Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Chemnitz Stand: 19:00 Uhr (674) Die Polizeidirektion Chemnitz führte anlässlich des heutigen Chemnitzer Friedenstages und damit verbundenen Versammlungen und Veranstaltungen Einsatzmaßnahmen durch. Für den Tag waren im Vorfeld mehrere Versammlungen und Veranstaltungen angezeigt worden. Veranstalter waren neben Vereinen und Akteuren der Zivilgesellschaft auch Parteien und politische Organisationen sowie kirchliche Träger. Zwei angezeigte Versammlungen waren kurzfristig abgesagt worden. Am Vormittag war die Polizei mit bei der Kranzniederlegung am städtischen Friedhof präsent. Gegen 11:20 Uhr begann am Karl-Marx-Monument die Versammlung »Schulstreik gegen die Wehrpflicht - Geld für Bildung statt für Aufrüstung!« mit einer Kundgebung, an der sich etwa 500 Personen beteiligten. Gegen 12:10 Uhr schloss sich ein Aufzug zum Park der Opfer des Faschismus, den Innenstadtring wieder zur Brückenstraße an. Die Versammlung wurde gegen 13:45 Uhr beendet. In der Spitze wurden 400 Teilnehmer im Aufzug gezählt. Gegen 11:30 Uhr begann die zentrale Veranstaltung zum Friedenstag auf dem Neumarkt, die bis in die Abendstunden andauern wird. Ab 16:30 Uhr starteten an verschiedenen Orten insgesamt zehn Aufzüge mit jeweils elf bis 28 Personen, die als Friedenswege zum Neumarkt führten. Die Teilnehmer schlossen sich der dortigen Veranstaltung an. Ab 17:30 Uhr startete zudem ein Friedenslauf durch den Innenstadtbereich mit bis zu 120 Läufern. Die polizeilichen Maßnahmen konzentrierten sich auf die erforderlichen verkehrsregulierenden Maßnahmen als auch die Absicherung der Aufzüge und Versammlungen. In einem Fall hat die Polizei Ermittlungen wegen des Verdachts der Bedrohung aufgenommen, nachdem im Bereich Moritzhof in der Bahnhofstraße ein Mann (37) mit einer Plastikpistole hantierte und sich Versammlungsteilnehmer bedroht fühlten. Die Polizeidirektion Chemnitz wurde bei den heutigen Einsatzmaßnahmen durch die sächsische Bereitschaftspolizei unterstützt. Insgesamt waren im Tagesverlauf rund 230 Einsatzkräfte in die Maßnahmen eingebunden. (ju)
  • Am 7. März 2026 findet im Humboldthaus in Görlitz die 36. Jahrestagung der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz e. V. statt. In diesem Jahr wurde das Thema Beweidung als Schwerpunkt gesetzt. Unter dem Titel »Weidelandschaften in der Oberlausitz« wollen die Veranstalter auf die enorme Bedeutung der Beweidung für Natur- und Artenschutz sowie Landschaftspflege aufmerksam machen. Die Jahrestagung ist eine Veranstaltung der Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz e. V., die durch die Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) und das Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz unterstützt wird. Die Fokussierung auf einen möglichen »Generalschlüssel« für die nachhaltige Entwicklung von Kulturlandschaft zieht sich wie ein roter Faden durch das Programm. Der Eröffnungsvortrag widmet sich den historischen Weidelandschaften der Oberlausitz. Zeitlich weiter in die Vergangenheit begibt sich ein zweiter Beitrag zu Funden fossiler Megaherbivoren aus dem Pleistozän. Sie verweisen auf die lange Historie prägender Tierarten einer Offenlandschaft. Nachmittags berichtet ein Vortrag aus dem Biosphärenreservat Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft über die naturschutzgerechte Beweidung durch Rinder und die Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege in Bayern referiert über die Gestaltung einer zukunftsfähigen und naturschutzorientierten Beweidung in Bayern. Den Abschluss bildet die Darstellung von Konflikten zwischen Wolf und Weidetieren in Sachsen durch die Fachstelle Wolf im Freistaat Sachsen. Direkt im Anschluss an die Jahrestagung werden die aktuellen Förderpreisträger der Naturforschenden Gesellschaft vorgestellt. Die Preisträgerin ist Anne Teuser von der HTW Dresden. Sie spricht nach der Preisverleihung über ihre populationsbiologischen Untersuchungen am Sumpf-Porst (Rhododendron tomentosum). Anerkennungspreise erhalten zudem zwei Schüler aus der Region. Hintergrundinfo Die Naturforschende Gesellschaft der Oberlausitz vergibt in Kooperation mit dem Senckenberg Museum für Naturkunde Görlitz einen Förderpreis zur Würdigung des wissenschaftlichen Nachwuchses und der naturkundlichen Forschung. Er wird im zweijährigen Turnus für herausragende Arbeiten zu den Themen der Biodiversität oder Geodiversität der Oberlausitz verliehen. Möchten Sie mehr zur Naturforschenden Gesellschaft der Oberlausitz wissen, dann schauen sie unter: www.nfgol.de.
  • Der Staatssekretär im Sächsischen Staatsministerium für Infrastruktur und Landesentwicklung (SMIL), Sören Trillenberg, hat heute (5. März 2026) die Baumesse HAUS 2026 in Dresden eröffnet. Bis zum Sonntag (8. März 2026) präsentieren sich in der Messe Dresden mehr als 400 Aussteller rund um Neubau, Sanierung und Gebäudetechnik. Trillenberg verwies auf die angespannte Lage in der Bauwirtschaft: Hohe Bau- und Finanzierungskosten, Fachkräftemangel und lange Genehmigungsverfahren belasteten Bauherren und Unternehmen. Gleichzeitig bleibe der Bedarf an bezahlbarem Wohnraum und an Modernisierung im Bestand hoch. Staatssekretär Sören Trillenberg: »Wenn Geld knapper wird, müssen wir den technischen Blick schärfen: Welche Lösungen machen Bauen einfacher, schneller und bezahlbarer – ohne dass Qualität am Ende auf der Strecke bleibt? Unser Anspruch ist, dass Verfahren verlässlicher werden und Baukosten nicht durch unnötige Vorgaben weiter steigen.« Trillenberg kündigte an, dass das SMIL die Novellierung der Sächsischen Bauordnung vorbereitet: »Unser Ziel ist es, überzogene Vorgaben zu streichen oder zu vereinfachen und die Abläufe in den Behörden effizienter zu machen. Wir wollen mit der neuen Bauordnung den Grundstein legen für ein Bauklima, das Investitionen in Sachsen nicht hemmt, sondern fördert – durch Schnelligkeit, Klarheit und Verlässlichkeit.« Ab 2026 sollen dafür Workshops und Praxisformate starten – unter anderem im Projekt »SPATeN«, bei dem es um den Abbau technisch entbehrlicher Normen im Wohnungsbau geht und Vollzugsbehörden sowie Praktiker aktiv eingebunden sind. Parallel treibt das SMIL die digitale Baugenehmigung voran: vollständig digital, ohne Medienbrüche und mit transparenter Nachverfolgung. Der digitale Bauantrag ist nahezu sachsenweit ausgerollt. Alle 42 unteren Bauaufsichtsbehörden sind bereits angebunden und es wird intensiv daran gearbeitet, dass im Sommer 2026 die digitale Bauantragsstellung für alle Antragsteller im Freistaat unkompliziert möglich wird. Der Druck ist hoch, denn die Zahl der bewilligten Bauanträge ist laut Statistischem Landesamt des Freistaates Sachsen in den vergangenen Jahren stark gesunken – von 6.088 (2020) auf 2.726 (2024). Für 2025 deuten bislang veröffentlichte Monatsdaten auf eine leichte Erholung hin (2.998). Die Dresdner Baumesse HAUS setzt 2026 Schwerpunkte bei Neubau und Sanierung, Energieeffizienz und Klimaschutz im Gebäudebereich, erneuerbaren Energien (unter anderem Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpen), Holzbau und nachhaltigen Baustoffen sowie digitalen Planungs- und Bauprozessen.
  • Verantwortlich: Tom Erik Richter Mehr als 75 Kilogramm Betäubungsmittel und Cannabis sichergestellt Ort: Leipzig, Theresienstraße und Hopfenbergstraße Zeit: 22.02.2026, 20:35 Uhr Durch Beamte des Fachdienstes Einsatzzüge und der Polizeidirektion Leipzig konnten über 75 Kilogramm verschiedener Betäubungsmittel und Cannabisprodukte in zwei Leipziger Wohnungen sichergestellt und ein Tatverdächtiger vorläufig festgenommen werden. Durch Beamte des Fachdienstes Einsatzzüge konnten am 22. Februar 2026 in der Wohnung eines 23-Jährigen (deutsch) im Bereich Eutritzsch unter anderem circa 3 Kilogramm Cannabis, fast 2 Kilogramm Haschisch, je circa 1 Kilogramm Methamphetamine und Kokain, sowie über 3,7 Kilogramm Ecstasy und 200 Gramm Ketamin aufgefunden und sichergestellt werden. Zudem fanden die Beamten in der Wohnung unter anderem eine Schreckschusswaffe, Reizstoffsprühgeräte und mehrere tausend Euro Bargeld. Auch diese Gegenstände wurden sichergestellt. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde der 23-Jährige vorläufig festgenommen. Im Rahmen der Maßnahmen ergaben sich Hinweise, dass durch den Beschuldigten mutmaßlich in einer zweiten Wohnung im Leipziger Norden ebenfalls Betäubungsmittel gelagert werden. Für diese Wohnung wurde über die Staatsanwaltschaft Leipzig ein Durchsuchungsbeschluss erwirkt. In dieser Wohnung konnten die Beamten sodann weiter circa 64 Kilogramm Cannabis sicherstellen. Der 23-Jährige ist in der Vergangenheit bereits rechtskräftig im Zusammenhang mit Betäubungsmittel- und Eigentumsdelikten verurteilt worden. Der 23-jährige Beschuldigte wurde am 23. Februar 2026 dem Ermittlungsrichter am Amtsgericht Leipzig vorgeführt. Durch den Ermittlungsrichter wurde gegen den 23-Jährigen dem Antrag der Staatsanwaltschaft entsprechend ein Haftbefehl wegen des dringenden Tatverdachts des bewaffneten Handeltreibens mit Betäubungsmitteln und mit Cannabis erlassen und der Vollzug der Untersuchungshaft angeordnet. Die Ermittlungen dauern an. Weitere Auskünfte zu Einzelheiten der Ermittlungen sind daher derzeit nicht möglich. Verletzte durch Pyrotechnik bei Regionalligaspiel Ort: Leipzig (Leutzsch), Am Sportpark Zeit: 04.03.2026, 19:00 Uhr Während des Regionalligaspiels zwischen dem Chemnitzer FC und der BSG Chemie Leipzig wurden 16 Personen durch Pyrotechnik verletzt. Während der ersten Halbzeit wurden sowohl im Heim- als auch im Gästebereich zahlreiche pyrotechnische Gegenstände abgebrannt. Zu Beginn der ersten Halbzeit zündete eine nicht näher bezifferbare Anzahl von Tatverdächtigen Pyrotechnik im gesamten Stadion. Zudem vermummten sich zahlreiche Personen während des Abbrennens der Pyrotechnik. Während des Spiels stellten sich 16 Personen beim Rettungsdienst mit Verbrennungen, welche mutmaßlich durch die Pyrotechnik verursacht wurde, vor. Die Polizei leitete mehrere Ermittlungsverfahren wegen Körperverletzungsdelikten ein. Die Ermittlungen zu den Geschehnissen dauern an.
  • Erzgebirgskreis Polizei warnt: Telefonbetrüger mit Schockanrufen aktiv Zeit: 05.03.2026, seit 12:00 Uhr Ort: Olbernhau, Pockau-Lengefeld, Wiesenbad und Jöhstadt (673) Aktuell sind offenbar Telefonbetrüger mit sogenannten Schockanrufen in den Revierbereichen Marienberg und Annaberg aktiv. Seit 12 Uhr erreichten die Polizeidirektion bislang acht Hinweise auf derartige Anrufe aus Olbernhau, Pockau-Lengefeld, Wiesenbad und Jöhstadt. Die Betrüger gaben sich teilweise als Polizisten aus und suggerierten, dass ein naher Angehöriger einen schweren Unfall verursacht hatte und nun eine Kaution fällig wäre. In den hier bislang bekannten Fällen erkannten alle Angerufenen den Betrugsversuch und beendeten die Gespräche ohne dass ein finanzieller Schaden eintrat. '''Die Polizei rät: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen! Geben Sie am Telefon keine Auskünfte über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse! Überlegen Sie, ob das Geschilderte wirklich zutreffen kann und kontaktieren Sie selbst die im Gespräch erwähnten Angehörigen! Übergeben Sie niemals Geld oder Wertsachen an Unbekannte! Beenden Sie bei Zweifel die Gespräche und verständigen Sie im Verdachtsfall die Polizei.''' (ju)