Neues aus Sachsen
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Ausstellung in Kooperation mit der Deutschen Fotothek zeigt Fotografien von Matthias Creutziger, Kunstpreisträger der Landeshauptstadt Dresden 2026, im Kulturrathaus
Mit der Verleihung des Kunstpreises 2026 ehrt die Landeshauptstadt Dresden den Fotografen Matthias Creutziger. Dessen Werk hat das musikalische und kulturelle Leben der Stadt über Jahrzehnte hinweg eindrucksvoll begleitet und dokumentiert. Eine Ausstellung im Kunstfoyer des Kulturrathauses gibt ab Mai einen Einblick in sein fotografisches Schaffen. Zur Eröffnung am Dienstag, dem 12. Mai 2026, um 18.30 Uhr, spricht Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch, die zugleich Vorsitzende der Jury des Kunst- und Förderpreises ist. Dr. Agnes Matthias von der Deutschen Fotothek der SLUB, in deren Bestand sich der Vorlass von Matthias Creutziger befindet, wird eine Einführung in die Ausstellung sowie in Creutzigers Œuvre geben. »Matthias Creutziger ist einer der bedeutendsten regionalen Fotografen unserer Zeit und ein wichtiger Chronist des Dresdner Musik- und Theaterlebens. Wir freuen uns sehr, einige seiner Arbeiten im Kulturrathaus der Öffentlichkeit präsentieren zu können. Unser Dank geht an unsere Kooperationspartnerin, die Deutsche Fotothek der SLUB, die Matthias Creutzigers Vorlass als kulturgeschichtliches Archiv verwaltet und diese Ausstellung ermöglicht hat«, erläutert Kulturbürgermeisterin Annekatrin Klepsch. Dr. Jens Bove, Leiter der Deutschen Fotothek, sagt: »Wir gratulieren Matthias Creutziger zur Verleihung des diesjährigen Kunstpreises der Stadt Dresden. Die Deutsche Fotothek trägt mit dazu bei, sein für die visuelle Geschichte der Musik zentrales Werk nicht nur für die Zukunft zu bewahren, sondern auch international zugänglich zu machen. Die Ausstellung kann dazu anregen, Creutzigers vielfältiges Schaffen auch auf unserer Website zu entdecken.« Die Ausstellung ist vom 13. Mai bis zum 25. Juni 2026 im Kunstfoyer im 1. OG des Kulturrathauses, Königstraße 15, zu sehen und findet in Kooperation mit der Deutschen Fotothek der SLUB Dresden statt. Der Eintritt ist frei. Die Öffnungszeiten sind Montag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr sowie Freitag von 9 bis 16 Uhr (außer an Feiertagen). Der Fotograf Matthias Creutziger Matthias Creutziger, 1951 in Härtensdorf (Sachsen) geboren, wandte sich nach einer ersten beruflichen Laufbahn als Bauingenieur der Fotografie zu. Er entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Chronisten des Dresdner Musiklebens. Als langjähriger Fotograf der Sächsischen Staatsoper Dresden und der Sächsischen Staatskapelle Dresden begleitete er internationale Tourneen und schuf Bildwelten, die weit über die Dokumentation hinausgehen. Seine Arbeiten verdichten Aufführungen zu visuellen Momenten von großer Intensität und machen Klang, Bewegungen und Emotion sichtbar. Darüber hinaus war Creutziger als Kurator von Konzertreihen tätig und engagierte sich insbesondere im Bereich des Jazz, den er bereits früh als Rezensent begleitete. Seine Fotografien sind heute Teil bedeutender öffentlichen und privaten Sammlungen, darunter in der Deutschen Fotothek, und wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland präsentiert. -
Ermittlungsrichter ordnet nach Amokfahrt vom 4. Mai 2026 die einstweilige Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus an
Der Ermittlungsrichter beim Amtsgericht Leipzig hat am heutigen Tag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Leipzig wegen des dringenden Tatverdachts des Mordes in zwei Fällen sowie des versuchten Mordes in vier Fällen jeweils in Tateinheit mit schwerem gefährlichen Eingriff in den Straßenverkehr die einstweilige Unterbringung eines 33-jährigen Mannes aus Leipzig in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Dem Beschuldigten liegt zur Last, am 4. Mai 2026 gegen 16.45 Uhr mit seinem Pkw vom Augustusplatz kommend in die Fußgängerzone der Grimmaischen Straße in Leipzig eingefahren zu sein und dort mit seinem Pkw vorsätzlich zwei Menschen tödlich verletzt und weitere verletzt und gefährdet zu haben. Der Beschuldigte war nach der Tat am 4. Mai 2026 auf Anordnung der Staatsanwaltschaft vorläufig festgenommen worden. Aufgrund ärztlich beschiedener fehlender Hafttauglichkeit ist der Beschuldigte danach bis zur Vorführung vor dem Ermittlungsrichter in ein psychiatrisches Krankenhaus verlegt worden. Der gerichtliche Unterbringungsbefehl geht im Ergebnis einer Gesamtschau der Tatumstände davon aus, dass der Beschuldigte mit seinem Fahrzeug in Tötungsabsicht handelnd möglichst viele Menschen töten und schwer verletzen wollte und mit seiner Tat die Mordmerkmale der Heimtücke und der niedrigen Beweggründe erfüllt hat. Nach den bisherigen Ermittlungen und den vorliegenden fachärztlichen Stellungnahmen sind nach Auffassung des Ermittlungsrichters dringende Gründe dafür vorhanden, dass der Beschuldigte die Tat vom 4. Mai 2026 im Zustand der zumindest erheblich verminderten Schuldfähigkeit begangen hat und dass durch das Gericht die Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet werden wird (§ 126a Strafprozessordnung). Ob diese Voraussetzungen tatsächlich vorliegen, steht noch nicht abschließend fest und ist Gegenstand der laufenden Ermittlungen und der insoweit erforderlichen eingehenden forensisch-psychiatrischen Begutachtung des Beschuldigten. Die Umwandlung des Unterbringungsbefehls in einen Haftbefehl ist jederzeit zulässig, wenn sich im Ergebnis der Begutachtung herausstellt, dass die Voraussetzungen für einen Unterbringungsbefehl nicht vorliegen. Dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend hat das Amtsgericht die einstweilige Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus als für die öffentliche Sicherheit erforderlich angesehen, da es nach derzeitiger Erkenntnislage wahrscheinlich ist, dass der Beschuldigte aufgrund seines Zustandes weitere erhebliche rechtswidrige Taten vergleichbarer Schwere begehen wird. Der Beschuldigte wurde nach Erlass des Unterbringungsbefehls zu dessen Vollzug am heutigen Tag in ein psychiatrisches Krankenhaus verbracht. Die Ermittlungen zum Geschehensablauf und zu weiteren mutmaßlichen Tatmotiven dauern an. Auf die Medieninformationen Nrn. 150-153/26 vom 4. Mai 2026 und Nr. 155/26 vom 5. Mai 2026 der Polizeidirektion Leipzig und die darin enthaltenen Ausführungen wird ergänzend Bezug genommen. Weitere Auskünfte sind mit Blick auf die laufenden Ermittlungen derzeit nicht möglich. -
Zentrales Zukunftsprojekt für die Wasserversorgung der Lausitz gestartet
In der Lausitz ist heute (5. Mai 2026) ein zentrales Infrastrukturprojekt für die zukünftige Trinkwasserversorgung gestartet: Staatsministerin Regina Kraushaar hat den ersten Spatenstich zur Modernisierung der Fernleitung »Innerer Ring« gesetzt. Für den ersten Bauabschnitt auf einer Länge von rund 3,8 Kilometern stellt der Bund 3,64 Millionen Euro aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen bereit. Mit der Maßnahme wird der Trinkwasserverbund Lausitzer Revier gestärkt, der rund 250.000 Menschen sowie zentrale Industriestandorte auf einer Fläche von etwa 3.200 Quadratkilometern versorgt. Staatsministerin Regina Kraushaar: »Der erste Spatenstich für den inneren Ring ist für mich ein besonders schöner und bewegender Moment: Denn heute können wir uns wieder einmal bewusstmachen, dass unser Wasser, und ganz besonders unser Trinkwasser, elementar ist – auch und gerade für den Strukturwandel. Schon wer neue Industrie ansiedeln und Arbeitsplätze schaffen will, braucht eine stabile Wasserversorgung. Erst recht brauchen wir Wasser, damit auch noch in 100 Jahren in der Lausitz gute Lebensbedingungen für die Menschen vorhanden sind. Wir schaffen ein Verbundsystem, das sich über die gesamte Lausitz erstreckt. Dabei ist der ‚Innere Ring‘ ein zentraler Baustein, weil er bestehende Systeme verbindet und die Versorgungssicherheit wirksam härtet – für den Alltag ebenso wie im Störfall. Die Lausitz wird damit zukunftsfest. Ein guter Tag für die Lausitz.« ewag-Vorstandsvorsitzender Torsten Pfuhl: »Die Fernwasserleitung ‚Innerer Ring‘ wird in zwei Bauabschnitten modernisiert und um eine Druckerhöhungsstation sowie den dazugehörigen Reinwasserbehälter ergänzt. Mit Realisierung dieser Gesamtinvestition wird es zukünftig möglich, Trinkwasser in ausreichender Menge sowohl von Brandenburg nach Sachsen, als auch von Sachsen nach Brandenburg zu leiten. Das stärkt das Verbundsystem und ermöglicht es, frühere Trinkwasserlieferungen aus dem Wasserwerk Schwarze Pumpe im Verbundsystem besser zu kompensieren. Die Finanzierung dieser Maßnahme ist nur mit Fördermitteln aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen möglich. Deshalb sind wir dem Freistaat Sachsen und dem Bund für die gewährte Unterstützung sehr dankbar.« Bereits seit Dezember 2020 haben sich sechs Aufgabenträger der öffentlichen Wasserversorgung zur Arbeitsgemeinschaft »Trinkwasserverbund Lausitzer Revier« zusammengeschlossen, um den Herausforderungen durch den Kohleausstieg gemeinsam zu begegnen. Ziel dieser angebotsorientierten Planung ist es, überall im Lausitzer Revier ausreichend Trinkwasser als Voraussetzung für einen erfolgreichen Strukturwandel bereitzustellen. Die Modernisierung des »Inneren Rings« schafft dabei eine leistungsfähigere Verbindung zwischen dem Versorgungssystem Senftenberg und dem von der Südleitung versorgten Raum Königsbrück–Wittichenau–Hoyerswerda bis hin zum Industriegebiet Leppersdorf. Bisher ist die Fließrichtung aufgrund von Druckunterschieden eingeschränkt und der Durchfluss begrenzt. Für den »Inneren Ring« werden drei Maßnahmen mit einem Gesamtvolumen von rund 15,7 Millionen Euro aus Bundesmitteln gefördert. Zwei davon befinden sich bereits in Umsetzung. Diese Investitionen sind ein wesentlicher Beitrag, um die Wasserversorgung im Lausitzer Revier an veränderte Rahmenbedingungen anzupassen und die Grundlage für eine erfolgreiche wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung nach der Kohle zu schaffen. -
SIB auf der Firmenkontaktmesse bonding - Zukunft gestalten in der öffentlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung
Der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) präsentiert sich am 6. Mai 2026 auf der »Firmenkontaktmesse bonding« an der TU Dresden als vielseitiger Arbeitgeber im Bereich der öffentlichen Bau- und Liegenschaftsverwaltung des Freistaates Sachsen. Interessierte Studierende der TU Dresden können sich über die vielfältigen Berufs- und Karrieremöglichkeiten beim SIB informieren. Expertinnen und Experten aus verschiedenen Fachbereichen – darunter Hochbau, Immobilienmanagement und Personal – stehen vor Ort für persönliche Gespräche zur Verfügung und geben Einblicke in ihre Arbeit. Ort: Messezelt hinter dem Hörsaalzentrum der TU Dresden, Stand: A4 Datum: 06.05.2026 Zeit: 9:30 Uhr bis 16:30 Uhr Seit über 20 Jahren übernimmt der SIB zentrale Aufgaben für den Freistaat Sachsen: die Planung, Umsetzung und Bewirtschaftung staatlicher Bauprojekte und Liegenschaften. Das Portfolio umfasst rund 3.000 Gebäude, darunter Hochschulen, Kultureinrichtungen, Polizeidienststellen, Justizgebäude und Verwaltungsbauten. Mehr als 1.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sorgen für eine nachhaltige und zukunftsorientierte Entwicklung dieser Immobilien. Unter dem Leitbild »Wir schaffen mehr als Räume!« legt der SIB besonderen Wert auf innovative Bauprojekte, energieeffiziente Lösungen und eine enge Zusammenarbeit mit den Nutzern. -
Ergänzung zum Einsatz in der Leipziger Innenstadt
Verantwortlich: Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz und Polizeioberkommissarin Susanne Lübcke Ergänzend zu den Medieninformationen Nr. 150|26 bis 153|26 können die Staatsanwaltschaft Leipzig und die Polizeidirektion Leipzig Folgendes in Bezug auf die Verletzten und den 33-jährigen Beschuldigten mitteilen: Nach bisherigen Erkenntnissen wurden zwei Personen (63|weiblich, 77|männlich) getötet sowie sechs weitere Personen im Alter von 21 bis 87 Jahren verletzt. Darunter befinden sich zwei Schwerverletzte, ein Mann im Alter von 75 Jahren und eine Frau im Alter von 84 Jahren. Außerdem mussten mehr als 80 Personen aufgrund der Eindrücke des Erlebten betreut werden. Der Tatverdächtige ist im Jahr 2026 bereits polizeilich wegen Bedrohung sowie ehrverletzender Delikte im sozialen Umfeld in Erscheinung getreten. Diese Vorgänge befinden sich noch in der polizeilichen Bearbeitung. In diesem Zusammenhang kam es auch am 17. April zu einem Polizeieinsatz aufgrund eines Anrufes des 33-Jährigen, in dessen Folge dieser aufgrund seines psychischen Zustandes und mit seiner Zustimmung in einem Fachkrankenhaus aufgenommen und dort bis zum 29. April 2026 behandelt wurde. Das Bundeszentralregister weist für den Beschuldigten keine Eintragungen auf. Sonstige Ermittlungs- und Strafverfahren sind gegen den Beschuldigten bei der Staatsanwaltschaft derzeit nicht anhängig. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Leipzig sowie der Polizeidirektion Leipzig gegen den Beschuldigten wegen des Tatvorwurfs des zweifachen Mordes und mehrfachen Mordversuchs dauern weiterhin an. Dieser war am gestrigen Tag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft vorläufig festgenommen worden. Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts wird auf Antrag der Staatsanwaltschaft am heutigen Tag über die Fortdauer der Freiheitsentziehung gegen den Beschuldigten entscheiden. Auskünfte zu Einzelheiten sind insoweit derzeit nicht möglich und werden nachberichtet. Die mutmaßlichen Hintergründe der Tat sind weiter Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Nach aktuellem Stand gibt es keine Hinweise für ein politisches oder religiöses Tatmotiv. Die kriminalpolizeilichen Maßnahmen am Tatort dauern an. Die betroffenen Bereiche bleiben weiterhin gesperrt. Es wird davon ausgegangen, dass die polizeilichen Maßnahmen am Tatort am heutigen Tag beendet werden und die Absperrungen aufgehoben werden können. Die eingerichteten Hinweisstellen sind weiterhin erreichbar: Hinweistelefon: 0341 966 46666 Hinweisportal: sn.hinweisportal.de Die Ermittlungsbehörden werden zeitnah über den Fortgang der Ermittlungen informieren. Weitere Auskünfte sind derzeit nicht möglich.