Neues aus Sachsen
Aktuelle Meldungen des Medienservice Sachsen
-
Starke Stimme für den Föderalismus: Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte zu Gast beim AdR in Brüssel
Heute (1. Juli 2026) besucht Bundesratspräsident Dr. Andreas Bovenschulte anlässlich der 172. Plenartagung im Europäischen Ausschuss der Regionen (AdR) die deutsche Delegation. Der Besuch unterstreicht die enge Zusammenarbeit zwischen den Ländern im Bundesrat und ihren regionalen Vertreterinnen und Vertretern in Brüssel. Austausch über die Zukunft der Regionen Zum Auftakt der Sitzung der deutschen Delegation, die unter sächsischem Vorsitz in der Ständigen Vertretung der Bundesrepublik Deutschland bei der EU stattfindet, steht ein Meinungsaustausch mit dem Bundesratspräsidenten auf der Agenda. Im Fokus steht die Sorge der Regionalvertreter vor einer zunehmenden Zentralisierung der EU-Förderpolitik. Denn aktuell werden bewährte Prinzipien wie die Multi-Level-Governance, bei der Entscheidungen zwischen regionaler, nationaler und EU-Politik überlappend koordiniert und gemeinsam getroffen werden, in Frage stellt. Rede vor dem Plenum des AdR Am Nachmittag wird Bundesratspräsident Bovenschulte vor dem Plenum des Europäischen Ausschusses der Regionen sprechen. Staatsminister a.D. Thomas Schmidt, Vorsitzender der Deutschen Delegation im AdR, begrüßt den Besuch des Bundesratspräsidenten ausdrücklich: »Bundesrat und AdR ziehen an einem Strang: Wir brauchen echte regionale Mitsprache und Verantwortung in Europa. Nur wenn wir vor Ort entscheiden können, bleibt Europa für die Menschen greifbar und somit erlebbar.« Empfang in der Ständigen Vertretung Flankiert wird der Besuch durch einen Empfang, gegeben vom Ständigen Vertreter Deutschlands bei der EU, Botschafter Thomas Ossowski. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind neben den deutschen AdR-Mitgliedern auch die Leiterinnen und Leiter der Landesvertretungen in Brüssel. Dieser Rahmen dient der weiteren Vernetzung der subnationalen Akteure im Vorfeld der weiteren Verhandlungen zum nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen der EU. Hintergrund: Der Europäische Ausschuss der Regionen (AdR) mit Sitz in Brüssel ist die Versammlung der Regionen und Städte in der Europäischen Union. Der Freistaat Sachsen ist in der VIII. Mandatsperiode von 2025 bis 2030 mit zwei ordentlichen und zwei stellvertretenden Mitgliedern im AdR vertreten. Ordentliche Mitglieder sind Staatsminister a.D. Thomas Schmidt, MdL und Staatsminister a.D. Martin Dulig, MdL. Der Freistaat Sachsen ist außerdem Gründungsmitglied der Automotive Regions Alliance (ARA) und der European Semiconductor Regions Alliance (ESRA). Thomas Schmidt ist zudem Vorsitzender der Deutschen Delegation im AdR und der Automotive Intergroup (CoRAI). -
Drogenkontrolle in Bar | 83-Jähriger betrogen | Zeugenaufruf nach Raub
Verantwortlich: Tom Erik Richter (tr), Moritz Peters (mp), Susanne Lübcke (sl) Drogenkontrolle in Bar Ort: Leipzig (Neuschönefeld), Eisenbahnstraße Zeit: 29.06.2026, 10 Uhr Am Montagmittag konnten Beamte des Rauschgiftkommissariates circa 80 Gramm Betäubungsmittel und fast 150 verschreibungspflichtige Medikamententabletten in einer Bar sicherstellen. Außerdem wurden zwei tatverdächtige Männer festgenommen. Durch Ermittlungen der Kriminalpolizei hatte sich der Verdacht erhärtet, dass aus einer Bar mit Drogen gehandelt wurde. Die Beamten durchsuchten das Geschäft auf Beschluss des Amtsgerichtes Leipzig hin und fanden in mehreren Verstecken Betäubungsmittel und verschreibungspflichtige Arzneimittel. Unter anderem wurden knapp 60 g Heroin, 7 g Kokain, 2,5 g Crystal, 5 g Marihuana und 132 Pregabalin-Tabletten sowie 14 Tilidin-Tabletten gefunden. Ein Drogenspürhund war ebenfalls mit im Einsatz. Während des Einsatzes wurde ein 40-Jähriger (deutsch) in der Lokalität angetroffen, der durch einen Haftbefehl zur Festnahme ausgeschrieben war. Außerdem wurde ein 26-Jähriger (syrisch) nach Rücksprache mit der Leipziger Staatsanwaltschaft aufgrund des dringenden Tatverdachtes, mit Betäubungsmitteln gehandelt zu haben, festgenommen. Beide Männer wurden in Justizvollzugsanstalten gebracht. Ein Richter hatte am Dienstagmittag den Haftbefehl gegen den 26-Jährigen in Vollzug gesetzt. Insgesamt hat das Gewerbeamt Leipzig, zusammen mit dem Stadtordnungsdienst und der Polizeidirektion Leipzig, somit das 21. Gewerbeobjekt dieses Jahr geschlossen. Bei elf dieser Schließungen gaben Verstöße gegen das Betäubungsmittel- bzw. Arzneimittelgesetz Anlass hierzu. (tr) 83-Jähriger betrogen Ort: Trossin (Dahlenberg), Hauptstraße Zeit: 29.06.2026, 20:00 Uhr bis 21:30 Uhr Am Montagabend wurde ein 83-Jähriger von einem Unbekannten bestohlen, der vorgegeben hatte, Polizist zu sein. Zunächst hatte sich ein Täter telefonisch das Vertrauen des 83-Jährigen erschlichen und anschließend angegeben, dass ein ziviler Polizeibeamter vorbeikommen würde, um sein Bargeld zu sichern. Angeblich eine osteuropäische Einbrecherbande in der Gegend aktiv sei. Der Mann zeigte dem Täter daraufhin einen hohen Bargeldbetrag, woraufhin der Täter aus dem Fenster der Wohnung sprang und in unbekannte Richtung flüchtete. Im Laufe des Tages wurde die Polizei insgesamt über vier Versuche informiert, bei denen Betrüger mit der gleichen Legende Geld von Bürgern erbeuten wollten. Die Kriminalpolizei hat in allen Fällen die Ermittlungen wegen gewerbsmäßigen Betrugs aufgenommen. Die Polizei weist in diesem Zusammenhang ausdrücklich darauf hin, dass Kriminal- oder Polizeibeamte niemals nach Bargeld, Geldkarten oder anderen Wertgegenständen fragen. Lassen Sie in Zweifelsfällen die Personen nicht in Ihre Wohnung und fragen Sie bei Ihrem örtlich zuständigen Polizeirevier nach der Richtigkeit des Erscheinens. (tr) Zeugenaufruf nach Raub Ort: Leipzig (Zentrum-Ost), Büttnerstraße Zeit: 01.07.2026, gegen 01:45 Uhr In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch wurde ein 41-Jähriger auf der Büttnerstraße ausgeraubt. Der Mann wurde anfänglich durch einen der zwei männlichen Täter angegriffen, als dieser gerade die Passage zwischen Büttnerstraße und Chopinstraße durchlief. Daraufhin kam der zweite Täter hinzu und durchsuchte den Mann. Neben Bargeld wurden auch weitere Wertgegenstände entwendet. Der Wert der geraubten Sachen liegt bei über 1.000 Euro. Die unbekannten Täter entfernten sich anschließend in Richtung der Salomonstraße. Beschrieben können beide Täter folgendermaßen: * circa 1,80 Meter bis 1,85 Meter groß * schlanke/sportliche Figur * dunkle Haare Die Täter sollen sich einen längeren Zeitraum im Bereich der Passage aufgehalten haben. Zudem soll es bei einem der beiden Auffälligkeiten in der Gangart gegeben haben. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen eines Raubdeliktes aufgenommen. Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zum Sachverhalt oder dem unbekannten Tatverdächtigen geben können, werden gebeten, sich bei der Kriminalpolizei, Dimitroffstraße 1 in 04107 Leipzig, Tel. (0341) 966 4 6666 zu melden. (tr) Brand in Abzugsrohr Ort: Leipzig (Volkmarsdorf), Eisenbahnstraße Zeit: 30.06.2026, gegen 15:20 Uhr Am Dienstagnachmittag kam es in einem Imbiss auf der Eisenbahnstraße zu einem Brand, bei dem ein 38-jähriger Mitarbeiter eine Rauchgasintoxikation erlitt. Gegen 15:20 Uhr brach in einem Abzugsrohr der gastronomischen Einrichtung ein Feuer aus. Das Abzugsrohr wurde zum Betrieb eines Holzkohlegrills genutzt. Die Anlage durfte nach Rücksprache mit dem zuständigen Schornsteinfeger nicht betrieben werden, da keine Genehmigung vorlag. Aufgrund des Brandes erlitt ein 38-jähriger Mitarbeiter eine Rauchgasintoxikation. Er hatte den Brand noch vor Eintreffen der Feuerwehr mit einem Feuerlöscher gelöscht. Da zunächst ein Dachstuhlbrand gemeldet worden war, waren Kameraden der Feuerwachen Süd, Mitte, West und Nordost vor Ort. Während die Beamten des Polizeireviers Leipzig-Zentrum vor Ort waren, kam es zu einem erneuten Aufflammen, sodass die Feuerwehr erneut hinzugezogen wurde und diese das Feuer endgültig löschten. Der entstandene Schaden kann derzeit noch nicht beziffert werden. Gegen den 46-jährigen Betreiber (syrisch) des Bistros wird wegen des Verdachts der fahrlässigen Brandstiftung ermittelt. (sl) Zigarettenautomat gesprengt Ort: Brandis, Braustraße Zeit: 01.07.2026, gegen 02:30 Uhr In der vergangenen Nacht zerstörten Unbekannte einen Zigarettenautomaten in Brandis. Gegen 2:30 Uhr wurde ein 45-Jähriger durch einen lauten Knall geweckt. Als er nachsah, konnte er feststellen, dass ein Zigarettenautomat in der Braustraße gesprengt worden war. Der Mann rief die Polizei. Beamte des Polizeireviers Grimma stellten fest, dass eine noch nicht bezifferbare Anzahl an Tabakwaren fehlte. Der Schaden am Automaten beläuft sich nach ersten Schätzungen auf 8.000 Euro. Die Ermittlungen wurden wegen der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion aufgenommen. (sl) Zeugenaufruf - 77-Jährige stürzt im Bus Ort: Leipzig (Reudnitz-Thonberg), Dresdner Straße Zeit: 17.06.2026, gegen 13:40 Uhr Am 17. Juni kam es auf der Dresdner Straße zu einem Verkehrsunfall, nachdem ein unbekanntes Fahrzeug einem Linienbus geschnitten haben soll. Durch die Gefahrenbremsung stürzte eine Businsassin und verletzte sich. Am Unfalltag befuhr der Bus der Linie 73 die Dresdner Straße in westliche Richtung. Auf Höhe der Hausnummer 80 wechselte ein bislang unbekanntes Fahrzeug von der rechten Geradeausspur unvermittelt auf die Linke. Der Busfahrer musste daraufhin so stark bremsen, dass eine 77-Jährige im Bus stürzte und sich verletzte. Der unbekannte Fahrer fuhr anschließend in ein Parkhaus und konnte nicht gefunden werden. Die Polizei sucht Zeuginnen und Zeugen, die Hinweise zu dem unbekannten Fahrzeug oder zu dem Verkehrsunfall geben können. Diese werden gebeten, sich an die Verkehrspolizeiinspektion Leipzig, Schongauerstraße 13, 04328 Leipzig, Tel. (0341) 255 - 2850 (tagsüber) sonst 255 – 2910, zu wenden. (tr) In den Graben gerutscht Ort: Bennewitz, B6, Leipziger Straße Zeit: 30.06.2026, gegen 16:50 Uhr Im Landkreis Leipzig kam es gestern zu einem Unfall, bei dem ein Rettungshubschrauber zum Einsatz kam. Eine 24-jährige Mazda-Fahrerin war auf der B6 von Leipzig in Richtung Wurzen unterwegs. Bei Bennewitz kam sie aus bisher ungeklärter Ursache rechts von der Fahrbahn ab und rutschte in den Straßengraben. Die Fahrerin wurde mit ihren augenscheinlich leichten Verletzungen in ein Krankenhaus geflogen, um ihren Gesundheitszustand abzuklären. Der Sachschaden wird auf 5.000 Euro geschätzt. Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen aufgenommen. (mp) Betrunken auf dem E-Mountainbike Ort: Leipzig (Grünau-Ost), Brünner Straße Zeit: 30.06.2026, gegen 13:45 Uhr Ein unter Alkoholeinfluss stehender Mountainbiker übersah gestern Nachmittag im Leipziger Westen einen BMW. Der 50-jährige Fahrer (lettisch) eines BMW 540i fuhr auf einer Nebenstraße der Brünnerstraße in westliche Richtung und wollte auf die Brünner Straße in Richtung Lützner Straße abbiegen. Dabei übersah er einen 54-jährigen E-Bike-Fahrer, der nicht vorfahrtsberechtigt auf dem Radweg in südliche Richtung fuhr. Es kam zur Kollision, bei der sich der Mountainbikefahrer schwer verletzte. Ein vor Ort durchgeführter Atemalkoholtest ergab einen Wert von 1,8 Promille. Er wurde zur Blutentnahme in ein Krankenhaus gebracht. Der Sachschaden beträgt circa 4.000 Euro. Der Verkehrsunfalldienst hat die Ermittlungen wegen Gefährdung des Straßenverkehrs aufgenommen. (mp) -
Medieninformation: "Ausgrabung in der Dohnaischen Vorstadt von Pirna"
Am heutigen Tag fand ein Presserundgang auf der Ausgrabung in Pirna vor dem ehemaligen Dohnaischen Stadttor statt. Auf dem Grundstück ist ein Hotelneubau geplant, der die noch im Boden vorhandenen archäologischen Spuren zerstören würde. Ansprechpartner (LfA): * Susanne Schöne M.A., wissenschaftliche Grabungsleiterin (LfA) * Dr. Ingo Kraft, Referatsleiter (LfA) * Dr. Rebecca Wegener, Leiterin der Abteilung II Archäologische Denkmalpflege (LfA) Hintergrund In Pirna entsteht mit der Investorengruppe »Zum Schwarzen Adler GmbH« ein neuer Hotelkomplex, der auf dem Gelände des Traditionshauses »Zum Schwarzer Adler« errichtet wird. Das ruinöse Vorgängergebäude des ehemaligen Hotels »Zum Schwarzen Adler« wurde bis auf eine historische Außenmauer abgerissen. Zwischen Abriss und Neubebauung untersucht das Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA) die ca. 3000 m² große Fläche. Das ist notwendig, denn das Baugrundstück liegt im archäologisch relevanten Bereich der Dohnaischen Vorstadt, einer historischen Vorstadt von Pirna. Unmittelbar vor dem Dohnaischen Tor, dem südlichen Stadttor der Stadtbefestigung, ist eine Ansiedlung bereits für das 14. Jahrhundert schriftlich bezeugt. Siedeltätigkeit spielte sich im Mittelalter nicht ausschließlich innerhalb der befestigten Städte ab. Besonders in der unmittelbaren Umgebung der Stadttore entstanden Vorstädte, die zumeist den Namen der Stadttore trugen. Diese Vorstädte waren kriegerischen Auseinandersetzungen relativ schutzlos ausgeliefert. Typischerweise findet man in den Außenbezirken aber auch feuergefährliches- oder geruchsbelästigendes Gewerbe, für das in den engen Innenstädten kein Platz war. Somit ist es denkmalpflegerische Notwendigkeit, dieses unmittelbar vor dem ehemaligen Dohnaischen Tor gelegene Grundstück vor der Bebauung und der damit einhergehenden Zerstörung der Archäologie im Boden zu untersuchen. Landesarchäologin Dr. Regina Smolnik: ``"Für das Verständnis der spannenden Stadtgeschichte Pirnas ist es wichtig, auch die Vorstädte der historischen Altstadt zu untersuchen. Hier am Rand der Altstadt finden sich Quartiere, die immer in Zusammenhang mit der bürgerlich-städtischen Struktur gesehen werden müssen. Sie bieten die Chance, stadtgeschichtliche Überlieferungen mit dem konkreten Befund abzugleichen und gegebenenfalls zu korrigieren."`` Seit Mitte Mai ist ein kleines Team mit Wissenschaftlern, Technikern, Grabungsmitarbeitern und Freiwilligen vom LfA vor Ort. Zunächst untersuchte man die Fläche entlang der Breiten Straße (ehemals Breite Gasse), der historisch wichtigen Nord-/Südachse von und zur befestigten Altstadt, die direkte Verlängerung des Dohnaischen Tores. Erstmals erwähnt wird die Breite Gasse im Jahr 1338 als »platea contra sanctum Nicolaum«, also die Gasse gegen St. Nikolaus, mit der die Nikolaikirche (mehrfach zerstört, 1875 endgültig abgerissen) gemeint ist, zu der auch seit 1484 der städtische Hauptfriedhof gehörte. Kirche und Kirchhof lagen auf der gegenüberliegenden Straßenseite des Grabungsgeländes. Das Patrozinium der Nikolaikirche gab in der älteren Forschung Anlass zu der Annahme, dass sich an der Breiten Straße eine Kaufmannssiedlung befunden habe, da Nikolaus als der Schutzheilige für Kaufleute und Händler gilt. Bisher konnten aber weder bei vergangenen Ausgrabungen in der Breiten Straße 11/13 und 46 noch bei den aktuellen Untersuchungen Hinweise auf einen Markt oder eine Kaufmannssiedlung gefunden werden. Bisherige Befunde Unter der Bodenplatte des abgerissenen Hotels wurden Mauerreste aus Natursteinen und flächiges Kieselsteinpflaster freigelegt. Alles deutet darauf hin, dass unter der Kieselsteinpflasterung noch tiefere (Keller-) Einbauten liegen. Bei den Mauerresten handelt es sich wahrscheinlich um die Unter-/ Kellergeschosse von Gebäuden, die darüber in Fachwerkbauweise errichtet worden sind. Die Sandsteine der Mauern sind z.T. rötlich verfärbt, ein Hinweis darauf, dass sie hohen Temperaturen, wie sie bei einem Brandereignis entstehen, ausgesetzt waren. In historischen Quellen ist mehrfach überliefert, dass die Breite Straße durch Feuer zerstört wurde: Im Jahr 1488 ist die Straße komplett abgebrannt und im Dreißigjährigen Krieg ließ der Pirnaer Stadtkommandant die Dohnaische Vorstadt gänzlich abbrennen, um im April 1639 freies Schussfeld auf die anrückenden schwedischen Truppen zu haben. Zwischen zwei Mauerresten wurde das verfüllte Erdreich bis auf den anstehemden Boden abgetragen. Dabei entstanden an den Seitenwänden Profile mit zahlreichen Kulturschichten. Eine Brandschicht enthielt Keramik aus dem 15. Jahrhundert, so dass es sich hier um die Spuren des überlieferten Brandereignisses aus dem Jahr 1488 handeln könnte. Massive Lehmschichten unterbrechen die Kulturschichten. Sie sind möglicherweise bei Überschwemmungen durch Hochwasser entstanden. Ab dem 2. Juli konzentrieren sich die archäologischen Untersuchungen auf den hinteren Teil des Baugrundstückes Richtung Robert-Koch-Straße, während an der Frontseite zur Breiten Straße bereits die vorbereitenden Baumaßnahmen für den Hotelneubau beginnen. Besonders für das hintere Grundstück stellt sich die Frage nach der Nutzung des Geländes. Auf historischen Stadtplänen des beginnenden 18. Jahrhunderts ist im anschließenden Gelände der Breiten Straße eine Garten-/landwirtschaftliche Nutzung angedeutet. Dennoch ist nicht ausgeschlossen, dass sich hier weitere Besiedlungsreste, aber auch Brunnen oder Latrinen befinden. Mitte Juli enden die archäologischen Ausgrabungen und das komplette Grundstück wird für die Bebauung freigegeben. -
Wirksame Strategien zum Wärmeschutz
Die gerade überstandene Hitzewelle zeigt, wie spürbar sich die Klimaveränderungen auf un-seren Alltag auswirken – insbesondere in stark verdichteten Quartieren. In nicht optimal ge-dämmten, kaum verschatteten Gebäuden stellt Hitze in Innenräumen inzwischen eine große Belastungsprobe dar. Die Broschüre »Minderung sommerlicher Überhitzung in Wohngebäu-den« zeigt auf, warum Gebäudeeigentümer bereits bei der Planung wirksame Strategien be-rücksichtigen sollten und damit bei anstehenden Baumaßnahmen den Wärmeschutz und die Behaglichkeit im Sommer und Winter gleichermaßen adressieren können. Technische Lö-sungen mit zusätzliche Betriebs- und Wartungskosten müssen dabei nicht an erster Stelle stehen. Weitere Broschüren zur kostenfreien Bestellung oder zum Download finden Sie in unserem Broschürenshop. Über die Sächsische Energieagentur Die Sächsische Energieagentur – SAENA GmbH ist das unabhängige Beratungs-, Informa-tions-, und Kompetenzzentrum zu den Themen erneuerbare Energien, zukunftsfähige Energieversorgung, Energieeffizienz und effiziente Mobilität. Gesellschafter sind der Frei-staat Sachsen und die Sächsische Aufbaubank – Förderbank – (SAB). Sie dient als sach-senweite Anlaufstelle für alle handelnden Personen und Institutionen im Bereich Energie und Klimaschutz. Ansprechpartner: Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH Stefan Vetter Telefon: 0351 4910-3183 E-Mail: stefan.vetter@saena.de Pressekontakt: Sächsische Energieagentur - SAENA GmbH Sabina Bidder Telefon: 0351 4910-3185 E-Mail: sabina.bidder@saena.de * Hinweis zur sprachlichen Gleichstellung Aus Gründen der besseren Lesbarkeit und Verständlichkeit wird auf die Anwendung der ge-schlechtergerechten Sprache verzichtet. Personen- und Funktionsbezeichnungen gelten für alle Geschlechtsidentitäten -
Kulturministerin Barbara Klepsch gratuliert zu 30 Jahren Sächsische Akademie der Künste
Die Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus Barbara Klepsch nimmt an diesem Freitag (3. Juli 2026) an der Festveranstaltung anlässlich des 30-jährigen Jubiläums des Bestehens der Sächsischen Akademie der Künste in Dresden teil und spricht ein Grußwort. »Ich gratuliere der Sächsischen Akademie der Künste herzlich zum 30jährigen Jubiläum. Mit dem unabhängigen Blick über Grenzen hinweg, dem Dialog mit Mittel- und Osteuropa und der Rolle als kulturelle Brückenbauerin besitzt sie für den Freistaat Sachsen eine wichtige Bedeutung. Die Akademie ist dabei weit mehr als eine Institution: Sie ist ein lebendiger Raum von Erfahrung, Wissen und Diskurs, in dem sich künstlerische Praxis, Reflexion und gesellschaftliche Verantwortung verbinden. Das alles ist nur möglich durch die Menschen, die diese Akademie tragen, von den Mitgliedern, die ihre Zeit, ihre Kreativität und ihre Erfahrung einbringen, vom Senat und den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Geschäftsstelle bis hin zu all jenen, die Veranstaltungen besuchen, Debatten führen und die Arbeit der Akademie mit Interesse begleiten. Ihnen allen danke ich herzlich für Ihr Engagement«, sagt Sachsens Kulturministerin Barbara Klepsch. Die Akademie wurde am 23. Januar 1996 gegründet, um Kunst zu fördern, kulturelle Traditionen zu wahren und zugleich die Gegenwart und Zukunft der Künste mitzugestalten und die fast zeitgleich gegründete Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und den Sächsischen Kultursenat in ihren jeweiligen Aufgaben zu ergänzen. In einem Festakt wurden 30 Gründungsmitglieder der Akademie durch den damaligen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf und Staatsminister für Wissenschaft und Kunst Hans Joachim Meyer berufen. Anlässlich des Jubiläums gibt es zudem eine gesonderte Ausstellung mit dem Titel: »Die Sächsische Akademie der Künste - In der Mitte Europas« in den Räumlichkeiten der Akademie. Die Ausstellung zeigt auf 15 Tafeln mit Bildern und Texten, wie die Akademie seit 1996 ihre Rolle im Einsatz für die Freiheit der Künste ausfüllt.