbekannten Gründen kam es im Anbau eines alten Wohnblocks aus DDR-Zeiten in der Diezmannstraße zu einem Brand. Infolge des Feuers mussten acht Personen durch die Feuerwehr der Stadt Leipzig evakuiert werden, die sich zu dem Zeitpunkt dort aufhielten. Alle blieben unverletzt. Es entstand Sachschaden in bislang unbekannter Höhe. Im Rahmen der Brandbekämpfung fand die Feuerwehr in einem Raum eine Schusswaffe. Daraufhin ordnete das zuständige Gericht die Durchsuchung der betreffenden Wohnung an. Polizeibeamte stellten mehrere Hieb- und Stichwaffen sowie eine Schusswaffe, mehrere tausend Euro Bargeld, Drogen und Feinwaagen sicher. Es handelte sich um Amphetamine, Kokain, Heroin, Cannabis und MDMA-Pillen. Der 55-jährige Mieter der Wohnung (russisch) wurde im Anschluss an die Durchsuchung festgenommen und einem Haftrichter vorgeführt, der ihn in Untersuchungshaft nahm. Die weiteren Ermittlungen führt das zuständige Fachkommissariat der Kriminalpolizei Leipzig. -
Kind bei Unfall schwer verletzt | Diesel gestohlen | Wohnungseinbruch
Autoren: Marko Laske (ml), Lukas Reumund (lr), Uwe Hofmann (uh) Landeshauptstadt Dresden Kind bei Unfall schwer verletzt Zeit: 30.03.2026, 17:45 Uhr Ort: Dresden-Pieschen Bei einem Verkehrsunfall auf der Osterbergstraße hat ein Kind (7) schwere Verletzungen erlitten. Das Mädchen lief nahe der Torgauer Straße auf die Fahrbahn und wurde von einem VW Multivan (Fahrerin 36) erfasst. Die Siebenjährige kam in ein Krankenhaus. (uh) Autofahrerin mit 1,4 Promille Zeit: 30.03.2026, 20:15 Uhr Ort: Dresden, OT Langebrück Eine alkoholisierte Autofahrerin (41) ist auf der Beethovenstraße gegen geparkte Autos gefahren. Dabei wurde die Frau leicht verletzt. Die 41-Jährige war mit einem VW Multivan in Richtung Weißiger Straße unterwegs, als sie gegen einen Skoda Fabia und einen Peugeot 308 am linken Fahrbahnrand stieß. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Peugeot gegen einen VW Golf geschoben. Es entstand Sachschaden in unbekannter Höhe. Die VW-Fahrerin stand mit mehr als 1,4 Promille unter dem Einfluss von Alkohol, wie ein Test ergab. Polizisten veranlassten eine Blutentnahme bei der deutschen Staatsangehörigen und behielten ihren Führerschein ein. Sie ermitteln wegen der Gefährdung des Straßenverkehrs gegen die Frau. (uh) Diesel gestohlen Zeit: 27.03.2026, 15:00 Uhr bis 30.03.2026, 06:30 Uhr Ort: Dresden-Äußere Neustadt Von zwei Baufahrzeugen haben Unbekannte am Wochenende den Kraftstoff gestohlen. Die Täter gelangten auf ein Baustellengelände an der Königsbrücker Straße und zapften insgesamt rund 500 Liter Diesel von einer Raupe sowie einem Bagger ab. Sachschaden entstand augenscheinlich nicht. (lr) In Wohnmobil eingebrochen Zeit: 29.03.2026, 19:00 Uhr bis 30.03.2026, 08:20 Uhr Ort: Dresden-Kaditz In der Nacht zu Sonntag sind Unbekannte in ein Wohnmobil auf einem Gelände an der Kötzschenbroder Straße eingebrochen. Die Täter zerschnitten einen Zaun um auf das Gelände zu gelangen. Sie beschädigten eine Tür des Fahrzeugs und bauten im Inneren unter anderem ein Kochfeld aus. Mutmaßlich versuchten sie weitere Einbauten zu stehlen, was misslang. Von einem weiteren Mobil stahlen sie zudem eine Zierleiste sowie eine Begrenzungsleuchte. Sie hinterließen einen Sachschaden in Höhe von rund 5.000 Euro. Der Wert des Diebesgutes beläuft sich auf etwa 550 Euro. (lr) In Kantine eingebrochen Zeit: 27.03.2026, 15:30 Uhr bis 30.03.2026, 05:30 Uhr Ort: Dresden-Leipziger Vorstadt Am Wochenende haben Unbekannte Lebensmittel aus einer Kantine am Pestalozziplatz gestohlen. Die Täter gelangten auf unbekannte Weise in ein Gebäude. Sie drückten einen Rollladen nach oben und gelangten in den Kantinenbereich. Daraus stahlen sie Getränke und Backwaren im Wert von etwa 80 Euro. (lr) Balkonbrand Zeit: 30.03.2026, 12:40 Uhr Ort: Dresden-Gruna Gestern Nachmittag kam es in einem Wohnhaus an der Calvinstraße zu einem Balkonbrand. Personen wurden nicht verletzt. Zum Sachschaden liegen noch keine Angaben vor. Die Polizei hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. (ml) Vermisste wieder da Zeit: 30.03.2026, 17:45 Uhr Ort: Dresden-Niederwartha Die vermisste 15-Jährige aus Dresden ist wieder da (siehe Öffentlichkeitsfahndung Nr. 13/26 vom 30.März 2026). Sie meldete sich bei Angehörigen und wurde wohlbehalten angetroffen. (lr) Landkreis Meißen Zwei Schwerverletzte bei Unfall Zeit: 30.03.2026, 21:15 Uhr Ort: Moritzburg, OT Auer Auf der Einmündung S 80/S 81 sind am Montagabend zwei Autofahrer schwer verletzt worden. Eine 48-Jährige kam mit einem Peugeot 208 auf der S 80 aus Richtung Weinböhla. Sie bog nach links in Richtung Auer ab. Dabei stieß sie mit einem Fiat Doblo (Fahrer 66) zusammen, der im Gegenverkehr in Richtung Weinböhla fuhr. Beide mussten mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser gebracht werden. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 50.000 Euro. (lr) Frau angefahren und geflohen Zeit: 30.03.2026, 10:50 Uhr Ort: Riesa Auf der Langen Straße ist am Montag eine Frau (66) bei einem Unfall leicht verletzt worden. Die 66-Jährige lief vom Sportlerweg über die Lange Straße. Dabei wurde sie von einem VW T-Cross erfasst, dessen Fahrerin (72) aus einer Grundstücksausfahrt kam und nach rechts in Richtung Chemnitzer Straße abbog. Die Fußgängerin stürzte und wurde leicht verletzt. Die 72-Jährige fuhr mit dem Wagen nach dem Unfall davon. Alarmierte Beamte konnten sie nach Zeugenaussagen wenig später antreffen und stellten Unfallspuren am VW fest. Gegen die deutsche Autofahrerin wird nun unter anderem wegen der Unfallflucht ermittelt. (lr) Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Gartengeräte gestohlen Zeit: 27.03.2026, 14:00 Uhr bis 30.03.2026, 12:00 Uhr Ort: Bad Schandau Aus Firmengebäuden an der Friedrich-Gottlob-Keller-Straße haben Unbekannte am Wochenende Gartengeräte gestohlen. Die Täter gelangten durch zwei Fenster in das Gebäude. Zudem beschädigten sie das Tor einer Garage und öffneten dieses. Sie stahlen unter anderem Kettensägen, Laubgebläse, Sensen sowie Heckenscheren im Wert von rund 10.000 Euro. Der Sachschaden ist nicht beziffert. (lr) Wohnungseinbruch Zeit: 30.03.2026, 07:00 Uhr festgestellt Ort: Pirna-Copitz In den vergangenen Tagen sind Unbekannte in eine Wohnung an der Wirthstraße eingebrochen. Die Täter hebelten die Balkontür auf und drangen in die Räume ein. Anschließend durchsuchten sie diese und stahlen unter anderem einen Laptop sowie 700 Euro Bargeld. Der Schaden an der Balkontür beträgt etwa 200 Euro. (ml) Hakenkreuzschmiererei Zeit: 30.03.2026, 10:50 Uhr polizeibekannt Ort: Klingenberg, OT Ruppendorf In den vergangenen Tagen haben Unbekannte eine Hausfassade an der Freiberger Straße mit einem etwa einen Meter großen Hakenkreuz beschmiert. Schadensangaben liegen noch nicht vor. Die Polizei ermittelt wegen des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. (ml) -
Falsche Handwerker: Warnung vor Betrugsmasche
Verantwortlich: Paul Engelmann Falsche Handwerker: Warnung vor Betrugsmasche Aktuell kommt es im Leipziger Umland wieder zu einer bekannten Betrugsmasche, bei der die mutmaßliche Reinigung von Dachrinnen im Fokus steht. Die Masche der Betrüger beginnt in der Regel mit einem Klingeln an der Haustür. Die Betrüger bieten eine Reinigung der Dachrinnen für 20 Euro an. Lässt man sich darauf ein, wird die Reinigung jedoch deutlich teurer als die vereinbarten 20 Euro. Zudem werden auch Maler-, Pflaster- und Baumfällarbeiten sowie Reinigungsdienste zu massiv überteuerten Preisen angeboten. Meist versuchen die Täter auch in das Innere der Wohnhäuser zu gelangen, um dort Wertgegenstände zu erbeuten. Bürger im Leipziger Umland wiesen die Polizei auf dieses Phänomen hin, bei dem es derzeit jedoch zu keinem Vermögensschaden kam. Die Polizei warnt vor dieser Betrugsmasche und bittet darum, dass Betroffene oder Zeugen sich umgehend bei der Polizei melden und dies zur Anzeige bringen. Verhaltenshinweise: * Seien Sie bei derartigen Angeboten äußerst vorsichtig und sensibel. * Lassen Sie nur Handwerker auf das Grundstück und ins Haus, die Sie selbst bestellt haben oder die von einer Hausverwaltung, z. B. per Aushang, angekündigt wurden. * Lehnen Sie Anfragen von Handwerkern, die spontane Bauarbeiten anbieten, ab. * Wenn Sie sich unsicher sind, halten Sie diesbezüglich Rücksprache mit dem Hausverwalter, einer Person ihres Vertrauens oder der Polizei. -
»Wir liefern!« Wirtschaftsminister Dirk Panter stellt »Zukunftspaket I« für Wirtschaft und Arbeit in Sachsen vor
Wirtschaftsminister Dirk Panter hat heute über das erste Zukunftspaket zur weiteren positiven Entwicklung von Wirtschaft und Arbeit im Freistaat Sachsen informiert. Es bündelt konkrete Vorhaben zum Bürokratieabbau, zur Beschleunigung von Neugründungen sowie zur Förderung von Mittelstand und Handwerk. »Sachsen ist ein starker Wirtschaftsstandort. Aktuell sind die Zeiten aber wirtschaftlich schwierig. Deshalb ist es unsere oberste Aufgabe, Wertschöpfung und Beschäftigung in Sachsen zu halten und zu stärken. An diesem Ziel arbeiten wir Tag für Tag. Wir müssen dafür die Wettbewerbsfähigkeit erhöhen: Wir sind nicht mehr automatisch innovativer und besser als andere. Im Gegenteil, wir müssen effizienter werden und zum Beispiel Gelder und Förderungen effizienter einsetzen. Das alles natürlich mit dem Ziel, den Standort zu stärken und damit Arbeitsplätze zu sichern. Deswegen drehen wir gerade jeden Stein um, schaffen überflüssige Vorschriften ab und befreien so die sächsische Wirtschaft von unnötiger Bürokratie. Gleichzeitig setzen wir wieder verstärkt auf ein Klima des Vertrauens. Wir möchten Dinge besser machen, arbeiten pragmatisch an Lösungen. Und: Wir liefern!«, sagte Panter am Montag in Dresden. Neuaufstellung der GRW: »Goldplating ist in Sachsen Geschichte!« Das Bund-Länder-Programm GRW (Gemeinschaftsaufgabe »Verbesserung der Regionalen Wirtschaftsstruktur«) ist das wichtigste Instrument der regionalen Wirtschafts- und Strukturpolitik. Es wird konsequent an die aktuellen Herausforderungen angepasst. Der so genannte GRW-Koordinierungsrahmen wurde auf Bund-Länder-Ebene zum 1. Januar 2026 neu aufgestellt. Die Vereinfachungen des Bundes nimmt Sachsen zum Anlass, die sächsische GRW ebenfalls zu verschlanken und den Fördervollzug zu vereinfachen. Durch die Vereinfachung der Förderrichtlinien – etwa durch die Reduzierung branchenbezogener Ausschlüsse, die Abschaffung sächsischer Eigenmittelanforderungen und die Flexibilisierung der Lohnkostenförderung – wird die einzelgewerbliche Wirtschaftsförderung (GRW-Riga) für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) deutlich zugänglicher. Gleichzeitig erleichtert die Anpassung der kommunalen Infrastrukturförderung (GRW-Infra) – etwa durch förderfähige Grunderwerbskosten bei Gewerbegebietserschließungen, verkürzte Bindungsfristen und vereinheitlichte Fördersätze im ländlichen Raum – die Revitalisierung von Altstandorten und die Entwicklung wirtschaftsnaher Projekte. Dazu Wirtschaftsminister Panter: »Goldplating ist in Sachsen Geschichte! Der Freistaat verzichtet künftig bewusst auf zusätzliche sächsische Sonderregeln und hält die neuen Richtlinien der GRW-Riga und GRW-Infra im Bundesvergleich besonders schlank. So schaffen wir ein neues und unkompliziertes Verfahren zur Förderung der regionalen Wirtschaft. Die Rückmeldungen aus der externen Anhörung sind positiv, weshalb wir noch im ersten Halbjahr 2026 einen Kabinettsbeschluss anstreben.« In der Richtlinie GRW-Riga wurde bereits im Mai 2025 der Förderausschluss für die Herstellung von Erzeugnissen aus Beton, Zement und Gips aufgehoben. Der Ausschluss hatte sich als Hemmnis für Investitionen von Unternehmen aus der Baustoffbranche erwiesen. Von der angepassten Regelung profitierte zum Beispiel schon das Chemnitzer Unternehmen RAILBETON HAAS GmbH. Meisterbonus: Handwerk stärken und Anerkennung geben Um den Zugang zur Meisterqualifikation zu erleichtern und die Attraktivität des beruflichen Aufstiegs zu stärken, soll der Meisterbonus für alle Meisterabschlüsse, die ab dem Jahr 2026 gemacht werden, auf 3.000 Euro steigen. Der Bedarf dafür ist groß: In Sachsen sind fast 40 Prozent der eingetragenen Betriebsinhaberinnen und -inhaber über 55 Jahre alt; rund 19.000 Betriebe müssen in den kommenden zehn Jahren übergeben werden. Panter: »Eine starke berufliche Bildung ist deshalb eine zentrale Zukunftsaufgabe. Meisterabschlüsse sichern qualifizierte Ausbildung, ermöglichen Unternehmensgründungen und -übernahmen und bilden das Rückgrat einer leistungsfähigen regionalen Wirtschaft.« Berufsbildung stärken: Investitionen in Überbetriebliche Berufsbildungsstätten In den Bildungsstätten des Handwerks in Sachsen hat sich in den vergangenen Jahren ein erheblicher Investitionsstau aufgebaut. Der geschätzte Investitionsbedarf für Modernisierung und Neubau beträgt derzeit rund 77 Millionen Euro. Zwar liegt die Verantwortung für die Ausstattung der Überbetrieblichen Berufsbildungsstätten (ÜBS) in erster Linie bei der Wirtschaft und den Handwerkskammern. Gleichzeitig hat der Freistaat Sachsen in der Vergangenheit immer wieder entsprechende Investitionsmaßnahmen unterstützt. Um den Investitionsstau aufzulösen, sollen daher rund elf Millionen Euro aus dem Landesarm des Sachsenfonds bereitgestellt werden. »Wir schaffen Planungssicherheit und klare Perspektiven für eine angemessene Modernisierung der Infrastruktur im Bereich der beruflichen Bildung. Moderne Berufsbildungsstätten stärken den Mittelstand und das Handwerk«, betonte Minister Panter. Bürokratieabbau: Vorschriften reduzieren, Vertrauen stärken Grundsätzlich forciert das SMWA in jeglichen Bereichen den Bürokratieabbau und setzt auf praxisnahe Lösungen. Alle sächsischen Normen werden gemäß Kabinettsbeschluss vom 3. März 2026 auf den Wegfall von Berichts-, Auskunfts-, Nachweis-, Dokumentations- und Aufbewahrungspflichten mit externer Wirkung kritisch geprüft. Die vollständige Umsetzung soll bis Ende 2027 vollzogen sein. Die Berichtspflichten, die bestehen bleiben sollen, werden auf mögliche Bündelungen, die Vereinheitlichung von Stichtagen und Verlängerung des Turnus überprüft, damit Unternehmen ähnliche Pflichten nur noch einmal erfüllen müssen. Dieser Auftrag gilt auch für Berichts- und Dokumentationspflichten, die den Kommunen durch das Land auferlegt sind. Ein Fortbestehen ist beispielsweise dann begründet, wenn die Pflicht durch höherrangiges Recht gegeben ist oder sie der Umsetzung der nationalen Sicherheit dient. * Bewährt hat sich bereits der »Praxischeck Lebensmittelhandwerk«, weshalb das Konzept auf andere Branchen ausgeweitet werden soll. * Ein weiteres Beispiel für gelungenen Bürokratieabbau sind die seit Juli 2025 geltenden transparenten Zahlungserleichterungen für Leistungsempfänger der Corona-Programme. Inzwischen wurden fast 15.000 Anträge auf Zahlungserleichterungen gestellt, über 13.000 wurden bewilligt, davon fast 9.000 Einstellungen der Forderungsverfolgung mit einem Volumen von 38 Millionen Euro. * Die vorfristige Vernichtung von Projektakten aus dem EU-Strukturfonds ESF (Gesamtlänge: 1,386 Kilometer) spart mindestens 150.000 Euro, die für die weitere Aufbewahrung erforderlich gewesen wären. * Überprüft wird die Nebenbestimmung in Zuwendungsbescheiden der Sächsischen Aufbaubank – Förderbank – (SAB), wonach der Zuwendungsempfänger alle mit der Förderung zusammenhängenden Unterlagen erst nach Freigabe durch die SAB vernichten darf. Künftig soll ausschließlich die Aufbewahrungsfrist gelten, welche die SAB nach Abschluss der Verwendungsnachweisprüfung mitgeteilt hat. Eine Anfrage an die SAB vor Vernichtung wäre dann nicht mehr erforderlich, wodurch auch der Prüfaufwand bei der SAB entfallen würde. * Bisher gab es unterschiedliche Leitfäden für die EU-Strukturfonds EFRE/JTF und ESF. Nunmehr wurden beide Leitfäden zu einem gemeinsamen Leitfaden zusammengeführt. Insbesondere für Zuwendungsempfänger, die sowohl EFRE/JTF- als auch ESF-Fördermittel erhalten, ist dies eine Vereinfachung. * In der Richtlinie Kreislaufwirtschaft ist die Klimaverträglichkeitsprüfung für die Mehrheit der Vorhaben entfallen oder zumindest der Aufwand wurde dafür erheblich verringert. In der Prüfung befinden sich Erleichterungen im Strukturfonds JTF: Die Förderung von produktiven Investitionen von Großunternehmen soll auch ohne Lückenanalyse möglich sein, sodass in Sachsen zusätzlich Großunternehmen und öffentliche Unternehmen in der Region Chemnitz finanziell unterstützt werden könnten. * Die Förderabgabenvoranmeldung und Abschlagszahlung durch den Bergbauunternehmer soll künftig nur noch halb- statt vierteljährlich erfolgen. Zudem soll die Pflicht zur Abgabe der Förderabgabenvoranmeldung und Abschlagszahlung entfallen, wenn die Förderabgabe für den Erhebungszeitraum voraussichtlich nicht mehr als 35.000 Euro betragen wird. Bisher lag die Grenze bei 25.000 Euro. Der Kabinettsbeschluss ist im zweiten Quartal 2026 geplant. * Im Vergaberecht nutzt das Wirtschaftsministerium Auslegungsspielräume, um bei Verfahren im Baubereich Wirtschaft und Verwaltung ein möglichst einfaches Verfahren zu empfehlen. Bei Aufträgen bis 50.000 Euro ist in Sachsen nach Einschätzung des SMWA sowohl die direkte Vergabe als auch ein freihändiges Vergabeverfahren möglich. Perspektivisch bleibt die Novellierung des Sächsischen Vergabegesetzes aber das Ziel, um vollständige Rechtssicherheit zu gewährleisten und weitere Verfahrenserleichterungen zu ermöglichen. Verwaltungsmodernisierung: Strukturen straffen und effizienter aufstellen Um in der Verwaltung effiziente Abläufe zu schaffen und in finanziell herausfordernden Zeiten selbst Kosten einzusparen, beabsichtigt das SMWA die Anpassung seiner Organisationsstruktur. Im Ergebnis der hausinternen Prüfaufträge soll die Digitalagentur Sachsen (DiAS) in bestehende Strukturen des Ministeriums integriert werden. Das Zentrum für Fachkräftesicherung und Gute Arbeit (ZEFAS) wird neu strukturiert, um Aufgaben entschlackt und mit bestehenden Strukturen des Ministeriums synchronisiert – mit dem klaren Fokus auf Fachkräftezuwanderung. Aufgaben werden so zentraler gesteuert und bearbeitet. Überdies soll der Abbau von Beiräten Abstimmungsschleifen minimieren, die Zusammenlegung von Wettbewerben und Preisverleihungen Synergien heben. Gründen in 24 Stunden: Verfahren beschleunigen, Digitalisierung nutzen Der Bund treibt einen vollständig digitalen Gründungsprozess in 24 Stunden voran. Verbindliche Standards und harmonisierte Genehmigungsverfahren sollen Gründungen, die derzeit im Durchschnitt vier bis acht Wochen dauern, beschleunigen. Das Sächsische Kabinett hat das SMWA am 3. März 2026 beauftragt, dieses Vorhaben für den Freistaat Sachsen federführend zu begleiten. »Unser Ziel sind schnelle und digitale Verfahren für eine moderne Gründungskultur«, so Dirk Panter. Es wird auch daran gearbeitet, die flächendeckende Nutzung eines einheitlichen Online-Dienstes für die Ab- und Ummeldung von Gewerbe im Freistaat Sachsen durch alle sächsischen Kommunen zu erreichen. Zukunftsstiftung: Neues Instrument für Wachstum und Innovation prüfen Minister Panter unterstützt die Wirtschaft außerdem in ihrem Ziel, eine Zukunftsstiftung zu errichten. Dahinter steht der Gedanke, dass Herausforderungen wie Unternehmensnachfolgen, Wachstum, Transformation und Technologietransfer aus einem durch Verzinsung und Wertsteigerung wachsenden Stiftungsvermögen flexibler und langfristiger finanziert werden könnten als aus dem Landeshaushalt. Die Abstimmungen zur Finanzierung des Stiftungskapitals, zur Einbettung in die bestehende Förder- und Finanzierungslandschaft, zum Stiftungszweck und zur rechtlichen Ausgestaltung laufen derzeit an. »Wir schaffen ein nachhaltiges, bürokratiearmes Finanzierungsinstrument für mehr Wachstum und Innovation in der sächsischen Wirtschaft durch die Beteiligung des Landes an Unternehmen«, kündigte Panter an.