Neues aus Sachsen

Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
  • Chemnitz Kind verletzte sich bei Fahrradsturz Zeit: 25.06.2026, 17:15 Uhr Ort: OT Wittgensdorf (1870) Ein Kind (m/10) befuhr mit seinem Fahrrad die Chemnitzer Straße in Richtung Untere Hauptstraße. Der Junge verlor die Kontrolle über sein Zweirad und kam zu Sturz. Dabei erlitt er leichte Verletzungen und musste zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden. Angaben zum entstandenen Sachschaden am Fahrrad liegen nicht vor. (mou) Landkreis Mittelsachsen Kind ausländerfeindlich beleidigt - Staatsschutz ermittelt Zeit: 25.06.2026, 19:20 Uhr polizeibekannt Ort: Frankenberg (1871) Am Donnerstagabend machten Beamte des Polizeireviers Mittweida einen Tatverdächtigen ausfindig, nachdem er zuvor ein dunkelhäutiges Mädchen (8) ausländerfeindlich beleidigt haben soll. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand hatte das Mädchen zusammen mit mehreren gleichaltrigen Kindern in der Richard-Wagner-Straße gespielt. Offenbar führte die kindliche Geräuschkulisse zum Unmut eines Anwohners, welcher die Kinder zunächst ermahnte. Kurz darauf soll der Mann dann erst der Gruppe eine beleidigende Geste gezeigt und im Anschluss das achtjährige Mädchen ausländerfeindlich beleidigt haben. Die betroffenen Kinder rannten nach Hause, vertrauten sich ihren Eltern an, welche letztlich die Polizei verständigten. Eingesetzte Streifenbeamte konnten den mutmaßlichen Täter schnell ausfindig machen. Bei ihm handelt es sich um einen 65-Jährigen (deutscher Staatsbürger). Das Dezernat Staatsschutz der Kriminalpolizeiinspektion Chemnitz hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der verhetzenden Beleidigung übernommen. Das Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Beleidigung gegen die Gruppe wird derzeit durch den Kriminaldienst des Polizeireviers Mittweida geführt. Zeugen, insbesondere Anwohner, die Beobachtungen im Zusammenhang mit den Tatgeschehen gemacht haben, werden gebeten, sich mit sachdienlichen Hinweisen unter der Telefonnummer 0371 387-3448 an die Chemnitzer Kriminalpolizei zu wenden. (mg) Diebe verursachten hohen Sachschaden Zeit: 25.06.2026, 18:45 Uhr bis 26.06.2026, 04:20 Uhr Ort: Freiberg (1872) Zwischen Donnerstagabend und Freitagmorgen hebelten Unbekannte die Zugangstür einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Humboldtstraße auf. Im Inneren durchsuchten sie die Räume und entwendeten aus einem Wertgelass Bargeld in Höhe eines mittleren dreistelligen Eurobetrages. Im weiteren Verlauf öffneten die Täter einen Wasserhahn und verschlossen den Abfluss eines Waschbeckens. Eine Zeugin, die aus der Wohnung austretendes Wasser bemerkte, informierte die Polizei. Der durch den Einbruch und den Wasseraustritt entstandene Sachschaden wird insgesamt auf etwa 15.000 Euro geschätzt. Die Polizei hat die Ermittlungen wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls sowie Sachbeschädigung aufgenommen und geht ersten Hinweisen zur möglichen Täterschaft nach. (rae) Zwei Biker bei Unfall schwer verletzt Zeit: 25.06.2026, 14:30 Uhr Ort: Lichtenberg/Erzgeb. (1873) Am Donnerstagnachmittag befuhr der Fahrer (45) eines Pkw Skoda die Dorfstraße (S 209) aus Richtung Lichtenberg in Richtung Weißenborn. Eine 57-jährige Opel-Fahrerin befuhr die Dorfstraße in entgegengesetzter Richtung. In der Folge überholten zwei unbekannte Krad-Fahrer den Pkw Skoda. Der 45-Jährige musste daraufhin eine Gefahrenbremsung einleiten, um eine Kollision der Motorradfahrer mit der entgegenkommenden Opel-Fahrerin zu vermeiden. Im Zuge dessen konnten zwei hinter dem Skoda fahrende Biker (m/44, m/47) nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhren auf diesen. Dabei zogen sich der 44- und 47-Jährige schwere Verletzungen zu. Beide mussten zur weiteren medizinischen Versorgung in Krankenhäuser gebracht werden, wobei auch ein Rettungshubschrauber zum Einsatz kam. Der Skoda-Fahrer sowie die Opel-Fahrerin blieben unverletzt. An den Motorrädern und dem Pkw Skoda entstand ein Sachschaden von insgesamt ca. 17.000 Euro. (mou) Motorradfahrer überschlug sich mehrfach Zeit: 25.06.2026, 16:15 Uhr Ort: Großschirma (1874) Die Leipziger Straße (B 101) aus Richtung Freiberg in Richtung Großschirma befuhr am gestrigen Nachmittag ein Biker (66) mit seiner BMW. Anschließend überholte dieser mehrere vorausfahrende Pkw und verlor beim Wiedereinscheren offenbar die Kontrolle über sein Motorrad, woraufhin er sich mehrfach überschlug. Der 66-Jährige, welcher sich bei dem Unfall schwer verletzte, musste zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Es entstand ein Sachschaden von rund 5.000 Euro. (mou) Hyundai überfuhr Verkehrszeichenträger Zeit: 25.06.2026, 17:50 Uhr Ort: Erlau (1875) Am Donnerstagabend befuhr der Fahrer (74) eines Pkw Hyundai die Rochlitzer Straße (S 250). In der Folge bog der 74-Jährige nach links in die Straße Erlbachtal ab. Dabei kam er nach rechts von der Fahrbahn ab, überfuhr zwei Verkehrsträgerzeichen mit Wegweisern und durchtrennte ein Abspannseil eines Mastes. Der Hyundai-Fahrer blieb unverletzt. Ein mit dem Fahrzeugführer durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,34 Promille. Für den 74-Jährigen folgten neben einer Blutentnahme für die Beweissicherung auch die Sicherstellung seines Führerscheines sowie eine Anzeige wegen Gefährdung des Straßenverkehrs. Der entstandene Sachschaden wird auf rund 20.000 Euro geschätzt. (mou) Erzgebirgskreis Grölende Gruppe ging auf Polizisten los - Zeugengesuch Zeit: 24.06.2026, 20:05 Uhr polizeibekannt Ort: Aue-Bad Schlema, OT Aue (1876) Streifenbeamte des Polizeireviers Aue kamen am Mittwoch wegen einer grölenden Gruppierung in der Schwarzenberger Straße zum Einsatz. Vor Ort trafen die Polizisten nahe der besagten Straße in einer Gasse auf vier Männer und eine Frau, die gemeinsam unterwegs waren. Da augenscheinlich unter den vier Männern eine körperliche Auseinandersetzung drohte, forderten die Einsatzkräfte das Quartett auf, voneinander abzulassen. Im Zuge der anschließenden Feststellung der Identitäten der Beteiligten gingen drei der Männer (18, 20, 27) auf die Polizisten los. Die Einsatzkräfte setzten daraufhin Reizgas ein und machten zunächst zwei der Männer (20, 27) dingfest. Währenddessen versuchte der 18-Jährige die Streifenbeamten mit einem Fahrrad zu bewerfen, was ebenfalls unterbunden werden konnte. Bei den drei alkoholisierten Gestellten handelt es sich um syrische Staatsbürger. Rettungskräfte untersuchten anschließend das Trio, welches unverletzt blieb. Auch die Polizeibeamten wurden nicht verletzt. Zur Unterbindung weiterer Straftaten verblieb das Trio bis in die frühen Morgenstunden in Polizeigewahrsam. Die Ermittlungen wegen tätlichen Angriffs auf Vollstreckungsbeamte in Tateinheit mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte dauern indes an. Es werden Zeugen gesucht, die Angaben zum Geschehen vor dem Eintreffen der Polizeibeamten und während des polizeilichen Handelns machen können sowie sonstige sachdienliche Hinweise zur o.g. Gruppierung geben können. Hinweise werden unter der Telefonnummer 03771 12-0 im Polizeirevier Aue entgegengenommen. (mg) Kia fuhr auf Hyundai Zeit: 25.06.2026, 17:45 Uhr Ort: Aue-Bad Schlema, OT Aue (1877) Die Prof.-Dr.-Dieckmann-Straße befuhr am Donnerstagabend ein 83-jähriger Kia-Fahrer. In der Folge kollidierte der Kia mit einem am rechten Fahrbahnrand geparkten Pkw Hyundai. Infolgedessen zog sich eine Insassin (83) des Kia schwere Verletzungen zu. Rettungskräfte brachten die Schwerverletzte zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus. Der Fahrzeugführer blieb unverletzt, wurde jedoch zur Kontrolle ebenso in ein Krankenhaus gebracht. Am Kia und Hyundai entstand ein Gesamtsachschaden von etwa 6.000 Euro. (mou) Flucht eines alkoholisierten Pedelec-Fahrers nützte nichts Zeit: 25.06.2026, 21:05 Uhr Ort: Olbernhau (1878) Am Donnerstagabend stellten Polizisten einen alkoholisierten Pedelec-Fahrer (32), welcher sich der Kontrolle durch Flucht entziehen wollte. Den Beamten war in der Straße Am Gessingplatz ein Pedelec-Fahrer mit einer unsicheren Fahrweise aufgefallen. Daraufhin entschlossen sich die Einsatzkräfte, den Mann einer Verkehrskontrolle zu unterziehen. Die Anhaltesignale der Polizisten ignorierte der Fahrradfahrer und flüchtete über den Parkplatz eines angrenzenden Einkaufsmarktes. Dabei touchierte er einen Passanten, welcher jedoch unverletzt blieb. Der Flüchtige (32/deutsch) hingegen kam zu Sturz und zog sich schwere Verletzungen zu. Der mutmaßliche Grund für dessen Fluchtversuch wurde auch schnell klar, denn ein mit ihm durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,92 Promille. Rettungskräfte brachten den 32-Jährigen zur weiteren medizinischen Behandlung in ein Krankenhaus, wo für ihn zudem eine Blutentnahme zum Zwecke der Beweissicherung erfolgte. Gegen den deutschen Tatverdächtigen laufen indes die Ermittlungen. (mou)
  • Sächsischer Staatspreis Ländliches Bauen 2026 geht nach Schlegel, Schmilka, Adorf/Vogtland und Nerchau Staatsministerin Kraushaar: »Preisträger zeigen, wie Neues für Familien, Betriebe, Vereine und ganze Dorfgemeinschaften wachsen kann« Die vier Staatspreise für Ländliches Bauen gehen in diesem Jahr nach Schlegel (Landkreis Görlitz), Schmilka (Landkreis Sächsische Schweiz – Osterzgebirge), Adorf/Vogtland (Vogtlandkreis) und Nerchau (Landkreis Leipzig). Staatsministerin Regina Kraushaar hat heute (26. Juni 2026) im Jagdschloss Graupa (Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) die Preisträgerinnen und Preisträger ausgezeichnet. Gewürdigt werden Bauprojekte, die zeigen, wie bestehende Gebäude im ländlichen Raum weitergenutzt, Ortsbilder gestärkt und neue Nutzungen in Dörfern und Kleinstädten verankert werden können. Die mit jeweils 5.000 Euro dotierten Staatspreise des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung werden in den Kategorien Wohnen, Gewerbe, öffentliche Nutzung und multiple Nutzung vergeben. Eine Fachjury hatte die eingereichten Projekte bewertet und die Preisträger ausgewählt. Zusätzlich erhalten 20 weitere Projekte eine Auszeichnung. Staatsministerin Regina Kraushaar sagte bei der Preisverleihung: »Baukultur im ländlichen Raum braucht Menschen, die Verantwortung für ihren Ort übernehmen – oft mit viel Herzblut, Ausdauer und gelebter Verantwortung. Und genau dieses Engagement nehmen wir mit unserem Staatspreis Ländliches Bauen in den Blick. Die Preisträger zeigen, wie etwas Neues entstehen kann: für Familien, Betriebe, Vereine und ganze Dorfgemeinschaften. Alte Substanz wird nicht einfach nur erhalten, sondern klug weitergedacht und neu genutzt. Wer im ländlichen Raum baut, baut nicht nur ein Haus. Er prägt das Gesicht seines Ortes. Genau dieses Engagement würdigen wir.« Der Staatspreis in der Kategorie Wohnen geht an Caterina und Christoph Zimmermann für die Sanierung eines Umgebindehauses im Zittauer Ortsteil Schlegel (Landkreis Görlitz). Das Gebäude nahe der Kirche stand seit 1998 leer und war stark geschädigt. Die Bauherren haben es behutsam instandgesetzt und zu einem Wohnhaus für ihre Familie umgebaut. Die Jury würdigte die sensible Planung, den sorgfältigen Umgang mit der historischen Substanz und den Einsatz traditioneller Handwerkstechniken. Unterstützt wurde das Vorhaben unter anderem durch den Denkmalschutz, die Stiftung Umgebindehaus und die LEADER-Region. In der Kategorie Gewerbe werden Henrike und Tom Schoper vom Architekturbüro schoper.schoper für den Umbau eines ehemaligen Waldarbeiterhauses zu einem Ferienhaus in Schmilka (Ortsteil von Bad Schandau, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge) prämiert. Aus dem baufälligen Gebäude entstanden zwei Ferienwohnungen, die alte Bauteile sichtbar erhalten und neue Elemente bewusst ergänzen. Ein großes Rundfenster im Giebel setzt einen prägnanten Akzent in den Ort und entfaltet im Innenraum eine besondere Wirkung. Die Jury hob das spannungsvolle Miteinander von Alt und Neu sowie den ideenreichen Umgang mit Material und Bestand hervor. Der Staatspreis in der Kategorie öffentliche Nutzung geht an die Stadt Adorf/Vogtland für das Erlebnismuseum Perlmutter in Adorf (Vogtlandkreis). Historische Bestandsbauten und ein markanter Neubau bilden gemeinsam einen Museumskomplex, der die Altstadt aufwertet. Der Neubau wird von einer gekrümmten Betonschale geprägt, deren Form an eine Muschel erinnert. Besucherinnen und Besucher können dort das Leben der Flussperlmuschel, die Perlenfischerei und die Geschichte der Perlmutterverarbeitung im Oberen Vogtland erleben. Die Jury würdigte das Projekt als Impuls für Stadt und Region und als sichtbares Zeichen eines gelungenen Strukturwandels. In der Kategorie multiple Nutzung wird die Ev.-Luth. Kirchgemeinde Nerchau für die Sanierung und den Umbau einer Pfarrscheune zum Begegnungsort im Grimmaer Ortsteil Nerchau (Landkreis Leipzig) ausgezeichnet. Die denkmalgeschützte Feldsteinscheune aus dem 17. Jahrhundert war stark beschädigt. Heute wird sie für Trauerfeiern, als Winterkirche, für Vereine, Konzerte, Theater sowie als Übernachtungsmöglichkeit für Pilgernde und Radreisende genutzt. Das Projekt zeigt, wie ein historisches Gebäude mit einem klaren Konzept dauerhaft erhalten und zu einem Ort der Begegnung für viele Generationen werden kann. Staatsministerin Regina Kraushaar gratulierte den Preisträgern: »Herzlichen Glückwunsch an alle Ausgezeichneten. Ihre Projekte machen Mut, weil sie zeigen, was mit Ideen, Ausdauer und Vertrauen in den eigenen Ort möglich ist. Mein Dank gilt allen, die sich am Wettbewerb beteiligt haben, der Jury und den vielen Planerinnen, Planern und Handwerksbetrieben, die solche Vorhaben möglich machen. Fast 100 Wettbewerbsbeiträge zeigen: Baukultur ist im Freistaat Sachsen in ländlichen Räumen sehr vielfältig und lebendig.« Neben den vier Staatspreisen vergab die Jury 20 weitere Auszeichnungen. Sie zeigen, wie breit ländliche Baukultur in Sachsen aufgestellt ist: In Uhlsdorf wurde eine Scheune zur Biokisten-Packstrecke erweitert, in Liemehna ein alter Gasthof zum Dorfbegegnungszentrum umgebaut, in Baruth ein Torhaus zur modernen Zahnarztpraxis saniert und in Jahnsbach ein ehemaliges Bahnhofsensemble zum Dorfzentrum entwickelt. Die ausgezeichneten Projekte reichen von Wohnhäusern und Ferienunterkünften über Orte für Bildung, Kultur und medizinische Versorgung bis zu gewerblichen Nutzungen und Freiräumen. Hintergrund Der Sächsische Staatspreis Ländliches Bauen würdigt Bauprojekte, die zur Qualität und Zukunftsfähigkeit der Dörfer und Kleinstädte im Freistaat beitragen. Im Mittelpunkt stehen gelungene Sanierungen und Umnutzungen, Neubauten im bestehenden Ortsgefüge sowie dörfliche Freianlagen. Bewerben konnten sich private Bauherren, Kommunen sowie Architektinnen und Architekten mit Projekten, die im ländlichen Raum Sachsens realisiert wurden. Der Staatspreis Ländliches Bauen ist Teil der Initiative »Baukultur verbindet« des Sächsischen Staatsministeriums für Infrastruktur und Landesentwicklung. Er knüpft an eine lange Tradition an. Bereits 1993 hat der Freistaat erstmals einen Wettbewerb zum »Landwirtschaftlichen Bauen« ausgelobt. Der Staatspreis Ländliches Bauen 2026 findet zum 20. Mal statt. Der Staatspreis wird finanziert mit Landesmitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushalts. Alle ausgezeichneten Projekte und eine Wettbewerbsbroschüre sind auf der Website zum Staatspreis Ländliches Bauen abrufbar.
  • Am 27. Juni 2026 findet das Jahrestreffen des ehrenamtlichen Naturschutzes im Rittergut Kössern (Landkreis Leipzig) statt. Der Ehrentag wird von der Sächsischen Landesstiftung Natur und Umwelt (LaNU) in Kooperation mit dem Sächsischen Umweltministerium (SMUL) organisiert. Eingeladen sind die ehrenamtlichen Akteure des Naturschutzdienstes Sachsens. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildet die traditionelle Würdigung besonders aktiver Naturschützer durch das Umweltministerium. Aufgrund des gewählten Veranstaltungsortes in dickwandigen historischen Gemäuern wird die Veranstaltung trotz Hitzeprognose stattfinden. Bewusst wurde Kössern im kulturhistorisch bedeutsamen Muldental wie auch im Geopark Porphyrland als Veranstaltungsort ausgewählt. Dieser Ort wird häufig auch als Dorf der Baumeister bezeichnet. Die Architektur des Ortes ist wesentlich von Daniel Pöppelmann und dem Ältestenminister von August dem Starken, Wolf Diedrich von Erdmannsdorff, geprägt. »Wir haben die Präsentation von erfolgreichen Naturschutzvorhaben in der Agrarlandschaft aus Brandenburg als Leitvortrag für das Treffen ausgewählt. Den Arten in diesem Lebensraum geht es größtenteils nicht gut,« so LaNU-Direktor Robert Clemen. »Wir wollen mit einigen positiven Beispielen aus Brandenburg Handlungsoptionen aufzeigen, die zur Nachahmung anregen, natürlich gemeinsam mit den Landwirten und möchten dabei auch eigene Akzente setzen«, ergänzt der Stiftungschef. Am Vormittag des Treffens standen ursprünglich ökologische und kulturhistorische Exkursionen in bedeutsame Naturschutzgebiete des Muldentals und im Geopark Porphyrland auf dem Tagesprogramm. Diese mussten jedoch wegen der amtlichen Warnung vor extremer Hitze abgesagt werden. Das verbliebene Nachmittagsprogramm bietet hochinteressante naturschutzfachliche Vorträge. In einem Leitvortag präsentiert ein Projektleiter unserer Partnerstiftung aus Brandenburg erfolgreiche Naturschutzvorhaben aus der Agrarlandschaft. Die Sächsische Vogelschutzwarte informiert über die aktuelle Bestandsentwicklung der Vögel in der Agrarlandschaft. Biologen vom Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie berichten vom erfolgreichen Auswilderungsvorhaben des Luchses. Abgerundet wird der hochkarätige Vortragszyklus mit Beiträgen zum Insektenschutz durch Beweidungsvorhaben und zu neuen Erkenntnissen im Fledermausschutz. Der erlebnisreiche Tag klingt mit einem Zusammensein am Regionalbuffet und mit einer Vogelstimmenwanderung aus. Hintergrund Im Freistaat Sachsen sind etwa 1.200 Ehrenamtler im Naturschutzdienst tätig. Der ehrenamtliche Naturschutzdienst ist bei den unteren Naturschutzbehörden der Landkreise angesiedelt. Hier wird der Naturschutzdienst fachlich angeleitet, vernetzt und auch geschult. Diese ehrenamtliche Tätigkeit ist eine wichtige, nicht wegzudenkende Unterstützung der unteren Naturschutzbehörden. Die Ehrenamtlichen unterstützen die Behörden naturschutzfachlich bei der Kontrolle von naturschutzrelevanten Gebieten in ihrem Verantwortungsbereich sowie bei der Erhebung faunistischer und botanischer Daten. Möchten Sie mehr über unsere Stiftung erfahren, dann schauen Sie bitte auf unsere Homepage www.lanu.de. Kontakt Presse Sächsische Landesstiftung Natur und Umwelt Tomas Brückmann Tomas.Brueckmann@lanu.sachsen.de Tel. 0351 81416-757
  • Neustadt in Sachsen ist heute dem Präventionsnetzwerk »Allianz Sichere Sächsische Kommunen« (ASSKomm) beigetreten. Im Beisein von Staatsminister Armin Schuster unterzeichneten die Stadt, die Polizeidirektion Dresden und der Landespräventionsrat Sachsen die Kooperationsvereinbarung. Neustadt engagiert sich seit vielen Jahren für ein sicheres und lebenswertes Miteinander. Seit 2019 unterstützt der Landespräventionsrat mit der Landesstrategie »Allianz Sichere Sächsische Kommunen« Städte und Gemeinden beim Aufbau kommunaler Präventionsstrukturen. Mit dieser Kooperation wird Neustadt Teil eines landesweiten Netzwerks aus 61 Kommunen, das Kommunen bei aktuellen Herausforderungen begleitet und den Austausch über gemeinsame Themen ermöglicht. Im Anschluss ist das Mehrgenerationenhaus des Arbeiter-Samariter-Bundes (ASB) wiedereröffnet worden. Das Mehrgenerationenhaus war Ende April Tatort eines schweren Gewaltverbrechens. Die Wiedereröffnung stärkt das lokale Miteinander vor Ort. Staatsminister des Innern Armin Schuster: »Sicherheit ohne Blaulicht ist das übergeordnete Ziel von Kommunaler Kriminalprävention. Negative Entwicklungen erkennen die Akteure vor Ort am besten und können im Netzwert handeln weit bevor Sicherheitsbehörden einschreiten dürfen oder müssen. Gerade der gestiegene Anteil der Gewaltkriminalität bei Kindern und Jugendlichen fordert unsere Gesellschaft weit über die Möglichkeiten der Polizei.« Bürgermeister Alexander Sachse: »Kinder und Jugendliche müssen Schulen als sichere Orte erleben können. Die in der Kriminalstatistik erkennbare zunehmende Gewaltbereitschaft unter jungen Menschen macht deutlich, dass Prävention wichtiger denn je ist. Mit dem Beitritt zur Allianz Sichere Sächsische Kommunen wollen wir als Stadt und zugleich als Schulträger Verantwortung übernehmen und gemeinsam mit unseren Partnern frühzeitig gegensteuern.« Am Anfang der Kooperation steht für Neustadt in Sachsen die Entwicklung einer Präventionswoche zum Thema Gewaltprävention, die sich insbesondere an Schülerinnen und Schüler richtet. Die Planung und Durchführung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Polizeidirektion Dresden und weiteren Partnern wie Schule, Jugendhilfe sowie Zivilgesellschaft. Weitere Informationen sind unter www.asskomm.de abrufbar.
  • Das gemeinsame DC-LabSaxony von Hochschule Zittau-Görlitz und TU Dresden in Zittau wird mit 13 Millionen Euro des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWE) gefördert. Das Lab wird damit zu einer einzigartigen Forschungsinfrastruktur für Gleichspannungsnetze und Gleichspannungstechnologien ausgebaut. Diese Technologien können der Art, wie Strom über die Verteilernetze zum Endkunden kommt, einen Schub versetzen. Sie schonen Ressourcen und sind deutlich energieeffizienter als Technologien auf Wechselstrom-Basis. Industriepartner und Netzbetreiber sind eng in die Projekte des DC-LabSaxony eingebunden. Damit wird eine schnelle Überführung von Forschungsergebnissen in die Anwendung gewährleistet und nicht zuletzt fließen die Ergebnisse auch unmittelbar in die Hochschullehre ein. Insgesamt ist die Lab-Erweiterung im Rahmen des sächsischen Forschungsnetzwerke DC-Campus ein entscheidender Baustein für die Transformation der Lausitz zu einer Modellregion für klimaneutrale Energie- und Industrielösungen. Wissenschaftsminister Sebastian Gemkow gratuliert zu diesem Erfolg: »Forschung und Entwicklung wie am DC-LabSaxony sind entscheidend für das Gelingen der Energiewende. Die erfolgreich eingeworbene Förderung zeigt gleichzeitig, dass die Hochschule Zittau/Görlitz und ihre Partner in Wissenschaft und Industrie hier Technologieführer sind.«