Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Die Weltwirtschaft befindet sich in einer Phase tiefgreifender Veränderungen. Doch in dieser Situation eröffnen sich auch Perspektiven – auf attraktive Märkte, innovative Geschäftsmodelle und eine Neuausrichtung im Auslandsgeschäft. Mit mehr als 100 Unterstützungsangeboten für über 30 Länder unterstützt die Außenwirtschaftsinitiative Sachsen (AWIS) die sächsischen Unternehmen in diesem Jahr bei ihren internationalen Aktivitäten. Den Chancen des Auslandsgeschäfts widmete sich heute der diesjährige »Außenwirtschaftstag Sachsen« unter dem Motto »Vom Umbruch zum Aufbruch« in Chemnitz. Die Spitzenvertreter der AWIS haben sich dort zum »Spitzengespräch Außenwirtschaft« getroffen und sich zu den aktuellen Herausforderungen und der außenwirtschaftlichen Jahresplanung 2026 verständigt. »Die geopolitischen Entwicklungen, die Digitalisierung und der Klimawandel beschleunigen die Transformation internationaler Märkte und verschieben die Kräfteverhältnisse im globalen Wettbewerb. Zugleich verdeutlicht der Strukturwandel in unserer Region, dass vertraute Strategien neu bewertet werden müssen«, betont der sächsische Wirtschaftsminister Dirk Panter. Exporte im Wert von 50,6 Milliarden Euro, EU ist wichtigster Absatzmarkt Die sächsischen Exporte bewegen sich weiterhin auf einem hohen Niveau. Sie haben 2025 zum dritten Mal mehr als 50 Milliarden Euro Warenwert erzielt. Die sächsischen Unternehmen lieferten Waren im Wert von rund 50,6 Mrd. Euro ins Ausland. Das waren 1,1 Prozent weniger als im Vorjahr, aber fast 26 Prozent mehr als vor der Pandemie (2019). Die Europäische Union blieb mit einem Anteil von 47,8 Prozent Sachsens wichtigster Handelspartner. Die Ausfuhren in die EU-Länder umfassten ein Volumen von 24,2 Mrd. Euro – fünf Prozent mehr als 2024. Im Länder-Ranking belegen die USA (4,8 Mrd. Euro, -6 %), China (4,5 Mrd. Euro, -26 %) und Großbritannien (4,2 Mrd. Euro, -1 %) die vorderen drei Plätze. Dahinter folgen die Nachbarländer Tschechien (3,1 Mrd. Euro, +4 %) und Polen (2,99 Mrd. Euro, +7 %). Auch die auf den Plätzen sechs bis zehn liegenden europäischen Exportmärkte verzeichnen Zuwächse: Frankreich (2,97 Mrd. Euro, +10 %), Italien (2,3 Mrd. Euro, +13 %), Spanien (1,96 Mrd. Euro, +17 %), die Schweiz (1,9 Mrd. Euro, +15 %) und die Niederlande (1,8 Mrd. Euro, +3 %). Bei den Einfuhren verzeichnete Sachsen mit einem Warenwert von fast 39 Mrd. Euro einen neuen Höchstwert. Die Haupterzeugnisse im Export und Import waren Produkte des Kraftfahrzeugbaus, Maschinenbaus und der Elektrotechnik. Außenwirtschaftliche Jahresplanung 2026 Die AWIS-Partner unterstützen sächsische Unternehmen bei der Erschließung internationaler Märkte und organisieren 2026 zum Beispiel Informationsveranstaltungen und Beratungsangebote, Unternehmens- und Delegationsreisen sowie 18 Messegemeinschaftsstände. Im ersten Quartal 2026 beteiligte sich der Freistaat mit Gemeinschaftsständen an der International CES in Las Vegas (Technologie), Christmasworld in Frankfurt (Dekoration/Festschmuck), World Health Expo in Dubai (Medizintechnik) und JEC Composites World in Paris (Verbundwerkstoffe). Im Jahresverlauf folgen Teilnahmen an den internationalen Leitmessen ILA (Luftfahrt) und InnoTrans (Verkehrstechnik) in Berlin, IFAT (Umwelttechnologie) und The smarter E Europe (Energiewirtschaft) in München, PLMA (Handelsmarken) in Amsterdam, gamescom in Köln (Computer- und Videospiele), Smart City Expo World Congress in Barcelona (Lebensqualität in Städten), GITEX GLOBAL in Dubai (Computer-, Informations- und Kommunikationstechnik), SEMICON Japan in Tokio (Mikroelektronik) sowie erstmals an der MSPO in Kielce/Polen (Sicherheits- und Verteidigungsindustrie). Nach seinem Frankreich-Aufenthalt im März 2026 plant Wirtschaftsminister Dirk Panter im zweiten Halbjahr weitere Delegationsreisen. Im Anschluss an einen Besuch der Halbleitermesse SEMICON Taiwan in Taipeh beabsichtigt er im September eine Reise mit Unternehmensbesuchen und politischen Gesprächen in Vietnam. Im Zentrum der ministergeführten Vietnam-Reise stehen insbesondere Fragen der Wasserwirtschaft, der ressourceneffizienten Infrastruktur sowie der technischen Kooperation im Bereich Bahntechnik. Mitte Oktober ist eine Reise nach Zentralasien (Usbekistan, Kasachstan) geplant; dort wird auch der Fachkräftegewinnung eine wichtige Rolle zukommen. Die Stärkung und Ausweitung außenwirtschaftlicher Beziehungen zu weiteren Partnern in Asien ist notwendig, um die Abhängigkeit vom chinesischen Markt zu verringern. Spitzengespräch Außenwirtschaft – Stimmen Die AWIS bündelt die außenwirtschaftlichen Aktivitäten der Staatsregierung, der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH, der Industrie- und Handelskammern, der Handwerkskammern sowie der Wirtschaftsverbände VDMA Ost und VSW. Mit ihren jeweiligen Kompetenzen und Angeboten unterstützen die in der AWIS zusammengeschlossenen Partner die überwiegend kleinen und mittleren Unternehmen in Sachsen auf ihrem Weg ins Ausland. Sachsens Wirtschaftsminister Dirk Panter: »Ein neuer Nationalismus und ein vermeintliches Recht des Stärkeren bedrohen die verlässlichen, freien Märkte. Wo andere Schranken und Mauern errichten, wollen wir Brücken bauen. Gelebte Außenwirtschaft und internationale Vernetzung statt Abschottung sind unverzichtbar für den Erfolg sächsischer Unternehmen. Wer seine Handelsbeziehungen jetzt weiter diversifiziert, ist künftig krisenfester und damit stärker im Wettbewerb aufgestellt. Die Freihandelsabkommen der EU mit den Mercosur-Staaten, Indien, Australien, Mexiko und Indonesien sind der richtige Weg. Allein schon mit dem EU-Indien-Abkommen erhalten europäische Unternehmen einen enorm privilegierten Zugang zur gegenwärtig fünftgrößten Volkswirtschaft der Welt. Das sollten wir auch in Sachsen nutzen!« Thomas Horn, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH (WFS): »Bewährtes weiterentwickeln, kurzfristig auf Veränderungen reagieren sowie internationale Partnerschaften und Netzwerke ausbauen – mit diesem Ansatz setzen wir unsere Aktivitäten zur Diversifizierung der Märkte fort. In den kommenden Monaten sind wir gemeinsam mit sächsischen Unternehmen wieder verstärkt in Europa unterwegs. Ein Schwerpunkt wird dabei unser Nachbarland Polen sein, wo es um Marktchancen in der Automatisierungstechnik, Kreislaufwirtschaft und Landtechnik geht. In einem anderen Projekt geht es um Potenzial für die Bahntechnik in Italien. Auf der Agenda stehen außerhalb Europas zudem Unternehmerreisen u.a. mit den Schwerpunkten Maschinenbau und Energietechnik nach Zentralasien sowie nach Chile, wo Rohstoffe und Energie im Fokus stehen. Außerdem sind Markterkundungsreisen zur Robotik nach China und zur Medizintechnik auf die Philippinen geplant.« Max Jankowsky, Präsident der Industrie- und Handelskammer Chemnitz: »Geopolitische Krisen, hohe Kosten am Standort Deutschland und zunehmende Handelshemmnisse wirken derzeit gleichzeitig auf unsere Unternehmen. Wer unter diesen Bedingungen internationale Wettbewerbsfähigkeit erwartet, muss Außenwirtschafts und Standortpolitik endlich aus einem Guss gestalten – alles andere gefährdet die industrielle Substanz.« Frank Wagner, Präsident der Handwerkskammer Chemnitz: »Viele Betriebe des Handwerks sind mit ihren Produkten und Leistungen eher auf dem deutschen Markt aktiv, was aber wiederum nicht heißt, dass auch über Ländergrenzen hinweg die Qualität handwerklicher Arbeit aus Sachsen nachgefragt wird. Umso entscheidender ist es für die im Ausland tätigen beziehungsweise exportierenden Betriebe, dass die Rahmenbedingungen stimmen, dass man sich untereinander vernetzt und bei Problemen an gemeinsamen Lösungen – in enger Abstimmung mit Behörden – arbeitet. In der aktuellen weltpolitischen Lage, die weiterhin geprägt ist von Zöllen und vor allem hohen Energiepreisen, ist diese Zusammenarbeit noch wichtiger. Für das Handwerk ist daher auch und gerade der europäische Markt von noch größerer Bedeutung. Dieser kann aber nur funktionieren, wenn Gesetze und Verordnungen, die in der Regel aus Brüssel kommen, so bürokratiearm und anwenderfreundlich wie möglich ausgestaltet sind und den Betrieben beim grenzüberschreitenden Arbeiten keine unnötigen Hürden in den Weg gelegt werden.« Im Rahmen des Außenwirtschaftstages hat der Unternehmer Dr. Robert Krumbach, Geschäftsführer der Auerhammer Metallwerk GmbH aus Aue-Bad Schlema (Erzgebirgskreis), Einblicke in das internationale Geschäft gegeben. Mit 500 Jahren Erfahrung in der Metallverarbeitung ist das Unternehmen als Anbieter innovativer Lösungen in Europa, Asien und den USA aktiv und erzielt rund 60 Prozent seines Umsatzes im Export. »Der Außenhandel ist für unser Unternehmen von zentraler strategischer Bedeutung und ein entscheidender Faktor für nachhaltiges Wachstum«, so Krumbach. »Internationale Märkte bieten uns wichtige Chancen in Vertrieb und Beschaffung, gleichzeitig sehen wir uns derzeit mit spürbaren Herausforderungen konfrontiert – insbesondere durch fragile Lieferketten, geopolitische Unsicherheiten und zunehmende Zollbarrieren. Umso wertvoller sind die Angebote der Außenwirtschaftsinitiative Sachsen: Sie unterstützt Unternehmen gezielt mit fundierter Beratung, belastbaren Netzwerken und praxisnahen Informationen für das Auslandsgeschäft. Gerade in wirtschaftlich anspruchsvollen Zeiten leistet sie damit einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit sächsischer Unternehmen auf den internationalen Märkten.« Auftakt für die #OMC2026 Die Wirtschaftsförderung Sachsen GmbH gab beim Außenwirtschaftstag den Startschuss für ihre diesjährige »Online Marketing Challenge«. Dabei arbeiten sächsische Unternehmen mit ausländischen BWL-Studenten sächsischer Hochschulen eine digitale Vertriebskampagne aus, um neue internationale Kunden zu gewinnen. Durch die Zusammenarbeit in interkulturellen Teams kommen die Unternehmen in Kontakt mit motivierten und qualifizierten Studenten und damit potentiellen künftigen Mitarbeitern. Mit 500 Euro Werbebudget (vom Unternehmen gestellt) finden die fünf Teams heraus, welche Online-Kanäle sich am besten eignen, um Marke und Produkte zu bewerben und zu handeln. Darüber hinaus ziehen sie wertvolle Erkenntnisse über die Ansprache, das Verhalten sowie Vorlieben der ausländischen Zielgruppen aus der Kampagne. Die Challenge dauert drei Monate. Das Team mit der effektivsten und kreativsten Kampagne gewinnt.
  • Mit der Demontage von zwei alten Eisenbahnbrücken in Oberbobritzsch (Lkr. Mittelsachsen) begann heute (Donnertag, 16. April 2026) der Rückbau des restlichen Bahndammes der ehemaligen Kleinbahn Klingenberg-Colmnitz-Frauenstein. Der ungenutzte Bahndamm querte zwischen Oberbobritzsch und Friedersdorf die künftige Dammfläche und den Einstaubereich des Beckens. Die beiden Brücken führten über den Holzbach und die Bobritzsch. Begonnen hatten die Arbeiten an der ehemaligen Bahntrasse bereits im letzten Jahr. Die Einfeldbrücke über die Bobritzsch wurde dem Förderverein Westsächsische Historische Eisenbahnen e.V. übergeben, der diese aufarbeiten lässt und in Schönheide als Ersatz für eine vergleichbare Eisenbahnbrücke nutzen möchte, die in den 1980er Jahren abgerissen wurde. Die zweite Brücke wird zerlegt und recycelt. Danach kann die temporäre Baustraße zum Bahndamm bis zur Hauptbaustraße zurückgebaut und die Flächen begrünt werden. Ab Mai wird der Bau des bauzeitlichen Umgehungsgerinnes für die Bobritzsch fortgesetzt. Es soll bis Sommer 2026 fertiggestellt sein, so dass der Fluss umgebunden werden kann. Bis Ende des Jahres sollen zudem die Ausführungsplanung und die europaweiten Ausschreibungen für den einzurichtenden Steinbruch erfolgen, so dass sich die Hauptbauleistungen ab Mitte 2027 anschließen können. Hintergrundinformationen Die Landestalsperrenverwaltung Sachsen baut an der Bobritzsch zwischen Friedersdorf und Oberbobritzsch im Flussgebiet der Freiberger Mulde ein gesteuertes grünes Hochwasserrückhaltebecken. Das bedeutet, dass das Becken nur bei Hochwasser eingestaut wird. Mit dem Becken wird sich der Hochwasserschutz für die Gemeinden an der Bobritzsch und der Freiberger Mulde bis nach Döbeln deutlich verbessern. Der Bau des Beckens wird voraussichtlich vier bis fünf Jahre in Anspruch nehmen und insgesamt rund 63 Millionen Euro kosten. Es wird finanziert aus Mitteln des Nationalen Hochwasserschutzprogramms des Bundes sowie aus Landesmitteln. Gebaut wird ein Steinschüttdamm mit Asphaltinnendichtung, der rund 17 Meter hoch und an der Dammkrone 550 Meter breit ist. Der Damm hat ein Durchlassbauwerk, das aus einem Ökodurchlass, den Betriebsauslässen und einem Tosbecken besteht. Zudem gehören eine Hochwasserentlastungsanlage und ein Betriebsgebäude zum Bauwerk. Der Steinschüttdamm wird begrünt und passt sich somit harmonisch ins Landschaftsbild ein. In den Stauraum passen bei Vollstau rund 4,86 Millionen Kubikmeter Wasser. Er erstreckt sich auf einer Fläche von zirka 94,7 Hektar und umfasst dabei rund 82 Grundstücke in Oberbobritzsch und Friedersdorf. Begrenzt wird der Stauraum im Westen und Osten durch die Ausläufer der Orte Oberbobritzsch und Friedersdorf. Im Süden verläuft er fast parallel zur Staatsstraße S188. Im Norden bilden das Waldgebiet Jungfernholz und das in Richtung Kreisstraße K7730 ansteigende Gelände natürliche Grenzen. Hinweis an die Redaktionen Auf dem Foto im Anhang ist zu sehen, wie die Eisenbahnbrücke ausgehoben wird, die über den Holzbach führte. Das Foto darf unter Angabe folgender Quelle veröffentlicht werden: © Landestalsperrenverwaltung Sachsen / Fotograf Robert Lohse
  • Sachsen kommt im europäischen Wettbewerb um das Einstein-Teleskop deutlich voran. Für die mit Unterstützung von Bund und Land laufende umfassende Machbarkeitsstudie in der Lausitz wird ein eigenes Projektbüro eingerichtet. Astroteilchenphysiker Prof. Christian Stegmann und Geophysiker Prof. Andreas Rietbrock haben als Doppelspitze jetzt offiziell die wis-senschaftliche Leitung des im Aufbau befindlichen Teams, das bereits online präsent ist: www.einsteintelescope-lausitz.de Prof. Stegmann und Prof. Rietbrock: »Die Lausitz bietet mit ihrem stabilen Untergrund und dem geringen seismischen Rauschen sehr gute Voraussetzungen für das Einstein-Teleskop, wie erste Messungen bestätigen. Zugleich steht die Region für Bergbaukompetenz und ihre wach-sende Stärke als Wissenschaftsregion. Mit einem starken Team verbinden wir das Projekt eng mit der Region und schaffen die Grundlagen für eine wissenschaftlich fundierte Standortent-scheidung.« Gemeinsam mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) prüft das sächsische Konsortium den Standort mit hoher Intensität. Ziel ist es, die Eignung der Lausitz als geeigneten Standort für das Einstein-Teleskop zu belegen. Das Team profitiert dabei von den langjährigen Erfah-rungen aus dem Bergbau. Im Laufe des Jahres werden umfangreihe Daten zum Untergrund gesammelt und ausgewertet – denn für die hochsensible Forschungsinfrastruktur sind vor al-lem geolische und seismologische Voraussetzungen entscheidend. Und hier überzeugt die Lausitz: stabiles Granitgestein, dünne Besiedelung und sehr geringe Erdbebenaktivität bieten hervorragende Voraussetzungen für das Einstein-Teleskop. Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow: «Mit Prof. Stegmann und Prof. Rietbrock stehen zwei exzellente Wissenschaftler an der Spitze der sächsischen Standortbewerbung für das Einstein-Teleskop. Mit ihrer Expertise und ihrem Netzwerk vermögen beide nicht nur zu über-zeugen, sondern zu begeistern. Neben dem Nachweis der wissenschaftlich besten Rahmen-bedingungen geht es im Standortwettbewerb auch darum, dass sich die Menschen in Ostsach-sen damit identifizieren können. Für Wissenschaft und Wirtschaft in der Strukturwandelregion Lausitz ist das eine einmalige Chance.« Maßstab für Sachsen ist die wissenschaftliche Exzellenz des Projekts: das Einstein-Teleskop soll den bestgeeigneten Standort in Europa bekommen. Neben den geologischen und seismo-logischen Voraussetzungen zählen dafür auch die Stärken der Forschungslandschaft. Mit der TU Dresden, dem Deutschen Zentrum für Astrophysik (DZA), der Bergakademie Freiberg (TU-BAF) und hoher technologischer Kompetenz verfügt der potenzielle Standort über herausra-gende Expertise in zahlreichen Schlüsselbereichen des Projekts. TU Dresden-Rektorin Ursula M. Staudinger: »Die Einrichtung des Projektbüros und die damit verbundene Machbarkeitsstudie sind ein weiterer wichtiger Schritt auf dem Weg, die hervorra-gende Eignung der Lausitz als Standort für das Einstein-Teleskop zu stärken und wissen-schaftlich fundiert zu belegen. Dieses einzigartige Vorhaben steht für eine neue Dimension der Gravitationswellen- und Astroteilchenphysik, die die internationale Spitzenforschung über Jahrzehnte prägen wird. Die TU Dresden als Exzellenzuniversität bringt ihre Stärken in den Bereichen Hochleistungsrechnen, KI-gestützter Datenanalyse, Optoelektronik und Präzisions-messtechnik ein, um den Standortaufbau voranzutreiben und die Voraussetzungen für eine erfolgreiche europäische Bewerbung zu schaffen.« Um die europäische Dimension des Projektes zu stärken, hat Sachsen bereits eine Kooperati-on mit Sardinien geschlossen. Beide Standorte wollen eng zusammenarbeiten und ihre Stär-ken bündeln – insbesondere für den Fall, dass das Einstein-Teleskop als zwei L-förmige Tunnel an zwei unterschiedlichen Standorten in Europa gebaut wird. Ziel Sachsens ist es, Spitzenforschung und Spitzentechnologie in die Mitte Europas zu holen und dabei ganz besonders auch die Wissenschaft in den Nachbarländern Polen und Tschechien aktiv einzubinden.
  • Die Landessieger der 16. Fremdsprachen-Olympiade der Oberschulen in Englisch, Russisch, Französisch und Spanisch wurden am Donnerstagnachmittag (16. April 2026) im Sächsischen Staatsministerium für Kultus in Dresden ausgezeichnet. Insgesamt traten 50 Sprachtalente der Klassenstufen 8 und 9 der Oberschulen zum Finale an. Die Siegerinnen und Sieger können sich über elektronische Geräte für ihren digitalen Alltag und landesspezifische Bücher freuen. Staatssekretär Wilfried Kühner sprach ein Grußwort und gratulierte den Preisträgerinnen und Preisträgern: »Die Fremdsprachenolympiade zeigt, welche Begeisterung, Kreativität und Ausdruckskraft Sprachlernen entfalten kann. Sachsen profitiert davon, wenn junge Menschen Sprachen lernen und über Grenzen hinausdenken. Denn Offenheit, Neugier und kulturelles Verständnis schaffen Verbindungen, die unsere Gesellschaft stärken. Ich danke auch allen Lehrkräften, die die Schülerinnen und Schüler auf diesem Weg unterstützen.« Qualifiziert für das Landesfinale haben sich die Acht- und Neuntklässler durch ihre sehr guten Leistungen bei den regionalen Wettbewerben. Beim landesweiten Fremdsprachenwettbewerb mussten sie Aufgaben zum Lese- und Hörverständnis sowie zum Schreiben lösen und mündlich in der Fremdsprache miteinander kommunizieren. Die Preisträgerinnen und Preisträger Klassenstufe 8 1. Platz Französisch: Sophia Schmidt, Pestalozzi Oberschule Limbach-Oberfrohna Russisch: Laura Domanja, Sorbische Oberschule Ralbitz Spanisch: Mia Stollin, Oberschule Mölkau 2. Platz Französisch: Annelie Größel, 56. Oberschule Dresden Russisch: Valentina Buder, Sorbische Oberschule Ralbitz Spanisch: Raúl João da Conceição Gomes, 145. Oberschule Dresden 3. Platz Französisch: Sidney-Cheyenne Kreil, Pestalozzi Oberschule Limbach-Oberfrohna Russisch: Emma Schmidt, Oberschule Groitzsch Spanisch: Henriette Falck, HOGA Schulen Dresden – Oberschule Klassenstufe 9 1. Platz Englisch: Anton Volnov, Oberschule Raschwalde Görlitz 2. Platz Englisch: Josy le Beau, Oberschule Grünhain-Beierfeld 3. Platz Englisch: Skadi Schulze, Oberschule Kötitz, Coswig
  • Direktionsbereich Verkehrssicherheitsaktion »Blitz für Kids« (1099) Im Zeitraum vom 20. April bis 30. April 2026 findet die diesjährige, landesweite Verkehrssicherheitsaktion »Blitz für Kids« statt, an der sich auch die Polizeidirektion Chemnitz mit ihren zugehörigen Polizeirevieren beteiligt. Durch diese Aktion sollen Fahrzeugführer auf ein jederzeit verkehrs-gerechtes Verhalten, besonders vor Grundschulen, in Schulwegbereichen aber auch im Freizeitbereich nachhaltig aufmerksam gemacht werden. Kinder reagieren oft spontan und für Fahrzeugführer nicht berechenbar. Sie können Entfernungen und Geschwindigkeiten oft nicht umfassend einschätzen und ihr Handeln der jeweiligen Verkehrssituation schnell genug anpassen. Letztendlich orientieren sich Kinder auch oft an falschen Verhaltensweisen Erwachsener. Im Direktionsbereich sind im Jahr 2025 283 Kinder bei Verkehrsunfällen verunglückt, 20 mehr als im Jahr 2024. In der Stadt Chemnitz ist ein noch größerer Anstieg um 45 auf 111 verunglückte Kinder im Jahr 2025 zu verzeichnen. Hauptunfallursache bei diesen Verkehrsunfällen in der Stadt Chemnitz ist das falsche Verhalten beim Überschreiten der Fahrbahn. Dies entspricht etwa 37 Prozent der gesamten erfassten Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern. Die Durchführung der Aktion erfolgt in bewährter Weise im Rahmen von Geschwindigkeitskontrollen vor ausgewählten Grundschulen. In der ersten Woche können Kinder Fahrzeugführer, die sich nicht an die vorgeschriebene Geschwindigkeit gehalten haben, auf ihr Fehlverhalten hinweisen. Statt Verwarnungsgeldern überreichen die Kinder Handzettel als »Gelbe Karte«, wenn die Überschreitung im Verwarngeldbereich lag. Fahrzeugführer, die vorschriftsmäßig fahren, erhalten die »Grüne Karte« mit der Aufschrift »Danke« oder auch selbstgebastelte Geschenke oder Zeichnungen. In der zweiten Woche werden erneut Geschwindigkeitskontrollen vor ausgewählten Grundschulen durchgeführt, nun aber ohne Beteiligung von Kindern und mit allen erforderlichen rechtlichen Konsequenzen. (Kg)