Neues aus Sachsen
Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
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Plauen, OT Chrieschwitz: Polizeieinsatz
Verantwortlich: Christina Friedrich Polizeieinsatz Zeit: 02.10.2026 bis 03.10.2026 Ort: Plauen, OT Chrieschwitz Am Freitag und in der Nacht zum Samstag waren Polizeikräfte im Plauener Stadtteil Chrieschwitz im Einsatz. Aufgrund von Hinweisen auf eine möglicherweise bevorstehende schwere Straftat nahmen Polizeibeamte einen 20-Jährigen in polizeiliches Gewahrsam und durchsuchten zwei Wohnungen am Friesenweg und an der Marie-Curie-Straße. Dabei kamen auch Spezialeinheiten des Landeskriminalamtes zum Einsatz. Die Ermittlungen gegen den 20-jährigen Libanesen dauern an. Derzeit können keine weiteren Informationen zum Stand der Ermittlungen und möglichen Hintergründen gegeben werden. (cf) -
Missverständliches Posting gelöscht
In einem Social Media-Posting auf den Plattformen Instagram und X hatte das Sächsische Innenministerium am 20. September 2026 eine Äußerung von Innenminister Armin Schuster zur Anwesenheit eines Clanoberhaupts auf einer Wahlparty der Partei "Die Linke" wiedergegeben. Soweit hierdurch der Eindruck entstanden sein sollte, aus parteipolitischen Erwägungen einem Wettbewerber zu schaden, stellt der Innenminister klar, dass das Posting allein darauf abzielte, vor dem Einfluss von Clankriminellen auf die Politik zu warnen. Staatsminister des Innern Armin Schuster: »Die Anwesenheit auf einer öffentlichen Parteiveranstaltung des Oberhaupts desjenigen Clans, von dem Mitglieder durch Gerichtsverfahren für den schweren Einbruch ins Grüne Gewölbe in Dresden verantwortlich und schuldig gesprochen worden sind, stößt auf völliges Unverständnis rechtschaffener Bürger nicht nur in Sachsen. Es entspricht der Erfahrung der Sicherheitsbehörden, dass eine derartige öffentliche Inszenierung und mediale Selbstdarstellung von Clanchefs zusammen mit Personen des öffentlichen Lebens dem Muster und der Strategie folgt, Politik zu beeinflussen. Unabhängig von Parteizugehörigkeiten ist es Aufgabe des Innenministers und des Dienstherrn der Sicherheitsbehörden im Freistaat Sachsen, in Fragen der Sicherheit klare Kante gegen jede Form von Clankriminalität, Extremismus oder Antisemitismus zu zeigen.« -
Hubschraubereinsatz im Gebiet um Rathen beendet
Der Hubschraubereinsatz zur Beseitigung von Sturmschäden im Gebiet um die Felsenbühne Rathen und den Amselsee ist am 2. Oktober 2026 abgeschlossen worden. Nach dem Sturmereignis hatte die Gefahrenabwehr im touristischen Kerngebiet um die Felsenbühne und den Amselsee höchste Priorität. Auch einer Massenvermehrung von Borkenkäfern galt es vorzubeugen. Da ein Abtransport des Holzes aufgrund der Gelände- und Zufahrtsbedingungen mit konventionellen Mitteln von dort nicht möglich war, blieb nur der schnelle Abtransport per Hubschrauber. Die Organisation und Vergabe der Leistung erfolgten durch Sachsenforst mit höchster Dringlichkeit innerhalb von zwei Wochen nach dem Sturmereignis. Den Zuschlag erhielt eine österreichische Firma, die auf solche Einsätze spezialisiert ist. Planmäßiger und unfallfreier Ablauf Die vorbereitenden Arbeiten auf der Fläche sowie der Hubschraubereinsatz selbst waren bestens koordiniert und liefen planmäßig sowie unfallfrei ab. In der ersten Woche stand die Sicherung des Geländes der Felsenbühne im Vordergrund. Zahlreiche aufwendige und komplizierte Stehendentnahmen gefährlicher Bäume, bei denen der Baum erst am Lastenseil des Hubschraubers befestigt und dann abgesägt wird, waren notwendig. Anschließend erfolgte die Beräumung des Schadholzes im Raaberkessel und entlang des Ostufers des Amselsees. Insgesamt wurden so rund 2.000 Festmeter Holz per Hubschrauber abtransportiert und anschließend durch Harvester und Forwarder der Maschinenstation Königstein des Sachsenforstes zu Sortimenten aufbereitet und für den Abtransport in verschiedene Holzwerke vorbereitet. Zum Glück spielten die Wetterbedingungen im Einsatzzeitraum weitestgehend mit, sodass nur kurzfristige Unterbrechungen der Hubschrauberarbeiten notwendig waren. Wie es weiter geht Zu Beginn der kommenden Woche werden letzte Sicherungs- und Aufräumarbeiten am Amselsee sowie an der Zuwegung zur Felsenbühne durchgeführt. Anschließend erfolgt die Bearbeitung weiterer Schadflächen im unmittelbaren Umfeld mit Seilkrantechnik. Bei der Seilkrantechnik handelt es sich um eine sehr bodenschonende Variante der Holzbringung im steilen und unbefahrbaren Gelände. Genau wie beim Hubschraubereinsatz verbleibt im Hinblick auf den Borkenkäfer unproblematisches Rest- und Kronenholz sowie das Laubholz auf der Fläche. Um Gefahren für Besucherinnen und Besucher während der weiteren Aufräumarbeiten zu vermeiden, bleibt die aktuelle Waldsperrung im bisherigen Rahmen vorerst bestehen. Es wird angestrebt, den Amselsee noch im Oktober wieder für die Öffentlichkeit freigeben zu können. Bis dahin werden alle Waldbesucher weiterhin um Geduld gebeten, bis die Arbeiten abgeschlossen sind. Der Gamrig sowie der private Parkplatz am Gamrig, der als Hubschrauberlandeplatz genutzt wurde, sind bereits wieder freigegeben. Der Parkplatz am Gamrig der Nationalpark- und Forstverwaltung Sächsische Schweiz bleibt hingegen für die Holzlagerung im Rahmen des Seilkraneinsatzes weiterhin gesperrt. Über die aktuellen Wegesperrungen können Sie sich auf der Homepage der Nationalpark- und Forstverwaltung von Sachsenforst informieren: Sturmschädenbehebung im Rathener Gebiet - Nationalpark Sächsische Schweiz Sachsenforst dankt allen Partnern und Unternehmen, die an den bisherigen Maßnahmen beteiligt waren, für die gute Zusammenarbeit und Unterstützung sowie allen Anwohnerinnen und Anwohnern für die Akzeptanz der Maßnahme trotz erheblicher Lärmbelastung durch die Hubschrauber. Hintergrund Am 31. Juli hatte ein kurzes, heftiges Unwetter den Bereich um den Amselsee und die Felsenbühne Rathen schwer verwüstet. Ein Mensch kam dabei ums Leben. Meteorologen gingen davon aus, dass eine sogenannte Fallböe das Areal getroffen hat. Dabei schießt ein kräftiger Abwind aus einem Gewitter nach unten. Ein Teil der Sächsischen Schweiz, ringsum Rathen, blieb nach dem Sturmereignis gesperrt. -
Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek übernimmt bedeutende Menükarten-Sammlung des Dresdner Kochs Reinhard Lämmel für das Deutsche Archiv der Kulinarik
Das Deutsche Archiv der Kulinarik freut sich über einen hochkarätigen Neuzugang: Die Witwe des im vergangenen Jahr verstorbenen Kochs, Publizisten und Sammlers Reinhard Lämmel (1950-2025) übergibt dessen umfangreichen Nachlass an die SLUB Dresden. Mit rund 1.500 historischen Menü- und Speisekarten aus dem 19. und 20. Jahrhundert ergänzt die Sammlung Lämmel die Bestände zur regionalen Gastronomiegeschichte Sachsens. Von besonderer Bedeutung sind kunstvoll gestaltete sächsische Menükarten aus der Jahrhundertwende vom 19. zum 20. Jahrhundert sowie Menü- und Speisekarten aus Dresdner Interhotels der 1960er und 1970er Jahre wie dem Hotel Bellevue, das seit 1985 die exquisite Küche der DDR prägte und in dem Reinhard Lämmel selbst als Spitzenkoch tätig war. Seine Witwe Liane Lämmel betont: »Mein Mann war mit großer Leidenschaft Sammler. Er hat über Jahrzehnte hinweg mit tiefem Verständnis und großer Leidenschaft Speise- und Menükarten zusammengetragen, hat ihre Herkunft erforscht und seine Begeisterung für Esskultur mit anderen geteilt. Seine Sammlung ist weit mehr als eine Anhäufung von Dokumenten – sie bildet eine lebendige Chronik der Gastlichkeit und der kulinarischen Trends verschiedener Epochen ab. Mit der Übergabe an die SLUB Dresden wird dieses kulturhistorische Erbe nun für Forschung und Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Das Deutsche Archiv der Kulinarik ist der ideale Ort, um diese wertvollen Zeitzeugnisse zu bewahren. Dafür bin ich sehr dankbar.« Der Nachlass von Reinhard Lämmel wird nun bibliothekarisch erschlossen und steht damit für die Recherche zur Verfügung. Forschende können die Sammlung für die wissenschaftliche Nutzung im Lesesaal Sammlungen in der SLUB Zentralbibliothek einsehen. Reinhard Lämmel: Koch, Kritiker und Sammler Nach seiner Lehre als Koch im Interhotel Astoria Dresden war Reinhard Lämmel (1950-2025) viele Jahre lang Küchenchef in einigen der renommiertesten Häuser Sachsens, darunter im Hotel Bellevue Dresden. Nach Stationen im Interhotel Kongreß in Karl-Marx-Stadt und als Maitre im Italienischen Dörfchen sowie Auslandsaufenthalten in Budapest und Istanbul führte er von 1996 bis 2001 die Schlossküche auf Schloss Weesenstein. Unter seiner Leitung wurde das Restaurant mit 14 Punkten im Gault Millau ausgezeichnet. Über die Küche hinaus wirkte Lämmel als kritischer Geist und Publizist. In seinem 2007 erschienenen Werk Das Sachsen-Kochbuch sowie in zahlreichen journalistischen Beiträgen setzte er sich fundiert mit dem »Mythos« der sächsischen Nationalküche auseinander. Unter anderem schrieb er regelmäßig für die Rubrik Essen und Trinken in der Sächsischen Zeitung. Er sammelte systematisch Menü- und Speisekarten. Teile seiner Sammlung zeigte er bereits 2012 öffentlich in der Sonderausstellung Aufgetischt auf Burg Stolpen. Ergänzung der Bestände zur DDR-Spitzengastronomie Die im Nachlass Reinhard Lämmels befindlichen Stücke ergänzen die Sammlungen des Deutschen Archivs der Kulinarik im Bereich der Spitzengastronomie der ehemaligen DDR, insbesondere des Interhotels Bellevue in Dresden. Aus der dortigen Patisserie werden bereits die Rezeptkalkulationen von Christine Giersch, der profiliertesten DDR-Patissière, bewahrt. Von Erhard Müller, Chefkoch einer der vier Küchen des Bellevues, erhielt das Deutsche Archiv der Kulinarik die Kalkulationen der Endküche »EG-West«. Darin sind auch die Rezepte für das »Palaisrestaurant«, den »Bankettsaal«, für das »Café Pöppelmann«, den Bierkeller und für die Salons erhalten. Auch der Nachlass von Klaus Martin, dem ersten gastronomischen Leiter des Hotels, wird an der SLUB Dresden bewahrt. Darin befinden sich unter anderem Unterlagen zur Einrichtung des Bellevues. -
Hochwasserschutzdeich an der Elbe in Dresden-Kaditz wird erhöht - Elberadweg muss weiträumig umgeleitet werden
Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen hat in dieser Woche mit bauvorbereitenden Maßnahmen im Bereich des Hochwasserschutzdeiches in Dresden-Kaditz begonnen. Ab 12. Oktober 2026 starten dann die eigentlichen Bauarbeiten. Der Hochwasserschutzdeich wird verstärkt und erhöht. Zusätzlich erhält die Anlage einen Deichverteidigungsweg. Die Bauarbeiten dauern voraussichtlich bis Ende 2027 und kosten 4,1 Millionen Euro, finanziert durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und den Freistaat Sachsen. Mit dem Bauprojekt sollen Teile der Dresdner Stadtteile Kaditz und Mickten vor einem Hochwasser geschützt werden, wie es statistisch gesehen einmal in 100 Jahren auftritt (HQ100= 4.37 m³/s). Auch für die angrenzende Kläranlage ist ein höherer Schutz vor Hochwasser nötig. Dieser wird in Kooperation mit der Stadtentwässerung Dresden gleichzeitig umgesetzt. Der vorhandene Deich zwischen der Flügelwegbrücke und dem Einlauf der Kaditzer Flutrinne in die Elbe erhält auf einer Länge von 1,3 Kilometern eine Innendichtung und teilweise eine aufgesetzte Mauer. Außerdem wird ein Deichverteidigungsweg angelegt, der künftig auch als Radweg nutzbar und somit Teil des Elberadweges sein wird. Der vorhandene Elberadweg wird während der Bauphase weiträumig umgeleitet. Die Landestalsperrenverwaltung bittet um Verständnis. Die Bauarbeiten sind mit der Stadtentwässerung Dresden GmbH, der SachsenEnergie, die im Bereich des Deiches technische Infrastruktur für das geplante Flusswasserwerk errichten wird und mit dem Straßen- und Tiefbauamt der Stadt Dresden abgestimmt und werden von einer ökologischen Baubegleitung betreut. In Vorbereitung auf das Projekt wurden bereits in der vegetationsarmen Zeit 12 Bäume gefällt. Die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen für den Eingriff in die Natur erfolgen in Kooperation und nach Abstimmung mit der Stadt Dresden. Hintergrund Vor allem während der Hochwasser im August 2002 und im April 2006 entstanden am Deich in Dresden-Kaditz erhebliche Schäden. Im Ergebnis einer Zustandsanalyse wurde festgestellt, dass dringender Sanierungsbedarf für große Abschnitte des Deiches insbesondere in Bezug auf die Standsicherheit und den fehlenden Deichverteidigungsweg besteht. Außerdem wurde empfohlen, den Deich so zu erhöhen, dass das anzustrebende Schutzziel (HQ100) des Hochwasserschutzkonzeptes erreicht wird. Von August 2010 bis Juli 2014 hat die Landestalsperrenverwaltung Sachsen bereits eine neue Hochwasserschutzlinie zwischen dem Ballhaus Watzke und der Autobahnbrücke A4 in Altkaditz gebaut. Sie ist mehr als vier Kilometer lang und besteht aus drei Abschnitten. Hinweis an die Redaktionen: Die beigefügten Bilder können lizenzfrei unter folgender Quellenangabe veröffentlicht werden: Bild1: Elbe_Erhoehung_Deich_Dresden-Kaditz_LTV Bildnachweis: Landestalsperrenverwaltung Sachsen Bildunterschrift: Blick Richtung Flügelwegbrücke Bild2: Elbe_Erhoehung_Deich_Dresden-Kaditz_Blick_Richtung_BAB_A4_LTV_Elisabeth_Ludwig Bildnachweis: Landestalsperrenverwaltung Sachsen/Elisabeth Ludwig Bildunterschrift: Blick Richtung BAB A4