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    Berlin - Mehr als 100 junge Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinstudierende haben am Samstag den Weg in die Kassenärztliche Vereinigung Berlin gefunden, um sich rund um das Thema Niederlassung zu informieren. Die Auftaktveranstaltung der Initiative „Zum Niederlassen schön. Das Berliner Netzwerkforum Praxis“ – gegründet von Kassenärztlicher Vereinigung Berlin, Ärztekammer Berlin, Virchowbund, Hartmannbund, apoBank und ETL ADVISION – konnte viele Bedenken zerstreuen.

     

    Berlin - Mehr als 100 junge Ärztinnen und Ärzte sowie Medizinstudierende haben am Samstag den Weg in die Kassenärztliche Vereinigung Berlin gefunden, um sich rund um das Thema Niederlassung zu informieren. Die Auftaktveranstaltung der Initiative „Zum Niederlassen schön. Das Berliner Netzwerkforum Praxis“ – gegründet von Kassenärztlicher Vereinigung Berlin, Ärztekammer Berlin, Virchowbund, Hartmannbund, apoBank und ETL ADVISION – konnte viele Bedenken zerstreuen. Denn der Gedanke an eine Niederlassung löst bei vielen jungen Medizinern gemischte Gefühle aus. Zwar ist man seine eigene Chefin bzw. sein eigener Chef und die Wochenenddienste im Krankenhaus sind passé, aber tauscht man sich als „Einzelkämpfer“ in eigener Praxis noch mit anderen Kollegen aus? Wie arbeitet es sich in einer Gemeinschaftspraxis? Hört man nicht immer wieder, dass man mehr Zeit am Schreibtisch als mit den Patienten verbringt? Und wie steht es mit den Vorbehalten rund um Regresse oder ausufernde Bürokratie?

    Antworten auf diese und viele weitere Fragen rund um die Niederlassung gab es während einer Podiumsdiskussion und Workshops – ganz neuzeitlich visuell durch Graphic Recording festgehalten. Erfahrene niedergelassene Ärztinnen und Ärzte aus verschiedenen Fachrichtungen und Ärztinnen und Ärzte, die sich erst vor kurzem niedergelassen haben, standen Rede und Antwort. Sie berichteten über ihren Einstieg in die selbständige Tätigkeit, den Aufbau ihrer Praxis und den Arbeitsalltag als niedergelassene Mediziner. Ziel der Veranstaltung war es, dem Ärztenachwuchs ein realistisches Bild der Niederlassung zu vermitteln, die Vorteile herauszuarbeiten und gemeinsam in die Zukunft der ambulanten Versorgung zu schauen. Die unerwartet hohe Teilnehmerzahl und das rundweg positive Feedback haben den Organisatoren Recht gegeben: Die Initiative hat den richtigen Nerv getroffen. Darauf wird in den kommenden Monaten aufgebaut.

    Statements der teilnehmenden Organisationen

    Dr. Margret Stennes, Vorstandsvorsitzende Kassenärztliche Vereinigung Berlin: „Um junge Ärztinnen und Ärzte für die Niederlassung zu begeistern, möchten wir ihnen zuhören, unterstützen und mit ihnen gemeinsam die Zukunft der ambulanten Versorgung gestalten. Mit der Auftaktveranstaltung konnten wir konkret helfen und den jungen Ärztinnen und Ärzten mögliche Vorbehalte nehmen.“

    Dr. Regine Held, Vizepräsidentin Ärztekammer Berlin: „Wir konnten den jungen Kolleginnen und Kollegen mit dieser Auftaktveranstaltung zeigen, dass sie auch in der Niederlassung keine ‚Einzelkämpferinnen‘ und ‚Einzelkämpfer‘ sind, sondern Partner an ihrer Seite haben, die sie unterstützen und Hilfestellung bieten.“

    Dr. Christiane Wessel, Stellvertretende Bundesvorsitzende und Vorsitzende der Landesgruppe Berlin-Brandenburg Virchowbund: „Es ist uns gelungen, die jungen Ärztinnen und Ärzte mit dieser Veranstaltung auf eine spannende Reise in einen Versorgungsbereich mitzunehmen, der sowohl ärztlich als auch wirtschaftlich enorme Freiheitsgrade bietet.“

    Dr. Uwe Thorsten, Vorsitzender Hartmannbund Landesverband Berlin: „Gerade in der heutigen Zeit dürfen wir uns wieder glücklich schätzen, dass wir Teil der freien Berufe sind; wir können unsere Zukunft selbst gestalten und müssen keine Republik der Angestellten werden. Wir unterstützen den Weg in die eigene Praxis mit unserer Organisation möglichst breit und von Anfang an.“

    Martin Evers, Leiter apoBank-Regionalfiliale Berlin: „Zum Niederlassen Schön. Das Berliner Netzwerkforum Praxis. bietet aus meiner Sicht eine einmalige Plattform, sich zu vernetzen und all die Fragen rund um den Schritt in die Existenzgründung nicht nur theoretisch, sondern lebensnah beantwortet zu bekommen.“

    Dr. Jürgen Karsten, ETL ADVISION: „Viele der möglichen Ängste und Bedenken gegen eine Niederlassung beruhen auf fehlenden oder auch falschen Informationen. Mit unserer Initiative konnten wir bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmer viele davon ausräumen und ihnen die Wege und die Gestaltungsmöglichkeiten in der Niederlassung aufzeigen.“

    Fotomaterial auf Anfrage.

    Weitere Informationen finden Sie hier: www.zum-niederlassen-schoen.de

     

  2.  

    Düsseldorf - Die rheinische Ärzteschaft fordert vom Gesetzgeber konkrete Maßnahmen zur Sicherstellung einer ausreichenden Arznei- und Impfstoffversorgung der Bevölkerung. Ende Oktober 2019 hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mehr als 260 versorgungsrelevante Arzneimittel und Medizinprodukte mit einem Lieferengpass registriert und gelistet.

     

    Düsseldorf - Die rheinische Ärzteschaft fordert vom Gesetzgeber konkrete Maßnahmen zur Sicherstellung einer ausreichenden Arznei- und Impfstoffversorgung der Bevölkerung. Ende Oktober 2019 hat das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) mehr als 260 versorgungsrelevante Arzneimittel und Medizinprodukte mit einem Lieferengpass registriert und gelistet. „Dank dieser Liste können zwar kurzfristig auf nationaler Ebene Umgehungsstrategien geplant werden. Aber damit sind die Ursachen der Lieferengpässe nicht gelöst“, heißt es in einer heute verabschiedeten Resolution der Delegierten der Kammerversammlung.

    „Wenn versorgungsrelevante Arzneimittel in der Apotheke nicht mehr zu haben sind, dann weicht man zwangsläufig auf andere Präparate mit identischem Wirkstoff aus, die sich aber von ihren pharmazeutischen Eigenschaften wie Tablettengröße, Teilbarkeit oder Farbe erheblich unterscheiden können“, sagte Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein. Das sei besonders für chronisch Kranke und alte Menschen, die von den permanenten Wechseln am häufigsten betroffen sind, ein Problem. Denn mit dem Austausch können sich gewohnte Dosierungsanleitungen ändern und es kann zu unsachgerechter Anwendung kommen.

    Die rheinische Ärzteschaft fordert, die Ursachen der Lieferengpässe zu bekämpfen, die unter anderem in gesetzlichen Instrumenten zur Preisregulierung auf nationaler Ebene (Rabattverträge, Importquoten) liegen sowie in gesetzlichen Lücken, die die Kontingentierung von Arzneimitteln und den legalen Verkauf ins Ausland ermöglichen. Ein wesentliches Problem sei auch die ökonomisch begründete Konzentrierung der Wirkstoffherstellung auf wenige pharmazeutische Unternehmen, ganz besonders die Bündelung auf eine einzige Produktionsanlage außerhalb Deutschlands und der EU. Langfristig bedürfe es daher strategischer Überlegungen, Produktionsstandorte aus dem Ausland wieder zurück in die EU zu holen, so die Delegierten.

    www.aekno.de

     

  3.  

    Düsseldorf - Auch nach der von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann angekündigten großen Krankenhausreform müssen Kliniken für alle Bürger in Nordrhein-Westfalen noch gut erreichbar sein. Das hat die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein heute in Düsseldorf gefordert. Die Qualität der Versorgung hängt nach Auffassung der rheinischen Ärzteschaft entscheidend von einer angemessenen Ausstattung mit qualifizierten Ärztinnen und Ärzten ab.

     

    Düsseldorf - Auch nach der von Landesgesundheitsminister Karl-Josef Laumann angekündigten großen Krankenhausreform müssen Kliniken für alle Bürger in Nordrhein-Westfalen noch gut erreichbar sein. Das hat die Kammerversammlung der Ärztekammer Nordrhein heute in Düsseldorf gefordert. Die Qualität der Versorgung hängt nach Auffassung der rheinischen Ärzteschaft entscheidend von einer angemessenen Ausstattung mit qualifizierten Ärztinnen und Ärzten ab. „Der Facharztstandard muss gewährleistet sein, dazu braucht es Mindestvorgaben mit Augenmaß“, sagte der Präsident der ÄkNo, Rudolf Henke, mit Blick auf den neuen Landeskrankenhausplan.

    Er zeigte sich erfreut über das Versprechen des Ministers, bei seinem Reformvorhaben den ärztlichen Sachverstand intensiv einzubinden.

    Die Reform müsse den berechtigten Wunsch der Bürger nach regionaler Versorgung berücksichtigen, so die ÄkNo. Angehörigen solle der Krankenbesuch auch auf dem Land ohne allzu lange Anfahrten möglich bleiben. In den Ballungsräumen sind „unnötige Mehrfachvorhaltungen“ nach Auffassung der Ärztekammer zu vermeiden: „Krankenhäuser sollten sich auf das konzentrieren, was sie besonders gut können.“ Die Kammer plädiert dafür, dass die Kliniken ihre besonderen Stärken in verbindliche Kooperationen mit anderen Häusern und mit den niedergelassenen Ärzten einbringen.

    Landesgesundheitsminister Laumann hatte Mitte September „die wohl größte Reform der Krankenhauslandschaft seit Jahrzehnten“ angekündigt. Ein von ihm in Auftrag gegebenes Gutachten ergab, dass die bisherige Krankenhausplanung in Nordrhein-Westfalen zu einer „Fehlentwicklung in der Krankenhauslandschaft“ geführt hat. Das Gutachten stellt eine Überversorgung in den Ballungsgebieten fest, insbesondere auf der Rhein-Ruhr-Schiene, und teilweise eine Unterversorgung in ländlichen Gebieten.

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  4.  

    Düsseldorf - Die Ärztinnen und Ärzte im Rheinland werden sich zukünftig in Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie in der medizinischen und interprofessionellen Forschung stärker als bisher mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit der Bevölkerung beschäftigen. „Teil unserer ärztlichen Verantwortung ist auch der Einsatz dafür, dass die Einrichtungen des Gesundheitswesens selbst ihre Energie- und Klimabilanz substantiell verbessern“, heißt es in einer heute verabschiedeten Resolution der Delegierten der Kammerversammlung.

     

    Düsseldorf - Die Ärztinnen und Ärzte im Rheinland werden sich zukünftig in Aus-, Fort- und Weiterbildung sowie in der medizinischen und interprofessionellen Forschung stärker als bisher mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit der Bevölkerung beschäftigen. „Teil unserer ärztlichen Verantwortung ist auch der Einsatz dafür, dass die Einrichtungen des Gesundheitswesens selbst ihre Energie- und Klimabilanz substantiell verbessern“, heißt es in einer heute verabschiedeten Resolution der Delegierten der Kammerversammlung.

    „Der Klimawandel wird die Gesundheitssysteme weltweit vor große Herausforderungen stellen. Wir müssen uns mit dessen Folgen sowohl im eigenen Land, aber auch weltweit beschäftigen“, sagte Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein. Denn eine Zunahme von Umweltkatastrophen bedeute eben nicht nur einen gesundheitlichen Notfall in den betreffenden Regionen, sondern potenziell erhöhe sich damit zunächst regional und dann überregional auch das Risiko von Ausbrüchen übertragbarer Krankheiten. Auf einem wärmeren Planeten könnten sich beispielsweise auch durch Tiere übertragene Krankheiten in neue Gebiete ausbreiten. „Darauf müssen wir uns einstellen, entsprechendes Wissen aufbauen und Frühwarnsysteme etablieren“, so der Präsident.

    Die rheinische Ärzteschaft begrüßt es vor diesem Hintergrund, dass das Thema „Klimawandel und Gesundheit“ ein Schwerpunktthema des kommenden 123. Deutschen Ärztetags 2020 in Mainz wird.

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  5.  

    Düsseldorf - Die Ärztekammer Nordrhein hat heute eine neue Weiterbildungsordnung (WBO) für Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein beschlossen. Vorbehaltlich der Genehmigung durch das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen soll sie zum 1.7.2020 in Kraft treten. "Statt wie bisher auf den Nachweis von abgeleisteten Zeiten zu fokussieren, setzt die neue Weiterbildungsordnung auf den Erwerb von Kompetenzen, die im eLogbuch digital erfasst werden sollen“, beschreibt Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein die wichtigsten Änderungen.

     

    Düsseldorf - Die Ärztekammer Nordrhein hat heute eine neue Weiterbildungsordnung (WBO) für Ärztinnen und Ärzte in Nordrhein beschlossen. Vorbehaltlich der Genehmigung durch das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen soll sie zum 1.7.2020 in Kraft treten. "Statt wie bisher auf den Nachweis von abgeleisteten Zeiten zu fokussieren, setzt die neue Weiterbildungsordnung auf den Erwerb von Kompetenzen, die im eLogbuch digital erfasst werden sollen“, beschreibt Rudolf Henke, Präsident der Ärztekammer Nordrhein die wichtigsten Änderungen. „Mit den Kompetenzblöcken entsteht für uns als Kammer die Chance, die Unterstützungsprozesse für unsere Ärztinnen und Ärzte in Weiterbildung ganz neu aufzustellen und mehr Verbindlichkeit zu schaffen“, so der Präsident.

    Die Kammerversammlung setzt mit dem heutigen Beschluss die im November 2018 vom Vorstand der Bundesärztekammer verabschiedete Novelle der Muster-Weiterbildungsordnung (MWBO) in Landesrecht um.

    Allerdings verzichtet die Kammerversammlung bei der neuen WBO auf die Zusatzbezeichnung Homöopathie, die in den vergangenen fünf Jahren lediglich von 17 Ärztinnen und Ärzten in Nordrhein erworben wurde. Alle bisher erworbenen Zusatzbezeichnungen können weitergeführt werden. Ärztinnen und Ärzte, die sich bereits in Weiterbildung befinden, können diese innerhalb bestimmter Fristen auf der bisherigen Grundlage fortführen oder auf die neue WBO umsteigen. Ärztinnen und Ärzte, die erst nach Inkrafttreten der neuen WBO mit ihrer Weiterbildung beginnen, müssen diese gemäß der neuen WBO gestalten.

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