News der BÄK

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  1. Berlin - In der Debatte über eine Impfnachweispflicht hat Bundesärztekammer-Präsident Dr. Klaus Reinhardt vor einem Impfzwang gewarnt. Wer den Impfnachweis nicht erbringe, müsse mit Restriktionen rechnen „Er darf aber nicht zur Impfung gezwungen werden. Dies würde auch dem ärztlichen Berufsethos fundamental widersprechen“, sagte Reinhardt dem Magazin Der Spiegel (15.01.2022). Unbestritten sei, dass Impfungen trotz der zu beobachtenden Impfdurchbrüche das wirksamste Instrument zum Schutz vor schweren Verläufen und zur Eindämmung der Infektionszahlen seien. „Aus diesem Grund müssen wir jetzt alle Möglichkeiten für eine Grundimmunisierung inklusive der zusätzlichen Auffrischimpfung der Erwachsenenbevölkerung in Deutschland nutzen“, erklärte Reinhardt. Dazu gehöre auch, die Möglichkeit einer verfassungsrechtlich gut abgesicherten und gesellschaftlich tragfähigen allgemeinen Impfnachweispflicht zu schaffen. Diese Impfnachweispflicht sei eine „Ultima Ratio“, die in der Abwägung zwischen dem Selbstbestimmungsrecht des Einzelnen und dem Gesundheitsschutz gerade vulnerabler Gruppen gerechtfertigt sein könne. Jedenfalls dann, wenn es anders in den nächsten Wochen nicht gelingen sollte, die Impfquote zu steigern. Sinnvoll wäre zudem die Schaffung eines bundesweiten Impfregisters – nicht nur im Zusammenhang mit der Impfnachweispflicht, sondern auch für die gezielte direkte und kultursensible Ansprache aller nicht geimpften Bürgerinnen und Bürger im Rahmen von Informationskampagnen. Auch die vielfältigen Informationsmöglichkeiten der sozialen Netzwerke seien bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Gerade über diese Kanäle ließen sich junge Menschen leicht erreichen und mit guten Argumenten von einer Impfung überzeugen, so der BÄK-Präsident Reinhardt.
  2. Frankfurt - „Die Impfung ist der einzige Weg aus der Pandemie. Daher impfen Ärztinnen und Ärzte seit Monaten mit großem individuellem und zeitlichem Einsatz gegen Corona“, erklärt Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen. „Wenn der richtige Impfstoff zur richtigen Zeit in der richtigen Menge am richtigen Ort ist, ist das anstrengend, aber leistbar. Und zwar unter ärztlicher Verantwortung, denn das Impfen ist eine ärztliche Aufgabe.“ Trotz der nach wie vor unzureichenden Lieferungen an Impfstoff und dessen teilweise intransparenter Verteilung seien die Kolleginnen und Kollegen dankenswerter Weise unverändert engagiert, so Pinkowski, Gleichzeitig äußert der Ärztekammerpräsident großes Verständnis für deren Frustration. Dass die Bundesregierung nun auch nichtärztliche Heilberufe nach einer nur wenige Stunden umfassenden Schulung zur Impfung gegen Corona zulasse, aber verhindere, dass sich approbierte Ärztinnen und Ärzte, die nicht als Vertrags-, Betriebs- oder Privatärzte tätig sind, eigenständig an den Impfungen beteiligten, sei hingegen völlig unverständlich und inakzeptabel, kritisiert Pinkowski. „Damit werden beispielsweise Ärztinnen und Ärzte im Ruhestand oder in Elternzeit von den Impfungen ausgeschlossen. Eine Fehlentscheidung, die umgehend rückgängig gemacht werden muss!“ Einmal mehr dankt der hessische Ärztekammerpräsident Ärztinnen, Ärzten und den sie unterstützenden Medizinischen Fachangestellten für ihren außerordentlichen Einsatz während der Impf-Kampagne. Dass die Bundesregierung Letzteren eine Corona-Prämie verweigere, sei Ausdruck mangelnden Respekts. Eindringlich fordert Pinkowski die Politik daher auf, ihre Haltung zu überdenken: „Lassen Sie den Medizinischen Fachangestellten die Wertschätzung zukommen, die ihnen zusteht und bewilligen Sie die Corona-Prämie!“ „Gerade die Medizinischen Fachangestellten sind der erste Prellbock im ambulanten Bereich und bekommen täglich von Angesicht zu Angesicht nicht nur Aggressionen zu spüren, sondern werden vielfach auch noch bedroht“, fügt Pinkowski hinzu. „Gerade diese Fachkräfte haben gemeinsam mit den niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten in der gesamten Corona-Pandemie den Krankenhaussektor vor dem Kollaps bewahrt.“ www.laekh.de
  3. Hamburg - Die Ärztekammer Hamburg ruft die Hamburgerinnen und Hamburger dazu auf, die vorhandenen Impfangebote in Arztpraxen und Impfzentren wahrzunehmen. „Es gibt genügend freie Termine. Nutzen Sie das Angebot und lassen Sie sich impfen. Das ist der beste Schutz gegen Corona“, so Kammerpräsident Dr. Pedram Emami.  Emami zeigte sich besorgt über Berichte aus Arztpraxen, dass die Nachfrage nach Impfterminen teilweise deutlich zurückgegangen sei. „Wer geimpft werden möchte, bekommt kurzfristig einen Termin, oft noch am selben Tag. Nutzen Sie diese Gelegenheit“, sagte Emami. Auch die insgesamt 27 städtischen Impfzentren böten ausreichend Termine für Impfwillige an. Und allein an diesem Wochenende gebe es bei 14 Impfstellen die Möglichkeit, sich auch ohne Termin impfen zu lassen. Kammerpräsident Emami unterstrich, dass insbesondere die Auffrischungsimpfung einen guten Schutz dagegen biete, schwer an der Omikron-Variante des Coronavirus zu erkranken. Aber auch die erste oder zweite Impfung reduziere die Gefahr schwerer Erkrankungen deutlich. „Wir sollten alles tun, um uns möglichst gut zu schützen und um das Gesundheitssystem zu entlasten. Und dafür ist die Impfung der wichtigste Baustein“, so Emami.   Laut aktuellen Zahlen des Robert-Koch-Instituts sind in Hamburg rund 1,44 Mio. Menschen oder 77,9 Prozent der Bevölkerung doppelt geimpft. Weitere 41.000 Einwohner haben zumindest die erste Impfung erhalten. Die Auffrischungsimpfung haben bisher rund 780.000 Menschen bekommen. Das sind 42,1 Prozent der Bevölkerung und damit deutlich weniger als in den Nachbarländern Schleswig-Holstein und Niedersachsen, wo jeweils über 50 Prozent der Bevölkerung eine Auffrischungsimpfung erhalten haben. www.aekhh.de
  4. Bremen - Dr. Johannes Grundmann, der Präsident der Ärztekammer Bremen, kritisiert die Absage aus dem Bundesgesundheitsministerium, den Medizinischen Fachangestellten eine staatlich finanzierte Corona-Prämie zu zahlen. „Ein Corona-Bonus von staatlicher Seite wäre mehr als überfällig gewesen“, sagt Grundmann. „Die Medizinischen Fachangestellten sind seit Beginn der Pandemie unermüdlich im Einsatz. Sie verdienen viel mehr öffentliche Wertschätzung.“ Der Vorstand der Ärztekammer Bremen hatte sich im Dezember für einen staatlich finanzierten Corona-Bonus für Medizinische Fachangestellte ausgesprochen. Die Pandemie werde gemeinsam von allen medizinischen Berufen bekämpft, so der Vorstand. Für die Entlastung der Kliniken in der vierten Welle müssten derzeit viele Patienten im ambulanten Bereich versorgt werden. Dafür setzten sich die MFA in besonderem Maße ein, auch durch ihr Engagement bei der hohen Zahl der Impfungen. Umso enttäuschter zeigte sich Johannes Grundmann nun von der Entscheidung des Bundesgesundheitsministeriums. „Die Medizinischen Fachangestellten arbeiten schon lange am Limit und weit darüber hinaus“, sagt Grundmann. „Sie leisten täglich Herausragendes in der Versorgung von Millionen Patientinnen und Patienten.“ Ihnen den staatlich finanzierten Bonus zu verweigern, zeuge von mangelndem Respekt vor dieser systemrelevanten Arbeit. Johannes Grundmann: „Ich fordere die Bunderegierung auf, ihre Haltung zu überdenken und den Medizinischen Fachangestellten die Wertschätzung zukommen zu lassen, die sie verdienen und die ihnen zusteht.“ www.aekhb.de
  5. Frankfurt - Als sinnvoll und richtig begrüßt Dr. med. Edgar Pinkowski, Präsident der Landesärztekammer Hessen, die von Sozialminister Kai Klose angekündigte Einrichtung eines Hessischen Landesamtes für Gesundheit. „Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig der Öffentliche Gesundheitsdienst (ÖGD) nicht nur für den Infektions- und Katastrophenschutz ist. Auch für andere Aufgaben, wie zum Beispiel Beratungs- und Unterstützungsangebote für Familien, Kita- und Schuleingangsuntersuchungen oder Kontroll- und Überwachungsaufgaben im Bereich der Krankenhaushygiene – spielt der ÖGD eine zentrale Rolle“; betont Pinkowski. Der hessische Ärztekammerpräsident hatte das Land Hessen bereits auf der Delegiertenversammlung der Kammer im November 2021 aufgefordert, ernsthaft über die Einrichtung eines Landesgesundheitsamtes nachzudenken.  Die damals ausgelaufene epidemische Lage von nationaler Tragweite habe keineswegs zu einer einheitlichen Vorgehensweise in Deutschland geführt, noch nicht einmal in Hessen, da jedes Gesundheitsamt seine eigenen Regeln und Vorgehensweisen entwickelt  und verfolgt habe. "Das war beispielsweise für Eltern mit Kindern, die in unterschiedlichen Gebietskörperschaften zur Schule gehen, nicht nachvollziehbar", kritisierte Pinkowski im November. Dass das neue, für 2023 geplante Landesamt künftig die Zuständigkeiten für den öffentlichen Gesundheitsdienst bündeln soll, die derzeit beim Landesprüfungs- und Untersuchungsamt im Gesundheitswesen (HLPUG), beim Regierungspräsidium Darmstadt sowie beim Sozialministerium selbst liegen, sei ein Fortschritt. „Damit befindet sich die Zuständigkeit und Steuerungsfunktion  in einer Hand, was die Arbeit der Gesundheitsämter hoffentlich vereinfachen wird", so Pinkowski. Zugleich werde der Öffentliche Gesundheitsdienst durch die neue Behörde gestärkt. www.laekh.de

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