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    Hannover - Gestern hat die neu gewählte Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) in einer konstituierenden Sitzung ihre Arbeit aufgenommen. Die 60 Mitglieder der Kammerversammlung stammen aus sämtlichen Regionen Niedersachsens und werden alle fünf Jahre von den inzwischen mehr als 43.000 Mitgliedern der ÄKN neu gewählt.

     

    Hannover - Gestern hat die neu gewählte Kammerversammlung der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) in einer konstituierenden Sitzung ihre Arbeit aufgenommen. Die 60 Mitglieder der Kammerversammlung stammen aus sämtlichen Regionen Niedersachsens und werden alle fünf Jahre von den inzwischen mehr als 43.000 Mitgliedern der ÄKN neu gewählt. Angesichts der Tatsache, dass nicht nur Ärztinnen und Ärzte im täglichen Kampf gegen das Coronavirus unverzichtbar sind, galt das erste berufspolitische Anliegen des Ärzteparlaments dem baldest möglichen Impfschutz für alle im Gesundheitswesen Tätigen.

    Mit einer großen Mehrheit verabschiedeten die Delegierten die folgende Resolution:

    „Die Kammerversammlung unterstützt grundsätzlich die vom Bundesgesundheitsministerium verfügte Priorisierung der Impfungen gegen die COVID-19-Pandemie, die die Vorrangigkeit der Impfung für Personen vorgibt, die aufgrund des Alters, ihrer Unterbringung oder ihrer Tätigkeit in Alters- und Pflegeheimen besonders gefährdet sind.

    Aber die in der Rangfolge der Priorisierung folgenden, die im Gesundheitswesen im ambulanten und stationären Bereich mit direktem, ungeregeltem Kontakt zu möglicherweise infektiösen Patientinnen und Patienten tätigen Ärztinnen und Ärzte, Pflegepersonen, Therapeutinnen und Therapeuten sowie weitere in die Patientenversorgung involvierte Personen sollen alle gleichberechtigt und schnellstmöglich geimpft werden.

    In dieser Gruppe dürfen keine weiteren Unterscheidungen gemacht werden, da das Infektionsrisiko für alle vergleichbar groß ist – und ohne die betroffenen Akteure keine ausreichende medizinische Versorgung aufrechterhalten werden kann.“

    www.aekn.de

     

     

     

  2.  

     

     

    Berlin - Die von Bund und Länder beschlossene Verlängerung des Lockdowns hält Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt für richtig. Erst wenn sich der Trend rückläufiger Infektionszahlen fortsetze, könne an Lockerungen gedacht werden, sagte er im Interview mit der Passauer Neuen Presse (21.01.2021). Schutzmaßnahmen seien insbesondere für Alten- und Pflegeheime notwendig. „Wir haben zwar eine Teststrategie für diese Einrichtungen. Man muss die Heime aber auch personell in die Lage versetzen, die vorgesehenen Schnelltests bei Bewohnern, Beschäftigten und Besuchern regelmäßig vorzunehmen", betonte Reinhardt. Die Bund-Länder-Beschlüsse zum Einsatz der Bundeswehr und freiwilliger Helfer könnten nun aber eine echte Entlastung sein.

    Als dringend erforderlich begrüßte der BÄK-Präsident das Vorhaben von Bund und Ländern, in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe Konzepte für eine Öffnungsstrategie für die Zeit nach dem Lockdown zu entwickeln. „Trotzdem wird es natürlich dabeibleiben, dass wir unser Tun und Handeln ständig an die aktuelle Infektionslage anpassen müssen“, betonte er. Zur Beurteilung der Gesamtlage sollten viele unterschiedliche Aspekte in den Blick genommen werden. „Wir müssen uns genau anschauen, wie die Infektionslage in den unterschiedlichen Altersgruppen ist, wie sich die Test-Positiv-Rate entwickelt und ob wir besonders auffällige Infektionscluster haben“, so Reinhardt. Die Inzidenzentwicklung sei eine wichtige Größe, aber eben nicht die einzige.

    Gegenüber dem RedaktionsNetzwerk Deutschland betonte der BÄK-Präsident die besondere Bedeutung eines richtigen Umgangs mit medizinischen Masken. „Die Schutzwirkung insbesondere von FFP2-Masken ist für Träger und ihr Umfeld deutlich höher als die von Behelfsmasken aus Stoff. Diese höherwertigen Masken müssen aber regelmäßig durch neue ersetzt werden, weil sie nicht einfach gewaschen werden können“, so Reinhardt.

     

     

     

  3.  

    Celle - “Wir Ärztinnen und Ärzte stehen beim Kampf gegen das Coronavirus an vorderster Front und ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass alle Kolleginnen und Kollegen einen umfassenden Impfschutz erhalten”, erklärt Dr. med. Martina Wenker anlässlich ihrer Wiederwahl zur Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN).

     

    Celle - “Wir Ärztinnen und Ärzte stehen beim Kampf gegen das Coronavirus an vorderster Front und ich werde mich weiter dafür einsetzen, dass alle Kolleginnen und Kollegen einen umfassenden Impfschutz erhalten”, erklärt Dr. med. Martina Wenker anlässlich ihrer Wiederwahl zur Präsidentin der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN). 45 von 58 anwesenden Kammerversammlungsmitgliedern haben der Hildesheimerin heute ihre Stimme gegeben. Wenker ist damit zum vierten Mal in Folge zur ÄKN-Präsidentin gewählt: Die Fachärztin für Innere Medizin und Lungen- und Bronchialheilkunde steht seit 2006 an der Spitze der Ärztekammer.

    Marion Renneberg als Vizepräsidentin wiedergewählt

    Ebenfalls im Amt bestätigt wurde die Fachärztin für Allgemeinmedizin Marion Charlotte Renneberg. Sie erhielt 54 Stimmen. Die Vorsitzende der ÄKN-Bezirksstelle Braunschweig ist damit zum zweiten Mal zur ÄKN-Vizepräsidentin gewählt. Renneberg will sich weiter dafür einsetzen, den Arztberuf für die künftigen Generationen attraktiv zu halten und fordert deshalb bessere Arbeitsbedingungen für Ärztinnen und Ärzte: „Während der Corona-Pandemie hat uns Hausärztinnen und -ärzten zum Beispiel vielfach die Unterstützung aus dem Gesundheitssystem gefehlt.“

    Hans Martin Wollenberg neu im Landesvorstand

    Auch die fünf weiteren Mitglieder des Landesvorstands wurden heute gewählt. Im Amt bestätigt wurden Dr. med. Thomas Buck, Facharzt für Kinderheilkunde und Jugendmedizin und Vorsitzender der ÄKN-Bezirksstelle Hannover, mit 47 Stimmen; Dr. med. Franz Bernhard M. Ensink, MBA, Facharzt für Anästhesiologie, mit 50 Stimmen; Dr. med. Wolfgang Lensing, Facharzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten, mit 44 Stimmen sowie der Facharzt für Allgemeinmedizin Jens Wagenknecht, Vorsitzender der ÄKN-Bezirksstelle Wilhelmshaven, mit 45 Stimmen. Neu in den Vorstand gewählt wurde Hans Martin Wollenberg: Der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie erhielt 42 von 58 Stimmen.

    Die 60 Mitglieder der Kammerversammlung werden alle fünf Jahre von den inzwischen mehr als 43.000 Mitgliedern aus sämtlichen Regionen Niedersachsens gewählt. Dieses freiwillige ehrenamtliche Engagement von Ärztinnen und Ärzten in der Kammerversammlung sowie in den ÄKN-Organen und -Gremien ist die Basis der ärztlichen Selbstverwaltung – gemäß dem Grundsatz: so viel Staat wie nötig, so viel Eigenverantwortung wie möglich. Mithilfe des „Parlaments“ und dem aus diesem Gremium gewählten Landesvorstand entscheiden Ärztinnen und Ärzte selbst über ihre Belange. Auf dieser Grundlage sichert die Ärztekammer etwa die Qualität der ärztlichen Behandlung durch konsequente Fort- und Weiterbildung und die Einhaltung der ärztlichen Berufsordnung. Präsidentin und Vizepräsidentin vertreten gemeinsam mit dem Landesvorstand die beruflichen sowie gesundheits- und sozialpolitischen Interessen der niedersächsischen Ärzteschaft gegenüber Politik und Öffentlichkeit.

    www.aekn.de

     

  4.  

    Jena - Die Landesärztekammer Thüringen unterstützt die von Bund und Ländern beschlossene Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar. Angesichts der immer noch hohen Zahl an Neuinfektionen ist diese Entscheidung aus Sicht der Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen, Dr. Ellen Lundershausen, leider alternativlos.

     

    Jena - Die Landesärztekammer Thüringen unterstützt die von Bund und Ländern beschlossene Verlängerung des Lockdowns bis Mitte Februar. Angesichts der immer noch hohen Zahl an Neuinfektionen ist diese Entscheidung aus Sicht der Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen, Dr. Ellen Lundershausen, leider alternativlos. „Mit Blick auf die hohe Belastung in Kliniken und Praxen sowie den Gesundheitsämtern und der daraus folgenden dringend notwendigen Senkung der Infektionszahlen gerade auch in unserem Bundesland ist es wichtig, dass jeder seinen Beitrag zur Eindämmung der Corona-Pandemie für sich und andere leistet. Nach wie vor sind neben der Reduzierung von Kontakten Abstand halten, Hygieneregeln beachten, Masken richtig tragen und regelmäßiges Lüften maßgebliche Instrumente, dies es einzuhalten gilt, um wieder die Kontrolle über das Krankheitsgeschehen zu ermöglichen“, appelliert die Landesärztekammerpräsidentin.

    Wichtig zur Reduzierung von Kontakten und Mobilität ist auch, dass Arbeitgeber ihren Mitarbeitern verstärkt Home Office ermöglichen, soweit dies möglich ist. Darüber hinaus hält die Landesärztekammer auch die Nachjustierung hinsichtlich der Masken beim Einkaufen und im Nahverkehr für richtig.     

    Neben den bisher schon bekannten und auch hoffentlich gut eingeübten Regeln hat für die Präsidentin der Landesärztekammer Thüringen das Impfen absolute Priorität. „Dieses ist der Schlüssel zu der von allen herbeigesehnten Normalität, aber auch der Schlüssel zum Schutz der besonders von einer COVID-Erkrankung gefährdeten Gruppen“, so Dr. Lundershausen. „Es ist klar, dass bei dieser Jahrhundertaufgabe mit Startschwierigkeiten zu rechnen war, dennoch sollte dem Ziel eines reibungslosen Ablaufs, der Bereitstellung von ausreichendem Impfstoff und einer zügigen Durchimpfung allerhöchste Aufmerksamkeit und Sorgfalt gewidmet werden.“

    www.laek-thueringen.de

     

  5.  

     

     

    Zu den Bund-Länder-Beschlüssen vom 19.01.2021 erklärt Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt:

    Berlin - „Der im Dezember beschlossene harte Lockdown wirkt. Das sehen wir an der allmählich zurückgehenden Zahl der Neuinfektionen und an der sich etwas stabilisierenden Lage auf den Intensivstationen. Die von Bund und Ländern beschlossene Verlängerung des Lockdowns kann diese positive Entwicklung weiter verstärken und ist aus ärztlicher Sicht sinnvoll und richtig.

    Ebenso wichtig ist, dass auch die vereinbarten flankierenden Maßnahmen schnell und umfassend umgesetzt werden. Vor allem müssen wir die Gesundheitsämter durch moderne Technik und ausreichend Personal wieder in die Lage versetzen, Infektionsketten nachzuverfolgen und zu unterbrechen. Schon in der ersten Welle haben sich Tausende Medizinstudierende für den freiwilligen Einsatz im Öffentlichen Gesundheitsdienst gemeldet. Die Hilfsbereitschaft der angehenden Ärztinnen und Ärzte ist ungebrochen groß. Die Entscheidung von Bund und Ländern, diese freiwilligen Helfer systematisch im Umgang mit digitalen Programmen zur Kontaktnachverfolgung zu schulen und die Technik bundesweit zur Verfügung zu stellen kommt spät, aber nicht zu spät.

    Hervorzuheben ist das Bemühen um eine Langfriststrategie im Umgang mit dem Virus. Die angekündigte Einberufung einer Bund-Länder-AG zur Entwicklung von Öffnungsstrategien für die Zeit nach dem Lockdown ist dafür ein erster wichtiger Schritt. Wir brauchen tatsächlich wirksame und konsequente Schutzkonzepte für die besonders gefährdeten Bevölkerungsgruppen, insbesondere für die Bewohner in Seniorenheimen und für Pflegebedürftige in ihrem häuslichen Umfeld. Wir müssen die Teststrategie weiterentwickeln und auf einen breiten Einsatz von Antigen-Schnelltests in der Bevölkerung ausrichten. Und wir müssen den Zugang zu Bildung und sozialer Teilhabe für die Jüngsten in unserer Gesellschaft sicherstellen. Das sind Grundvoraussetzungen dafür, dass alle Menschen in unserem Land ein möglichst normales Leben in diesen unnormalen Zeiten führen können. 

    Die Vorbereitung und Umsetzung dieser und weiterer Konzepte bedarf einer breiten wissenschaftlichen Expertise. Bund und Länder sollten deshalb einen ständigen multiprofessionellen Pandemierat einberufen, in dem unter anderem Ärzte, Ethiker, Soziologen und Fachleute weiterer Disziplinen ihre Expertise einbringen können. Das würde die Entscheidungen der Politik auf eine solide wissenschaftliche Grundlage stellen und die Akzeptanz der Maßnahmen in der Bevölkerung stärken.“

     

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