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    Hannover - Die niedersächsische Ärztekammer hat schon vor Jahren den Wert einer Sicherheitskultur erkannt und organisiert regelmäßig Fortbildungen und Veranstaltungen. Tagtäglich setzt das Gesundheitssystem weltweit Tausende Patienten einem Schadensrisiko aus oder schädigt sie unbeabsichtigt....

     

    Hannover - Die niedersächsische Ärztekammer hat schon vor Jahren den Wert einer Sicherheitskultur erkannt und organisiert regelmäßig Fortbildungen und Veranstaltungen. Tagtäglich setzt das Gesundheitssystem weltweit Tausende Patienten einem Schadensrisiko aus oder schädigt sie unbeabsichtigt. Der von der Weltgesundheitsversammlung neu eingeführte Welttag der Patientensicherheit soll mit Veranstaltungen auf die globale Bedeutung des Themas aufmerksam machen. 

    Für das Etablieren einer Sicherheitskultur und das systematische Lernen aus Fehlern ist der offene, sanktionsfreie Umgang mit Vorfällen die Voraussetzung. Das Motto des ersten Weltpatientensicherheitstags lautet deshalb „Speak up for patient safety“. Für dieses Motto engagiert sich auch die niedersächsische Ärzteschaft mit großer Motivation und persönlichem Engagement. Die Medizinische Hochschule Hannover hat jetzt zum Beispiel 200 Patientensicherheitsbeauftragte ernannt, andere Kliniken veranstalten einen Tag der offenen Tür, klären ihre Patienten an Infoständen zu patientensicherheitsrelevanten Themen auf oder bieten Mitarbeiterschulungen an.

    Die Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) hat die Tragweite des Themas Patientensicherheit schon vor rund 15 Jahren erkannt und regelmäßig tagende Gremien eingerichtet. Dieser Einsatz hat Ende 2013 außerdem dazu geführt, dass die ÄKN als erste Länderärztekammer einen Fachbereich Patientensicherheit im Zentrum für Qualität und Management im Gesundheitswesen (ZQ) etablierte. Das Ergebnis sind regelmäßige Veranstaltungen der ÄKN rund um die Patientensicherheit.

    „Es ist uns ein Anliegen, aus der Ärzteschaft heraus Instrumente zu entwickeln, die eine alle Versorgungsbereiche durchdringende Sicherheitskultur und eine positive Fehlerkultur unterstützen“, sagt Wenker. „Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit den niedersächsischen Ärztinnen und Ärzten die Patientensicherheit weiterzuentwickeln.“

    www.aekn.de

     

  2.  

    Berlin - „Mit ihrem Engagement hat sie das Thema ‚Organspende‘ lange vor der Politik ‚angefasst‘ und sich mit aller Kraft für dessen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit stark gemacht“, so Kammerpräsident Dr. med. Günther Jonitz am vergangenen Freitag zur Verleihung der Georg-Klemperer-Medaille...

     

    Berlin - „Mit ihrem Engagement hat sie das Thema ‚Organspende‘ lange vor der Politik ‚angefasst‘ und sich mit aller Kraft für dessen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit stark gemacht“, so Kammerpräsident Dr. med. Günther Jonitz am vergangenen Freitag zur Verleihung der Georg-Klemperer-Medaille an die ehemalige Vorstandsvorsitzende des Forums Organtransplantation e. V., Gudrun Ziegler. Der zweite Preisträger der 13. Verleihung der höchsten Auszeichnung der Ärztekammer Berlin, Professor Dr. med. Harald Mau, wurde für sein Lebenswerk als herausragender Arzt, Dekan, Lehrer und Standespolitiker gewürdigt. „Standespolitik ist kein Spaß, sondern eine selbstauferlegte Verpflichtung“, zitierte Vizepräsidentin Dr. med. Regine Held den Preisträger in ihrer Laudatio. Diese Verpflichtung habe sich Harald Mau bereits in den sogenannten Wendejahren auferlegt und in den vergangenen 30 Jahren in herausragender Weise erfüllt.

    Mit der Wahl der diesjährigen Preisträger der Georg-Klemperer-Medaille hat sich der Vorstand der Ärztekammer Berlin für zwei besondere Persönlichkeiten entschieden. Beide haben stets Verantwortung übernommen und sich im Sinne der Auszeichnung für die Belange der Patienten sowie für das Ansehen der Ärzteschaft verdient gemacht.

    Zur festlichen Preisverleihung im Rahmen des Kammertages begrüßten der Vorstand und der Geschäftsführer der Ärztekammer Berlin viele ehren- und hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie zahlreiche Gäste aus dem Gesundheitswesen. Die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten, Prof. Dr. med. Claudia Schmidtke, und Martin Matz, Staatssekretär für Gesundheit in der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung, hielten Grußworte.

    Die Preisträger

    Gudrun Ziegler

    Gudrun Ziegler arbeitete unter anderem als Bewährungshelferin für suchtkranke Straftäter und infizierte sich 1974 bei einem Dienstunfall mit einer seltenen, damals noch unbekannten Form von „Hepatitis“. Entgegen der Prognose ihres behandelnden Oberarztes schaffte sie es, die Krankheit mithilfe von Cortison in Schach zu halten. Aber 2002 steht fest, dass sie eine neue Leber braucht. Sie wird auf die Warteliste für eine Organtransplantation gesetzt. Auf der Suche nach Informationen stellt Gudrun Ziegler jedoch fest, dass das Thema „Organspende“ nur wenig Aufmerksamkeit und Unterstützung findet. Sie selbst hat Glück: 2003 erhält sie am Berliner Virchow-Klinikum ein neues Organ.

    Die Zeit des Wartens war für Gudrun Ziegler die schlimmste Erfahrung ihres Lebens. Deshalb will sie nach ihrer Operation auf die Themen Organmangel, Organspende und Transplantation aufmerksam machen und gründet 2007 gemeinsam mit anderen Patienten das Forum Organtransplantation Berlin e. V. Bis 2018 sucht Gudrun Ziegler als Vorstandsvorsitzende den Dialog mit der Öffentlichkeit, hält Vorträge und gibt Interviews. Neben den Medien sind Schüler ihre Zielgruppe, denn für Ziegler ist das Thema Organspende vor allem eine Chance für die nächste Generation. Gemeinsam mit der Ende 2013 gegründeten AG Organspende, einer Initiative von Medizinstudierenden organisiert sie Workshops für Lehrer und gestaltet fächerübergreifende Unterrichtsstunden an Schulen.

    Professor Dr. med. Harald Mau

    Professor Harald Mau wirkte 35 Jahre an der Charité – Universitätsmedizin Berlin. Er leitete unter anderem die Kinderchirurgische Klinik und machte sich als Spezialist für Neugeborenenchirurgie, Kinderurologie und Pfortaderhochdruck einen Namen. Als ihr Dekan (1990 bis 1995) schaffte er es mit Standhaftigkeit und seiner ihm ganz eigenen Diplomatie, die Abwicklung der Klinik abzuwenden und diese durch einen Prozess der Erneuerung – der nicht selten auch mit unpopulären Entscheidungen einherging – in die neue Zeit zu überführen. Vizepräsidentin Regine Held konstatierte in ihrer Laudatio: „Professor Harald Mau steht wie nur wenige unseres Berufsstandes für ärztliche Haltung. Er konzentrierte sich stets auf das Wohl seiner Patienten und hat zudem Verantwortung übernommen für das medizinische Team, für seine Mitarbeiter und für den medizinischen Nachwuchs.“

    Als Standespolitiker hat Harald Mau sich auf unterschiedlichsten Ebenen für die Belange aller Ärztinnen und Ärzte eingesetzt und dabei rund 30 Jahre die Geschicke des NAV-Virchow-Bundes und die der Ärztekammer Berlin – zuletzt als Mitglied des Vorstandes – maßgeblich beeinflusst.

    Der Namensgeber

    Seit 2007 werden von der Ärztekammer Berlin vorbildliche Ärzte im Sinne Georg Klemperers geehrt. Namensgeber der Auszeichnung ist der Berliner Arzt, Forscher, Herausgeber und Hochschullehrer Professor Dr. Georg Klemperer (1865-1946). Der Sohn eines Rabbiners etablierte im Krankenhaus Moabit eine ebenso menschliche wie wissenschaftlich fundierte Medizin. Dazu holte er eine ganze Reihe innovativ denkender und handelnder Ärzte nach Moabit oder bildete diese selbst aus und stellte den kranken Menschen ins Zentrum ärztlichen Handelns. Unter seiner Leitung wurde das Krankenhaus zu einer Klinik mit überregionalem Ruf. 1935 musste Klemperer vor den Nazis in die USA fliehen.

    Die Fotos sind unter Angabe der Quelle „ÄKB/K. Friedrich“ frei verwendbar.

    www.aerztekammer-berlin.de

     

  3.  

    Bad Segeberg – Die zentrale Rolle der Allgemeinmedizin im Gesundheitswesen ist in den vergangenen Jahren in Schleswig-Holstein gestärkt worden. Nun müssen Konzepte erarbeitet werden, die die Bedürfnisse junger Ärztinnen und Ärzte besser berücksichtigen und einen flexiblen Einstieg...

     

    Bad Segeberg – Die zentrale Rolle der Allgemeinmedizin im Gesundheitswesen ist in den vergangenen Jahren in Schleswig-Holstein gestärkt worden. Nun müssen Konzepte erarbeitet werden, die die Bedürfnisse junger Ärztinnen und Ärzte besser berücksichtigen und einen flexiblen Einstieg in die hausärztliche Versorgung in allen Regionen ermöglichen. Die Ärztekammer Schleswig-Holstein hält insbesondere Team- und Delegationsmodelle für sinnvoll. Zwangsmaßnahmen wie etwa die Landarztquote lehnt die Ärztekammer dagegen ab.

    Vorbild Allgemeinmedizin – ein Leuchtturmprojekt
    "Junge Ärztinnen und Ärzte erwarten, dass sie sich in ihrer Tätigkeit auf die ärztlichen Aufgaben konzentrieren können. Das kann nur gelingen, wenn sie Teamstrukturen vorfinden, die Delegation ermöglichen", sagt der Präsident der Ärztekammer Schleswig-Holstein, Dr. Henrik Herrmann. Neben diesen beiden Punkten hält er digitale Unterstützung des hausärztlichen Praxisalltags für unerlässlich. Von Arbeitgebern erwartet er, dass Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung positives Feedback erhalten und nicht dauerhaft über der Belastungsgrenze eingesetzt werden.„Die Qualität der universitären Ausbildung der Allgemeinmedizin ist auf einem sehr hohen Niveau. Und durch die gute Zusammenarbeit zwischen Kammer, KV und Landeskrankenhausgesellschaft in Form des Kompetenzzentrums Weiterbildung Allgemeinmedizin (KWA.SH) steigt das Ansehen der Allgemeinmedizin auch außerhalb des universitären Rahmens“, fasst Herrmann den Status Quo der Disziplin zusammen. Das merken die Studierenden sowie Ärztinnen und Ärzte. Herrmann ist sich sicher, durch eine starke Weiterbildung wird die Allgemeinmedizin an Ansehen gewinnen: „In Zukunft wird die Allgemeinmedizin durch Best-Practices und Peer Review-Verfahren anderen Disziplinen ein Vorbild sein.“

    Normative Ansätze statt Zwang
    Einsatzmöglichkeiten finden Allgemeinmediziner in Schleswig-Holstein reichlich. Neben Einzel- und Gemeinschaftspraxen und Ärztezentren auf dem Land sind auch in den Städten vereinzelt hausärztliche Stellen zu besetzen. Trotz der hohen Nachfrage nach Hausärzten auf dem Land wäre eine Landarztquote, wie sie politisch diskutiert wird, aus Sicht Herrmanns das falsche Signal. "Allgemeinmedizin ist attraktiv - unabhängig von der Region, in der sie ausgeübt wird. Zu dieser Tätigkeit muss niemand verpflichtet werden. Zielführender wäre es, die Regionen, die keinen Hausarzt finden, attraktiver zu machen und die Arbeitsbedingungen vor Ort an die Bedürfnisse der jungen Allgemeinmediziner anzupassen", sagt Herrmann. Er gibt auch zu bedenken, dass die von Politikern diskutierte Landarztquote Studienanfängern diktieren würde, wo sie zwölf Jahre später ihren Beruf ausüben sollen. "Das halte ich für komplett unangemessen. Ich setze auf Hausärzte, die freiwillig und gerne in ihrer Region arbeiten", so Herrmann.

    In Schleswig-Holstein hat u.a. die Arbeit der beiden Lehrstühle für Allgemeinmedizin in Kiel und Lübeck, aber auch die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten in den vergangenen Jahren dafür gesorgt, dass die Allgemeinmedizin unter angehenden Ärztinnen und Ärzten stärker in den Fokus gerückt ist. Einen Überblick über den Wandel in der Allgemeinmedizin, über die aktuelle Situation und die Herausforderungen in der hausärztlichen Versorgung bietet das Schleswig-Holsteinische Ärzteblatt in der aktuellen Ausgabe ab heute.(www.aeksh.de/aerzteblatt/2019/09)

    www.aeksh.de

     

  4.  

    Berlin - Kammerpräsident Dr. Jonitz: „Die Einführung des Welttages unterstreicht die besondere Bedeutung der Patientensicherheit für die medizinische Versorgung“ Die Ärztekammer Berlin begrüßt den 1. Welttag der Patientensicherheit am 17. September. Kammerpräsident Dr. med. Günther Jonitz betont,...

     

    Berlin - Kammerpräsident Dr. Jonitz: „Die Einführung des Welttages unterstreicht die besondere Bedeutung der Patientensicherheit für die medizinische Versorgung“

    Die Ärztekammer Berlin begrüßt den 1. Welttag der Patientensicherheit am 17. September. Kammerpräsident Dr. med. Günther Jonitz betont, dass sich die Ärztekammer Berlin für die Einführung des Welttages für Patientensicherheit auch auf internationaler Ebene in besonderem Maße stark gemacht habe. „Ich freue mich außerordentlich, dass die Weltgesundheitsorganisation der Initiative aus Deutschland nun nachkommt und einen Welttag der Patientensicherheit in die Liste der internationalen Aktionstage aufgenommen hat. Damit bekommt das Thema Patientensicherheit auch nach außen hin die Bedeutung, die ihm zusteht.“

    Jonitz spricht sich zugleich dafür aus, eine umfassende Sicherheitskultur als festen Bestandteil ärztlicher Tätigkeit in Kliniken und Praxen zu verankern. „Die Etablierung von Sicherheitskultur und der damit verbundenen Patientensicherheit ist kein Sahnehäubchen, sondern ist zentraler Bestandteil einer werteorientierten Patientenversorgung.“ Eine Schlüsselrolle spielt die sanktionsfreie Meldung von Beinahe-Schäden. Denn eine angstfreie Kommunikation über problematische Abläufe und Fehlerquellen sind das A und O für sicheres Handeln in der Patientenversorgung. Die notwendige lösungsorientierte Grundhaltung und offene Kommunikationskultur müssen dabei nicht nur von ärztlichen Führungskräften, sondern von allen Beteiligten befördert werden. Jonitz weist darauf hin, dass Führung und eine wertschätzende, lösungsorientierte Kommunikation erlernbar seien. „Die Ärztekammer Berlin bietet dafür hervorragende Kurse an, die sich großer Beliebtheit erfreuen.“

    Gleichzeitig betont der Berliner Kammerpräsident, dass eine Sicherheitskultur nur funktionieren könne, wenn die Rahmenbedingungen dies auch zuließen. „Die immer höhere Arbeitsverdichtung in Kliniken und Praxen laufen einer wirksamen Sicherheitskultur zuwider“, erklärt Jonitz und fordert die Politik auf, diese erforderlichen Rahmenbedingungen für eine humane Patientenversorgung sicherzustellen. „Dies funktioniert aber nicht, indem man im gesetzgeberischen Kleinklein versucht, Symptome zu behandeln, anstatt die Ursachen für bestehende Probleme im Gesundheitswesen zu kurieren“, hob Jonitz mit Blick auf die aktuelle bundespolitische Gesetzesflut hervor.

    Ärztekammer Berlin beim Thema Patientensicherheit vorne dabei

    Die Ärztekammer Berlin beschäftigt sich seit über 20 Jahren auf nationaler und internationaler Ebene intensiv mit dem Thema Sicherheitskultur. In dieser Zeit ist es gelungen, das Thema aus der Tabu-Zone herauszuholen. Ein Auszug der Aktivitäten:

    • 2000: Die Ärztekammer Berlin ist Gründungsmitglied und seit 2015 auch förderndes Mitglied des Berlin-Brandenburger Herzinfarktregisters e.V (B2HIR). Das jährliche B2HIR-Symposium wird von B2HIR und Ärztekammer Berlin gemeinsam durchgeführt.
    • 2002 vergibt die Ärztekammer Berlin zusammen mit dem AOK-Bundesverband und der AOK Nordost den Berliner Gesundheitspreis zum Thema „Fehlervermeidung und Sicherheitskultur“
    • 2005: 108. Deutscher Ärztetag in Berlin beschließt als erstes Ärzteparlament weltweit einstimmig die Unterstützung von Maßnahmen der systematischen Förderung der Patientensicherheit.
    • 2005: Gründung des Aktionsbündnis Patientensicherheit e.V. mit Kammerpräsident Dr. Jonitz als Gründungsvorstand und der Ärztekammer Berlin als Gründungs- und Fördermitglied.
    • Seit 2006 vertritt Dr. Jonitz das Bundesministerium für Gesundheit in internationalen Gremien zur Patientensicherheit.
    • 2008: Start des Fehlermelde- und Lernsystems (CIRS) Berlin im stationären Bereich. (CIRS = Critical Incident Reporting System)
    • 2009: Hauptvortrag von Dr. Jonitz auf dem Weltkongress zu Patientensicherheit und Qualität.
    • 2013: Patientensicherheit wird nationales Gesundheitsziel, Kammerpräsident Dr. Jonitz leitet die gleichnamige Arbeitsgruppe.
    • Seit 2016: Teilnahme von Kammerpräsident Dr. Jonitz an drei Global Ministerial Summits on Patient Safety. 2018 mit Einladung des japanischen Gesundheitsministeriums.
    • 2018: Start des Fehlermelde- und Lernsystems (CIRS) Berlin im ambulanten Bereich.
    • 2019: Symposium Fehler-Kultur und -Management in der Notfall- und Akutmedizin zusammen mit der Berliner Feuerwehr und den Rettungsstellen der Vivantes-Standorte Klinikum im Friedrichshain, Klinikum Am Urban, Klinikum Neukölln, Auguste-Viktoria-Klinikum und dem DRK Kliniken Berlin-Köpenick.
    • Langjährige Mitarbeit in der Schlichtungsstelle für Arzthaftpflichtfragen der norddeutschen Ärztekammern unter Vorsitz des Berliner Arztes Professor Dr. med. Walter Schaffartzik.

     

    Darüber hinaus bietet die Ärztekammer Berlin eine ganze Reihe von Fortbildungsveranstaltungen rund um das Thema Patientensicherheit an wie z.B.:

    • CIRS für Einsteigerinnen und Einsteiger
    • CIRS-Symposium – Berichts- und Lernsysteme im Krankenhaus
    • Methoden der Fallanalyse
    • Grund- und Spezialkurse Strahlenschutz
    • Qualifizierungskurse „Ärztliches Peer Review“

     

    1. Welttag der Patientensicherheit

    Die Einführung des Welttages für Patientensicherheit durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) geht auf Initiativen des Aktionsbündnisses Patientensicherheit e.V. (APS) und der Ärztekammer Berlin zurück. Beim 2. Global Ministerial Summit on Patient Safety hat das Bundesgesundheitsministerium 2017 die Initiative aufgegriffen und erfolgreich für die Einführung des Welttages geworben. Als sichtbares Zeichen nach außen sollen an diesem Tag weltweit Gebäude und Sehenswürdigkeiten orange angestrahlt werden. Zuvor gab es bereits den Internationalen Tag der Patientensicherheit in Deutschland, dessen Veranstalter das APS war. Ende Mai 2019 hat sich außerdem die Weltgesundheitsversammlung in Genf dafür ausgesprochen, Patientensicherheit als vorrangiges Gesundheitsziel zu etablieren und in den Mitgliedsstaaten entsprechende Maßnahmen umzusetzen.

    Weitere Informationen:

    www.tag-der-patientensicherheit.de

    www.who.int/campaigns/world-patient-safety-day/2019

     

    www.aerztekammer-berlin.de

     

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    Frankfurt - Welttag der Patientensicherheit am 17. September 2019: Ärztekammerpräsident Dr. Edgar Pinkowski: „Sachverstand der ärztlichen Selbstverwaltung ist gefragt.“ „Patientensicherheit ist grundlegender Bestandteil ärztlichen Handelns“, erklärt Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen, anlässlich des diesjährigen Welttages...

     

    Frankfurt - Welttag der Patientensicherheit am 17. September 2019:

    Ärztekammerpräsident Dr. Edgar Pinkowski: „Sachverstand der ärztlichen Selbstverwaltung ist gefragt.“ 

    „Patientensicherheit ist grundlegender Bestandteil ärztlichen Handelns“, erklärt Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen, anlässlich des diesjährigen Welttages der Patientensicherheit am 17. September. „Vieles hat sich auf diesem Gebiet in den letzten Jahrzehnten getan, doch im stressigen ärztlichen Alltag bleibt die kontinuierliche, langfristige und nachhaltige Umsetzung der guten Ansätze und Initiativen eine große Herausforderung.“ 

    Ausdrücklich begrüßt Pinkowski, dass mit dem Beschluss der Weltgesundheitsversammlung von 2019 Patientensicherheit als wesentliche Maßgabe der Gesundheitssysteme anerkannt und ihre Umsetzung und Verbesserung gefördert werden soll. „Das ist besonders wichtig, da Schädigungen aus medizinischer Behandlung weltweit auftreten und eine bedeutende finanzielle Belastung der Gesundheitssysteme darstellen.“ In Deutschland werden daher Grundlagen zur Verbesserung von Qualität und Sicherheit medizinischer Behandlungen auf verschiedenen Ebenen verankert und ständig weiterentwickelt. Dazu zählen u. a. gesetzliche Vorgaben im Sozialgesetzbuch V (1) oder im Patientenrechtegesetz (2), Richtlinien und Beschlüsse des Gemeinsamen Bundesausschusses und nicht zuletzt Initiativen der Selbstverwaltung und der Ärztekammern. Denn laut Bundesgesundheitsministerium fallen Aufgaben und Maßnahmen der Patientensicherheit besonders in deren Zuständigkeitsbereich (3, 4). 

    „Diese Verantwortung dürfen wir uns nicht aus der Hand nehmen lassen, sondern müssen sie konsequent weiterverfolgen“, betont Pinkowski. Vor allem bei der Bewertung und Weiterentwicklung bestehender Maßgaben sei der Sachverstand von Ärztinnen und Ärzten und ihrer Interessenvertretungen gefragt. „Aus diesem Grund steht auch bei der Landesärztekammer Hessen das Thema Patientensicherheit direkt und indirekt im Fokus vieler Aktivitäten. Das gilt sowohl für die übergeordnete Gremienarbeit als auch für Qualitätssicherungsmaßnahmen, Aspekte der Fort- und Weiterbildung von Ärzten und Medizinischen Fachangestellten, die Arbeit der Gutachter- und Schlichtungsstelle sowie die Förderung freiwilliger ärztlicher Initiativen, wie die Peer-Review-Verfahren.“ 

    Um die Patientensicherheit über den Welttag hinaus in der Diskussion zu halten und die hessischen Ärztinnen und Ärzte in ihrer täglichen Arbeit zu unterstützen, wird das Hessische Ärzteblatt in einer Artikelserie zum Thema informieren. 

    www.laekh.de 

     

    1        https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_5/index.html#BJNR024820988BJNE015301308, Zugriff 26.07.2019.
    2        https://www.bundesaerztekammer.de/recht/gesetze-und-verordnungen/patientenrechtegesetz/, Zugriff 18.07.2019.
    3        https://www.bundesgesundheitsministerium.de/themen/praevention/patientenrechte/verbesserung-der-patientensicherheit.html#c3657, Zugriff 20.08.2019.
    4        https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/begriffe-von-a-z/p/patientensicherheit.html, Zugriff 20.08.2019.

     

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