Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Plauen (30. Oktober 2026) - Vom 18. bis 20. Juni 2027 richtet die Spitzenstadt Plauen den »Tag der Sachsen« aus. Vereine aus ganz Sachsen können mit dabei sein und Teil des Festes werden. Die Anmeldefrist dafür wurde nun bis zum 31. Dezember 2026 verlängert. Die Bewerbung ist unter 2027.tagdersachsen.de/mitmachen möglich, jedoch noch nicht mit einer verbindlichen Zusage verbunden. Das Festwochenende und die Themenmeilen leben von den Ideen und Angeboten der Vereine. Ob Sport, Kultur, Tradition, Soziales oder Natur – gefragt sind vielfältige Beiträge aus ganz Sachsen. Möglich sind beispielsweise Bühnenauftritte, Präsentationsstände oder die Teilnahme am traditionellen Festumzug. Über die Auswahl entscheiden das jeweilige Angebot, die verfügbaren Flächen und die Einbindung in das Gesamtkonzept des Festes. Auch Händler, Gastronomen, Schausteller und Unternehmen können sich noch bis zum 31. Dezember 2026 unter www.haendler-portal.com für eine Teilnahme bewerben. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung und wenn es endlich heißt: »Gemeinsam SPITZE feiern!«. Aktuelle Informationen zum »Tag der Sachsen« 2027 gibt es unter 2027.tagdersachsen.de.
  • Die Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek (SLUB Dresden) und die Zentral- und Landesbibliothek Berlin (ZLB) haben 43 Bücher und sieben lose Exlibris an Nachfahren des Bankiers und Generalkonsuls Julius Hellmann übergeben. Die Bücher gelangten durch NS-Raub in den Besitz der Berliner Stadtbibliothek und der SLUB Dresden. Im Rahmen der Provenienzforschung konnten sie anhand der enthaltenen Exlibris ihrem ursprünglichen Eigentümer zugeordnet werden. Julius Hellmanns Urenkelin reiste nach Berlin, um das Forschungsteam zu treffen und die Bücher ihres Urgroßvaters kennenzulernen: «We were overwhelmed by the dedication, commitment and kindness of the research team. They have restored a part of our family’s lost history. The books are now with us at our home in Israel and we will treasure them for what they stand for and the amazing journey they have made.” Der 1877 in Freiburg im Breisgau geborene Julius Hellmann war als Bankier und Generalkonsul in Berlin tätig. Während des Nationalsozialismus wurde er als jüdisch verfolgt, floh zunächst nach Südafrika und 1938 in die Niederlande, wo er ab 1942 von der Widerstandsbewegung an verschiedenen Orten in Amsterdam und Amstelveen versteckt wurde und im Untergrund die Shoa überlebte. 1948 wanderte Hellmann in die USA aus und verstarb 1956 in New York. Julius Hellmann besaß eine umfangreiche Bibliothek und kennzeichnete seine Bücher mit einem ausgestalteten Exlibris, was den Provenienzforschenden von ZLB und SLUB die eindeutige Zuordnung seiner Bücher ermöglichte. Wann genau seine Bibliothek enteignet wurde, ist nach derzeitigem Forschungsstand ungeklärt. Dokumentiert ist, dass die Einrichtung seiner Wohnung zu Beginn des Jahres 1936 zwangsversteigert wurde. In der Liste der Versteigerungsobjekte werden jedoch weder eine Bibliothek noch Bücher erwähnt. Der Verdacht des NS-verfolgungsbedingten Entzugs der Hellmannschen Bibliothek erhärtete sich aufgrund eines Ankaufs der Berliner Stadtbibliothek, heute Teil der ZLB, aus dem Jahr 1951. Damals erwarb sie 1.028 Titel vom Berliner Magistrat (Abteilung Finanzen) sowie von der Verwaltungsstelle für Sondervermögen, die beide nach 1945 auch mit der Abwicklung von Reichs- und Staatsvermögen, NS-Vermögen und anderem beschlagnahmten Vermögen betraut waren. Die Berliner Stadtbibliothek verzeichnete die erworbenen Bände in ihrem Zugangsbuch als »eine beschlagnahmte Bibliothek«. Die Bücher dieses Konvolutes tragen Besitzspuren verschiedener Personen, u.a. von Julius Hellmann. Fund der Bücher in der SLUB Dresden In der SLUB Dresden konnten Provenienzforscherinnen anhand des Exlibris von Julius Hellmann insgesamt sechs Bücher identifizieren. Die Sächsische Landesbibliothek, eine Vorgängerinstitution der heutigen SLUB Dresden, kaufte einen Teil der Bücher 1972 beim Norddeutschen Antiquariat an, weitere erhielt sie von der Zentralstelle für wissenschaftliche Altbestände, die in der Forschung als Verteilereinrichtung von NS-Raubgut nach 1945 bekannt ist. Zwei der Bücher tragen einen Aussonderungsstempel der Stadtbibliothek Berlin. Deshalb liegt nahe, dass sie Bestandteil des Ankaufs der Berliner Stadtbibliothek 1951 waren, unter dem sich auch während der NS-Zeit beschlagnahmte Bücher befanden. Katrin Stump, Generaldirektorin der SLUB Dresden, betont: »Wir freuen uns sehr, dass wir die Bücher aus dem Eigentum von Julius Hellmann nun an seine Nachfahren restituieren konnten, denn im Fall von erwiesenem NS-Raubgut betrachten wir uns nicht als Eigentümer und bemühen uns um eine Rückgabe bzw. um gerechte und faire Lösungen im Sinne der Washingtoner Erklärung von 1998. Wir danken dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste, das die Ermittlung von Erbberechtigten in 300 noch offenen NS-Raubgut-Fällen an der SLUB unterstützt.« Fund der Bücher und der losen Exlibris in der ZLB Berlin Die im Bestand der ZLB ermittelten Bücher von Julius Hellmann stammen zum größten Teil aus einem Ankauf der Berliner Stadtbibliothek (BStB) von 1951, im Zugangsbuch subsumiert als »Eine beschlagnahmte Bibliothek«, geliefert von der Verwaltungsstelle für Sondervermögen des Magistrats von Berlin. Weitere Nachforschungen zu diesem Zugang sind aktuell in Planung. Die BStB hat bis in das Jahr 1953 Hunderte weitere Bücher von diesem Lieferanten eingearbeitet, die auf ihre Provenienz hin überprüft werden. Ein Buch wurde über die Zentralstelle für wissenschaftliche Altbestände beschafft. Weitere Bände fanden sich in unbearbeiteten Depotbeständen. Die losen Exlibris stammen aus der Exlibris-Sammlung der BStB. Jonas Fansa, Direktor der ZLB Berlin, betont: »88 Jahre nach der Flucht Julius Hellmanns in die Niederlande befinden sich die Bücher nun da, wo sie rechtmäßig hingehören – in den Händen seiner Nachfahren. Dies war vor allem dank der Unterstützung bei der Ermittlung der Nachfahren durch Mitarbeitende der Cultural Heritage Agency of the Netherlands und des Holocaust Claims Processing Office möglich.« Annelies Kool, Cultural Heritage Agency of the Netherlands, sagt: «I am glad to have been able to add a small piece to the provenance puzzle of these books, contributing to their return to the rightful owner. This case shows how important the exchange of information and expertise across borders can be in uncovering provenance and making restitution possible.” Kaitlin Asrow, New York State Department of Financial Services, ergänzt: «The Department is committed to helping survivors and their families recover property lost to Nazi persecution. The return of these books and book plates was made possible through the collaborative work across international partners. We appreciate the long-standing partnership of governments, cultural institutions, nonprofits, and others to help recover these lost assets and legacies.”
  • Erzgebirgskreis Kriminalpolizei ermittelt wegen eines Tötungsdeliktes Zeit: 29.10.2026, 23:20 Uhr polizeibekannt Ort: Annaberg-Buchholz (4315) Ein Zeuge (20) verständigte kurz vor Mitternacht die Polizei und berichtete von einer unmittelbar zuvor stattgefundenen Schlägerei zweier Männer (27, 43) auf einem Supermarkt-Parkplatz in der Chemnitzer Straße. In deren Ergebnis war der 43-Jährige verletzt und bewusstlos am Boden liegen geblieben. Der Zeuge reanimierte den Bewusstlosen bis zum Eintreffen alarmierter Rettungskräfte, während sich der 27-Jährige weiter auf dem Parkplatz aufhielt. Seitens eines ebenso im Einsatz befindlichen Notarztes konnte wenig später nur noch der Tod des 43-Jährigen (libyscher Staatsbürger) festgestellt werden. Polizeibeamte nahmen daraufhin den dringend tatverdächtigen 27-Jährigen (syrischer Staatsbürger) fest und brachten ihn auf ein Polizeirevier, wo er sich aktuell in Gewahrsam befindet. Die Chemnitzer Kriminalpolizei hat noch in der Nacht Ermittlungen wegen Totschlags aufgenommen, die derzeit in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Chemnitz fortgeführt werden. (Ry)
  • Autoren: Lukas Reumund (lr) und Uwe Hofmann (uh) Landeshauptstadt Dresden Mutmaßlichen Kabeldieb gestellt Zeit: 29.10.2026, 02:20 Uhr Ort: Dresden-Leipziger Vorstadt In der Nacht zu Donnerstag haben Polizisten auf der Lößnitzstraße einen mutmaßlichen Kabeldieb (39) gestellt. Ein Zeuge informierte die Beamten darüber, dass ein Mann Kabelteile aus einem Firmengrundstück auf ein Nachbargrundstück wirft. Die Polizisten stellten den 39-Jährigen auf dem Grundstück. Sie fanden bei ihm Einbruchswerkzeug. Zudem entdeckten sie ein aufgeschnittenes Zaunfeld, durch das der Tatverdächtige offensichtlich auf das Grundstück gelangt war. Im Nachbargrundstück lagen Kabelteile in einer Länge von etwa fünf Metern, die augenscheinlich von dem Firmengelände stammten. Gegen den Deutschen wird nun wegen des Einbruchs ermittelt. (lr) Gegen Straßenbahn gestoßen Zeit: 29.10.2026, 14:25 Uhr Ort: Dresden-Löbtau Am Donnerstag ist ein Autofahrer (79) bei einem Unfall auf der Kesselsdorfer Straße schwer verletzt worden. Der 79-Jährige bog mit einem BMW aus einer Ausfahrt nach links auf die Kesselsdorfer Straße in Richtung Löbtauer Straße ab. Dabei wurde der BMW von einer Straßenbahn (Fahrer 49) erfasst, die in Richtung Gorbitz fuhr. Der Sachschaden wurde mit etwa 20.000 Euro angegeben. (lr) Bei Unfall verletzt Zeit: 29.10.2026, 10:30 Uhr Ort: Dresden-Gorbitz Auf der Kreuzung Kirschenstraße/Omsewitzer Ring ist am Donnerstag eine Frau (62) bei einem Unfall leicht verletzt worden. Die 62-Jährige fuhr mit einem XPeng G9 auf dem Omsewitzer Ring in Richtung Robinienstraße. Als sie über die Kirschenstraße fuhr, stieß sie mit einem Ford Focus (Fahrer 71) zusammen, der auf der Kirschenstraße aus Richtung Leutewitzer Ring gefahren kam. Sie musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 15.000 Euro. (lr) Radfahrer stießen zusammen Zeit: 29.10.2026, 08:40 Uhr Ort: Dresden-Großer Garten Am Palais im Großen Garten sind am Donnerstag zwei Fahrradfahrer kollidiert. Ein 45-Jähriger wurde leicht verletzt. Ein 27-Jähriger fuhr auf der Querallee in Richtung Fürstenallee. Nachdem er die Hauptallee überquert hatte, fuhr er auf dem Weg direkt am Palais entlang. Dabei stieß er mit dem 45-Jährigen zusammen, der aus Richtung Fürstenallee entgegenkam. (lr) In Firmenräume eingebrochen Zeit: 28.10.2026, 19:00 Uhr bis 29.10.2026, 09:00 Uhr Ort: Dresden-Äußere Neustadt Unbekannte sind in der Nacht zu Donnerstag in ein Studio an der Königsbrücker Straße eingebrochen. Die Täter gelangten auf unbekannte Weise in die Firmenräume und durchsuchten diese. Nach erstem Überblick stahlen sie einen geringen Bargeldbetrag. Sachschaden entstand augenscheinlich nicht. (lr) Landkreis Meißen Bei Auffahrunfall verletzt Zeit: 29.10.2026, 17:45 Uhr Ort: Radebeul Am Donnerstag ist eine Autofahrerin (42) bei einem Unfall auf der Meißner Straße leicht verletzt worden. Die 42-Jährige fuhr mit einem Skoda Citigo in Richtung Coswig. Sie hielt hinter einem VW Golf (Fahrer 57), der verkehrsbedingt angehalten hatte. Daraufhin fuhr ein 19-Jähriger mit einem 3er BMW auf den Skoda auf und schob diesen auf den VW. Die Skoda-Fahrerin musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Es entstand ein Schaden in Höhe von etwa 3.000 Euro. (lr) Gartengeräte gestohlen Zeit: 29.10.2026, 09:45 Uhr festgestellt Ort: Meißen Unbekannte haben in den vergangenen Tagen aus einem Schuppen an der Straße Am Buschbad Gartengeräte gestohlen. Die Täter gelangten auf unbekannte Weise auf das Gelände eines Kleingartenvereins. Sie begaben sich in einen Garten und entfernten ein Schloss eines Schuppens. Aus diesem stahlen sie einen Rasenmäher, eine Motorsense, eine Motorfräse und weitere Geräte und Gartenausstattung im Gesamtwert von rund 1.200 Euro. (lr) Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge Frau mit Schockanruf betrogen Zeit: 29.10.2026 Ort: Stolpen Unbekannte haben eine Frau (84) mit einem Schockanruf um ihr Erspartes betrogen. Die Stolpenerin wurde von einer Frau angerufen, die sich als Polizistin ausgab und behauptete, dass die Tochter der Frau einen schweren Verkehrsunfall verursacht hätte. Nur gegen die Zahlung einer hohen Kaution könnte die Tochter auf freiem Fuß bleiben. Daraufhin legte die Seniorin etwa 13.000 Euro und eine Armbanduhr in einen Umschlag und übergab die Wertsachen einem angeblichen Geldboten. Später hielt sie Rücksprache mit ihrer Tochter und erkannte so den Betrug. Die Polizei rät: – Lassen Sie sich am Telefon nicht unter Druck setzen! – Sprechen Sie mit Angehörigen oder Vertrauenspersonen, wenn Sie solche Anrufe bekommen! – Übergeben Sie kein Geld an Unbekannte und überweisen Sie kein Geld an unbekannte Konten! – Verständigen Sie im Verdachtsfall die Polizei! (uh) Waldbrand Zeit: 29.10.2026, 13:30 Uhr der Polizei bekannt Ort: Hohnstein, OT Waitzdorf Aus unbekannten Gründen ist in einem Wald bei Waitzdorf ein Feuer ausgebrochen. Nach ersten Ermittlungen nahm das Feuer in einer Felsspalte seinen Anfang und breitete sich auf etwa 100 Quadratmeter aus. Die Löscharbeiten der Feuerwehr dauern an. Die Polizei ermittelt zur Brandursache. (uh) Mercedes überschlug sich Zeit: 29.10.2026, 22:10 Uhr Ort: Dippoldiswalde, OT Paulsdorf Ein Mercedes SL (Fahrer 24) hat sich auf der Thomas-Müntzer-Straße überschlagen. Der 24-Jährige war zwischen Paulshain und Paulsdorf unterwegs, als er die Kontrolle über das Auto verlor. Der Mercedes kam ins Schleudern und überschlug sich, wobei er auf dem Dach im Straßengraben liegen blieb. Es gab keine Verletzten. Der Sachschaden beträgt rund 30.000 Euro. (uh)
  • Staatsanwaltschaft Dresden erhebt Anklage zum Amtsgericht Dresden - Jugendschöffengericht - Die Staatsanwaltschaft Dresden hat gegen drei Deutsche (20, 27 und 29 Jahre) Anklage zum Amtsgericht Dresden – Jugendschöffengericht – erhoben. Den Beschuldigten liegt unter anderem gefährliche Körperverletzung zur Last. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, am 26. August 2026 zwischen 23:00 Uhr und 23:30 Uhr eine 45-jährige Frau – mit der sie zuvor gemeinsam alkoholische Getränke konsumiert hatten – am Amalie-Dietrich-Platz in Dresden geschubst, geschlagen und mehrfach ins Gesicht getreten zu haben (siehe gemeinsame Medieninformation der Staatsanwaltschaft Dresden und der Polizeidirektion Dresden vom 28. August 2026, abrufbar im Medienservice Sachsen unter www.medienservice.sachsen.de). Die Geschädigte erlitt erhebliche Verletzungen im Gesicht (unter anderem eine Nasenbeinund eine Jochbeinfraktur) und musste kurzzeitig stationär im Krankenhaus behandelt werden. Bei der Geschädigten handelt es sich um eine Transperson, die sich derzeit in der Transition vom männlichen zum weiblichen Geschlecht befindet. Im Ergebnis der Ermittlungen ist davon auszugehen, dass der Tat ein transfeindliches Motiv zugrunde gelegen hat. Demgegenüber hat sich der Verdacht des Raubes im Zuge der Ermittlungen nicht bestätigt. Der 27-jährige Beschuldigte konnte während der Ermittlungen identifiziert und am 17. September 2026 festgenommen werden. Die drei Beschuldigten befinden sich weiter in Untersuchungshaft. Die Beschuldigten sind bereits vorbestraft. Der 27-jährige Beschuldigte stand zur Tatzeit unter Führungsaufsicht. Der 29-jährige Beschuldigte stand zur Tatzeit einschlägig unter Bewährung. Der 29-jährige Beschuldigte ist geständig. Die beiden anderen Beschuldigten bestreiten den Tatvorwurf. Das Amtsgericht Dresden wird nunmehr über die Eröffnung des Hauptverfahrens und die Zulassung der Anklage entscheiden. Ein Termin zur Hauptverhandlung wird vom Amtsgericht Dresden bestimmt.