Neues aus Sachsen
Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
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7. November – Tag der offenen Tür: Landesuntersuchungsanstalt Sachsen lädt zum Blick hinter die Kulissen ein
Untersuchen, Überwachen und Beraten – das Landeslabor für den Freistaat Sachsen, die Landesuntersuchungsanstalt (LUA), erfüllt vielfältige Aufgaben. Dabei stehen die Gesundheit und die Sicherheit von Mensch und Tier im Mittelpunkt. Beim jährlichen Tag der offenen Tür am 7. November von 10 bis 16 Uhr präsentiert die LUA am Standort Dresden, Reichenbachstraße 71/73 ihre Labore und gibt spannende Einblicke hinter die Kulissen. Wie wird der pH-Wert von kosmetischen Mitteln gemessen? Was ist die Chromatographie? Wie werden Nahrungsergänzungsmittel und Säuglingsnahrung auf ihre Bestandteile untersucht? Diese und weitere Fragen werden bei Demonstrationen und Experimenten beantwortet. Staatsministerin Petra Köpping: »Die LUA Sachsen steht für einen modernen und wissenschaftlich fundierten gesundheitlichen Verbraucherschutz. Ich freue mich daher, dass die LUA auch in diesem Jahr ihre Labore öffnet, um den Menschen näher zu bringen, wie sie mit ihrer täglichen Arbeit dazu beiträgt, die Gesundheit von Mensch und Tier zu schützen. Freuen Sie sich auf interessante Einblicke, zahlreiche Informationsangebote und nutzen Sie die Gelegenheit, mit den Expertinnen und Experten vor Ort ins Gespräch zu kommen!« Daneben erhalten die Besucherinnen und Besucher weitere Informationen aus den Arbeitsbereichen der LUA, zum Beispiel zu Bienenkrankheiten, psychoaktiven Substanzen in Süßigkeiten oder zur PCR-Diagnostik, die dabei hilft, Bakterien und Viren auf die Spur zu kommen. Die Wissenschaftstalente von morgen können an einem Sensorik-Quiz teilnehmen, sich im Mikroskopieren versuchen oder Kunststoffarten bestimmen. LUA-Präsidentin Dr. Susanne Bastian: »Viel zu oft höre ich die Frage: Was macht eigentlich die LUA? Um dieser Frage selbst auf den Grund zu gehen, lade ich herzlich dazu ein, uns am 7. November 2026 zu besuchen und einen Blick in unsere offenen Labore zu werfen. Das Team der LUA hat sich auch in diesem Jahr wieder ein abwechslungsreiches Angebot für Groß und Klein einfallen lassen, um uns und unsere Arbeit als Landeslabor vorzustellen.« Die LUA ist eine nachgeordnete Behörde des Staatsministeriums für Soziales, Gesundheit und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und ist im Bereich des gesundheitlichen Verbraucherschutzes tätig. Hier werden Lebens- und Futtermittel, Bedarfsgegenstände und Kosmetika sowie Proben von Mensch und Tier untersucht. Die LUA ist ein bedeutender Arbeitgeber in der öffentlichen Verwaltung. Sie bildet regelmäßig Chemielaborantinnen und -laboranten sowie Biologielaborantinnen und -laboranten aus und investiert damit in eine kontinuierliche und zielgerichtete Nachwuchsgewinnung in Sachsen. Der Tag der offenen Tür bietet jährlich eine sehr gute Gelegenheit, sich vor Ort über die Möglichkeiten einer Ausbildung oder Beschäftigung bei der LUA zu informieren. Mehr Informationen: https://www.lua.sachsen.de/ -
Jugendliche nach Raub gestellt | Zwei Verletzte bei Unfall | Gartenlaube brannte
Autoren: Lukas Reumund (lr), Sophia Zeidler (sz), Uwe Hofmann (uh) Landeshauptstadt Dresden Jugendliche nach Raub gestellt Zeit: 03.11.2026, 22:45 Uhr Ort: Dresden-Äußere Neustadt Polizisten haben am Dienstagabend zwei Tatverdächtige (13, 14) nach einem Raub am Bischofsweg gestellt. Ersten Ermittlungen zufolge soll das Duo zuvor zwei Männer (18, 19) nach mitgeführten Gegenständen gefragt und durchsucht haben. Dabei schlug einer der Tatverdächtigen einen der Männer. Schließlich flohen die beiden Teenager mit 15 Euro Beute und konnten kurz darauf gestellt werden. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. (sz) Fußgänger schwer verletzt – Zeugen gesucht Zeit: 03.11.2026, 16:35 Uhr Ort: Dresden-Hellerau Ein Fußgänger (44) hat bei einem Unfall auf der Wilschdorfer Landstraße schwere Verletzungen erlitten. Die Polizei sucht Zeugen. Der 44-Jährige überquerte an einer Fußgängerampel auf Höhe der Rähnitzer Allee die Wilschdorfer Straße. Dabei wurde er von einem Skoda Kodiaq (Fahrer 57) erfasst, der in Richtung Boxdorf fuhr. Der Fußgänger kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Der Sachschaden wurde mit rund 5.000 Euro angegeben. Die Polizei sucht Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang und der Ampelschaltung machen können. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen. (uh) Radfahrer in Löbtau verletzt Zeit: 03.11.2026, 06:55 Uhr und 09:00 Uhr Ort: Dresden-Löbtau Am Dienstagmorgen sind zwei Fahrradfahrer bei Unfällen in Löbtau verletzt worden. Ein 35-Jähriger fuhr mit einem Fahrrad auf der Altfrankener Straße in Richtung Tharandter Straße. Von der Frankfurter Straße bog eine 30-Jährige mit einem Opel Zafira nach links auf die Altfrankener Straße ab. Dabei stießen die Fahrzeuge zusammen, wobei der Radfahrer leicht verletzt wurde. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von etwa 2.000 Euro. Etwa zwei Stunden später fuhr ein 75-Jähriger mit einem Ford Puma auf der Tharandter Straße in Richtung Löbtauer Straße. Er bog nach links auf die Anton-Weck-Straße ab und stieß dabei mit einem Fahrradfahrer (22) zusammen, der auf der Tharandter Straße entgegenkam. Der 22-Jährige wurde leicht verletzt. Es entstand ein Sachschaden in Höhe von rund 1.900 Euro. (lr) Landkreis Meißen Zwei Verletzte bei Unfall – Zeugen gesucht Zeit: 03.11.2026, 15:50 Uhr Ort: Riesa Bei einem Unfall auf der B 182 sind am Dienstagnachmittag zwei Männer (51, 68) verletzt worden. Die Polizei sucht Zeugen. Der 68-Jährige fuhr mit einem Nissan Qashqai in Richtung Strehla, als er kurz vor dem Ortseingang in den Gegenverkehr geriet. Dort kollidierte er mit einem entgegenkommenden BMW 530, den der 51-Jährige fuhr. Beide Männer kamen mit schweren Verletzungen in Krankenhäuser. Der Schaden beläuft sich auf rund 50.000 Euro. Die B 182 wurde im Rahmen der Unfallaufnahme für mehrere Stunden vollgesperrt. Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang und der Fahrweise der Beteiligten machen können. Hinweise nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen. (sz) Mann von Bus erfasst – Zeugen gesucht Zeit: 03.11.2026, 20:15 Uhr Ort: Hirschstein, OT Heyda Bei einem Unfall auf der Boritzer Straße hat ein Mann (65) schwere Verletzungen erlitten. Die Polizei sucht Zeugen. Nach ersten Ermittlungen wurde der Mann von einem Linienbus (Fahrerin 61) erfasst, der von der Riesaer Straße nach rechts auf die Boritzer Straße einbog. Der Mann kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus. Der Verkehrsunfalldienst ermittelt zur Unfallursache und sucht Zeugen. Hinweise zum Unfallhergang nimmt die Polizeidirektion Dresden unter der Rufnummer (0351) 483 22 33 entgegen. (uh) Sportraum brannte Zeit: 04.11.2026, 00:20 Uhr Ort: Riesa In der Nacht zu Mittwoch hat es in einem Gebäude nahe dem Mergendorfer Weg gebrannt. Warum das Feuer in dem Sportraum ausbrach, ist bislang unklar. Verletzt wurde niemand. Der Schaden kann aktuell noch nicht beziffert werden. Die Kriminalpolizei ermittelt zur Brandursache. (sz) In Büro eingebrochen Zeit: 02.11.2026, 21:50 Uhr bis 03.11.2026, 04:50 Uhr Ort: Coswig Unbekannte sind in der Nacht zu Dienstag in ein Büro an der Hauptstraße eingebrochen. Die Täter gelangten auf bislang unbekannte Weise in ein Firmengebäude. Sie brachen die Tür eines Büros gewaltsam auf und durchsuchten dieses. Ob sie etwas gestohlen haben, ist noch nicht bekannt. Auch der Sachschaden wurde noch nicht beziffert. (lr) Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Gartenlaube brannte Zeit: 03.11.2026, 18:45 Uhr Ort: Pirna Am Dienstagabend hat eine Gartenlaube an der Fritz-Ehrlich-Straße gebrannt. Beim Versuch das Feuer zu löschen wurde eine Frau (52) leicht verletzt. Der Schaden beläuft sich auf rund 3.000 Euro. Warum die Laube in Brand geriet, ist Teil der Ermittlungen. (sz) Unfall mit 5.000 Euro Schaden Zeit: 03.11.2026, 10:40 Uhr Ort: Stolpen, OT Helmsdorf Am Dienstagvormittag sind auf der Pirnaer Straße eine Landwirtschaftsmaschine Veltra (Fahrer 40) und ein Ford Focus (Fahrer 41) zusammengestoßen. Der 41-Jährige fuhr auf der Ziegeleistraße und bog nach links auf die Pirnaer Straße ab. Dabei kollidierte er mit dem landwirtschaftlichen Gespann, welches auf der Pirnaer Straße in Richtung Dobra unterwegs war. Verletzt wurde niemand. Die Polizei hat die Unfallermittlungen aufgenommen. (sz) -
Verletzte bei Auseinandersetzung - Kriminalpolizei ermittelt
Chemnitz Verletzte bei Auseinandersetzung - Kriminalpolizei ermittelt Zeit: 03.11.2026, 16:00 Uhr polizeibekannt Ort: OT Zentrum (4367) Ein Passant wählte am Nachmittag den Notruf und teilte eine Auseinandersetzung unter mehreren Personen auf dem Schillerplatz an der Straße der Nationen mit. Als die ersten Polizisten am Ort des Geschehens eintrafen, war die Lage unübersichtlich. Ein 21-jähriger Mann (türkischer Staatsbürger) hatte eine Stichverletzung erlitten, ein weiterer junger Mann (19, afghanischer Staatsbürger) wies eine Schnittverletzung auf. Im näheren Umfeld befanden sich zudem vier weitere Männer, die offenbar Angaben zur Auseinandersetzung machen konnten oder möglicherweise auch beteiligt gewesen waren. Während einige Beamte die beiden Schwerverletzten bis zum Eintreffen alarmierter Rettungskräfte versorgten, nahmen sich andere Polizisten den übrigen Männern an. Sie wurden für weitere polizeilichen Maßnahmen unmittelbar auf Polizeidienststellen verbracht. Die Chemnitzer Kriminalpolizei hat die Ermittlungen bereits zum nach wie vor unklaren Geschehen übernommen. Die beiden Geschädigten befinden sich indes in Krankenhäusern, wo sie stationär aufgenommen wurden. Es wird seitens der Stabsstelle Kommunikation der Polizeidirektion Chemnitz zu gegebener Zeit nachberichtet. (Ry) -
Papier war gestern: online gestellter Bauantrag wird in Sachsen flächendeckend ermöglicht
Wer in Sachsen bauen will, soll seinen Bauantrag künftig grundsätzlich digital stellen können. Das sieht der Entwurf des Ersten Sächsischen Gesetzes zur Bürokratieentlastung und Staatsmodernisierung (StaMo I) vor, den das Kabinett heute (3. November 2026) vorgelegt hat. Darin enthalten ist die Änderung der Sächsischen Bauordnung: Bauanträge und Bauvoranfragen sollen danach grundsätzlich online bei der zuständigen Bauaufsichtsbehörde eingereicht werden können. Papieranträge sind in begründeten Ausnahmefällen möglich. Die neue Regel soll voraussichtlich ab 1. Juli 2027 gelten. Staatsministerin Regina Kraushaar: »Wenn wir das Bauen in Sachsen einfacher, schneller und transparenter machen wollen, dann müssen wir auch bei der Antragstellung ran. Wer baut, will seinen Antrag erstens papierlos vorlegen können und zweitens jederzeit online nachsehen, wo das Verfahren steht. Damit das geht, braucht es die digitale Baugenehmigung. 36 von 42 Bauaufsichtsbehörden sind schon am Start, die übrigen folgen mit dem Rückenwind unserer gesetzlichen Regelung bis Ende März 2027. Ich danke den Kammern, Planungsbüros und den Bauaufsichtsbehörden vor Ort, die mit uns gemeinsam den Umstieg gut begleiten wollen, damit er für alle Beteiligten gelingt. Mit der digitalen Bauakte wird das Bauen für unsere Investoren leichter – das ist mir auch persönlich ein wichtiges Anliegen.« Mit der Digitalisierung von Bauanträgen laufen Antrag, nachgereichte Unterlagen, Rückfragen der Behörde und am Ende der Bescheid in einem gemeinsamen digitalen Vorgang zusammen – landesweit auf demselben Weg und unabhängig von Öffnungszeiten. Postwege fallen weg, ebenso die doppelte Arbeit mit Papier- und Digitalakte. Antragsteller und Planungsbüros können so digital und jederzeit ihren Verfahrensstand einsehen. Das schafft mehr Planungssicherheit für Bauherren und Unternehmen und hilft, dass Investitionen und dringend benötigte Wohnungen schneller auf den Weg kommen. Die Digitalisierung ist dabei ein Baustein neben weiteren Maßnahmen zur Vereinfachung und Beschleunigung von Bauverfahren. Hintergrund Die digitale Antragsstellung soll über die Einer-für-Alle-Lösung (EfA) im sogenannten EfA-Vorgangsraum erfolgen. Mecklenburg-Vorpommern hat die Lösung im Rahmen der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes für die Mehrzahl der Bundesländer entwickelt, Sachsen hat sie an die eigenen Vorgaben angepasst. Für die Antragstellung braucht man ein Nutzerkonto (BundID oder Unternehmenskonto). -
Sächsischer Meilenstein 2026 verliehen – Fünf Unternehmen aus dem Handwerk, der Industrie und Gastronomie gewinnen Preis für erfolgreiche Nachfolge
Bürgschaftsbank Sachsen verleiht Sächsischen Meilenstein 2026 an: * SHZ Sächsische Hebe- und Zurrtechnik GmbH aus Großröhrsdorf (familieninterne Nachfolge) * Zimmerei Henri Mai GmbH aus Markkleeberg (unternehmensinterne Nachfolge) * Elektro Burkert GmbH aus Scheibenberg (unternehmensexterne Nachfolge) Sonderpreise der Jury gehen an: * Haarpflegehaus Schubert aus Aue-Bad Schlema (familieninterne Nachfolge) * Schlosscafé Sweet Sophie aus Waldenburg (unternehmensexterne Nachfolge) neunköpfige Fachjury unter dem Vorsitz von Heiner Hellfritzsch ermittelte die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger sächsischer Wirtschaftsminister Dirk Panter überreicht Trophäen bei feierlicher Preisverleihung auf Schloss Albrechtsberg in Dresden Dresden, den 3. November 2026. Für ihre beispielgebende Unternehmensnachfolge erhalten fünf Unternehmen den Sächsischen Meilenstein. Die Bürgschaftsbank Sachsen, die den Wettbewerb seit 2011 ausrichtet, kürt die diesjährigen Gewinnerinnen und Gewinner heute Abend auf Schloss Albrechtsberg in Dresden. An der feierlichen Preisverleihung nimmt auch Dirk Panter, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz, teil. Als Schirmherr des Wettbewerbs überreicht er die Trophäen höchstpersönlich an die Preisträgerinnen und Preisträger. Insgesamt drei Nachfolgerinnen und drei Nachfolger aus ganz Sachsen können sich über den Sächsischen Meilenstein und Preisgelder in Summe von 19.000 Euro freuen. Die prämierten Unternehmen sind im Leipziger Land, im Landkreis Zwickau, im Erzgebirgskreis und im Landkreis Bautzen beheimatet. Kategorie familieninterne Nachfolge SHZ Sächsische Hebe- und Zurrtechnik GmbH aus Großröhrsdorf (Übernehmer: Matthias Böhme, Franziska Böhme | Übergeber: Günter Böhme) In Großröhrsdorf bei Bautzen fertigt die SHZ Sächsische Hebe- und Zurrtechnik GmbH hochwertige Gurtkonstruktionen zur Sicherung und Bewegung von Lasten. Die Produkte finden weltweit u. a. im Bergbau, im Schiffbau und im Speditionswesen Einsatz. Im vergangenen Jahr übergab Günter Böhme den Betrieb, der rund 70 Personen beschäftigt, an seine beiden Kinder. Sein Sohn Matthias Böhme treibt die Expansion als Geschäftsführer voran: Neben einer neuen Produktionshalle am sächsischen Firmensitz plant er den Aufbau einer Niederlassung in Chile. Kategorie unternehmensinterne Nachfolge Zimmerei Henri Mai GmbH aus Markkleeberg (Übernehmer: Martin Scheibe | Übergeber: Henri Mai) Mit nur 25 Jahren übernahm Martin Scheibe die Zimmerei Henri Mai GmbH im Landkreis Leipzig. Seine Ausbildung schloss er als einer der Jahrgangsbesten ab und finanzierte die Meisterschule mit einer Begabtenförderung. Der ambitionierte Tischler hatte sich früh in den Kopf gesetzt, dass er einen eigenen Betrieb führen will – und das lieber eher als später. Ein Glücksfall für Henri Mai, der seine Nachfolge so frühzeitig regeln konnte. Er übertrug Martin Scheibe seine Zimmerei bereits zehn Jahre vor dem geplanten Ruhestand. Bis dahin arbeitet er weiter im Betrieb mit. Kategorie unternehmensexterne Nachfolge Elektro Burkert GmbH aus Scheibenberg (Übernehmer: Mark Dietze | Übergeberin: Ursula Burkert) Der Elektrobetrieb Burkert stand aus einem traurigen Anlass zum Verkauf: Sein Inhaber Ralph Burkert verstarb unerwartet und viel zu früh. In dieser Notsituation fand sich mit Mark Dietze ein Nachfolger, der den Betrieb mit allen Angestellten übernahm. Er gab einen sicheren, gut bezahlten Job bei einem Halbleiterunternehmen in Dresden auf, um in seine erzgebirgische Heimat zurückzukehren und das unternehmerische Erbe anzutreten. In die Elektro Burkert GmbH integrierte er auch den Elektrobetrieb seines Vaters, dessen Nachfolge damit ebenfalls gesichert ist. Sonderpreise der Jury Haarpflegehaus Schubert aus Aue-Bad Schlema (Übernehmerin: Lara Tabea Beck | Übergeberin: Gisela Beck) Über 130 Jahre Firmengeschichte leben mit Lara Tabea Beck fort. Im Alter von 24 Jahren trat sie in die Fußstapfen ihrer Vorfahren und führt das 1888 gegründete Haarpflegehaus Schubert heute in fünfter Generation. Ihre Ausbildung hatte die junge Frau bei einem renommierten Chemnitzer Friseur absolviert. Die Verbundenheit zur Heimat führte sie zurück nach Aue, wo sie den Familienbetrieb von ihrer Oma übernahm und nach ihren Vorstellungen renovierte. Mit ihrem Team frisiert die Jungunternehmerin neben langjährigen Stammkunden auch immer mehr junges Klientel. Schlosscafé Sweet Sophie aus Waldenburg (Übernehmerin: Isabell Briese | Übergeber: Nico Nüßner) Isabell Briese wagte den Schritt in die Selbstständigkeit während der Elternzeit mit ihrem dritten Kind. Schon lange hegte die gelernte Gastronomin den Wunsch nach einem eigenen Betrieb. Mit dem Schlosscafé in Waldenburg fand sie ein Objekt, das sie samt Personal und Inventar übernehmen konnte. Dabei stand sie unter Zeitdruck: Es blieben ihr nur zwei Monate, um ein neues Unternehmen zu gründen, Arbeitsverträge aufzusetzen und Genehmigungen einzuholen. Angestellte und Gäste sind ihr heute gleichermaßen dankbar, dass sie das beliebte Café vor der Schließung rettete. Die diesjährigen Preisträgerinnen und Preisträger wurden von einer 9-köpfigen Fachjury ermittelt, deren Vorsitz Heiner Hellfritzsch (ehem. geschäftsführender Gesellschafter der Florena Cosmetic GmbH) innehatte. Stimmberechtigt waren weiterhin Vertreterinnen und Vertreter des Wirtschaftsministeriums, der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern, der Steuerberaterkammer und des Bankwesens. Sie wählten ihre Favoriten aus 28 nominierten Unternehmen aus. Die Vorauswahl hatte zuvor ein Wertungsgremium getroffen. Insgesamt 76 Unternehmen hatten sich in diesem Jahr für den Sächsischen Meilenstein beworben. Unter der Leitung von Prof. Dr. Torsten Gonschorek wertete ein wissenschaftliches Projektteam an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (HTW) alle Bewerbungen systematisch aus. Dabei lag das Augenmerk einerseits auf betriebswirtschaftlichen Kennzahlen wie der Entwicklung der Mitarbeitenden- und Umsatzzahl und dem Bonitätsindex. Aber auch der Umgang mit Herausforderungen im Nachfolgeprozess sowie die persönliche Entwicklung der Übernehmenden flossen in die finale Siegerauswahl ein. Dirk Panter, Sächsischer Staatsminister für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Klimaschutz sowie Schirmherr des Sächsischen Meilensteins 2026: »Ich gratuliere allen Preisträgerinnen und Preisträgern und bin beeindruckt von jeder erfolgreichen Übernahme-Story. Unser Wettbewerb hat einmal mehr gezeigt: Jedes Lebenswerk verdient eine Zukunft! Die Mutmachergeschichten, die der Sächsische Meilenstein sichtbar macht, bieten Unternehmerinnen und Unternehmern sowie möglichen Nachfolgerinnen und Nachfolgern Orientierung. Und genau das brauchen wir jetzt, denn die demografische Entwicklung verändert die Unternehmerlandschaft. Deshalb bleibt die frühzeitige und strategische Unternehmensnachfolge eine zentrale Aufgabe unserer Wirtschaftspolitik. Jede gelungene Übernahme sichert Arbeitsplätze, Wohlstand und Wertschöpfung unmittelbar in Sachsen.« Markus H. Michalow, Geschäftsführer der Bürgschaftsbank Sachsen und Initiator des Wettbewerbs: »Im Jahr 2011 riefen wir den Sächsischen Meilenstein ins Leben, um den Nachfolgerinnen und Nachfolgern im Freistaat Sachsen eine verdiente Bühne zu geben. 15 Jahre später zeigen die Preisträgerinnen und Preisträger auf, warum erfolgreiche Übernahmen mehr Wertschätzung denn je verdienen. Die Menschen hinter den prämierten Unternehmen sind Hoffnungsträger einer ganzen Generation. Sie haben ihre Komfortzone verlassen und finanzielles Risiko auf sich genommen, um Betriebe und Arbeitsplätze zu bewahren. Mit ihrem zuversichtlichen Blick in die Zukunft machen sie Mut in einer Zeit, in der die Wirtschaft von vielfältigen Herausforderungen geprägt ist und Negativnachrichten zu dominieren drohen.« Heiner Hellfritzsch, Juryvorsitzender des Sächsischen Meilensteins 2026: »Auch dieses Jahr durfte ich die ausgezeichneten Unternehmen vor Ort besuchen und ihre Nachfolgerinnen und Nachfolger persönlich kennenlernen. Mit wie viel Energie, Leidenschaft und Optimismus sie ihre Betriebe führen, hat mich tief beeindruckt. Zugleich wurde deutlich, dass Verantwortungsbereitschaft und Weitsicht keine Frage des Alters sind. Gerade auch die außergewöhnlich jungen Preisträgerinnen und Preisträger können der heranwachsenden Generation als Vorbild dienen. Mein besonderer Respekt gilt außerdem den Menschen, die zu ihren Wurzeln zurückkehren und Unternehmen in ländlichen Regionen übernehmen.« Mehr Informationen zum Sächsischen Meilenstein unter https://saechsischer-meilenstein.de Über die BBS Die Bürgschaftsbank Sachsen GmbH (BBS) ist ein öffentlich gefördertes Spezialkreditinstitut. Aufgabe der BBS ist es, als Selbsthilfeeinrichtung der gewerblichen Wirtschaft gemeinsam mit den Hausbanken die Finanzierung erfolgversprechender Vorhaben von kleinen und mittleren Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft und der Freien Berufe in Sachsen mit Bürgschaften zu sichern. Die BBS wurde 1990 gegründet und ist Mitglied im Verband Deutscher Bürgschaftsbanken e.V. Die BBS übernimmt Bürgschaften bis zu 80 Prozent des jeweiligen Kreditbetrages und bis zu einem Bürgschaftsbetrag von 2,5 Mio. Euro. Die BBS unterstützt die Finanzierung von Unternehmensübernahmen, indem sie Zugang zu Fremdkapital erleichtert. Allein 2025 hatte die BBS mit ihren Ausfallbürgschaften in 82 Fällen dazu beigetragen, dass Nachfolgerinnen und Nachfolger ein Übernahmedarlehen erhalten und den Firmenkauf finanziell stemmen konnten. Demnach ermöglichte die BBS im vergangenen Jahr durchschnittlich 1,5 Nachfolgen pro Woche. Kontakt Bürgschaftsbank Sachsen GmbH Anton-Graff-Straße 20 01309 Dresden Geschäftsführung: Markus H. Michalow, Arne Laß https://sn.ermoeglicher.de Kommunikationsverantwortliche: Sarah Jakob Telefon: 0173-9450-269 | Mail: post@sarah-jakob.de