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  1.  

    Düsseldorf - Anlässlich des Urteils des Landgerichts Krefeld zum Heilpraktiker-Prozess in Brüggen-Bracht (Montag, 15. Juli 2019) in Krefeld erklärt der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke:

     

    „Um Fälle wie diesen in Brüggen-Bracht, bei dem drei Menschen durch eine versuchte Krebsbehandlung mit einer Chemikalie gestorben sind, zukünftig auszuschließen, sollten Heilpraktiker im Sinne der Patientensicherheit keine Tätigkeiten ausüben, mit denen unvertretbare Risiken verbunden sind. Invasive Therapien und Krebsbehandlungen gehören in jedem Fall nicht in die Hände von Heilpraktikern.

     

    Düsseldorf - Anlässlich des Urteils des Landgerichts Krefeld zum Heilpraktiker-Prozess in Brüggen-Bracht (Montag, 15. Juli 2019) in Krefeld erklärt der Präsident der Ärztekammer Nordrhein, Rudolf Henke:

    „Um Fälle wie diesen in Brüggen-Bracht, bei dem drei Menschen durch eine versuchte Krebsbehandlung mit einer Chemikalie gestorben sind, zukünftig auszuschließen, sollten Heilpraktiker im Sinne der Patientensicherheit keine Tätigkeiten ausüben, mit denen unvertretbare Risiken verbunden sind. Invasive Therapien und Krebsbehandlungen gehören in jedem Fall nicht in die Hände von Heilpraktikern.

    Der Bundesgesetzgeber hat mit dem Gesetz für mehr Sicherheit in der Arzneimittelversorgung (GSAV) inzwischen erste Konsequenzen aus den Vorfällen in Brüggen-Bracht gezogen und die Herstellung verschreibungspflichtiger Arzneimittel und die Herstellung von Zubereitungen aus menschlichem Gewebe durch Angehörige nichtärztlicher Heilberufe (insbesondere Heilpraktiker) erlaubnispflichtig gemacht. Doch diese Regelungen sind erst der halbe Weg. So müsste zur Gefahrenabwehr nicht nur die Herstellung verschreibungspflichtiger Arzneimittel erlaubnispflichtig gemacht werden, sondern auch die der nichtverschreibungspflichtigen Arzneimittel und Stoffe, wenn diese zur invasiven Anwendung bestimmt sind.

    Auch fordert die Ärzteschaft seit Langem ein Verbot der Krebsbehandlung durch Heilpraktiker. Menschen mit Krebsbehandlungen sind besonders verletzlich und lassen sich aus Angst viel unkritischer auf Heilsversprechungen durch Heilpraktiker ein.

    Aus Gründen der Patientensicherheit sollte die Krebsbehandlung unter Arztvorbehalt gestellt werden, wie dies mit der Behandlung sexuell übertragbarer Krankheiten schon lange der Fall ist. Eine solche Regelung träfe den weit überwiegenden Teil der Heilpraktiker nicht, da die weitaus meisten Heilpraktiker ohnehin von der originären Behandlung von Krebserkrankungen absehen.“

    www.aekno.de

     

  2.  

    Bremen - „Wer Krankenhäuser schließen möchte, muss die gesamte medizinische Versorgungsrealität einbeziehen“, sagte Dr. Heidrun Gitter, die Präsidentin der Ärztekammer Bremen, im Hinblick auf eine jetzt veröffentlichte Bertelsmann-Studie zur Krankenhausversorgung in Deutschland. Die Autoren der Studie hatten vorgeschlagen, nur etwa 600 von den derzeit rund 1.400 Krankenhäusern in Deutschland zu erhalten, sie mit mehr Geld und Personal auszustatten und so eine bessere Patientenversorgung zu erreichen.

     

    Bremen - „Wer Krankenhäuser schließen möchte, muss die gesamte medizinische Versorgungsrealität einbeziehen“, sagte Dr. Heidrun Gitter, die Präsidentin der Ärztekammer Bremen, im Hinblick auf eine jetzt veröffentlichte Bertelsmann-Studie zur Krankenhausversorgung in Deutschland. Die Autoren der Studie hatten vorgeschlagen, nur etwa 600 von den derzeit rund 1.400 Krankenhäusern in Deutschland zu erhalten, sie mit mehr Geld und Personal auszustatten und so eine bessere Patientenversorgung zu erreichen.

    „Die Bremer Ärzteschaft unterstützt schon lange Vorschläge zu einer Krankenhausplanung, die an Strukturqualität orientiert ist“, sagte Heidrun Gitter. Krankenhäuser in Bremen, die öffentliche Gelder für Investitionen und die Vergütungen der gesetzlichen Krankenkassen erhalten wollen, müssen sich zum Beispiel an der Facharzteiterbildung beteiligen. Dazu prüft die Ärztekammer Bremen auch die notwendigen Strukturen. „Wer einen Versorgungsauftrag für ein Spezialgebiet haben möchte, muss auch für die Qualifizierung des nötigen Personals sorgen und das notwendige Personal und die notwendigen Strukturen rund um die Uhr vorhalten“, so Gitter. In dieser Auffassung fühlt sich die Ärztekammer Bremen von der zuständigen Gesundheitsbehörde und auch den Kostenträgern unterstützt. „Die Krankenhausplanung in Bremen hat bereits vor Jahren begonnen, Dinge zu berücksichtigen, die in der Bertelsmann-Studie vorgeschlagen werden“, sagte Gitter.

    Patientinnen und Patienten müssen flächendeckend auf eine wohnortnahe Gesundheitsversorgung zugreifen können. „Da haben Städte wie Bremen und Bremerhaven Vorteile gegenüber Flächenstaaten wie Niedersachsen“, sagte Gitter. „Bremer Krankenhäuser versorgen in Teilen auch das niedersächsische Umland mit, das darf nicht vergessen werden.“ Nach Angaben der Bremer Krankenhausgesellschaft kommen 50 Prozent der Patienten in den Bremerhavener Krankenhäusern aus dem niedersächsischen Umland, in Bremen sind es 40 Prozent.

    Sinnvoll wäre aus Sicht der Ärztekammer Bremen eine bessere Vernetzung der ambulanten und stationären Versorgung, gerade auch in der gemeinsamen Sicherstellung der Rund-um-die Uhr-Versorgung. Heidrun Gitter: „Dann könnte man die Versorgung noch viel besser nach dem Bedarf der Patienten ausrichten – und man würde mehr über notwendige Leistungen und weniger über aufgestellte Betten sprechen.“

    www.aekhb.de

     

  3.  

     

     

    Berlin - Zu der aktuell veröffentlichten Studie der Bertelsmann-Stiftung mit der Forderung nach Schließung von 800 Krankenhäusern erklärt Bundesärztekammerpräsident Dr. Klaus Reinhardt:

    „Die von der Bundesregierung eingesetzte Kommission „Gleichwertige Lebensverhältnisse“ hat gerade erst die Bedeutung der Daseinsvorsorge und Sicherung einer gut erreichbaren, wohnortnahen Gesundheitsinfrastruktur herausgestellt und das Bundesgesundheitsministerium die Förderung von 120 kleineren Kliniken bundesweit beschlossen. Da ist es schon mehr als befremdlich, wenn die Bertelsmann-Stiftung jetzt pauschal die Schließung von 800 Krankenhäusern fordert.“

    Der Präsident der Bundesärztekammer stellt allerdings auch klar: „In Ballungsgebieten mit erhöhter Krankenhausdichte kann es durchaus sinnvoll sein, dass Ärzte und Pflegepersonal in größeren Strukturen Patienten behandeln. Dadurch könnten Abläufe vereinfacht und die zunehmende Arbeitsverdichtung gemildert werden.“

    Reinhardt warnte aber vor einer undifferenzierten Schließungspolitik: „Gerade im ländlichen Raum müssen wir die flächendeckende Versorgung der Patienten sicherstellen. Deshalb müssen wir mehr als bisher die sektorübergreifende Versorgung gemeinsam mit den niedergelassenen Ärzten ausbauen. Wir müssen auch sogenannte Mitversorgeraspekte berücksichtigen. In Hamburger Krankenhäusern werden ja auch Patienten aus dem weiteren Umland behandelt. Das alles zeigt, dass man diese Fragen nicht vom grünen Tisch aus entscheiden kann. Diese Fragen müssen vor Ort und von den Landes- und Kommunalpolitikern gemeinsam mit den Ärzten diskutiert werden.“ Und schließlich dienten Kliniken und Praxen nicht nur der regulären medizinischen Versorgung, so Reinhardt, sondern müssten auch aufgestellt sein für die medizinische Versorgung in Krisenfällen wie Epidemien und Großschadensereignissen.

    „Wer auch immer mit welchen Ideen den Krankenhaussektor verändern will, muss dem grundgesetzlichen Auftrag der Daseinsvorsorge, der Gleichheit der Lebensverhältnisse und dem Feuerwehr-Prinzip der Krankenhäuser im Katastrophenfall gerecht werden. Vor allem aber müssen wir Optionen diskutieren, wie wir der zunehmenden Behandlungsbedürftigkeit in unserer Gesellschaft bei gleichzeitigem Fachkräftemangel begegnen wollen. Auch wenn wir die Zahl der Krankenhäuser reduzieren, reduzieren wir dadurch ja nicht die Zahl der Behandlungsfälle“, mahnt Reinhardt.

     

  4.  

    Münster - Sie sind die besten 2,6 Prozent ihres Ausbildungsjahrganges: 44 frisch ausgebildete Medizinische Fachangestellte wurden am 11. Juli in einer Feierstunde der Ärztekammer Westfalen-Lippe in Münster für ihre hervorragenden Prüfungsleistungen ausgezeichnet. Die 43 jungen Frauen und ein Mann hatten in der Abschlussprüfung ihrer Ausbildung mindestens 92 von 100 möglichen Punkten und damit die Note „Sehr gut“ erreicht. Als Anerkennung für diese Leistung erhielten sie von Dr. med. Hans-Peter Peters, Beauftragter der Ärztekammer für die Ausbildung Medizinischer Fachangestellter, eine Urkunde und ein Buchpräsent überreicht. Glückwünsche gingen auch an acht Fachwirtinnen für ambulante medizinische Versorgung, die ihre Fortbildung ebenfalls mit der Bestnote abgeschlossen hatten. Insgesamt hatten sich in diesem Jahrgang 1.662 Auszubildende und 66 angehende Fachwirtinnen zur Prüfung angemeldet.

     

    Münster - Sie sind die besten 2,6 Prozent ihres Ausbildungsjahrganges: 44 frisch ausgebildete Medizinische Fachangestellte wurden am 11. Juli in einer Feierstunde der Ärztekammer Westfalen-Lippe in Münster für ihre hervorragenden Prüfungsleistungen ausgezeichnet. Die 43 jungen Frauen und ein Mann hatten in der Abschlussprüfung ihrer Ausbildung mindestens 92 von 100 möglichen Punkten und damit die Note „Sehr gut“ erreicht. Als Anerkennung für diese Leistung erhielten sie von Dr. med. Hans-Peter Peters, Beauftragter der Ärztekammer für die Ausbildung Medizinischer Fachangestellter, eine Urkunde und ein Buchpräsent überreicht. Glückwünsche gingen auch an acht Fachwirtinnen für ambulante medizinische Versorgung, die ihre Fortbildung ebenfalls mit der Bestnote abgeschlossen hatten. Insgesamt hatten sich in diesem Jahrgang 1.662 Auszubildende und 66 angehende Fachwirtinnen zur Prüfung angemeldet.
     
    „Sie haben Ihr gestecktes Berufsziel nicht einfach nur erreicht, sondern Ihre Prüfung mit Bravour bestanden und damit Ihre Qualifikation in ganz besonderer Weise unter Beweis gestellt“, lobte Dr. Peters die Ausgezeichneten. Als wichtige Bezugspersonen in der Arztpraxis bzw. anderen Einrichtungen der medizinischen Versorgung trügen die neuen Medizinischen Fachangestellten und Fachwirtinnen fortan eine hohe Verantwortung. Sie seien als Angehörige gut qualifizierter medizinischer Fachberufe für die ärztliche Berufsausübung unverzichtbar, machte Dr. Peters deutlich.
     
    Die Ärztekammer Westfalen-Lippe ist Ansprechpartnerin in Fragen rund um die Aus- und Fortbildung Medizinischer Fachangestellter. Die Ausbildung, die je nach Qualifikation der Auszubildenden zwischen zwei und drei Jahre dauert, wird in Kooperation von Ausbildungsbetrieben – zumeist Arztpraxen – und Berufskollegs durchgeführt und durch die Ärztekammer geregelt und überwacht. Im Anschluss daran bietet die Ärztekammer eine Aufstiegsfortbildung zur Fachwirtin für ambulante medizinische Versorgung sowie knapp 30 Spezialisierungsqualifikationen an. Freie Ausbildungsplätze, Informationen zur Aus und Fortbildung sowie Kontaktdaten zu Ansprechpartnern finden Interessierte auf den Internetseiten der Ärztekammer Westfalen-Lippe unter www.aekwl.de im Bereich MFA.

    www.aekwl.de

     

  5.  

    München - „Ich werde auf meine eigene Gesundheit, mein Wohlergehen und meine Fähigkeiten achten, um eine Behandlung auf höchstem Niveau leisten zu können“, heißt es in der Deklaration von Genf. Mit diesen Sätzen beginnt der Vizepräsident der Bayerischen Landesärztekammer, Dr. Wolfgang Rechl, seinen Leitartikel in der Juli/August-Ausgabe des Bayerischen Ärzteblattes und mahnt: „Was wir Ärztinnen und Ärzte in der Deklaration von Genf festschreiben, droht uns nach und nach abhanden zu gehen: denn, wir arbeiten heute zunehmend am Limit.“ Gründe seien unter anderem die Personalnot, Arbeitsverdichtung und ein höherer Wettbewerbsdruck. Dies könne zu körperlicher aber auch zu einer emotionalen Überbelastung von Ärzten führen.

     

    München -  „Ich werde auf meine eigene Gesundheit, mein Wohlergehen und meine Fähigkeiten achten, um eine Behandlung auf höchstem Niveau leisten zu können“, heißt es in der Deklaration von Genf. Mit diesen Sätzen beginnt der Vizepräsident der Bayerischen Landesärztekammer, Dr. Wolfgang Rechl, seinen Leitartikel in der Juli/August-Ausgabe des Bayerischen Ärzteblattes und mahnt: „Was wir Ärztinnen und Ärzte in der Deklaration von Genf festschreiben, droht uns nach und nach abhanden zu gehen: denn, wir arbeiten heute zunehmend am Limit.“ Gründe seien unter anderem die Personalnot, Arbeitsverdichtung und ein höherer Wettbewerbsdruck. Dies könne zu körperlicher aber auch zu einer emotionalen Überbelastung von Ärzten führen.
     
    Dies sei mit ein Grund, weshalb das Thema auf dem vergangenen Deutschen Ärztetag in Münster als Schwerpunkt diskutiert worden sei. Dort sei deutlich geworden, dass wesentliche Voraussetzungen für gesundheitsförderliche Arbeitsbedingungen in den Krankenhäusern und Arztpraxen die gesetzlichen und ökonomischen Rahmenbedingungen sind. „Für gesunde Arbeitsbedingungen müssen die Leistungen des Gesundheitswesens ausreichend finanziert sein“, betonte Rechl. So habe der Deutsche Ärztetag an die Arbeitgeber appelliert, ihrer Verpflichtung für die Schaffung gesundheitsgerechter Arbeitsbedingungen deutlich stärker als bisher nachzukommen. Das Ärzteparlament fasste eine ganze Reihe von Beschlüssen, um das Thema Arztgesundheit in die Öffentlichkeit zu tragen. Neben der Berücksichtigung von gesundheitsgerechten Arbeitsbedingungen, der Einhaltung von Arbeitsschutzregeln und der Stärkung des betrieblichen Gesundheitsmanagements, müssten sich die zuständigen Behörden verpflichtet fühlen, die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes im ärztlichen Dienst der Klinik regelmäßig zu überprüfen. „Wir müssen unsere Kolleginnen und Kollegen auch in Sachen Bürokratie entlasten. Das heißt, dass Personalschlüssel so gestaltet werden müssen, dass jederzeit eine patienten- und aufgabengerechte Versorgung möglich ist“, appellierte der BLÄK-Vize.

    http://www.bayerisches-aerzteblatt.de

     

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