Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Zur heutigen Ankündigung des Bundesdigitalministers Dr. Karsten Wildberger, die flächendeckende Bereitstellung digitaler Verwaltungsleistungen umfassend zu fördern, erklärt Dr. Daniela Dylakiewicz, Beauftragte für Informationstechnologie (CIO) des Freistaates Sachsen: "Der Bund setzt damit ein wichtiges Zeichen für die Modernisierung unserer Verwaltung. Bund, Länder und Kommunen werden noch enger zusammenarbeiten, damit Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen digitale Angebote überall nutzen können – in der Stadt wie auf dem Land. Ich begrüße, dass Berlin die Digitalisierung der Verwaltung mit Nachdruck vorantreibt und die Länder dabei gezielt unterstützt. Digitale Dienste überall in Sachsen – das ist unser Ziel. Dafür haben wir frühzeitig die Weichen gestellt und die Digitalisierung in den Kommunen mit verschiedenen Maßnahmen gefördert. Die Unterstützung des Bundes ist uns hierbei hochwillkommen, um Insellösungen abzubauen und mit einheitlichen Standards schneller voranzukommen. Wichtig ist, dass die Maßnahmen dort ankommen, wo die Verwaltung auf die Lebensrealität der Menschen trifft: in den Kommunen und Landesbehörden. Wir werden diesen Prozess aktiv begleiten, damit die Modernisierung nicht nur technisch bleibt, sondern den Alltag spürbar erleichtert – mit weniger Bürokratie und schnelleren Verfahren. Digitalisierung gelingt nur, wenn Bund, Länder und Kommunen gemeinsam an einem Strang ziehen. Die Pilotbundesländer Hessen und Bayern haben wichtige Vorarbeit geleistet. Jetzt sollte ein ostdeutsches Bundesland eine zentrale Rolle übernehmen. Sachsen ist dafür gut aufgestellt: Wir handeln flexibel, verfügen über moderne IT-Strukturen und haben den politischen Willen, digital voranzugehen. Unsere Erfahrungen bringen wir gern in den bundesweiten Rollout ein."
  • Wie lässt sich die Medienkompetenz von Schülerinnen und Schülern steigern und welche Rolle sollten mobile Endgeräte in weiterführenden Schulen spielen? Diese Fragen diskutierten Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Praxis und Bildungsverwaltung beim Fachtag Medienpädagogik heute (21.01.2026) in Dresden. Nach der Ankündigung von Kultusminister Conrad Clemens beim sogenannten »Handygipfel« am 28. August 2025, die Medienbildung ab Klasse 1 zu stärken, wurde nun über den Entwurf eines Orientierungsrahmens diskutiert, der genau das zum Ziel hat. Dabei geht es um Hilfestellungen für Lehrkräfte zur altersgerechten Vermittlung medienpädagogischer Inhalte. Der Orientierungsrahmen veranschaulicht den Zusammenhang zwischen der bestehenden Verankerung von Medienbildung in den Lehrplänen und der Medienrealität von Kindern und Jugendlichen in den Altersstufen. Zudem zeigt er entsprechende Unterstützungsangebote und -materialien für den Unterricht auf und stärkt so insgesamt die Medienbildung in Sachsens Schulen. Ziel ist es, den Schulen den Orientierungsrahmen bereits zum Schuljahr 2026/27 zur Verfügung zu stellen. Darin enthalten sind auch pädagogische und rechtliche Leitlinien für den Umgang mit privaten Endgeräten an weiterführenden Schulen. Für die Grundschulen ist die Nutzung privater Endgeräte bereits ab dem kommenden Schulhalbjahr mit einigen wenigen medizinischen und pädagogischen Ausnahmen verboten. Darüber hinaus wurde bei dem heutigen Fachtag über die Ausgestaltung eines Medienpasses für die Klassenstufen 5 bis 8 diskutiert, der derzeit erarbeitet und ab dem kommenden Schuljahr in Sachsen eingeführt wird. Schülerinnen und Schüler setzen sich auf diese Weise altersgerecht mit Herausforderungen wie Desinformation, Social Media und Online-Spielen auseinander. Dazu erhalten Schulen passende digitale Unterrichtsmodule und Begleitmaterialien. Kultusminister Conrad Clemens: »Digitale Medien prägen den Alltag junger Menschen – in der Schule ebenso wie in der Freizeit. Deshalb stärken wir den Wissenserwerb von Schülerinnen und Schülern über digitale Medien und fördern zugleich eine reflektierte und gesunde Mediennutzung. Davon profitieren die Kinder und Jugendlichen im Unterricht und darüber hinaus. Ich freue mich über die breite Diskussion auf unserem Fachtag. Gemeinsam haben wir konkrete Ideen erarbeitet wie die Einführung eines Medienpasses und kluge Leitlinien für die digitale Bildung. Diese Ergebnisse werden wir bereits zum kommenden Schuljahr umsetzen. Darüber hinaus kann ich mir ein Verbot privater Handys in den Klassenstufen 5 bis 8 vorstellen. Wie das umgesetzt werden könnte, werden wir jetzt weiter besprechen. Der Fachtag hat deutlich gezeigt: Wir brauchen weniger privates Handy und mehr Medienkompetenz.«
  • In Rodewisch (Vogtlandkreis) wird heute (21. Januar 2026) die neue Kindertagesstätte »Schwalbennest« offiziell eröffnet. Staatsministerin Regina Kraushaar nimmt an der Einweihung teil. Das neue Kita-Gebäude bietet Platz für rund 100 Kinder – von der Krippe über den Kindergarten bis zum Hort – und setzt zugleich einen wichtigen Impuls für die Belebung des Stadtkerns. Staatsministerin Regina Kraushaar: »Wenn wir den Bau einer Kita fördern, geht es nicht nur um ein Gebäude: Mit rund 3,5 Millionen Euro aus Bundes- und Landesmitteln der Städtebauförderung sowie weiteren rund 500.000 Euro Landesmitteln fördern wir Bildung für Kinder, wir stärken Familien und helfen, gleichwertige Lebensverhältnisse zwischen den Regionen des Freistaates zu sichern. Genau dafür steht unsere Politik: Der Freistaat ist für die Kommunen ein verlässlicher Partner, den ländlichen Raum zu stärken und gute Betreuung vor Ort zu schaffen. Rodewischs Bürgermeistern Kerstin Schöniger: »Was gibt es schöneres als Kinderlachen mitten in der Stadt? Mit dem Neubau unserer Kita haben wir diese akustische Vision Wirklichkeit werden lassen. Auf einer innerstädtischen Brachfläche entstand ein städtebaulich sehr ansprechendes Gebäude, das angrenzende Gewässer wurde umgebaut und eine neue Brücke eingehoben. Ein finanzieller Kraftakt für eine Kleinstadt bei dem uns Europa, der Bund und das Land Sachsen maßgeblich unterstützt haben. Nur so wurde das Projekt erst ermöglich. Dafür sind wir alle hier sehr dankbar!« Der Neubau ist barrierefrei und verbindet helle, kindgerechte Räume mit funktionalen Außenflächen. Für die verschiedenen Altersgruppen entstanden getrennte Spiel- und Aufenthaltsbereiche, die Bewegung, Lernen und gemeinsames Entdecken unterstützen. Die Einweihung der Kita fügt sich in die langfristige Stadtentwicklung Rodewischs ein. Seit 1991 wurden der Kommune über die Städtebauförderung insgesamt 18,6 Millionen Euro an Bundes- und Landesmitteln bereitgestellt – unter anderem für die Aufwertung zentraler Bereiche im Stadtzentrum.
  • Psychische Belastungen und Verhaltensauffälligkeiten von Kindern und Jugendlichen nehmen auch im Schulalltag zu. Schulische Führungskräfte sehen sich zunehmend mit steigenden Herausforderungen in der Schülerschaft konfrontiert – ein Umstand, der sich langfristig auf die Berufszufriedenheit und Lehrergesundheit auswirken kann. Um Schulleitungen und Lehrkräfte gezielt zu entlasten, starten das Sächsische Kultusministerium, das Universitätsklinikum Dresden, das Sächsische Krankenhaus Arnsdorf und die Beisheim Stiftung ein gemeinsames Pilotprojekt, das schulische Praxis und medizinische Fachexpertise verbindet. Ziel ist es, Lehrkräfte im schulischen Alltag zu unterstützen und zugleich den Umgang mit Schülerinnen und Schülern mit psychischen Auffälligkeiten verlässlicher zu gestalten. Das Projekt wird zum Schuljahr 2026/27 in den Pilotregionen Dresden und Bautzen umgesetzt und gliedert sich in drei Module. Kernstück ist der »Verfahrensnavigator« – eine interaktive, digitale Orientierungshilfe, die übersichtlich darstellt, welche Schritte in welchen Situationen notwendig sind. Der Navigator soll dauerhaft über eine zentrale Webseite abrufbar sein und so auch von Fachkräften und Eltern genutzt werden können. Ergänzend absolvieren Projekt-Teilnehmer im Modul »Wissensbasis« sogenannte MHFA-Youth Kurse (Psychologische Erste Hilfe: Kompetenz für Krisensituationen im Alltag) und erhalten über ein Jahr verteilt auf die regionalen Besonderheiten abgestimmte, ergänzende Schulungen. Begleitet von medizinischen Fachkräften wird das Vorgehen anhand konkreter Fallbeispiele im Modul »Transferwerkstatt« eingeübt. Finanziert wird das Projekt durch die Beisheim Stiftung. Ziel ist es, das Pilotprojekt schrittweise auszuweiten und langfristig im Freistaat Sachsen zu verankern. Kultusminister Conrad Clemens: »Psychische Belastungen von Kindern und Jugendlichen stellen Schulen zunehmend vor komplexe Aufgaben. Entscheidend ist, dass Schulleitungen wissen, welche Schritte wann notwendig sind. Mit diesem Projekt unterstützen wir Schulleitungen und Lehrkräfte dabei, herausfordernde Situationen sicher zu meistern. Durch die Verknüpfung von schulischer Praxis und medizinischem Fachwissen stärken wir ihre Handlungskompetenz.« Professor Veit Roessner, Klinikdirektor für Kinder- und Jugendpsychiatrie am Universitätsklinikum Dresden: »Nicht nur die Zunahme, auch fehlende abgestimmte Abläufe im Umgang mit psychisch auffälligen Schülerinnen und Schülern belasteten den Schulalltag zusätzlich. Dazu bedarf es abgestimmter Prozesse, klarer Zuständigkeiten und einer frühzeitigen Diagnostik. Die drei Module des Pilotprojektes sollen Schulen, Fachkräfte und Eltern verlässlich entlasten. Wir werden dabei sowohl auf leicht verständliche Anleitungen als auch Wissensvermittlung und Wissenstransfer an konkreten Fallbeispielen setzen.« Professor Markus Donix, Ärztlicher Direktor des Krankenhauses Arnsdorf und Chefarzt der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie: »Durch die Förderung der Beisheim-Stiftung kann ein Vorhaben mit überregionaler Wirkung angestoßen werden. Ich freue mich sehr auf eine fruchtbare Kooperation mit dem Kultus- und dem Sozialministerium. Dass von Beginn an sowohl die Stadt Dresden als auch der Landkreis Bautzen davon profitieren, wird durch die enge Verbindung des Universitätsklinikums Dresden mit dem Sächsischen Krankenhaus Arnsdorf möglich und zeigt die Kraft der hervorragenden Zusammenarbeit aller Projektpartner.« Ulf Matysiak, Geschäftsführer der Beisheim Stiftung: »Schule muss kompetent und resilient sein, um auf gesellschaftliche Herausforderungen ausreichend reagieren zu können. Wir freuen uns, dass wir hier in Sachsen ein Projekt unterstützen können, das mit einer Kombination aus praktischem Wissen, Schulungsangeboten und Einzelfallhilfen Schulleitungen und Kollegien unterstützt. Hierfür wirken Akteure aus Schulpraxis, Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie Verwaltung zusammen. Der Beitrag der Beisheim Stiftung soll dazu führen, die mentale Gesundheit der ganzen Schulgemeinschaft zu stärken und aus dem Projekt ein landesweites Programm entstehen zu lassen.«
  • Chemnitz Substanz in Schule freigesetzt Zeit: 21.01.2026, 12:10 Uhr polizeibekannt Ort: OT Altendorf (208) Polizei und Rettungskräfte kamen heute Mittag in einer Schule in der Ernst-Heilmann-Straße zum Einsatz, nachdem dort eine bislang unbekannte Substanz versprüht worden war. Nach derzeitigem Kenntnisstand soll offenbar ein Schüler (15/russischer Staatsangehöriger) die Substanz in einem Sanitärbereich des Schulgebäudes freigesetzt haben. Anschließend klagten mehrere Personen über Atemwegsreizungen. Betroffen sind derzeit drei Frauen (37, 41, 48) sowie fünf Jugendliche (2x w/3x m) im Alter von 15 bis 18 Jahren. Diese wurden durch Rettungskräfte vor Ort untersucht. Das Gebäude wurde gelüftet und ist wieder betretbar. Die Polizei hat die Ermittlungen gegen den 15-jährigen Tatverdächtigen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung sowie zur unbekannten Substanz und den konkreten Tatumständen aufgenommen. (mou)